News EU-Umfrage: Verwendung öffentlicher Daten

Fetter Fettsack

Redakteur
Teammitglied
Dabei seit
Nov. 2009
Beiträge
10.216
#1
Da die EU-Kommission für ihre „Digitale Agenda“ – ein Projekt zur Schaffung eines digitalen, europäischen Binnenmarktes – mehrere Richtlinien zu verbundenen Themen anpassen möchte, hat sie eine Umfrage darüber initiiert, inwiefern Institutionen und Bürger von der öffentlichen Verwaltung erhobene Daten verwenden dürfen sollen.

Zur News: EU-Umfrage: Verwendung öffentlicher Daten
 

kiesbyjo

Cadet 4th Year
Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
77
#2
Oh mein Gott, was ist das denn für eine Umfrage!?
Soviele englische Fachbegriffe und auf Detailwissen über die bisherigen Richtlinien basierende Fragen!
Ich fürchte, nur ein Bruchteil der Teilnehmer wird über die zweite Seite hinaus kommen.

Dennoch freue ich mich über die Hinwendung der Europäischen Kommission zu uns Bürgern. Mein bisheriger Eindruck bisher war eigentlich, dass die Kommission deutlich offener als ihr Ruf ist. Wer sich für die Geschäfte der Kommission und der sonstigen EU-Institutionen interessiert, sollte mal in ihren täglichen midday-express hineinschauen.

Alles in allem eine IMHO sehr schöne Entwicklung!
 

Civilizatior

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
423
#3
Schön dass man wenigstens versucht die Bürger zu fragen. Allerdings ist es kaum möglich das Ganze wahrzunehmen wenn man sich nicht bestens damit (auf Englisch) auskennt.
 
Dabei seit
Aug. 2008
Beiträge
6.155
#6
Oh man so viel englisch, das tue ich mir bei meinem Pegel nicht mehr an :freak:

Morgen mal genau angucken ...

.
 
Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
476
#8
Auf die Art ist die EU auch ein großes Laster ;) Sorry für mein schlecktes D
 
Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
476
#10
Ja, nur wie? Erstmal alle Daten haben wollen und dann ne Frage stellen die keiner kapiert hat? In welchen Kanälen landet denn der Mist dann.

EDIOT: Ich schlage vor den Babylonkomplex neu zu bei Youtube/Flickr und Konsorten hochzuladen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
Sep. 2006
Beiträge
1.240
#11
wie geil ist das denn?

die EU fragt die bürger, wie das die daten verwendet werden, welche der bürger dem staat geben muss. beschneidet damit sogar auch den bürger, also den besitzer der daten in der handhabung der EIGENEN daten. hach, schöne welt. der staat verdient also noch daran, das der die daten der bürger verkauft und damit weitere geschäfte macht. der bürger wird pro forma gefragt, hat aber nicht wirklich ein mitbestimmungsrecht. da die ganze sache so angelegt ist, das 90% der bürger eh nicht verstehen, worum es geht. sie werden dann plötzlich verstehen, das die daten verkauft werden und ihre identität eventuell dann noch leichter von kriminellen geklaut werden.

Da die EU-Kommission für ihre „Digitale Agenda“ – ein Projekt zur Schaffung eines digitalen, europäischen Binnenmarktes
wohin fliessen diese gelder, welche da generiert werden? wohl kaum an den bürger, dem die daten gehören. binnenmarkt klingt in diesem zusammenhang so nach geld, welches dem bürger vorenthalten wird.

– mehrere Richtlinien zu verbundenen Themen anpassen möchte, hat sie eine Umfrage darüber initiiert, inwiefern Institutionen und Bürger von der öffentlichen Verwaltung erhobene Daten verwenden dürfen sollen.
ich sehe nicht wirklich ein, warum irgendwelche institutionen die daten der bürger verwerten dürfen sollen. ihr schon? warum gehen dann die damit dann generierten gelder nicht zum bürger, der die daten der öffentlichen verwaltung geben MUSS?

es ist erstaunlich für mich, das kaum einer merkt, wie hier mit EUREN daten geld verdient wird und ihr nichts davon bekommen sollt.

oder versteh ich bei dem ganzen etwas falsch?

greez
 

Ganzir

Lt. Commander
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.722
#12
Hat sich irgendjemand die Digitale Agenda, sowie dich Richtlinie überhaupt mal durchgelesen?

