EU eine unterschätze (Katastrophe) Macht

@Steppunku: Fragen nicht quängeln und schlecht machen.
Es geht mehr um den Überschuss in Landwirtschaft, der für Schleuderpreise Afrika überschwemmt und die am Markt ansässigen Bauern aus dem Markt drängt.
EU kauft Überschuss auf, den auch das Gewerbe nicht braucht und hebt künstlich den Preis
für Produkte z.b. Getreide! Weniger Bauern in DE täten dem Land und den Steuergeldern gut.

Darum gehts aber nicht, sondern um die Tatsache, dass EU das aufdiktiert.

Bachelor hat Studium nicht zur Wissenschvermittlung gemacht, sondern zum Berufsstudium.

Geisteswissenschaften, die davon profitierten, dass man bis zu drei Fächer in einem Abschluss studierte, müssen eins und das im übertrieben falchen Maße studieren.

Anstatt den Leuten Freiraum und Zeit zu geben, will man vorgefertigte Muster verschult einprügeln.

Aus einem anspruchsvollen philosophischen Text kann man mit mehr Zeit viel mehr rausholen und prägt seine eigene Person und auch die Verbundenheit zum Fach.
Alles andere ist vermittlung von Skills. Als ob man WIssenschaftler wird, wenn man rein Fertigkeiten lernt. Gute WIssenschaftler werden erst erschaffen, wenn sie einen eigenen Zugang zu Dingen finden und ihre Vorstellungen prägen, sonst etstehen keine bahnbrechenden Erfindungen/Gedanken/Strömunegn mehr.


Zudem noch zu den Naturwissenschaften. Was ist eigentlich mit den Leuten, die
mehr Zeit brauchen, weil sie nunmal gründliche Menschen sind. Menschen, die in die Tiefe gehen und an manchen Sachen länger sitzen. Menschen mit Potential eben. Soll man die
im Zuge des Bachelors vergraueln indem man sie an klausurorientierten Leuten misst?

Ihnen werden auch Zeitschranken auferlegt! Sie müssen Fertigkeiten einpauken und das macht nicht jedem Spass!

Dein Argument ist daneben. Allein schon deswegen, weil du im Diplom Fehler leichter korrigieren konntest und mehr Zeit zur Selbstfindung hattest. Ein schlecht gewählte Vertiefung konntest du da leichter ausbügeln!

Bachelor funktioniert auch deswegen nicht, weil man beim bachelor annimmt, man könnte SToffmenge inform von Punkten sogenannten Credit Ponts ausdrücken. per Formel kann man den Aufwand errechnen.

Es ist so, dass ein bachelor 180 CP umfasst mit 30 Punkten pro Semester. Schön wärs.
Denn manchmal sind 2 CP Fächer viel aufwendiger als 10CP Fächer.
 
Zuletzt bearbeitet:
zuckerbrot und peitsche!

die menschheit bewegt sich in eine richtung ob wir wollen oder nicht...
es sieht nur so aus als ob wir die wahl hätten... dafir geben SIE uns doch internet, M3 , Hugo Boss usw...und wir sind zufrieden (?!?)


mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeder Mench der in die Politik geht, ist nur an einem interessiert - Macht

Die Idee der EU fand und finde ich immer noch nicht schlecht, aber wie man sieht und wie viele hier bereits geschrieben haben erinnert dieser eher an eine Diktatur als an eine Demokratie - das wird aber noch besser, wenn die EU-Verfassung ratifiziert wird ( bzw. unterschrieben ).
Unsere Volksvertreter haben die EU-Verfassung durchgewunken ohne sie gelesen zu haben - vorbildlich.

Auch dadrauf haben die Menschen in D und der EU keinen einfluss...
 
@Soryan: Hm, das System ist intrasparent, hat nur Nachteile und wir - als EU Bürger - haben keinen Einfluss drauf. Was machen wir da bloß. Ach komm, wir sitzen es einfach aus. (Vorsicht: Ironie)
Zwar verstehe ich den Politikverdruß von vielen und ehrlich - ich bin nicht anders. Allerdings macht die EU und vorallem unserer "gebildeten" Politiker in letzter Zeit zu viel Blödsinn. Oder wie ich das sehe, Lobbyarbeit.

