Euro-Rettungsschirm

ich finds ehrlich schade, das du erstmal dein gegenüber diskreditieren musst, bevor du auf den eigentlichen punkt kommst. das macht das diskutieren mit dir unschön.

und wer hat hier überhaupt gehauptet, dass die arbeitslosenquote im selben maße sinkt wie das wirtschaftswachstum steigt. gerade beim minimalismus gedanken vieler konzerne ist das doch totaler unfug. und niemand ist so naiv das zu behaupten. nichtmal ich.
natürlich sind das VW-abhängigkeiten, aber tu doch bitte nicht so als ob nur leute entlassen werden, weil die verkäufe eines produktes ausbleiben. es werden auch leute entlassen, wenn der erwirtschaftete gewinn nicht den ausgegebenen zielen entspricht. denn wenn der umsatz nicht den vorstellungen entspricht, wird versucht die betriebskosten weiter zu senken um dennoch dieses ziel zu erreichen.
das sind alles ganz alltägliche rechnereien.
zeitarbeitsfirmen boomen nicht grundlos seit etlichen jahren.
genauso wie saisonale arbeiten, wie das oft in die nachrichten transportierte spargelstechen, abgewälzt wird auf billiglöhner, rentiert sich das eben befristete kräfte in vielen bereichen einzusetzen, weil dadurch die kosten gesenkt werden.
ich kann mir gut vorstellen, das all dies auf dich vielleicht zusammenhangslos wirkt - aber wenn man sich ansehen will wie unser markt/system funktioniert, reicht es nicht sich auf ein paar statistiken eines bereichs zu stützen - das ist als ob man keller sitzt und meint man hätte n tollen blick auf die stadt.

wenn ich mir einen steinbrück ansehe, der unangenehme papiere bzgl der bankenkrise in der schublade verschwinden lässt bis die verjährungsfrist abgelaufen ist, und nun als kanzlerkandidat angepriesen wird, dreht sich mir der magen um, wenn ich das mit diesem thema in einen kontext setze..
 
Zuletzt bearbeitet:
KL0k schrieb:
ich finds ehrlich schade, das du erstmal dein gegenüber diskreditieren musst, bevor du auf den eigentlichen punkt kommst. das macht das diskutieren mit dir unschön.

Du hast doch selbst hier rumgeeiert, jetzt beschwerst du dich das man nicht auf den Punkt kommt. :rolleyes:

Ich wüßte auch nicht, wen ich diskreditieren wollte. Meine Intention ist es nicht Leute in Internetforen zu diskreditieren, sondern vernünftige Diskussionen zu führen.

KL0k schrieb:
natürlich sind das VW-abhängigkeiten, aber tu doch bitte nicht so als ob nur leute entlassen werden, weil die verkäufe eines produktes ausbleiben. es werden auch leute entlassen, wenn der erwirtschaftete gewinn nicht den ausgegebenen zielen entspricht. denn wenn der umsatz nicht den vorstellungen entspricht, wird versucht die betriebskosten weiter zu senken um dennoch dieses ziel zu erreichen.

Keine Ahnung, was du mir hier zu unterstellen versuchst, aber das was du behauptest kannst du mit keinem meiner Beiträge belegen.

Marktwirtschaft funktioniert nach dem Prinzip der Kostensenkung. Wenn du denselben LCD für den doppelten Preis zahlen willst, um Arbeitnehmer zu unterstützen, dann ist das schön für dich, aber der Großteil der deutschen Bevölkerung handelt anders, nämlich indem gekauft wird was das beste Preis/Leistungsverhältnis hat.

KL0k schrieb:
ich kann mir gut vorstellen, das all dies auf dich vielleicht zusammenhangslos wirkt - aber wenn man sich ansehen will wie unser markt/system funktioniert, reicht es nicht sich auf ein paar statistiken eines bereichs zu stützen.

Was passt dir denn nicht an unserem "markt/system" und was würdest du konkret verbessern wollen?
 
ich finds ehrlich schade, das du erstmal dein gegenüber diskreditieren musst

Seh ich auch so. Deshalb hatte ich bis gerade auch keine Lust mehr zu schreiben.