Dort steht nämlich:

Diese Richtlinie sollte unter uneingeschränkter Beachtung
der Grundsätze des Schutzes personenbezogener
Daten nach der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum
Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener
Daten und zum freien Datenverkehr (1)
durchgeführt und angewandt werden.
Und dies besagt wiederrum:

Artikel 1 - Gegenstand der Richtlinie

(1) Die Mitgliedstaaten gewährleisten nach den Bestimmungen dieser Richtlinie den Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten und insbesondere den Schutz der Privatsphäre natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten.

...

Artikel 2 - Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck

a) "personenbezogene Daten" alle Informationen über eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person ("betroffene Person"); als bestimmbar wird eine Person angesehen, die direkt oder indirekt identifiziert werden kann, insbesondere durch Zuordnung zu einer Kennummer oder zu einem oder mehreren spezifischen Elementen, die Ausdruck ihrer physischen, physiologischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität sind;

b) "Verarbeitung personenbezogener Daten" ("Verarbeitung") jeden mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführten Vorgang oder jede Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten wie das Erheben, das Speichern, die Organisation, die Aufbewahrung, die Anpassung oder Veränderung, das Auslesen, das Abfragen, die Benutzung, die Weitergabe durch Übermittlung, Verbreitung oder jede andere Form der Bereitstellung, die Kombination oder die Verknüpfung sowie das Sperren, Löschen oder Vernichten;

...
Sprich es geht nicht um einen "Adresshandel" mit den Daten von Privatpersonen. Die Agenda sieht vor, einen digitalen europäischen Binnenmark zu schaffen. Was z.B. heißt, dass Rechte beim Einkauf im Internet innerhalb der EU gleich sind. Das Zahlungsmittel innerhalb der EU akzeptiert werden. (Auch in Spanien sollte die Bezahlung mit einer französischen Kreditkarte Problemlos möglich sein.) Desweiteren einheitliche Normen und Maße um Herstellern es zu vereinfachen den europäischen Markt zu erschließen und es für Bürger keine Rolle mehr spielt wo sie einkaufen (in rechtlicher Hinischt).

Der öffentliche Sektor erfasst, erstellt, reproduziert und
verbreitet ein breites Spektrum an Informationen aus
zahlreichen Gebieten wie Informationen über Soziales,
Wirtschaft, Geografie, Wetter, Tourismus,
Geschäftsleben, Patentwesen und Bildung.
Außerdem sieht die Agenda vor, dass ein flächendeckender Breitbandzugriff geschaffen wird.

The Europe 2020 Strategy has underlined the importance of
broadband deployment to promote social inclusion and competitiveness in the EU. It
restated the objective to bring basic broadband to all Europeans by 2013 and seeks to
ensure that, by 2020, (i) all Europeans have access to much higher internet speeds of
above 30 Mbps and (ii) 50% or more of European households subscribe to internet
connections above 100 Mbps.
Das nur als ein Beispiel neben vielen anderen Sachen. Letztendlich soll das dazu führen, dass die EU ein einheitlicher Wirtschaftsraum auch im digitalen Bereich wird um Handel etc. pp. zu vereinfachen. Hier wird also keineswegs darüber abgestimmt, wie mit daten verfahren wird, die der Bürger dem Staat geben muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
Sep. 2006
Beiträge
1.240
#13
@gazir

gut und wie erklärst du dir diesen titel des treads?

EU-Umfrage: Verwendung öffentlicher Daten
oder ein zitat aus deiner aussage :

Sprich es geht nicht um einen "Adresshandel" mit den Daten von Privatpersonen.
Die Agenda sieht vor, einen digitalen europäischen Binnenmark zu schaffen. Was z.B. heißt, dass Rechte beim Einkauf im Internet innerhalb der EU gleich sind. Das Zahlungsmittel innerhalb der EU akzeptiert werden. (Auch in Spanien sollte die Bezahlung mit einer französischen Kreditkarte Problemlos möglich sein.) Desweiteren einheitliche Normen und Maße um Herstellern es zu vereinfachen den europäischen Markt zu erschließen und es für Bürger keine Rolle mehr spielt wo sie einkaufen (in rechtlicher Hinischt).
ich wusste nun nicht, das heutzutage eine französische kreditkarte nicht zum bezahlen gut ist. aber du wirst mir mit sicherheit erklären, was heute davon NICHT geht*schmunzelt

kleiner tipp, in der gesamten welt, kannst du mit irgendeiner kreditkarte bezahlen. das ist heute nicht unmöglich, oder sowas. also wozu braucht es das ganze nun?