Aber, wir können was daran ändern. Das ist ja das schöne an Demokratie. Wir können den Politikern sagen, was wir von ihnen halten. Nicht zur Wahl zu gehen, ist ein Fehler, worunter alle Leiden müssen. Wenn ihr nicht zur Wahl geht, dann solltet ihr auch nicht darüber Aufregen oder Diskutieren, warum es mit der Politik nur den Bach runter geht.

Ihr müsst niemanden bei einer Wahl wählen. Geht einfach zu Wahl und gibt eine ungültige Stimme ab. Das ist auch Demokratie.

P.S.: Deutschland hat auch keine Verfassung und die BRD hat die letzten 50 Jahre gut überstanden.
 
Der knackpunkt liegt doch in dem Vetrag, den wir mit der EU eingehen. Mir kann kein Mensch erzählen, er wisse. was da drinnen steht. Dieser Vertrag kommt aber bisher nicht zustanden. (Den Iren sei Dank). Es ist ein regelrechtes Buch, man könnte Sagen: Bibel x4. Auch ist hier z. B. die Vorratsdatenspeicherung festgeschrieben. Wozu? Ich finde die EU nicht falsch, aber wie sie alle Dinge durchboxt, ohne das wir als Bürger darüber eine Befugniss haben, ist einfach ein Schritt in die falsche Richtung.

Wogegen wir uns aber gewehrt haben ist das Schulsystem, dass die EU überall durchboxen wollte. Jedes Bundesland hat in Brüssel ein kleines Gebäude. Somit sind wir von dem EU-Schulsystem ausgeschlossen weil es einfach nicht tragbar ist, wenn man von heute auf morgen mal schnell das Schulsystem umkrempelt. Es geht nicht.

EU-Parlament schön und gut, ich bin aber gegen viele Dinge, die dort passieren, weil ich als Bürger keinen Einfluss mehr darauf nehmen kann. Klar, ich habe die Leute (Partei) gewählt aber habe keinen Einfluss auf die Beschlüsse. Und hier liegt das Problem: Kein Mitbestimmungsrecht.

Gruß Andy
 
Problem ist doch, dass man die Leute der "Eu-Wahl" nicht kennt. Für ein so einflussreiches Amt müsste man sie aber gut kennen. Besser wäre es sogar, dass man gewisse Ämter durchlaufen haben muss, um dort einsteigen zu können, damit die Bürger oft Gelegenheit haben zu schauen, ob jemand taugt oder nicht.

Ich will ein Bildungssystem wie in Finnland/Schweden und ein Unisystem, das auch funktioniert. Nicht in Landwirte investieren, sondern soviel wie möglich in Bildung und
Gesundheitswesen.
 
andy4 schrieb:
(Den Iren sei Dank)

Richtig, aber dort wird man so lange abstimmen, bis das Ergebnis passt... - wegen der Wirtschaftskrise kann man auch mehr druck ausüben.
 
was wäre wenn.. :)

es gibt Leute die behaupten, Deutschland wäre viel reicher, wenn wir nicht in dem Verein wären
weiterhin wird behauptet, das man die EU nicht als Demokratie ansehen kann, weil die Zusammensetzung des Parlaments garnicht den tatsächlichen verhältnissen entspricht, gemessen an der EInwohnerzahl. usw selber kenn ich mich mit der materie zu wenig aus um sagen zu können was stimmt...

jedenfalls schafft es die EU, sich - ob beabsichtigt oder nicht - als völlig uninteressant, langweilig und undurchschaubar zu präsentieren. Möglicherweise hat das System. Fakt ist, wir zahlen verdammt viel Geld nach Brüssel, und hin und wieder ließt man erstaunt (oder auch nicht) wohin die Kohle dann versickert. Der Agrarsektor ist ein schlimmes Beispiel.

