Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Auf Gas gab es keine sanktionen weiter. Warum muss man, wenn man keine ahnung hat und einfache zusammenhänge nicht versteht, trotzdem seine meinung stets kund tun? Und woher die Rekordgewinne stammen steht auch im Artikel.
 
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@Snowi selbst das ist ein Witz... ca das doppelte von dem was ich aktuell bezahle. Wären dann in meinem Fall knapp 200€ pro Monat(!) mehr. Ja, ich kann dann trotzdem noch gut leben. Aber von den 2400€ hätte ich halt besseres machen können.
 
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Erkekjetter schrieb:
Warum muss man, wenn man keine ahnung hat und einfache zusammenhänge nicht versteht, trotzdem seine meinung stets kund tun?
Wird heute so gemacht. Wichtig ist dass man möglichst laut schreit und andere diskreditiert. Hauptsache man ist vehement für oder gegen irgendwas, Fakten bzw. Zusammenhänge sind hierbei unerheblich.
 
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Erkekjetter schrieb:
Auf Gas gab es keine Sanktionen weiter.
Hab ich auch nicht gesagt. Aber ich hab meinen Satz mal durch ein Zitat aus dem Artikel ersetzt. 🙂 Vielleicht besser verständlich.
 
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Binalog schrieb:
Das ist eine glasklare Falschbehautung.
Was soll daran falsch sein?

Auf deine Frage nach H2 ready Gaskraftwerken in Deutschland hast Du wie gewünscht eine Antwort mit Standort und Leistung erhalten. Was Du darraufhin in Deinem "Fazit" als substanzlose Sprüche abgetan hast weil diese Kraftwerke ja aktuell noch gar nicht mit Wasserstoff betrieben werden, was aber weder Bestandteil Deiner Frage noch meiner Antwort war. Da bist Du mal wieder falsch abgebogen, evtl. passiert Dir das versehentlich, ist aber leider ein typisches Beispiel Deiner "Argumentationsketten".
foo_1337 schrieb:
Nein, es ist nicht egal. Wenn etwas Ländersache ist, kannst du es nicht einfach so mal der Bundesregierung zuschreiben. Dann bräuchten wir keine Landesregierungen mehr.
Es ist geplant das "demnächst" in die Hände der Landesregierungen zu legen. Die Vorgaben sind aber im BauGB und BImSchG festgeschrieben, auch die Einspeisevergütung wird ja vom Bund festgelegt. Die Standortsuche ist wiederrum Sache der Gemeinden und Investoren. Bis es mal soweit ist einen Wind- oder Solarpark aufzustellen durchläuft das Ganze einen recht vertrackten Weg. Man kann aber keinen Zusammenhang zwischen der Verteilung von EE Flächen und der jeweiligen Landesregierung aufstellen.
foo_1337 schrieb:
Sie würden das gleiche machen wie die Kohlekraftwerke die dafür hochgefahren werden müssen: Strom produzieren. Bei drastisch weniger co2 Ausstoß.
Da der Atomausstrieg bereits vor vielen Jahren beschlossen wurde, wurde von den Betreibern auch entsprechend geplant. D.h. es gibt keine Versorgung mit Brennstäben, Personal wurde bereits abgebaut, was die Sicherheitsprüfungen angeht sind die akw eh längst überfällig. Ein Weiterbetreib stellt also ein erhötes Risiko dar, daher auch Kohlekraft. Es ist ein Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
hugodehippo schrieb:
Was bleibt also um das grundsätzliche Problem, Verfügbarkeit des benötigten Stromes HEUTE sicherzustellen?
Weiteres Beispiel: Norwegen speichert deutschen Ökostrom
Soweit ich weiss wird demnächst ein zweites Kabel verlegt.
Skaiy schrieb:
Genau, Binalog for president!!! Die da oben haben gar keine Ahnung!!1!
... und Bundestrainer. Dann ist der Pokal sicher.
 
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Buttkiss schrieb:
Was soll daran falsch sein?

Auf deine Frage nach H2 ready Gaskraftwerken in Deutschland hast Du wie gewünscht eine Antwort mit Standort und Leistung erhalten. (...)
Keines der in der Liste aufgeführten Kraftwerke ist "H2-Ready".

ThomasK_7 hat in seinem Beitrag auch den Grund dafür genannt...

"Fakt ist anscheinend nach kurzer Recherche, dass zum heutigen Tag keine kaufbaren Wasserstoffturbinen existieren und eine Marktreife dieser erst fest bis 2030 erwartet wird."

Mit Deiner ursprünglichen Aussage...