ps: ich fragte mich gerade, ob du nun in jedem tread etwas schreibst, wo ich mich gerade äussere*zugeb, ich hoffe mal, ich irre mich und du bist kein troll.

greez
 

Ganzir

Lt. Commander
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.722
#14
Zitat von tarrabas:
ich wusste nun nicht, das heutzutage eine französische kreditkarte nicht zum bezahlen gut ist. aber du wirst mir mit sicherheit erklären, was heute davon NICHT geht*schmunzel
...
kleiner tipp, in der gesamten welt, kannst du mit irgendeiner kreditkarte bezahlen. das ist heute nicht unmöglich, oder sowas. also wozu braucht es das ganze nun?
So und nun weiß auch du es. Hättest du die Agenda gelesen, was du offensichtlich nicht hast, dann stellte sich auch eben diese Frage nicht.

Technical or legal reasons, such as refusal of non-domestic credit cards, cause as many as 60% of attempted cross-border internet shopping orders to fail.
Es hat also nicht den Anschein, als ob jede Kreditkarte überall akzeptiert würde.

Ja es mag durchaus sein, dass man Weltweit mit einer Kreditkarte bezahlen kann, aber eben nur dann wenn auch der Händler in einem anderen Land diese akzeptiert. An der rein hypothetischen Möglichkeit habe ich nicht gezweifelt.
 
Dabei seit
Sep. 2006
Beiträge
1.240
#15
@gazir

So und nun weiß auch du es. Hättest du die Agenda gelesen, was du offensichtlich nicht hast, dann stellte sich auch eben diese Frage nicht.
da diese in englisch ist, sei mir das mal verziehen.

Da die EU-Kommission für ihre „Digitale Agenda“ – ein Projekt zur Schaffung eines digitalen, europäischen Binnenmarktes – mehrere Richtlinien zu verbundenen Themen anpassen möchte, hat sie eine Umfrage darüber initiiert, inwiefern Institutionen und Bürger von der öffentlichen Verwaltung erhobene Daten verwenden dürfen sollen.

Die diesbezüglich relevante Richtlinie regelt seit dem Jahre 2003 den Rahmen, innerhalb dessen bisher Bürger und Institutionen Daten, die durch Verwaltungsbehörden im Zuge ihrer Tätigkeit erhoben wurden, verwenden dürfen. Unter diesen Bereich fallen etwa allgemeine Finanzdaten, Datensätze von Statistikämtern oder Vermessungsdaten, allerdings vorbehaltlich der folgenden Ausnahmen des Artikel 1, Absatz 2.
die rot markierten stellen sagen UNMISSVERSTäNDLICH aus, das es auch um die verwendung von daten der bürger geht.

Hier wird also keineswegs darüber abgestimmt, wie mit daten verfahren wird, die der Bürger dem Staat geben muss.
wie jetzt?

Es hat also nicht den Anschein, als ob jede Kreditkarte überall akzeptiert würde.

Ja es mag durchaus sein, dass man Weltweit mit einer Kreditkarte bezahlen kann, aber eben nur dann wenn auch der Händler in einem anderen Land diese akzeptiert. An der rein hypothetischen Möglichkeit habe ich nicht gezweifelt.
es geht nicht um hypothetische sachen, sondern darum, das jegliches nicht akzeptieren einer kreditkarte seinen grund hat. ich frage mich da spontan, warum die karten nicht akzeptiert werden. das jeder händler das recht hat, nur das zu akzeptieren, was ihm als sicher erscheint, dürfte wohl allen klar sein.

