Argumente dafür und dagegen lassen sich ja den aktuellen Medienberichten entnehmen.
Das Hauptproblem der Pro-Argumentation ist wohl, dass der "Schutz" durch die STOPP-Schilder de facto nicht existiert. Es wird niemand geschützt. Anstatt die Urheber der Bilder und Videos zu bekämpfen wird eigentlich nur weggeschaut.
In den Medien wurden ja öfters Vergleiche mit der Bekämpfung von Obdachlosigkeit angestellt. Man errichte einfach einen Sichtschutz um alle Obdachlosen und schon ist das Problem gelöst, keiner ist mehr obdachlos?!
Gleichzeitig haben Organisationen und Vereine, wie zum Beispiel der ChaosComputerClub gezeigt, wie einfach und unkompliziert es ist Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten komplett vom Netz nehmen zu lassen. Gerade das macht die Verwendung der STOPP-Schilder gerade zu lächerlich. Anstatt eine Anfrage an den Webhoster zu schicken, in dem darauf hingewiesen wird, welche von ihm gehosteten Seiten vom Netz genommen werden sollen, werden diese Seiten lieber auf eine Sperrliste eingetragen, die regelmäßig kontrolliert und aktualisiert werden muss.
Warum sollte man also eine kosten- und arbeitsintensivere, kompliziertere und weniger sichere Vorgehensweise benutzen? Ganz einfach: Die STOPP-Schilder lassen sich im Wahlkampf und in den Medien besser nutzen, weil sie gesehen werden können.
Gelöschte Seiten sieht niemand und kann auch nicht zufällig darauf stossen. Stösst man nun aber zufällig auf ein STOPP-Schild denkt der Normalbürger direkt "Oh, das System funktioniert ja hervorragend!".