Das die EU versucht, immer mehr Einfluss auf die national Gesetzgebung zu nehmen, ist Fakt, übrigens hat Deutschland den letzten EU-Vertrag noch nicht unterschrieben, der liegt beim Verfassungsgericht, wenn ich recht informiert bin. Es geht schon an die Substanz der Demokratie an sich.

Wenn man generell davon ausgeht, das die Industrie und die Finanzwirtschaft eh schon den Politikern empfehlen, wie sie zu entscheiden haben, dann kann einem vor einer übermächtigen, schein-demokratisch legitimerten EU-Elite schon ein wenig Bange werden.
 
Soryan schrieb:
Eu hat sehr viel Einfluss auf unser tägliches Leben. Wir können leider daran gar nichts ändern, da uns lediglich die Wahl der Partei bei der Bundestagswahl zusteht.


Deine erste Annahme ist falsch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Europawahl

steht in kürze an ;)

Die Plakate am Straßenrand sollte man vielleicht ab und zu lesen.

Auch kann ich deine Ausführungen nicht umbedingt nachvollziehen (aus meiner Erfahrung herraus)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sooo mein Käse dazu:

a.) Die EU ist durchaus demokratisch (Europawahlen)
b.) MWST hat rein gar nichts mit der EU zu tun, genauso wie alle anderen Steuern an die verängstigten Schweizer unter uns
c.) Eine richtige Euro-Teurerung gab es in den Umfang, wie es hier oft dargestellt wird, niemals. Eine gemeinsame europäische Währung bringt viel mehr Vor-als Nachteile.
d.) Bildungspolitik ist Ländersache, ich finde die Idee des Bachelors/Masters prinzipiell gut um eine europäische Vergleichbarkeit zu gewährleisten, auch wenn es an der Umsetzung durchaus hapert.
e.) Es hat durchaus seine (historischen) Gründe dass es in Deutschland auf bundespolitischer Ebene keine Volksabstimmungen gibt.

Auch ich bin der Meinung, dass wir gerade in der Zukunft die EU brauchen werden und diese uns großes Potential verheißt, wenn wir in der Lage sind das Bürokratieproblem zu lösen, und keine weiteren Erweiterungen vornehmen.

Meine Vision ist, wie in einem anderen Thread benannt, ein mächtiges, geschlossenes Europa unter der Führung der wichtigsten beteiligten Industriestaaten Frankreich und Deutschland welches in der Lage ist seine globalen Interessen präzise zu formulieren und sie mit allen notwendigen Mitteln verfolgen kann, während es sich gegenüber anderen Weltmächten erfolgreich behaupten kann.
 
Weil hier so munter der ach sö böse Vertrag von Lissabon und die teuflisch undemokratische EU durcheinander gewürfelt werden, möchte ich an der Stelle doch mal darauf hinweisen, dass besagter Vertrag das Wahlrecht und auch das Parlament selbst grundlegend reformiert hätte. Meiner Meinung nach zum Besseren.

Die Einführung von Bachelor und Master wiederum hat nicht viel mit der EU zu tun. Auch andere Behauptungen hier sind ziemlicher Unsinn (natürlich gibt es auch Bachelorstudiengänge mit 3 Fächern, ein Fruend von mir studiert sowas in Heidelberg). Und ja, ich weiß, wovon ich rede - meine Freundin, Bachelor-Studentin in den Geisteswissenschaften, leidet sehr unter dem Chaos der Umstellung. Wenn wir uns aber in einer Sache sicher sind, dann darin, dass wir das der überstürzten Einführung an der HS und nicht dem Abkommen von Bologna zu verdanken haben.

Apropos Bologna: da gab es neulich im britischen 'Economist' einen interessanten Artikel, der das mal von einer gesamteuropäischen Perspektive aus betrachtet hat. Kernfeststellung: es ist ein Wunder, dass es überhaupt irgendwie geklappt hat. Kerninhalt war übrigens nicht wie bei uns oft vermittelt die allgemeine Einführung von Bachelor und Master, sondern die Etablierung eines ECTS (european credit transfer system) das die Abschlüsse in Europa inhaltlich vergleichbar machen sollte - denen war aber egal, ob da Diplom oder Bachelor draufsteht und ob man 4 oder 14 Semester studiert.