@ Stefan_Sch

Gut. Wenn du meinst, dass man die Krise nicht "Weltwirtschaftskrise" nennen kann, dann einigen wir uns auf eine EU/USA-Krise.
Dass die Arbeitslosenstatistiken geschönt sind und der Niedriglohnsektor explodiert ist, darauf haben ja schon andere hingewiesen.
Natürlich haben wir auch ein Verteilungsproblem (ein sehr großes sogar). Aber ich würde es nicht darauf reduzieren. Man sollte sich schon genauer angucken, was alles nicht stimmt.


@ KloK

wenn ich mir einen steinbrück ansehe, der unangenehme papiere bzgl der bankenkrise in der schublade verschwinden lässt bis die verjährungsfrist abgelaufen ist, und nun als kanzlerkandidat angepriesen wird, dreht sich mir der magen um, wenn ich das mit diesem thema in einen kontext setze..

Seh ich auch so.
Passend dazu ein Artikel auf den Nachdenkseiten: http://www.nachdenkseiten.de/?p=11063
 
andiac schrieb:
@ Stefan_Sch

Gut. Wenn du meinst, dass man die Krise nicht "Weltwirtschaftskrise" nennen kann, dann einigen wir uns auf eine EU/USA-Krise.

Ja, darauf können wir uns einigen, oder noch besser... die USA und einige Länder in Europa leiden unter einer Schuldenkrise.

andiac schrieb:
Dass die Arbeitslosenstatistiken geschönt sind und der Niedriglohnsektor explodiert ist, darauf haben ja schon andere hingewiesen.

Geschönt waren sie auch vor 10 Jahren schon. Und zum Thema Niedriglohnsektor habe ich nie ein Wort verloren. Das ist ein neues Fass, was du nun wieder aufmachst.

Du verlierst dich ständig auf neue Baustellen und zerfledderst damit jede stringente Diskussion.

Was willst du eigentlich?

Beschreibe doch einmal konkret worum es dir geht und höre auf hier einen Eiertanz zu praktizieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stefan_Sch schrieb:
Was passt dir denn nicht an unserem "markt/system" und was würdest du konkret verbessern wollen?

die verhältnismäßigkeit passt mir nicht. (das gehört eigentlich eher in den systemkritik-thread - aber da du gefragt hast)
banken die gelder veruntreuen und milliarden in den allerwertesten geblasen bekommen und politikern die über das ganze den schleier der verschwiegenheit legen auf der einen seite, auf der anderen seite die löcher im eigenen haushalt und eine immer größer auseinanderklaffende schichtenschere, welche gravierende auswirkungen hat in der "gestaltung des marktes" - dieses "markt" breitgefächert bezogen auf die wirtschaftlichkeit und den arbeitsmarkt.
saloppgesagt - wir ziehen uns seit etlichen amtszeiten hier den eigenen teppich unter den füßen weg und wundern uns das wir auf die nase fallen. und all das nur durch die obrigkeit, die sich von den konzernen einschüchtern lässt durch die globalisierung und eine bevölkerung die sich von den wahlprogrammen und geführten debatten einlullen lässt. aber ein entgegenwirken sehe ich nicht. im gegenteil, jetzt werden sogar die leute in den vordergrund gestellt, die teilschuld an der krise haben und als kanzlerkandidat angepriesen, und das alles von der oposition, die der derzeitigen regierung unfähigkeit vorwirft - hallo?
dann wird sich im nachhinein über politikverdrossenheit in der bevölkerung gewundert und darum gestritten, welche auflagen man einem anderen land auflastet für finanzielle hilfestellung, was dann im umkehrschluss wieder zu erneuten steuer-durchsetzungen führen wird über kurz oder lang, was nichts anderes heisst, als das wir das ganze tragen und die schere nochweiter klaffen wird. und was passiert wenn die nächste bank mist baut? oder das nächste ehemalige touristenland insolvenz beklagt? wo ist da ein finanzieller rettungsschirm? und vor allem, wer bekommt ihn, bei sovielen insassen des metaphorischen flugzeugs? denn es wird auf jedenfall dazu kommen, denn unser kapitalismus beruht nunmal auf dieser mechanik, das irgendwer am ende die pappnase aufhaben wird und vor die wand fährt - die frage ist nur wer und wann.
ich könnte bei dem ganzen thema in die tischkante beissen und hör mich schon an wie mein opa.
 
