Ich kann zwar verstehen, daß man irgendwann seine "Unabhängigkeit" haben möchte.
Bei Dir wird es aber vielmehr die Ungestörtheit sein, da zur Unabhängigkeit auch die Finanzierung des eigenen/gemeinsamen Lebensstils gehört.
Je nach Alter steht Euch noch Kindergeld zu. Das müssen Eure Eltern dann auch an Euch auszahlen. Je nach Anzahl und Reihenfolge der Kinder fällt der Betrag unterschiedlich aus.
Alle Unterstützungen (Kindergeld, Unterstützung von den Eltern, etc) und die Einkommen der Eltern, sofern diese noch unterhalts-/unterstützungspflichtig sind, werden auf Wohngeld und BAB sowie alle weitergehenden Unterstützungen vom Staat angerechnet.
Ergo wird da nix vom Staat kommen (bei 60k brutto der Eltern).
Wenn der getrennt lebende Vater auch noch unterhaltspflichtig ist, dann muß der Anteil für das betreffende Kind von der Mutter auch weitergereicht werden.
Also, angemessenen (vor allem dem eigenen/gemeinsamen Einkommen angemessenen) Wohnraum/-größe suchen und mit 837 + 2x 184 Kindergeld + eventuelle Unterstützung der Eltern/des Vaters können zwei Personen gut leben - auch mit Auto, wenn es keine Karre ist, die hohe Versicherungsbeträge und Unterhaltskosten verursacht.
Wenn der Betrag nicht Eurem Lebensstil genügt, dann eben jenen einschränken, vor allem wenn geraucht wird, das sowieso und unverzüglich aufgeben
oder
bei den Eltern weiterleben, zumindest das eine Jahr noch.
Im Übrigen geht es nicht darum, daß bei Sozialleistungen jemanden etwas "zusteht".
Das ist perse nicht der Fall. Diese vom Staat "angebotenen" Mittel stehen niemandem zu, sondern sollen bei aktuter und existenzbedrohender Lage eine Basisunterrstützung bieten.
Sozialstaat bedeutet nicht nur, daß die Leistungen abgerufen werden können, selbstverständlich bei Notwendigkeit auch sollen, sondern eben auch, daß jeder, der diese Leistungen in Anspruch nehmen muß - und genau darum geht es, sich bewußt macht, muß ich das aus persönlicher Not heraus oder habe ich eben keine so prekäre Lage.
Es ist furchtbar mitansehen zu müssen, wie Familien mit Kindern oder auch meist alleinerziehende Mütter mit Hungerlöhnen abgespeist werden und dann eben auch Unterstützungen vom Staat ("Aufstocker") erbitten müssen, weil eben im Hintergrund niemand bereitsteht, der eben jene Menschen aushalten kann.
Ist Eure Lage (schon) so prekär? Stellt Euch diese Frage und nutzt Vergleiche zu dramatischen Verhältnissen, wenn Ihr Unterstützung vom Staat beziehen möchtet.
Ich weis wovon ich schreibe, weil ich kurzfristig in eben solch einer Lage war und Glück genug gehabt habe, dort so schnell wieder rausgekommen zu sein, daß ich nicht all meine vorher mühsam angesparten Rücklagen aufzehren mußte.