Die meisten europäischen Länder haben das Bologna-Abkommen jedoch genutzt, um unter dessen Dackmantel andere 'Reformen' durchzuführen - wie zum Beispiel in Deutschland die Einführung des von vielen Lobbygruppen geforderten kürzeren Bachelor-Studiums. In Frankreich ist Bologna demnach übrigens Inbegriff und Ausrede für die verbreitete Einführung von Studiengebühren ;)
 
Was hier wieder für eine gequirlte Scheisse über die EU erzählt wird, ist wirklich zum kotzen. Wenn sich einige Leute vielleicht mal INFORMIEREN würden, anstatt hohle Phrasen nachzuplappern. :rolleyes:

Nicht einer der im Eröffnungspost aufgezählten Punkte (Bologna, Verteuerung) ist der EU anzulasten und die von vielen verteufelte EU-Reform (wahrscheinlich mal wieder weil mans nicht bessers weiss und EU-Bashing "in" und "cool" ist) hätte MEHR Demokratie gebracht.
 
4 Punkte von mir:

1) Thema Bachelor: Nichts mit der EU zu tun.

An der Uni Frankfurt gibt es noch Magister: Neulich
beteuerte eine Dozentin in den Geisteswissenschaften, dass sie wieder ein Brief aus
Brüssel bekommen haben, der erneut auffordert endlich den Bachelor einzuführen. Ich bekam dazu die Antwort, dass noch irgendwie für den magister kämpfen werden und das geht auch nur, weil frankfurt eine Stiftungsuni ist!

Sie meinte auch, dass die "kleinen Fächer", die gern als Nebenfächer genommen werden darunter leiden werden.

Zitat Wiki:
Der Begriff Bologna-Prozess bezeichnet ein politisches Vorhaben zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens bis zum Jahr 2010. Er beruht auf einer im Jahre 1999 von 29 europäischen Bildungsministern im italienischen Bologna unterzeichneten, völkerrechtlich nicht bindenden Bologna-Erklärung.

Ist denn der Dreifachbachelor auch sinnvoll? Überlege dir nur, dass man einen Bildungsabschluss bekommen soll nach 3 Jahren. In der Zeit soll ja auch vertieft werden! Genau das Passiert im Magister in den kommenden 1,5 Jahren. Gerade diese Sache macht das doch so tückisch.

2) Bitte lest den kurzen Thread durch, bevor ihr irgendwas reinpostet!
Thema Europawahl:

Ja, da kann man hingehen. Kennt man aber auch die Leute dort, die man wählt?
Ich will damit sagen, dass du nur mit der Prateistimme in DE einigermaßen sicher sein kannst, alles andere ist Glücksspiel, deswegen meine überpitze Formulierung im Eingangspost.
Ich setze ja voraus, dass Leute auch mal zum Nachdenken kommen!
Dieses Argument habe ich mehrmals im Thread erleutert, dass die EU-Abgeordneten Ihre Positionen nicht in der Öffentlichkeit bewerben und damit dem Wähler (vor allem dem ohne Bildungshintergrund, da Recherche notwendig) den Zugang erschweren.

Die Parteien mmüssen gesetzlich für Ihre Ideen werben. Ein Grundsatz, der Demokratie erst möglich macht, da man dann absehen kann, was die Leute wollen.

3) Gequirlt ist an diesen Dingen nichts, nur dein Post, da du unsachlich bist. Arbeite doch mal mit Argumenten!

4) Den Vertrag von Lissabon überblicken nicht mal einheimische Politiker! Den Leuten hat man einen Schweren Schinken aufgetischt und das wollten sie intuitiv nicht.
Denn man wollte transparente und einfache Tatsachen! Intuition ist schließlich das, womit man zu 70% lebt.

Es muss dooch einleuchten, dass etwas beruhigender klingt und wirkt, wenn es durchschaubar ist?
Eine Ahnung, die die Praxis sicherlich bestätigt hätte, wenn man es durchgesetzt hätte.

