ManHunter4500 schrieb:
1. Postet bitte ein Bild oder eine Auflistung eurer Anlage
2. Was hört ihr damit am intensivsten?
(3). Nur wenn ihr wollt könnt ihr bei Bedarf eure Kaufpreise nennen.
4. Seid ihr zufrieden bzw. was würdet ihr ändern wollen?
1. Hier mal mein aktuelles Chaos
Zu sehen ist eine wilde Front, die sich um den 100" TV herum verteilt (der
Hisense 100E77NQ Pro sieht auf dem Bild echt klein aus, muss ich sagen ^^)
Front Standlautsprecher:
Yamaha NS-G40 MKII - modifiziert (Hochtöner abgeklemmt, BR-Port geschlossen)
Über den Standlautsprechern:
Mitte unten ->
Yamaha NX-E100 - undmodifiziert
Mitte oben ->
Yamaha NX-E800 - modifiziert (BR-Port geschlossen)
Oben (unter der Decke)
Yamaha NX-E200 - unmodifiziert
Für Rears (noch nicht in Verwendung) steht noch ein Paar NX-E100 zur Verfügung.
Die Front Height ist aktuell (noch) nicht angeschlossen, da sie früher Rear-Lautsprecher waren, bevor ich das Zimmer einmal um 180° rumgedreht habe. Dazu gleich mehr.
Bei der Front handelt es sich zweifellos um ein sehr wildes Line Array, das aber aufgrund der Raumakustik, der Charakteristik der Lautsprecher sowie den genannten Modifikationen sowie manuellen Anpassungen der LZK und des param. EQ exakt an meine Bedürfnisse angepasst ist. Die Wandnähe (seitlich sowie rückwärtig) hilft mir in dem Fall akustisch, bzw. habe ich sie mir mit entsprechender Anwinkelung der Lautsprecher zu Nutzen gemacht (Horneffekt, bewusste Anhebung im Bassbereich).
Hinter mir befindet sich als Rear-Pärchen noch ... nichts! Das "waren" ja vor dem Zimmerdreh die erwähnten NX-E200.
Dafür stehen hinter mir vier
ESX C-154 (Link zu den offiziellen TSP, mehr findet mal darüber heute kaum noch) - je zwei pro Seite:
Mit den originalen Gehäusen war ich nie richtig zufrieden (sind eben für Car HiFi und nicht für zuhause abgestimmt), hier wird iiiiiiiiirgendwann mal ein Selbstbau anstehen... irgendwann, man kennt es ja. Bisher habe ich sie stets elektronisch so entzerrt, dass es einigermaßen gepasst hat.
Da sie akustisch in dem Zustand kein Hochgenuss für meine zumindest in puncto Musik recht audiophilen Ansprüche sind, hat es mich das letzte Jahr durch überhaupt nicht gestört, dass sie gar nicht angeschlossen sind, seitdem ich das Zimmer umgedreht habe. In Sachen Spiele- oder Filmgenuss hingegen würden sie sich auch in dieser Form schon spürbar (und nicht nur hörbar) positiv einbringen können.
Ein Center kommt übrigens NICHT zum Einsatz - ganz bewusst sogar. Grundsätzlich kann das Center-Thema jeder handhaben, wie er/sie das selbst möchte, aber in meinem Fall is ein Center seit je her klanglich kontraproduktiv. Von daher lasse ich den Centerkanal stets auf die Stereo-Front aufmischen, die diesen klanglich und auch bühnentechnisch perfekt dort abbilden, wo er hingehört - nämlich auf Ohr/Augenhöhe exakt in der Bildmitte (und nicht unter oder über dem TV).
Angetrieben wird das Ganze im Kern von einem Denon AVR-X4000, der die Frontlautsprecher zudem Bi-Amped betreibt: die NS-G40 MKII an dem einen Kanalpaar, die darüberstehenden NX-E Lautsprecher (in Reihe auf 12 Ohm) am zweiten Bi-Amped-Kanalpaar.
Spätestens hier steht jedoch ein Projekt an, das ich diese Woche (Urlaub, yay) angehen werde. Dazu gleich mehr.
Die vier ESX-Woofer werden jeweils zu 8 Ohm in reihe geschaltet über einen ausrangierten
Denon AVR-2803 an den Frontkanälen betrieben.
Um das ganze abzurunden, steht hier auch ein wenig Vinyl-Material. Abgespielt wird mit dem Fisher MT-6221 mit (aktuell) Goldring 1006 Abnehmer, zuvor war eine Nagaoka MP-110 verbaut.
2. Was höre ich damit
Grundsätzlich: querbeet! Insgeheim schlägt mein Herz für härteren (älteren) Rock oder eben Metal (Thrash, Death, Epic), aber grundsätzlich soll meine Anlage mit jeder Art von Musik klarkommen - und zwar so, dass ich auch auf unangenehm hohen Pegeln klanglich damit zufrieden bin.