Diese Richtlinie sollte unter uneingeschränkter Beachtung
der Grundsätze des Schutzes personenbezogener
Daten nach der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum
Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener
Daten und zum freien Datenverkehr
(1)
durchgeführt und angewandt werden.
Hier wird also keineswegs darüber abgestimmt, wie mit daten verfahren wird, die der Bürger dem Staat geben muss.
und warum stehts denn da?
bei der Verarbeitung personenbezogener
Daten und zum freien Datenverkehr
man scheibt also, das es auch darum geht, aber du gazir sagst uns, das es nicht darum geht. logisch.:stock:
//nachtrag : es steht da, sagt aber nix aus, ist wie das kleingedruckte, das ist nur dazu da, das da was steht. es hat nix zu bedeuten, ist nur n gimmik*sfg

find ich nun drolligst. der bürger aus d ist gläsern, also kann doch kaum von einem "schutz bei personenbezogener daten" die rede sein. die daten sind da. die daten werden verwendet. wo ist das irgendein schutz? ich kann noch so viele zettel mit dem spruch vollkritzeln, das ist zum schutz, bringt aber null, wenn ich die daten dann dennoch verwende.:hammer:

ich glaube fast, ich bin wieder dem fehlerteufel aufgesessen. ich dachte es gehe tatsächlich um die begrifflichkeiten, welche ein normaler mensch versteht. aber in d scheint ja auch hehlerei neu rechtsstaatlichkeit zu bedeuten*also manchmal frag ich mich ja echt

ps: auf englisch geschriebenes reagier ich ned, ich spreche knapp deutsch, dabei bleib ich.

greez
 
Zuletzt bearbeitet:

Ganzir

Lt. Commander
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.722
#16
Zitat von tarrabas:
allgemeine Finanzdaten, Datensätze von Statistikämtern oder Vermessungsdaten
Ja auch, aber wohl eher um ein Aggregat von Daten. Ich denke nicht, dass mit der Kopie der Steuererklärung von Hans Müller handel getrieben wird. Zudem ist die Frage ob überhaupt mit den Daten gehandelt wird, es geht zunächstmal um einen Austausch von Daten, sofern dieser an Dritte erfolgt ggf. mit Aufwandsentschädigung. Viele Daten des statistischen Bundesamtes sind auch so für jeden einsehbar ohne dass man dafür was zahlen müsste. Gut im dort ausgewiesenen durchschnittseinkommen fließt auch mein einkommen mit ein. Gut daher sind es Daten die auf dem basieren was die Bürger angeben. Aber ein einzelner Bürger ist aus diesen Daten heraus nicht mehr zu ermitteln und damit bleibt meine privatsphere unberührt. In der Agenda geht es darum, solche Daten auszutaushen und zu vereinheitlichen um Vergleichbarkei herzustellen, ich wüsste nicht was daran schlimm sein soll. Entweder werden wir die Vereinigten Staaten von Europa oder eben nicht und wenn ersteres nunmal erklärtes Ziel ist, dann wird man eben verschiedene Dinge mal austauschen und normieren müssen.

Zitat von tarrabas:
das jegliches nicht akzeptieren einer kreditkarte seinen grund hat. ich frage mich da spontan, warum die karten nicht akzeptiert werden. das jeder händler das recht hat, nur das zu akzeptieren, was ihm als sicher erscheint, dürfte wohl allen klar sein.
und genau darum geht es in der Agenda. Es soll Europaweit so sein, dass jeder Händler jeder Karte problemlos akzeptieren kann, der er sich auf die Rechtssicherheit bei Onlinekäufen im innereuropäischen Raum verlassen kann.

• Propose by 2012 an optional contract law instrument complementing the
Consumer Rights Directive to overcome the fragmentation of contract law, in
particular as regards the online environment;
• Explore by 2011, via a Green Paper, initiatives on consumer Alternative
Dispute Resolution in the EU with a view to making proposals for an EU-wide
Online Dispute Resolution system for eCommerce transactions by 2012;
• Explore proposals in the field of collective redress, based on stakeholder
consultation;
• Issue a Code of EU Online Rights by 2012 that summarises existing digital
user rights in the EU in a clear and accessible way, complemented by an
annual sweep of breaches of online consumer protection law and appropriate
enforcement measures, in coordination with the European Network of
Consumer Protection Agencies;
• Create a stakeholder platform by 2012 for EU online trustmarks, notably for
retail websites.
Zitat von tarrabas:
Und warum steht das in der News:
Zitat von NEWS:
Auch sind personenbezogene Daten vom Anwendungsbereich der Regelung – Artikel 1, Absatz 4 – ausgenommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Top