Fast nur 400€ Kräfte beschäftigt, legal?

Invader_z1m

Lt. Junior Grade
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Juli 2008
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Hallo,
mich würde mal interessieren ob es bei folgendem "Fall" mit rechten Dingen zu geht bzw. ob das überhaupt erlaubt ist.

Bei mir in der Nähe gibt es ein Unternehmen, in dem in der Produktion fast nur 400 € Kräfte beschäftigt sind. Es sind ca. 30 Leute angestellt, wobei 2-3 davon keine Minijobber sind. Ein normaler Arbeitstag geht meist von 8 bis 15 oder 17 Uhr. Manchmal auch länger. Vor 14 Uhr ist eigentlich nie schluss. Logischerweise haben somit alle 400 €-Jobber jede Menge Überstunden. Im Prinzip arbeiten Sie nahezu das gleiche Pensum ab wie ein "normaler" Arbeiter, sind aber als 400 € Kraft angestellt und sammeln Überstunden ohne Ende.

Jetzt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen das sowas legal ist. Dann würde doch jeder Unternehmen nur Minijobber anstellen und sich einen goldenen Nase verdienen. Gib es evlt. eine Quote die besagt das auf x Festangestellte y Minijobber kommen dürfen?

Falls sich hier einer mit solchen Fragen auskennt, bin ich für jede Meinung dankbar. Ich frage rein aus Interesse!

mfg
z1m
 
es heißt auf 400€ basis
die haben auch nen stundenlohn dürfen halt wenn sie mehr als 400€ haben nach hause gehen oder je nach betrieb das "zuviele geld" auf magerere monate überschieben
 
Ich würde da glatt man behaupten das ist ein Fall für den Zoll Abteilung Schwarzarbeit
 
ich denke auch das ist in einer rechtlichen Grauzone!

Normalerweise stellen zb große Logistikunternehmen ala post, pin, dpd usw solche 165/400€ Jobber ein. allerdings geht dann eine schicht nur 5h.

Da wird schon iwas faul sein bei denen. die armen Arbeitnehmer ...
 
Servus.

Die Frage, auf wieviel Stunden die Leute im Monat kommen, ist doch viel interessanter, als die nach den Stunden pro Tag.

Grüßle ~Shar~
 
die andere frage ist, was verdienen die leute pro stunde...bei 50cent die stunde würde sich die zeit wieder relativieren ;-)
 
Im Gesetz steht, dass das Monatseinkommen regelmäßig 400 € nicht übersteigen darf.

Bedeutet, dass es durchaus mal vorkommen darf, dass man mehr als 400 € verdient, über das Jahr gesehen muss sich das aber wieder ausgleichen. Ein übermäßiger Aufbau von Überstunden ist damit auch unzulässig.

Und vielleicht auch interessant. Als Minijobber hat man alle gewöhnlichen Rechte eines Arbeitnehmers, inkls. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Anspruch auf Urlaub und ggf. Kündigungsschutz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich irren, aber liegt der Freibetrag für Lohneinkünfte nicht bei ca. 7000 Euro im Jahr? Da kann man schon mal den einen oder anderen Monat mehr als 400 Euro verdienen, aber natürlich nicht fortwährend.
 
Das ist vom Staat so gewollt, daß sind doch diejenigen, die noch Hartz4-Zuschuß vom Staat bekommen.
 
Entscheidend ist in der Tat wie viel sie verdienen (ab ner gewissen Grenze ist auch das Illegal. Unter 2 Euro oder soetwas ist verboten). Die wichtige Frage ist wieviel arbeiten sie im Monat, und Überstunden dürfen die in der Regel sowieso nicht machen, denn das heißt ja nicht 4800 Euro (im Jahr) Job.
Ein (oder zweimal) im Jahr ist es erlaubt mehr als 400 Euro zu verdienen in den anderen Monaten ist es schlicht verboten.

@Zwirbelkatz
Richtig der Steuerfreibetrag liegt bei 7000 Euro, dann bist du aber kein 400 Eurojobber mehr, soll heißen du musst selber die Krankenkasse zahlen, selber die RV und und und ...

@Tütensuppe
Das spielt hier keine Rolle ob es vom Staat so gewollt ist, es gilt nunmal geltendes Recht (welch toller Satz). Demnach ist das was die Firma dort macht durchaus Diskussionwürdig.

Ich würde auch ein Besuch beim Zoll (Schwarzarbeit) vorschlagen, sollen die sich drum kümmern, falls dort wirklich etwas illegales abläuft gehört die Firma geschlossen, und die Mitarbeiter dürfen Strafen zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte mir nicht erlauben, hier ein Statement zu der Frage des TE abzugeben, da ich zuwenig Ahnung von Arbeits- /Sozialrecht habe.

Auffällig ist aber, wieviel Halbwissen und Falsches hier gepostet wird.

Der Steuerfreibetrag z.B liegt bei 7.834 EUR; er gilt nicht nur für "Arbeitseinkommen" sondern auch für andere Einkommensarten. Der Steuerfreibetrag hat außerdem nichts damit zu tun, ob ein Arbeitsverhältnis (voll) sozialversicherungspflichtig ist.
 