Zuletzt bearbeitet: (ergänzungen)
Hallo und Guten Abend;

... bitte nicht abdriften, das Thema ist es wert, sich auseinander zu setzen,"achnu" verwies bereits darauf und Profalla hat noch keinem zur Erkenntnis geholfen.
"KLOK" hat in seiner Erwiederung auf das Zitat von Stefan_Sch
"Was passt dir denn nicht an unserem "markt/system" und was würdest du konkret verbessern wollen?" eine schöne Zwischeneinschätzung geliefert.
Versuchen wir doch einfach mal den einzelnen Aspekten eine Bedeutung zuzuweisen.

1. Politik und Politiker: In verschiedensten Threads (meist im Zusammenhang mit Wahlen) taucht regelmäßig die Frage auf - Wen kann man eigentlich noch wählen?
Mal deutlich ausgedrückt, wir alle wissen um die Machenschaften von Parteien und Organisationen, von deren Abhängigkeit der Wirtschaft gegenüber. Eine schleichende Entmündigung geht einher mit Bestrebungen der umfassenden Kontrolle - der Begriff "Demokratie" wird nach und nach adabsurdum geführt.
Mittlerweile fällt es manchem hier und da schwer selbst zu denken geschweige denn seine Interessen zu vertreten; Parteien, Gremien und Institutionen werden ungefragt anerkannt obwohl man weiß, daß die Vertretung eigener Interessen eher fraglich ist.

2. Wirtschaft: Den Gedanken "unserem "markt/system" teile ich nicht ! Gerade gegenwärtig ist vermehrt vom Begriff des Kapitalismus zu hören. Kapitalismus läßt sich googeln, finden wird man Begriffe wie Klassengesellschaft, Ausbeuter und Ausgebeutete und Hinweise auf die Auseinandersetzung zwischen diesen.
Wir finden Verweise auf Frühkapitalismus, eine Entwicklung wird angesprochen, Wechselwirkungen zu gesellschaftlichen Zusammenhängen werden deutlich, wie auch Widersprüche, die ein System der kapitalistischen Produktion nicht lösen kann.
Wir finden Ausführungen zum Staat als Herrschaftsinstrument, die Nutzung der Medien usw.
Von Robert Kurz empfehle ich sich fernzuhalten, ... ein Kritiker des aktuellen Systems, der einen Weltuntergang in Aussicht stellt ist wohlkaum der erhoffte "Experte".
Das Erinnern an Jahre des Aufschwunges,selbst der "Sieg" über den Osten (ist hier nicht Thema) mögen zweifelsfrei positive Erfahrungen für viele sein - am Kapitalismus ändern sie nichts.
Ich denke wir alle realisieren, daß die Zeiten der "bürgerlichen Mittelschicht" vorbei sind; von einer sozialen Schere ist die Rede, von Verlierern und Gewinnern, von Ausgebeuteten und Ausbeutern !
(Piespers äußerte sich in diesem Zusammenhang mal mit "solang man zu den Sklavenhaltern gehört, ist dies ja ok !" -freies Zitat).
Die reale Wirtschaft in Deutschland wird uns momentan in Form von Börsenzahlen vorgegaukelt. Schaut Euch an, wie sich der DAX zusammensetzt, inwiefern resultierende Zahlen die deutsche Wirtschaft wiederspiegeln können, was die Prognosen eines Prof. Sinn eigentlich wert sind.