"Wir haben ja dafür neue Grundlastkraftwerke gebaut, Gaskraftwerke die ebenfalls mit Wasserstoff betrieben werden können."

wolltest Du offensichtlich ein bisher ungelöstes Problem als gelöst darstellen und bist dabei aufgeflogen. Daran ändert auch Dein Geschwurbel nichts, denn "haben gebaut" ist Vergangenheitsform.
 
foo_1337 schrieb:
@Snowi selbst das ist ein Witz... ca das doppelte von dem was ich aktuell bezahle. Wären dann in meinem Fall knapp 200€ pro Monat(!) mehr. Ja, ich kann dann trotzdem noch gut leben. Aber von den 2400€ hätte ich halt besseres machen können.
Das mag bei dir zutreffen, aber das trifft eben nicht auf alle Menschen zu. Ich kenne mehrere Familien, die schon sparsam leben, aber einfach nur Arbeit nachgehen, die nicht gut bezahlt wird. Kindergärtner, Friseure, ...
Klar kann man sagen: Verdient doch einfach mehr! Wenn du als Kindergärtner nicht genug verdienst, geh halt in die IT, oder sonst wohin. Dass das in unserer Gesellschaft aber nicht funktionieren würde, ist hoffentlich klar.
 
@Snowi ich sage doch, dass das ein riesen Problem ist. @gymfan stellte es ja so da, als sei man selbst schuld, wenn man nicht vergleicht und zeitig wechselt. Das Problem ist aber: Du kannst nirgendwo hin wechseln, wo es wirklich noch günstig ist. Außer eben manche Grundversorger, wo es aber absehbar ist, dass das nicht mehr lange geht. Und wenn wir die EEX anschauen, wird das mit den 50-60ct auch nicht mehr lange der Fall sein.

Q1/Q2 2023 wird für viele Menschen zum absoluten Verhängnis werden. Und ich will mir nicht ausmalen, was dann, u.A. auch politisch, passieren könnte.
 
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@Binalog Das HKW Leipzig Süd geht wohl dieses Jahr noch ans Netz und der Betreiber spricht davon, dass dies H2- ready ist.
Ob ein Kraftwerk erst mit verfügbaren Turbinen als "H2-ready" bezeichnet werden darf, da ist man sich offenbar sogar in der Branche uneinig. Denn bis zur TÜV-Zertifizierung haben wohl einige Betreiber ihre Kraftwerke als H2-ready beworben.

Offenbar können sogar 15 Jahre alte Gaskraftwerke H2-ready gemacht werden, siehe aktuell Trianel Gaskraftwerk Hamm.

Hier @Buttkiss geschwurbel zu unterstellen ist also fehl am Platz.
 
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@Binalog
Welche Liste?
"Wir haben ja dafür neue Grundlastkraftwerke gebaut, Gaskraftwerke die ebenfalls mit Wasserstoff betrieben werden können." hmm...nö, alles richtig. Selbst wenn ich mich in die Sichtweise eines, sagen wir mal vorsichtig EE Skeptiker versetze beisst die Maus da keinen Faden ab.

Ich könnte beispielsweise auch heute schon problemlos 20-30% Wasserstoff in meine Gastherme beimischen, falls ich an eine Wasserstoff-Infrastruktur angebunden wäre. Markteinführung der Heizsysteme die mit 100% Wasserstoff laufen ist für 2025 geplant. Der Schritt ist also kein grosser.
 
Lipovitan schrieb:
(...)Offenbar können sogar 15 Jahre alte Gaskraftwerke H2-ready gemacht werden, siehe aktuell Trianel Gaskraftwerk Hamm.(...)
Es gibt derzeit kein in Betrieb befindliches H2-Ready Gaskraftwerk am deutschen Stromnetz.

Aber ich habe verstanden, dass user hier Kraftwerke frei erfinden dürfen. Ich werde mich hier beugen, denn Dein Hausrecht-Knüppel ist auch nicht zu verachten. ;-)
 
Kuristina schrieb:
Aber ich hab meinen Satz mal durch ein Zitat aus dem Artikel ersetzt. 🙂 Vielleicht besser verständlich.
Der genau das implizieren soll? Der satz ist auch im artikel unfug bzw mißverständlich. Die Rekordgewinne stammen aus den gestiegenen preisen und wären gänzlich ohne sanktionen wohl noch höher. Auch der wechselkurs des rubel spielt eine rolle.

Nicht alles, was aussieht, als wäre es widersrpüchlich ist es auch. Die sanktionen wirken. Auch wenn gazprom
Rekordgewinne vermeldet.
 