DIJI2008 schrieb:
Entscheidend ist in der Tat wie viel sie verdienen (ab ner gewissen Grenze ist auch das Illegal. Unter 2 Euro oder soetwas ist verboten). Die wichtige Frage ist wieviel arbeiten sie im Monat, und Überstunden dürfen die in der Regel sowieso nicht machen, denn das heißt ja nicht 4800 Euro (im Jahr) Job.
Ein (oder zweimal) im Jahr ist es erlaubt mehr als 400 Euro zu verdienen in den anderen Monaten ist es schlicht verboten.

Der Stundenlohn ist i.O. Ich hab während meines Studiums für nen Euro weniger gearbeitet :freak: Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es auch nur ein Monat gibt, in dem keine Überstunden gemacht werden. Nur werden die halt nicht ausgezahlt, sondern aufsummiert und nach Ende des "Beschäftigungsverhältnisses" bekommt man eben noch ein (paar) Monat(e) weiter 400 Euro ausgezahlt.

DIJI2008 schrieb:
Ich würde auch ein Besuch beim Zoll (Schwarzarbeit) vorschlagen, sollen die sich drum kümmern, falls dort wirklich etwas illegales abläuft gehört die Firma geschlossen, und die Mitarbeiter dürfen Strafen zahlen.

Naja so weit möchte ich nicht gehen. Mich interessiert nur wie es rechtlich aussieht, da ich mir wie gesagt nicht vorstellen kann, dass das erlaubt ist was dort abgezogen wird. Denn wenn das jeder Unternehmer so macht, dann Gute Nacht!
 
@sgt.pinback
Was spielt das denn fürs Topic für eine Rolle ob der Steuerfreibetrag bei 7000 Euro oder 78drölf,23 Euro liegt ?


Ja die Frage ist wirklich wie läuft das mit den Überstunden, denn "die Leute nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, ein paar Monate weiterzubezahlen" ist defacto Schwarzarbeit. Das geht so definitiv nicht.

Ich kann das nur aus eigener Erfahrung sagen, mache einen 400 Euro Job bei einer Hochschule und da gab es das Problem das ich selbst mehr arbeiten wollte, am Ende kam aber raus das soetwas im Rahmen eines 400 Euro Jobs schlicht nicht möglich ist.

(was ja völlig richtig ist, irgendjemand muss schließlich Steuern/Sozialabgaben in voller höhe zahlen)
 
Zuletzt bearbeitet:
DIJI2008 schrieb:
Ja die Frage ist wirklich wie läuft das mit den Überstunden, denn "die Leute nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, ein paar Monate weiterzubezahlen" ist defacto Schwarzarbeit. Das geht so definitiv nicht.
ich kann mir es nur so erklären. Wie sollte es sonst laufen? Glaube kaum das die Mitarbeiter einfach auf ihre Überstunden verzichten und mehr als 400 € im Monat auszahlen geht ja net.

DIJI2008 schrieb:
(was ja völlig richtig ist, irgendjemand muss schließlich Steuern/Sozialabgaben in voller höhe zahlen)
Eben das denk ich mir auch!

Aber auch ohne Überstunden kann es doch nicht legal sein, fast nur Leute auf 400 € Basis zu beschäftigen...
 
Ich fürchte solang man alle Leute richtig als 400 Euro Jobber beschäftigt (ohne Überstunden trickserei) kann man soviele Minijobber einstellen wie man möchte.

Wobei das in der Tat sehr grenzwertig ist, da sollte man wirklich eine maximale Quote einführen.
 
Das finde ich fast schon traurig... D. h. ich könnte mir als Unternehmer auf Kosten der anderen eine goldenen Nase verdienen. Mit Moral und anderen Werten braucht man heutzutage ja eh nicht mehr kommen. Was zählt ist der Gewinn.

Danke für die Antworten :)
 
Der Steuerfreibetrag z.B liegt bei 7.834 EUR; er gilt nicht nur für "Arbeitseinkommen" sondern auch für andere Einkommensarten. Der Steuerfreibetrag hat außerdem nichts damit zu tun, ob ein Arbeitsverhältnis (voll) sozialversicherungspflichtig ist.
Schade nur, dass das hier niemand so genau zu wissen braucht ;)

Was zählt ist der Gewinn.
Für uns Konsumenten zählt auch einzig der Preis. Von daher: Probleme hausgemacht.

Keinen, aber das was Zwirbelkatz sagte hat mich irritiert.
Es ist immer wieder traurig, dass wenn man hier Schätzwerte aus dem Kopf zitiert stets jemand kommt und einem nen Strick draus dreht.
 
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DIJI2008 schrieb:
@sgt.pinback
Was spielt das denn fürs Topic für eine Rolle ob der Steuerfreibetrag bei 7000 Euro oder 78drölf,23 Euro liegt ?

Keinen, aber das was Zwirbelkatz sagte hat mich irritiert.

Man kann auch als 400-EUR-Job mehr als 400 EUR im Moant verdienen, die Grenze liegt bei 12 x 400 = 4.800 EUR im Jahr.
 
sgt.pinback schrieb:
Keinen, aber das was Zwirbelkatz sagte hat mich irritiert.

Man kann auch als 400-EUR-Job mehr als 400 EUR im Moant verdienen, die Grenze liegt bei 12 x 400 = 4.800 EUR im Jahr.

bei dieser 400€ Diskussion wird aber eines vergessen:

Das man nicht mehr wie 50 Tage / Einsätze pro Jahr so arbeiten darf.
 
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