3.Euro und Europa: Auch wenn sich momentan wieder einmal "Experten" bemühen, uns die Notwendigkeit des "Euro-Rettungsschirmes" zu verdeutlichen, potentielle Gewinner und Verlierer stehen bereits fest. Es bedarf keiner höheren Mathematik, um festzustellen, daß Griechenland keine Möglichkeiten hat, sich von seinem Schuldenberg selbst zu befreien - die Folgen wird logischerweise der kleine Mann tragen - in Europa, in Griechenland und im von diesen Entwicklungen profitierenden Deutschland - wir erinnern die soziale Schere - Gewinner und Verlierer !
Interessant und widerwärtig zugleich, die Bereitschaft beim kleinen deutschan Mann, den höherwertigen Gedanken von Europa im Sinne der Gesellschaftsentwicklung fallen zu lassen; er wurde sehr schnell geopfert - nationales Denken gewann an Bedeutung (die faulen Griechen oder auch Begriffe wie PIGS-Staaten).
... zu fern offenbar der Gedanke,daß der "Euro-Rettungsschirm" der Erhaltung eines Systems dienen könnte, welches lediglich Möglichkeiten der Realisierung von Profiten erhält (?).

... Antworten auf aktuelle Fragen kann man meiner Meinung nur bekommen, wenn man selbst bereit ist, eine Positionierung zu betreiben - schlußendlich wird man bei Ideologie landen.

Maßgeblich sollten Zweifel an Bestehendem sein,man kann sie heimlich hegen ! Sie können zur Bestätigung eines Weges dienen, sie können Fehler erkennen lassen und damit Entwicklung bewirken.
Zweifel ansich sind nichts Schlechtes; sie führen zu Fragen, die Antworten verlangen.
... und angesichts dessen, daß wir uns recht häufig bereits verwählt haben sollten Zweifel gegenüber Entscheidungsträgern in Sachen "Euro-Rettungsschirm" durchaus angebracht sein.

Eine Antwort auf Stefan_Sch´s Frage,was man den verbessern könnte möchte ich keinesfalls schuldig bleiben. Möglichkeiten der Verbesserungen sehe ich einzig und allein in der Interessenvertretung des sogg.Souveräns für und durch sich selbst. Dies bedeutet jedoch heutige Politik zum Teufel zu jagen,es bedeutet Interessengleichheit mit Griechen,Spaniern,Italienern u.a. festzustellen und es bedeutet Auseinandersetzung um Macht und Eigentum.

MfG.
 
JohnnyBerlin schrieb:
..... Möglichkeiten der Verbesserungen sehe ich einzig und allein in der Interessenvertretung des sog.Souveräns für und durch sich selbst. Dies bedeutet jedoch heutige Politik zum Teufel zu jagen,es bedeutet Interessengleichheit mit Griechen,Spaniern,Italienern u.a. festzustellen und es bedeutet Auseinandersetzung um Macht und Eigentum.

Tja, und da haben wir schon das Problem. Wir in D sind eben keine homogene Masse. In Europa noch weniger. Der Mensch als solcher, tendiert wohl mehr dahin, ernsthafte Probleme und deren Lösung in die Zukunft zu verschieben. Die Politik ist da auch nicht anders. Sie ist letztendlich ein Spiegel der Gesellschaft. Die Politik pauschal zu verteufeln kann dem Problem deshalb gar nicht gerecht werden. Die Jahrzehnte lange Verschuldung zu verteufeln bläst wohl ins gleiche Horn. Viele haben davon profitiert.

Die Ursachen sind doch viel schichtig, politisch betrachtet ist unserem Land großer Schaden zu gefügt worden:

Die Tendenz von Pateien mit F... und C... haben, entsprechend ihrer grundsätzlichen Ausrichtung der oberen Mittelschicht und der Oberschicht zu dienen, die Schere weiter geöffnet als es der Gesellschaft gut täte.

