Du hast den Kontext und/oder inhaltliche Aussage meines Posts #10110 nicht verstanden.
Buttkiss meint, es gäbe auch gute Nachrichten, weil der zukünftige CO2 Ausstoss in China durch weniger Baugenehmigungen für Kohlekraftwerke in 2024 weniger stark ansteigen wird.
Kann man so sehen. Ich meinte, das ist schönreden der Situation, dass in China im Energiesektor in den nächsten Jahren weiter mit steigenden CO2-Emmissionen in Größenordnungen zu rechnen sein wird, weil es kein echter Rückgang der Kohlekraftwerkskapazitäten in China ist.
In Deutschland sind aktuell rd. 32 GW an Kohlekraftwerken betriebsbereit.
Ab heute rd. 1 GW weniger durch die Kraftwerksstillegung Heyden.
In China 2022 + 2023 auf das ganze Jahr jeweils rd. 100 GW als Neugenehmigungen!
Ganz Europa soll rd. 8 GW Kohlekraftwerke je Jahr (Stand 2020) vom Markt genommen haben.
In Indien sollen bis 2032 zusätzliche neue Kohlekraftwerkskapazitäten von rd. 32 GW entstehen, also so viel neu wie bei uns komplett vielleicht bis 2032 stillgelegt werden kann.
Da sieht man doch hoffentlich die Relationen zwischen beiden Regionen und es darf wirklich die Diskussion geführt werden, welche Deindustrialisierung unser Land noch betreiben möchte.
Gestern oder am Wochenende stand in meiner Tageszeitung, das die Industrie in Deutschland heute im Vergleich zu 2019 den durchschnittlich doppelten Energiepreis zu zahlen hat (gestaffelt je nach Energieträger), währenddessen im restlichen Europa die Preissteigerung sehr moderat ausgefallen ist und in den USA sogar zurückgegangen ist.
Die noch nicht vorhandene Wasserstoffindustrie produziert + verbraucht auch zu höchsten Kosten Energie.
Man kann sich z. Bsp. bei einer Überschwemmung darüber freuen, dass der Wasserpegel nicht mehr weiter so stark ansteigt oder sich ärgern, das er noch nicht fällt. Zwei mögliche Sichtweisen auf das selbe Ereignis. Objektiv steigt der Wasserpegel aber, da gibt es keine 2 Auslegungsmöglichkeiten.
China hatte zuletzt nicht mehr eine Steigerung seiner gesamten CO2-Emmissionen, weil dort die Zement- und Stahlherstellung konjunkturell schwächeln und anfangen auf andere Energieträger umzustellen.