Ob nun also gerade die Crime of the Century von Superrtamp dudelt, das hervorragende, erste Compilation Album von Madonna mit Namen "The Immaculate Collection" seine fantastische Abmischung zum Besten gibt, ob hier Pantera's Vulgar Display of Power meine Hochtöner töten möchte oder ob ich auch mal zwischendurch auf digitalem Wege über CD oder aus dem Netz Quad City DJs, Dynamix II, Bass Mekanik oder Trance und Techno laufen lasse - das muss einfach alles funktionieren.
Hin und wieder erwischt man mich jedoch auch dabei, bewusst audiophile Dinge zu hören wie z.B. diverse Alben von Yello, bei denen es - wie ich finde - auch nach hundertmaligem Anhören immer wieder neue Dinge zu entdecken gibt.
3. Was es gekostet hat
Bis auf den TV sowie den zugehörigen UHD-Player, einem
Panasonic DMP-UB450, der eine Mischung aus dem 424 und 824, jedoch ohne Region Lock darstellt, wurden allenfalls Kabel in diesem Setup neu gekauft - alles andere war gebraucht.
Denon AVR-X4000: 300 Euro - Kleinanzeigen aus der Nähe
Denon AVR-2803: Gratis - Überbleibsel aus dem Elternhaus
Yamaha NS-G40 MKII: 50 Euro - Kleinanzeigen aus der Nähe
Jedes Paar der NX-E Lautsprecher: immer um 50 Euro - stets Kleinanzeigen aus der Nähe
Jeder ESX C-154-Woofer: 99 Euro - direkt vom Vertrieb, waren nicht mehr im Verkauf und "mussten weg"

Fisher MT-6221: 50 Euro - Kleinanzeigen aus der Nähe (AT VM95E gratis dabei)
Nagaoka MP-110: 150 Euro - aus dem Freundeskreis, inkl. Headshell
Goldring 1006: 200 Euro - aus dem Freundeskreus
Kabel + Stecker: ca. 150 Euro - Neuanschaffungen
Wenn man nun TV und UHD-Player außen vor lässt (die jeweils mit 1899 Euro und 276 Euro zu Buche schlugen) landen wir bei diesem recht verrückten und keinesfalls der Norm entsprechenden HiFi-Setup bei ca. 1350 Euro (ohne die Nagaoka, die ja redundant zur Goldring ist). Ohne Woofer - so, wie das Setup auch durchaus audiophil nutzbar ist, landet man somit sogar bei unter 1000 Euro.
Den UHD-Player mißbrauche ich natürlich auch als CD-Player, aber da würde es auch jeder andere Player tun. Zu glauben, dass man bei einem CD-Player Unterschiede hören könnte, halte ich für sehr gewagt. Sofern nicht gerade der schrottigste Diskman via Klinkekabel betrieben wird, kann man vermutlich jeden beliebigen und in die Jahre gekommenen Player verwenden - egal ob via Toslink (wo dann die Signalaufbereitung im Verstärker/Receiver erfolgt), oder aber per Cinch, wo eben der CD-Player schon D/A gewandelt hat.
4. Seid ihr zufrieden bzw. was würdet ihr ändern wollen?
Ob ich zufrieden bin, kann ich mit einem ganz klaren "JEIN" beantworten

Es gibt immer was zu tun, immer was zu verbessern und aktuell, da der Raum hier nun seit über einem Jahr (aufgrund der TV-Anschaffung) um 180° zu seiner ursprünglichen Nutzung gedreht wurde, wird es endlich mal Zeit:
Die Front wird vom ehemaligen Bi-Amping-Betrieb umgestellt auf eine Mischung aus Reihen-Parallelschaltung, um impedanztechnisch irgendwo um 7 Ohm (errechnet) zu landen. Dafür wird wie folgt vorgegangen:
NS-G40 MKII = 4 Ohm
NX-E100/800 = je 6 Ohm
Die beiden NX-E100 und 800 werden parallel geschaltet, somit landen wir auf 3 Ohm. Diese Parallelschaltung wiederum wird mit dem NS-G40 MKII in Reihe geschaltet und Schwupps, sollten wir bei einem Gleichstromwiderstand von 7 Ohm landen.
Somit habe ich direkt zwei Vorteile: die Endstufen werden entlastet und gleichzeitig bekomme ich zwei Kanäle frei, die ich dann nämlich als Front-High verwenden kann. Hierbei erhoffe ich mir im Film-Upmix (z.B. DTS:X) einfach ein wenig mehr Effektgewalt in der Front, mehr Fülle über die riesige Höhe des TVs hinweg.
Gleichzeitig werde ich die Subwoofer nun endlich mal wieder in Betrieb nehmen und auch die angesprochenen Rears in Form eines weiteren Paars NX-E100 in Betrieb nehmen.
Letztlich fehlt dann immer noch die Molton-Ausstattung, die ich schon so lange aufhängen wollte und nie dazu kam. Sogar die Haken für die Seilzüge habe ich dafür schon in den Zimmerecken befestigt.
Mal schauen, wie's weitergeht
