FAQ: Samba-Server einrichten

Benj

Lt. Commander
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Viele möchten einen Linux-Server betreiben und stehen vor der Frage, wie es denn möglich sei, auch Windows-Rechner mit Freigaben zu versorgen.
Die Dateisysteme und Netzwerkstrukturen unterscheiden sich bei Unix-Derivaten und Windows-Systemen nämlich erheblich.

Um dies zu überbrücken wurde das Samba-Server-Projekt gegründet. Samba in den Versionen 3 (und mittlerweile auch 4) bietet unter Linux einen vollwertigen Windows-Dateifreigaben-Service. Windows-PCs können somit komfortabel über das Windows-Netzwerk auf Dateien des Linux-Servers zugreifen, sofern sie freigegeben sind.

Anleitungen
Für die Einrichtung sind folgende Anleitungen behilflich:

Häufig gestellte Fragen / F.A.Q.
Hier versuchen wir vorausschauend, die am meisten nachgefragten Dinge zu klären.

Hinweise zur Syntax u. zum korrekten Gebrauch
Für den Fall, dass keine Root-Rechte bestehen, muss allen unten genannten Befehlen noch die Zeichenkette sudo, gefolgt von einem Leerzeichen, vorangestellt werden. Dieser Befehl dient dazu, nachfolgende Operationen mit root-Rechten durchzuführen. Das Passwort wird pro Session ein Mal erfragt.

Falls Zeichenketten durch einen senkrechten Strich getrennt sind, ist eines dieser Werte möglich. Beispiel: start|stop|restart

Nun zur Sache...

#01 - Was ist ein Samba-Server?
Ein Samba-Server bietet -- vorwiegend im Betriebssystem Linux -- die Möglichkeit, Datenfreigaben für Windows-Netzwerke anzubieten. Von Windows-PCs kann dann über die Netzwerkumgebung wie gewohnt auf die Freigaben zugegriffen werden.​

#02 - Welche Pakete benötige ich?
Die meisten Linux-Distributionen (z.B. Ubuntu Linux) enthalten im „Lieferumfang” die benötigten Pakete. Notwendig ist das Paket samba und all die, mit denen Abhängigkeiten bestehen. Diese werden in den meisten Fällen automatisch berücksichtigt.​

#03 - Wie starte und beende ich den Samba-Server?
Im Linux-Terminal (Konsole) reicht dazu (i.d.R.) folgender Befehl:
/etc/init.d/samba restart|start|stop

#04 - Wo finde ich die Konfigurationsdatei und wie bearbeite ich sie?
Die Konfigurationsdatei kann üblicherweise wie folgt bearbeitet werden:
<editor> /etc/samba/smb.conf
Editoren sind i.d.R. gedit, vim oder edit.

#05 - Welche Einstellungen muss ich in der smb.conf vornehmen?
Alle Optionen hier an dieser Stelle zu klären, würde klar den Rahmen sprengen. Daher verweisen wir direkt auf die Seiten 6ff im Dokument [1].​

#06 - Wie richte ich einen Benutzer für den Samba-Server ein?
Um einen Benutzer für das Login-Dialogfeld (Anhang-Bild 1) mit passendem Passwort zu erstellen, muss dieser zunächst im Linux-System vermerkt werden. Am einfachsten ist dies, indem man dem Benutzer keinen weiteren Zweck gibt und ihn auch sonst ohne Passwort belässt (kein Zugriff auf die Terminal-Konsole):
useradd -g user -d "/home/benutzername" -c "Benutzerbschreibung" -s "/bin/false" -m benutzername
Die beiden Zeichenketten 'Benutzername' sollten, so wie es aus dem Zusammenhang hervorgeht, ersetzt werden. Im ersten Fall durch den Ordnernamen im Verzeichnis /home, im Zweiten Fall durch den Tatsächlichen Benutzernamen. Das user nach dem Parameter -g dient der Gruppenzuordnung und sollte in den meisten Fällen beibehalten werden (es seidenn, Freigaben werden bestimmten Gruppen zugeordnet und es ist notwendig, diese Einstellung dahingehend zu verändern).
Damit auch der Samba-Server etwas damit anfangen kann, muss der Benutzername per smbpasswd in die Samba-Konfiguration übertragen werden und ein Passwort dafür gesetzt werden. Dieses Passwort ist auch jenes, das zum Login (Anhang-Bild 1) verwendet wird. Das Eintragen geschieht folgendermaßen:
smbpasswd -a benutzername
Der Platzhalter benutzername muss natürlich ersetzt werden.

Alle weiteren Fragen werden zunächst in diesem Thread beantwortet und anschließend in der Liste ergänzt. Ich hoffe, es stößt auf mehr Interesse als nur meins. :-)
 

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