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Binalog schrieb:
Es gibt derzeit kein in Betrieb befindliches H2-Ready Gaskraftwerk am deutschen Stromnetz.
Ob das heute oder in spätestens 4 Monaten (denn dann wird das Leipziger Kraftwerk spätestens in Betrieb genommen) der Fall ist, ist Erbsenzählerei.

Der Vorwurf zu schwurbeln ist also ein dieser Stelle unangebracht und lädt die Diskussion nur unnötig auf.
Binalog schrieb:
Aber ich habe verstanden, dass user hier Kraftwerke frei erfinden dürfen.
Hier diskutieren auch fachfremde Menschen und machen ggf. inhaltliche Fehler. Abgesehen davon schreibt Siemens Energy folgendes:
Wir sind hier weit weg von "Kraftwerke erfinden" denn offensichtlich befinden sich H2-ready Kraftwerke bereits im Bau bzw. sind kurz vor der Fertigstellung.
 
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Lipovitan schrieb:
Wir sind hier weit weg von "Kraftwerke erfinden" denn offensichtlich befinden sich H2-ready Kraftwerke bereits im Bau bzw. sind kurz vor der Fertigstellung.
Naja also deine Quelle hat mit dem Kraftwerksbau rein gar nichts zu tun, es geht dabei um ein Zertifizierungssystem das in Kooperation mit einem TÜV ausgearbeitet wurde, nicht mehr, nicht weniger. "Beteiligung" ist da nämlich ein sehr....seeehr weit zu fassender Begriff.

Aktuell ist ein Referenzkraftwerk im Osten geplant, Fertigstellung 2025, realistisch wie bei größeren Projekten üblich 2025-2030. Bis es dann zu marktfähigen und für den Strommarkt relevanten, dezidierten Wasserstoffkraftwerken kommt wird es vermutlich nicht vor Mitte 2035 werden.
 
The_waron schrieb:
Naja also deine Quelle hat mit dem Kraftwerksbau rein gar nichts zu tun
Doch? Denn Siemens schreibt ganz konkret:
Das Unternehmen ist derzeit am Bau mehrerer Kraftwerke beteiligt, die teilweise oder vollständig mit Wasserstoff befeuert werden sollen.
Mit dem Heizkraftwerk Leipzig Süd (soll in diesem Sommer noch ans Netz gehen) gibt es auch ein konkretes Beispiel.
The_waron schrieb:
"Beteiligung" ist da nämlich ein sehr....seeehr weit zu fassender Begriff.
Der Auftrag der Stadtwerke Leipzig umfasst die Lieferung zweier Gasturbinen des Typs SGT-800 mit je einem maximalen Wirkungsgrad von 41 Prozent. Die Gasturbinen sollen ab Ende 2022 mit Erdgas befeuert werden und sukzessive auf die Verbrennung immer größerer Anteile von Wasserstoff umgestellt werden. Langfristig ist ein Betrieb mit 100 Prozent grünem Wasserstoff geplant, der mittels Elektrolyse aus Wind oder Sonnenenergie gewonnen werden kann. Dadurch ist ein komplett CO2-freier und klimaneutraler Betrieb der Anlage möglich.
Ist das dir Beteiligung genug?
Das Leipziger Kraftwerk wird somit offiziell gemäß der TÜV-Zertifizierung mit Hilfe von Siemens Energy H2-ready sein.

Das "Referenzkraftwerk" in der Lausitz hat mit der aktuellen Diskussion wenig zu tun. Es handelt sich um ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk. Hier geht es offensichtlich nicht um ein Kraftwerk das zur Verbrennung von Erdgas sondern zur Herstellung von H2 betrieben werden soll. Natürlich bestehen hier andere Herausforderungen als an H2-ready-Kraftwerke und dementsprechend verzögert sich die Fertigstellung.

Siehe:

Bei H2-ready geht es aber darum, dass bestehende und neugebaute Kraftwerke so ausgerüstet werden das diese zunächst mit Erdgas ohne oder mit einem H2-Anteil bis zur vollständigen H2-Umstellung betrieben werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lipovitan schrieb:
Doch? Denn Siemens schreibt ganz konkret:
Nein eben nicht, es handelt sich um eine gewöhnliches Gaskraftwerk bei dem ein Turbinentyp in einem neuen Verfahren getestet wird, das ist kein markfähiges Konzept und genau von diesem Zeitraum sprach ich, denn das ist es uns eigentlich interessiert. Es kann nämlich in 2 Jahren heißen: Der Turbinentyp erfüllt nicht die Erwartungen für einen H2 Betrieb wie ursprünglich angedacht.