Bsp. dafür sind:

- Die politisch gewollt hingenommene dauernde Massenarbeitslosigkeit
- Das verharren im veralteten und ineffizienten Bildungssystem
- Kein Ausbau der aktiven Mitbestimmungsrechte der Bürger
- Die Vermögensumschichtungen von unten nach oben über die Steuer- und Abgaben Politik
- Völlig desaströses Steuersystem mit unendlichen Schlupflöchern und Ausnahmen
- Der Aufbau eines Schuldenturms mit der Maßgabe Steuergelder in Privatvermögen umzuwandeln
- Schlampige bzw. inkonsequente Verabschiedung der Euroverträge
etc.

Jetzt komm mir keiner damit die anderen sind auch nicht besser. Das ist Quatsch. Wenn man die Verquickung zwischen den oben genannten Parteien und gewissen Interessengruppen genau durch leuchten würden (Spendenskandal wurde nie aufgearbeitet bzw. aus Gründen der Staatsräson wurden die Ermittlungen eingestellt), könnten diese Parteien sich auflösen.
 
Richtig durchaus, daß ein klares "Gegenüber", sprich homogene Massen, die sich konträr in ihren Interessen unterscheiden nicht gegeben scheint.
Eine Frage der Zeit und der Entwicklung ! Das Sein bestimmt das Bewußtsein !
... und das Sein betreffend ist wohl unumstritten, daß auch im boomenden Deutschland seit Jahrzehnten eine Abwärtsbewegung in den gesamtgesellschaftlichen Verhältnissen zu beobachten ist.
Es mag stimmen, daß gerade der Deutsche wohl eher behäbig ist; aber auch seine Belastbarkeit, also der ökonomische Druck, dem er standhalten kann, hat seine Grenzen.

Die aktuelle Diskussion über den Rettungsschirm zeigt recht deutlich, daß Ängste und Befürchtungen in der Bevölkerung vorhanden sind - sie resultieren (evtl. unterbewußt) aus Erfahrungen der vergangenen Jahre und sind durchaus mit Zweifeln besetzt und sie bedeuten Verlust !
In Aufarbeitung dieser Erfahrungen werden wir Entwicklungen erleben, die vergleichbar denen in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu Organisation der Interessen des Souverän führen - Beginn einer Opposition, die wir heute nicht haben.
Als deutliches Defizit muß in Deutschland wohl die Unkenntnis über gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge betrachtet werden; dies zu ändern brauchen wir von Parteien nichts zu erwarten. Im Rahmen der "Abschreckung" wird zwar vermittelt, daß 40 Jahre DDR nichts werden konnten, da ein von Volkes Interessen losgelößter Parteienstaat keine Basis für Entwicklung ist. ... in der "Parteiendemokratie" bundesrepublikanischer Prägung spielt dies offenbar keine Rolle (?).

Kurz zur Aufzählung "achnu´s"
- Massenarbeitslosigkeit wird keinesfalls gewollt hingenommen. Man ist sich einer lauernden Gefahr bewußt und stellt nicht zuletzt desshalb den betroffenen Personenkreis so weit als möglich ruhig. Sommer (Verdi) sah in diesem Zusammenhang z.B. die Gefahr sozialer Unruhen !
.
- Bildung betreffend hätte es tausende Möglichkeiten gegeben, Fortschritte zu erreichen. Der sinkende Bedarf der Wirtschaft und der Sachverhalt, daß sich Unwissende besser führen lassen mag Begründung dafür sein, daß man zwar immer wieder aktionistisch handelt insgesamt jedoch die Zukunftschancen eines Landes verspielt.
- Mitbestimmung betreffend nur 3 Aspekte.
Art.146 GG - die Diskussion über eine Verfassung des damals neuen Deutschlands wurde dem Souverän lt. GG abgenommen ! Die LINKE äußerte erst am vergangenen Wochenende - "keine Beteiligung an völkerrechtswidrigen Einsätzen der Bundeswehr!". Kein Grund für Anzeigen ! Entscheiden doch unsere selbsternannten Demokraten regelmäßig gegen gegen zumindest 80% der Deutschen, die sich gegen Afghanistan aussprechen.
"S21" verdeutlicht, daß sich Politik bewußt ist, daß man den Souverän nur bis zu gewissen Punkten reizen kann !
- Vermögensumschichtungen werden ihren Beitrag bei der Disziplinierung und Positionierung leisten !
- desaströses Steuersystem ! Auch meine Vorstellungen ließen eine Steuererklärung auf einem Bierdeckel zu - es würde die Finanzierung dieses (nicht meines) Staates gefährden.
- Der Schuldenturm erfüllt seinen Zweck ! Er hält "Verlierer der Gesellschaft" ruhig und wahrt den Schein des sogg. Sozialsystems. Interessant die Frage nach einem evtl. Abbau dieser Schulden; Alternativen hatten wir genügend in der Geschichte.
- "Schlampige bzw. inkonsequente Verabschiedung der Euroverträge" - ein zweiseitges Schwert. Der Souverän war es, der der Politik das Vertrauen aussprach und akzeptierte.
Wir alle haben also auch eine Mitschuld, die in Dulden und nicht hinterfragen besteht.
Wäre es nicht um Europa, sondern um unser Haus oder unser Auto gegangen, hätte der Deutsche wahrscheinlich skeptischer reagiert.