Die Zeit interviewte dazu einen CSU Politiker Peter Grauweiler und das obwohl ja die Schwesterpartei voll zu der EU steht!
Den Artikel könnt ihr finden unter: http://blog.zeit.de/bittner-blog/2009/01/15/der-lissabon-vertrag-hohlt-das-grundgesetz-aus_254

Zitate aus der Zeit, die das unterstreichen:

“Allein die Masse an EU-Dokumenten macht es fast unmöglich, sich vernünftig mit dem Material, das aus Brüssel kommt, auseinanderzusetzen. Oft ist es auch noch fremdsprachig, so dass die Neigung, sich damit zu beschäftigen, bei vielen Abgeordneten, sagen wir mal, gering ist. Außerdem gibt es Beißhemmungen bei EU-Themen. Man hat den Eindruck, es mit einer Instanz zu tun zu haben, die wegen ihrer Komplexität beinahe unangreifbar ist.”

Galt diese Beißhemmung vielleicht auch für den Lissabon-Vertrag selbst?

“Natürlich. Ich kann mich erinnern, dass ich den konsolidierten Text des Vertrages erst fünf Tage vor der Abstimmung im Bundestag bekommen habe. Sicher, im Europa-Ausschuss war eine Anhörung durchgeführt worden. Aber die war einseitig besetzt mit kritiklosen Anhängern des EU-Apparates. Das war eine völlig einstimmige Veranstaltung. Beispielsweise durfte nicht einmal der ehemalige Bundespräsident, Präsident der Verfassungsgerichts und führende Grundgesetz-Kommentator Roman Herzog, der vor der Aufweichung deutscher Grundrechtestandards warnte, gehört werden. Das galt auch für andere kritische Verfassungsrechtler.”

Wie erklären Sie sich, dass es über den Lissabon-Vertrag in Deutschland insgesamt keine öffentliche Debatte gab? Bei jedem anderen Bürgerrechtsthema sind Parlamentarier und Medien extrem sensibel und wachsam. Über einen Vertrag, der in struktureller Weise in die Reichweite der Bürgerrechte eingreift, gab es dagegen keine Diskussion. Warum nicht?

“Nun ja, zunächst mal wurde das Parlament ja vor vollendete Tatsachen gestellt…”

…über den Lissabon-Vertrag, beziehungsweise die Europäische Verfassung, ist jahrelang diskutiert worden.

“Wo denn? An der Diskussion beteiligt waren europaweit vielleicht 10.000 Berufspolitiker und Experten.
[...]

“Der Lissabon-Vertrag installiert ein System über den Kontinent, das mit den Prinzipien der Gewaltenteilung nicht vereinbar ist. Selbst ‘ausbrechende’ Rechtsakte der EU-Exekutive gegen jedermann werden nach Inkrafttreten des Vertrages nicht mehr durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden können…”

… aber schon heute überlasst das Bundesverfassungsgericht dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Prüfung von EU-Recht - weil Karlsruhe davon ausgeht, dass die EU einen vergleichbaren Grundrechtsschutz gewährleistet wie die Bundesrepublik Deutschland.

“Ja. Aber bisher konnte das Verfassungsgericht Entscheidungen immer noch wieder an sich ziehen, wenn es bestimmte rechtsstaatliche Standards nicht mehr gewährleistet sah. Diese ‘Reservefunktion’ wird das Bundesverfassungsgericht unter dem Lissabon-Vertrag verlieren[...]
 
Zuletzt bearbeitet:
eine zusammenwachsende EU braucht gewisse einheitliche Regelungen, das dies vielen National denkenden nicht schmeckt ist mir sehr wohl klar.

Es gibt ausreichend Seiten (die darüber informieren) wenn man sich darüber informieren möchte.
Zur not kann man auch den originaltext mal anschauen.
 
Noch mal zum Thema Bologna, das kann ich so nicht stehen lassen. Wie der TO vollkommen richtig zitiert hat, ist die Bologna-Erklärung eine bessere Absichtserklärung einiger Bildungsminister. Das hat nichts mit der EU und der europäischen Rechtsfortbildung zu tun!