Lipovitan schrieb:
Bei H2-ready geht es aber darum, dass bestehende und neugebaute Kraftwerke so ausgerüstet werden das diese zunächst mit Erdgas ohne oder mit einem H2-Anteil bis zur vollständigen H2-Umstellung betrieben werden können.
Weiss ich, deshalb schrieb ich auch von dezidierten Kraftwerken. Der Weg GuS Systeme zu befähigen halte ich für Kosten-Nutzen Technisch eine reine Sackgasse, ist aber politisch gefördert und gewollt, wir werden in einigen Jahren sehen welche Einschätzung zutrifft.
 
The_waron schrieb:
gewöhnliches Gaskraftwerk
Gewöhnliche Gaskraftwerke haben nicht die Zertifizierung "H2-ready".

Ich erinnere nochmal an den Beginn der Diskussion:
Buttkiss schrieb:
Wir haben ja dafür neue Grundlastkraftwerke gebaut, Gaskraftwerke die ebenfalls mit Wasserstoff betrieben werden können.
Dem wurde widersprochen, dass es noch kein H2-ready Kraftwerk gäbe. Das stimmt, jedoch geht mit dem Heizkraftwerk Leipzig Süd ein H2-ready Gaskraftwerk noch diesen Sommer ans Netz.

Ob es tatsächlich hält was es verspricht, da kann man seit dem BER nie wissen. Die Zeit wird es zeigen.
 
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Lipovitan schrieb:
Gewöhnliche Gaskraftwerke haben nicht die Zertifizierung "H2-ready".
Ich bin mir nicht sicher warum du dich so sehr an diese Zertifizierung klammerst, es ist schon klar das die über die endgültige Fähigkeit dieser Turbine rein gar nichts aussagt? Es sagt lediglich aus das diese Turbine in diesem Kraftwerk betrieben werden kann, nicht was sie am Ende im H2 Betrieb leistet und nichtmal ob sie überhaupt was leistet. Es ist wirklich nur ein gewöhnliches Gaskraftwerk was (vereinfacht) einen "Anschluss" für einen Testbestrieb eines bestimmten Turbinentyps hat.

Oder noch einfacher: Das Ding fliegt dir nicht um die Ohren wenn du H2 in der Kammer zündest.

Lipovitan schrieb:
Dem wurde widersprochen, dass es noch kein H2-ready Kraftwerk gäbe. Das stimmt, jedoch geht mit dem Heizkraftwerk Leipzig Süd ein H2-ready Gaskraftwerk noch diesen Sommer ans Netz.
Dem widerspreche ich auch gar nicht.
 
Das Turbinen - Thema ist auch nicht so schwarz - weiß, wie es einige hier versuchen darzustellen.

Wasserstoff-Turbinen im Bereich mehrerer Hundert kW existieren, Turbinen in regulären Leistungsbereichen, die mit beigemischtem Wasserstoff betrieben werden können, ebenfalls.

Das, woran es mangelt und was bisher nur in Versuchskraftwerken existiert sind Turbinen für 100% Wasserstoff im Bereich >10MW und darüber. Mitsubishi gibt beispielsweise an, ihre H-25 bis 2025 auf 100% Wasserstoff umrüsten zu wollen. Das ist insofern wichtig, als das man bestehende Turbinen umrüsten könnte, anstatt komplett neue Kraftwerke zu errichten. Andere Hersteller machen ähnliche Angaben, jedoch ohne genaues Datum.

Das ist auch das, was mit "H2-ready" gemeint ist. Quasi "Plug & Play", aber auf einer industriellen Ebene. Alte Turbine raus, neue rein, "fertig". Für die Verwendung von Wasserstoff sind noch eine Vielzahl anderer Anforderungen zu beachten, als die Turbine, und für all diese Anforderungen kann man jetzt schon die Kraftwerke umrüsten.

Stellt es euch so vor als hättet ihr einen PC mit integrierter GPU, aber ihr habt euch trotzdem ein 500W Netzteil geleistet, für den Fall, dass ihr doch mal eine zusätzliche GPU wollt. Der PC ist dann auch "GPU-ready" und ihr müsst nicht den halben PC auseinander nehmen, wenn ihr eine zusätzliche GPU installieren wollt. "Einfach" einsetzen, anschließen, "fertig".
 
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Binalog schrieb:
Es gibt derzeit kein in Betrieb befindliches H2-Ready Gaskraftwerk am deutschen Stromnetz.
Wer hat das denn behauptet?
 
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