Quatsch ist es jedoch keinesfalls, daß es in anderen Ländern ähnlich läuft. Es mag regionale Unterschiede geben, die sich in Traditionen, Mentalitäten u.ä. wiederspiegeln. Unbestritten jedoch dürfte sein, daß wir es auch in anderen europäischen Staaten mit Kapitalismus zu tun haben.
Unsere "freiheitlich-demokratischen Medien", die vor "Meinungsfreiheit" strotzen, könnten uns sicher erklären, daß Informationen aus Spanien, Italien, Großbritanien usw. recht dürftig ausfallen.
... aber die Medien sind wohl ein anderes Thema (?).

MfG.
 
Man mag mich als "Verschwörungstheoretiker" abstempeln wollen. Aber auf mich macht das alles den Eindruck, als wären Krisensituationen wie aktuell kein Zufall, sondern gewollt (von einigen, die sich aber oft durchsetzen).
Bei youtube gibt es ein schönes Video, wo man klar sehen kann, dass die Abgeordneten total überrumpelt und im Unklaren gelassen worden sind und deshalb nichtmal genau wissen, worüber sie da überhaupt abstimmen sollen.

http://www.youtube.com/watch?v=RkaJhilQ9rQ

Für meine These spricht auch die Tatsache, dass mehr als genügend "Experten" die Situation schon lange vorher haben kommen sehen und da auch eindringlich drauf hingewiesen haben. Aber man hat ihnen einfach kein Gehör verschafft/gegeben. Es gibt einige Profiteure des Systems, die leider natürlich auch viel Macht und Einfluss haben. Und die wollen das System solange als möglich aufrecht erhalten.
Und ich bin mir sicher: Die haben auch schon einen Plan in der Tasche dafür, wie das neue System aussehen soll.
Denn dass der Kapitalismus so nicht ewig funktionieren kann, dürfte mittlerweile eigentlich für jeden, der sich damit auseinandersetzt, klar erkennbar sein.
 
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Die Tendenz von Pateien mit F... und C... haben

Genauso wenig wird es dem Problem gerecht, wenn man die Schuld bei bestimmten Parteien sucht.

Für die ungleiche Einkommens - Ungleichverteilung sind wohl mitunter auch die neuen Zeitarbeiter und Leiharbeiterregelungen verantwortlich.
Diese wurden genau von den Parteien mit "Tendenzen" zu S und G eingeführt - genauso wie die Steuersenkungen für Kapitalunternehmen.
Die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Lächerlich hier einzelne Parteien verantwortlich zu machen.
 
Diese wurden genau von den Parteien mit "Tendenzen" zu S und G eingeführt - genauso wie die Steuersenkungen für Kapitalunternehmen.

Dir ist aber auch klar, dass seiner Zeit die Parteien mit F und C deutlich krassere Forderungen hatten?