Für Juristen die in die freie Wirtschaft wollen ist es übrigens schon seit Jahrzehnten Usus, sich mit einem Master weiter zu qualifizieren - die machen das freiwillig!

Wer sagt übrigens, dass ein Bachelor deutlich kürzer als ein Diplomstudium ist? Ich studiere auf Bachelor, Regelstudienzeit 7 Semester. Zu Diplom-zeiten waren es 8. Da die BAchelor-Arbeit nicht so umfangreich sein muss, wurde das eine Semester das nur der Abschlussarbeit vorbehalten war, abgeschafft - ich habe den gleichen Leistungsdruck wie jeder Diplomstudent an der Fakultät auch.

Klar, das ist nicht überall so. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass ich es ziemlich unverschämt finde, für grobe Fehler in der Hochschulplanung jedes Mal Bologna als Ausrede vorzuschieben. Wenn ich mir da den Rektor meiner alten Uni anschaue, der große Reden schwingt, die Stadt werde das "Studentenparadies Europas" und hohe Beträge für eine MArketingkampagne bewilligt. Dagegen dass die Abbrecherquoten seit der Abschlussumstellung rasant nach oben gegangen sind, viele Studenten tlw. tatsächlich in 3 Jahren das Pensum eines ganzen Magisterstudiums schaffen müssen (nicht etwa weil es die Minister so wollten, sondern weil die Hochschulleitung den Professoren nicht genug zeit gelassen hat, die Vorlesungen neu zu konzipieren etc.) kann er natürlich nichts machen, das ist das Bolgna-Erbe.

Bei sowas kommts mir hoch, echt. Nach Ami-Bashing und Microsoft-Bashing ist Europa-Bashing wohl gerade hoch im Kurs.

Das Argument, dass man die EU-Abgeordneten nicht kenne, ist übrigens vollkommen absurd. Ich kenne die Landtagsabgeordneten in meinem Wahlkreis auch nicht (bin vor nicht allzu langer Zeit umgezogen), deshalb muss ich mich informieren. Soll jetzt der Freistaat abgeschafft werden, weil ich die Typen nicht per Du kenne?

Wer seine Stimme nicht verschenken will, muss sich eben informieren. Egal ob bei der Wahl des Schülersprechers, des Landtags oder eben des Europaparlaments.
 
naja damit steht ihr beiden aber weit abseits.

Es ist Zufall, dass der zitierte Politiker meine Empfindung und auch die vieler widerspiegelt.
Immerhin habe ich mich mit Psychologie befasst und weiss, dass Intuition weit aus klüger ist als die hochgelobte Vernunft. Intuition ist im Grunde der Erfahrungsschatz. Quasi gemachte Erfahrungen inform von Gefühlen gespeichert, da man sich eben nicht alle Details behalten kann, aber immer die Erfahrung. Vernunft rekonstruiert eben alles oder auch nicht, das Gefühl bleibt. (Übrigens eine interessante Sache für Leute, die sich schon immer gefragt haben, wie man gelichgewicht zwischen Körper und Geist herstellt bzw. wie man glücklich wird.)

Meine Intuition und die vieler Menschen trügt da nicht. Da ist ja was wahres dran.

Ja, Eu hat mit Diplom Supplement den Grundstein gelegt, die Minister der Eu-Länder haben in Bologna unterschrieben, aber nun ist Brüssel wieder die treibende Kraft des Bologna Prozesses und drangsaliert Unis, wie oben beschrieben.

Übrigens das Diplom vor dem Supplement war lockerer und man hatte eben mehr Freiraum und Zeit für Wahlmöglichkeiten und eben anderes.
Viele nahmhafte Zeitungen drücken sich negativ über Bachelor aus. Bedenke aber auch, dass die heutige Generation sehr strebsam und beruforientiert ist.
D.h. sie ist schon sehr fleißig und trotzdem ist Tablettenschlucken eine verbreitete Krankheit bei Studenten.
http://www.n24.de/news/newsitem_218399.html

Was hätte nur die generation 70er Jahre gemacht? EInfach protestiert und was hätten Unis getan? Alle exmatrikuliert? Nein!
Sie hätten endlich umgedacht.