Oder das Kpaitalunternehmen, bzw. Großindustrie an sich, bewusst Geschenke bekam, damit sie in Deutschland Arbeitsplätze schaffen? Was sie dann aber nicht gemacht haben. Auch hier hatten die Parteien mit C und F deutlich krassere Vorstellungen darüber, welche Geschenke man verteilen sollte, bzw. wie groß diese Geschenke sein sollten.

Lächerlich hier einzelne Parteien verantwortlich zu machen.
Stimmt, passiert wäre es sowieso. Aber der Umfang würde sich deutlich unterscheiden. Mit C und F wäre alles noch schlimmer jetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du das so sehen willst - bitte.

Ich denke, das die big Player im Kapitalismus Politik und Gesellschaft nachhaltiger beeinflussen als die Schattierungen in den Partei Coleur.

Sich mit den feinen Unterschieden in den verschiedenen Parteiprogrammen auseinanderzusetzen halte ich für absolute Zeitverschwendung.

Beim Rettungsschirm für Banken und überschuldete Länder wirst du vergeblich nach Alternativen suchen.
Zur Alternativlosigkeit empfehle ich hier mal einfach meinen eigenen Beitrag:

https://www.computerbase.de/forum/t...ionen-rund-um-den-kapitalismus.346694/page-54

Post # 1078
 
andiac schrieb:
Man mag mich als "Verschwörungstheoretiker" abstempeln wollen. Aber auf mich macht das alles den Eindruck, als wären Krisensituationen wie aktuell kein Zufall, sondern gewollt (von einigen, die sich aber oft durchsetzen).

Die Krisensituation ist nichts weiter als eine Verschleppung, zugunsten der Finanzindustrie, leider merkt's scheinbar kaum jemand, sonst wüsste auch die Occupybewegung gegen was sie eigentlich demonstrieren.

Ich würde es auch nicht als Verschwörungstheorie abtun, was du geschrieben hast. Dir FR hatte gestern einen Artikel, welches die mächtigsten (=systemrelevantesten) Unternehmen der Welt sind, darunter waren fast ausschließlich Banken und Versicherer, vor allem aus den USA und Großbritannien. Die Deutsche Bank liegt im Ranking auf Platz 12. Ackermann faselte gestern etwas von "2011 wird die Ernte eingefahren". Krise? Welche Krise? Läuft doch alles bestens für die Banken, die ganzen Schrottpapiere von Griechenland sind in der Mehrheit nicht mehr bei den deutschen Privatbanken, die haben ihr Geschäft damit längst gemacht, sondern bei den Staatlichen.
Ratingagenturen sind Handlanger des Systems, man kann Ratings kaufen..

Die Frage nach den wahren Profiteuren des Systems braucht man kaum zu stellen, es sind die privaten Großanleger der Banken, jene Gestalten, die mit ihren Think-Tanks (der Plagiator zu Guttenberg gehört inzwischen 2 an !) auch die deutsche Politik seit Jahrzehnten indirekt aber konsequent lenken.
Die Agenda 2010 ist so eine Geschichte, heute richten sie Griechenland zugrunde und nennen es Rettung der EU.

An die Profiteure wird man trotzdem noch lange nicht herangehen, erst wird es uns allen sehr viel schlechter gehen, bis das einmal kommen wird, die sind zu mächtig.
Erschreckend ist allerdings, dass die einzige deutsche Opposition im Bundestag nur die Partei bildet, die ihre Wurzeln auch in der ehemaligen DDR hat. Alle anderen sind blind, gekauft, ahnunglos und scheinheiliger Parteidoktrin verpflichtet, bis auf die wenigen Abweichler, die das Spielchen "Geld von unten nach oben verteilen" nicht mehr mitmachen wollen.

Wir Bürger sind Europa, unsere Demokratien sind schwach oder korrupt, das ist die eigentliche Krise.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du das so sehen willst - bitte.

Na klar :) Ich erinnere mich einfach nur an die Debatten seiner Zeit. Mir ist schon klar, dass die Parteien heute im Wesentlichen gleich sind. Insofern gebe ich dir also 100% recht. Aber wenn ich mir die Forderungen von F und C in Erinnerung rufe, dann wird mir blass um die Nase!