Im Bachelor ist doch Friss oder stirb. Wenn du nach 3 Semerstern die und die Scheine nicht hast, darfst du gehen. Mich ärgert es, weil ich Doppelstudium mache und ein vielseitig interessierter Mensch bin. Bachelor ist ein nur noch mehr über den Kamm scheren der Menschen. Verlust von Freiheit eben!

Zudem sind viele Leistungen im Bachelor richtige Klausuren. Im Diplom waren es Sitzscheine! Es gibt nämlich ein Regelwerk, wie ein bachelor auszusehen hat und da steht auch drin, wie oft man abprüfen soll und wie (mündlich, schriftlich).

Kann es kaum verstehen, wie sich leute über Freiheitsverlust freuen können.


Übrigens verwundert mich, dass ich die Infos vorher aus Diskussionen kannte und spontan Links (ohne vorher gekannt zu haben) finde. Da muss was dran sein, wenn es doch in aller Munde ist.

Und immer noch gibt es keine guten Argumente. Ich habe mir eine anregende Diskussion gewünscht. Nur leide rbin ich de Zehnkämpfer und es kommt einfach nur Pauschales.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nichts gegen eine lockere EU, die Wirtschaftsfragen (Zölle, Import/Export) regelt und Reisen etc. vereinfacht, aber ich habe Probleme mit einer fetten, korrupten und nicht demokratisch legitimierten EUSSR, die alles kontrollieren, Steuern erheben und uns mit Energiesparlampen quälen will.
Ich habe nichts gegen Energiesparen, aber Energiesparlampen sind teuer, Quecksilberhaltig und das unnatürlich Licht der Energiesparlampe macht krank!

Auch verbietet die EU weiterhin den Einsatz des natürlichen Zuckerersatzes Stevia, welcher sehr zum Leidwesen der Gebissindustrie und der Pharmamafia (Es geht schließlich um Geld, nicht um Gesundheit) kein Karies, kein Bluthochdruck und weitere Krankheiten erzeugt -> weniger Einnahmen für diese Industrien.

Zudem akzeptiere ich nicht, das Franzosen, Spanier, Engländer etc. über unser Leben bestimmen sollen. Wozu bezahlen wir denn unsere fetten, faulen Parteibonzen, wenn heute schon 80% der Gesetze von Brüssel diktiert werden?
Wir und kein fernes, überteuertes Bürokratiemonster sollten über unsere Bedürfnisse entscheiden können.

Am liebsten würde ich auswandern, aber wohin? Ich kenne kein freies, vernünftiges und unabhängiges Land, in welchem die Bedürfnisse der Bevölkerung geachtet werden.

Wenn dieses "Ermächtigungsgesetz" namens Lissabon-Vertrag von allen ratifiziert wird, dann geht es uns so richtig an den Kragen.
 
@ Soryan

Nochmals: Den Aufwand, den jetzt einige Studiengänge durch die Umstellung auf Bachelor und Master erhalten haben, übertreffen andere Studiengänge (auch ohne Bachelor und Master) immer noch ohne Probleme. Das haben sie schon immer, tun es jetzt noch und daran wird sich in Zukunft auch nichts ändern.
Was ist mit der Freizeit dieser Studiengänge? Wer Freizeit haben will, der macht Urlaub und studiert nicht...
Zudem sind viele Leistungen im Bachelor richtige Klausuren. Im Diplom waren es Sitzscheine!
Wie gesagt: Schau über den Tellerrand hinaus und vergleiche das einmal mit z.B naturwissenschaftlichen Studiengängen. Da gibt es so gut wie keine "Sitzscheine". Wer ein Testat oder einen Schein will, muss auch etwas dafür leisten... Geschenkt gibt es eben fast nichts.