Wir Bürger sind Europa, unsere Demokratien sind schwach oder korrupt, das ist die eigentliche Krise.
So ist es! Aber nicht nur die Demokratien. Es ist mehr. Leute die keinerlei Verbundenheit mit dem Schicksal ihres Landes haben und dem ihrer Unterstellten generell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Helios co. schrieb:
So ist es! Aber nicht nur die Demokratien. Es ist mehr. Leute die keinerlei Verbundenheit mit dem Schicksal ihres Landes haben und dem ihrer Unterstellten generell.

Ist das so schwer? Wir leben in einer Zeit der andauernden Gehirnwäsche durch die Medien. Wir sind nur Vieh was nicht zu denken hat, wir sollen folgen, schlucken, funktionieren und die Klappe halten.

Wenn Merkel als die mächtigste Frau der Welt bezeichnet wird, ist das einfach nur grotesk. Die ist Handlangerin des Kapitals, wäre sie es nicht, wäre sie nicht im Kanzleramt gelandet.

Im Nackkriegs-Deutschland hatten wir nur einen Kanzler, der einmal das System wenigstens etwas auf den Kopf gestellt hat, das war Willy Brandt, der Rest waren und sind ferngesteuerte Marionetten.
 
Wie viele "Rettungsschirme" sollen denn noch durch den Bundestag abgesegnet werden? Selbst, wenn es sich nur um Bürgschaften handelt, zahlen wir am Ende doch alle. Nach Griechenland, kommen Italien, Portugal...
Das Problem ist doch, dass unsere lieben Politiker da selbst kaum mehr durchsteigen. :rolleyes:
 
windowskati schrieb:
Wie viele "Rettungsschirme" sollen denn noch durch den Bundestag abgesegnet werden?

Das wird so lange weitergehen, bis sich das System grundlegend ändert. Die Rettungsschirme dienen doch nur dazu, es weiter wie bisher laufen zu lassen.
Wetten, dass in NY und London wird schon auf die Pleite Belgiens und Frankreich spekuliert wird? Was heisst spekuliert, die sind fest eingeplant :freak: Wir kommen auch noch dran.
 
Vielleicht noch ergänzend dazu ein Zitat von David Rockefeller:
"Alles, was wir brauchen, ist die richtige grössere Krise, und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren."

Und genau darum geht es meiner Ansicht nach aktuell.
Wenn wir nicht aufpassen, dann verpassen die betreffenden Personen/Kreise uns eine Art "Eine-Welt-Finanzdiktatur". Und das ganz sicher unter dem Deckmantel der angeblichen Demokratie und freien (oder gar sozialen) Marktwirtschaft.
 
windowskati schrieb:
Wie viele "Rettungsschirme" sollen denn noch durch den Bundestag abgesegnet werden? Selbst, wenn es sich nur um Bürgschaften handelt, zahlen wir am Ende doch alle. Nach Griechenland, kommen Italien, Portugal...

Zahlen werden wir auf jeden Fall. Da führt kein Weg mehr vorbei. Jetzt geht es nur noch um die Frage, wie hoch der Preis für den Steuerzahler ausfallen wird.

Griechenland wird mit Sicherheit einen Schuldenschnitt von um die 50 Prozent erhalten, d.h. unsere Banken und wir werden auf Milliarden verzichten müssen.

Wir können nur hoffen das nicht auch Italien unter die Räder der Märkte kommt, sonst wird es richtig teuer.

windowskati schrieb:
Das Problem ist doch, dass unsere lieben Politiker da selbst kaum mehr durchsteigen.

Das Problem ist dass das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist. Unsere Banken haben in den vergangenen 20 Jahren massiv Gelder an nicht kreditwürdige Schuldner verliehen.

Und die stehen jetzt mit heruntergelassenen Hosen da und können bzw. wollen ihre Schulden nicht mehr tilgen.
 
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