Einmal in einem Praktikum an der Uni ist eine Psychologiestudentin hereingekommen um eine Umfrage bezüglich der Unterschiede im Lernverhalten zwischen Geisteswissenschaftlern und Naturwissenschaftlern zu erheben. Da waren Fragen z.B. wie:
- Lernt ihr auch am Abend
- Lernt ihr auch am Wochenende
--> Unsere Frage war dann: Ja wann denn sonst?
Andere Fragen bezogen sich auf die "Pflichtzeit" an der Uni (wobei unsere Zeiten teilweise nicht einmal mehr aufgeführt war...)
Im Grunde sind wir zum Schluss gekommen, dass der Fragebogen völlig ungeeignet für uns war. Hat auch die entsprechende Studentin eingesehen.
Was ich damit verdeutlichen will: Der von dir kritisierte Zeitaufwand und die Umstände, gibt es schon längst! Nur scheint das zu einigen noch nicht durchgedrungen zu sein...
Was ist eigentlich mit den Leuten, die mehr Zeit brauchen, weil sie nunmal gründliche Menschen sind.
Wer dem Tempo nicht folgen kann, der muss eben Klausuren schieben/sich ein Attest holen und dann ein paar Semester dran hängen, wenn nötig.
Und auch beim Diplom gibt es/gab es Leute, die dann nach 6 oder noch mehr Semestern gehen mussten, weil sie eine Klausur nicht geschafft haben.
Dann doch lieber gleich nach 1-2 Semester wissen, dass man für den Studiengang nicht geeignet ist.

Wie viele Semesterwochenstunden sind denn für einen Studenten in deinen Augen angemessen bzw. auf wie viel hat sich die Stundenzahl denn jetzt durch den Bachelor erhöht?

Übrigens: Freizeitverlust != Freiheitsverlust
Wenn man das so sieht, dann sollte man lieber gleich nicht studieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
1) Psychologie ist keine Geisteswissenschaft, sondern eher ein Mix aus Geisteswissenschaft(Ansätze aus Philosophie) und Naturwissenschaft/Medizin.

2) Hast du noch nie Geisteswissenschaften studiert oder? Wenn ja dann dürfte dir auch bei Fächern wie Philosophie auffallen, dass einige schon bei der ersten Sitzung schwer kämpfen müssen, weil es anspruchsvoll ist.

3) Geht es mir nicht um den Vergleich zwischen Wissenschaften, sondern um was anderes:

Dass mein Bruder mir erzählt hat, dass viele Sachen in seinem Mechatornikstudium zu Diplomzeiten Sitzscheine waren. Dass die Matheinhalte viel einfacher waren. Nun müssen sie Protokolle und Arbeiten abgeben (übrigens für Geisteswissenschaften was ganz normales!). Dann war da noch die eine oder andere Vorlesung über die nun einfach Klausuren geschrieben werden, zur Zeit des Diploms nicht! Die Leute in seinem Fachbereich (Tutoren) sagen, dass es mim Diplom einfacher war.

Lies doch mal den Artikel, dann verstehst du auch was ich meine:
http://www.zeit.de/2009/18/C-Tuebingen?page=1

Es ist die Art des Lernens, die mich stört. Das Hineinpauken, anstatt die Möglichkeit den Zugang allein zu finden. Ich finde, dass man erst dadurch wächst, wenn man Zeit hat sich mit dem Stoff intensiver zu beschäftigen. Ausgewählte Sachen einfach vertieft macht und nicht durchhetzt.

Es sollte doch einleuchten, dass man mehr Verknüpfungen im Geiste schafft, wenn man sich mit den Dingen intensiver auseinandersetzt, als Kurzthemen schnell abzuhandeln.

Man will doch als Person wachsen und nicht als unreifer Pauker die Uni verlassen. Identifikation ensteht durch intensive Beschäftigung, die nun mal zeit braucht.
Es soll ja anspruchsvoll sein. Später wirst du ja auch für Ideen gefördert und nicht für gutes Buchwissen! Glaube kaum, dass du Ideen haben wirst, wenn du nicht ausreichend genug mit dem Fach gewachsen bist.

Dafür stand nun mal das Diplom evtl. nicht auf deiner Uni. Aber wenn du das Diplom nie angefangen hast, kannst du es nicht wissen.

Willst du mir immer noch sagen, dass an alle dem gar nichts dran ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben