@Joobix Ich bin vielleicht nicht die hellste Kerze auf Gottes großer Torte, aber selbst
ich weiß, daß die Adjektive 'farblos', 'nichtssagend' oder etwa 'minimalistisch'
Absolutismen repräsentieren und daher
absolut absolut sind. Sie können daher (wie unterstellt) überhaupt gar nicht irgendeiner persönlichen Subjektivität entsprechen – Diese sind ja eben
absolut. Man nennt sie auch
Absolutadjektive.
W –
Absolutadjektiv Der obligatorische Wiki-Link.
Und das mit dem Nihilismus ist genau das –
nihilistisch als beschreibendes Adjektiv war schon korrekt, da
Nihilismus vom Lateinischen ›nihil‹ kommt und für („Nichts“) steht – Während das Nomen eine Weltanschauung repräsentiert (→ an Nichts glaubend), kann das Adjektiv eher mit „für Nichts stehend“ übersetzt werden.
Genau aber solche GUIs müssen die Nutzer seit der Mitte der 2000er aushalten, seitdem Microsoft diesen Blödsinn mit ihren Metro-Kacheln angefangen hat, keine klare Kante mehr zu zeigen. Solche Oberflächen sind weniger minimalistisch (damit haben ohnehin die Wenigsten ein Problem), weil sie sind schlicht und ergreifend
nichtssagend.
Es geht weniger um Farbe und Kontraste, als um
optische Abgrenzung von Bedienungselementen.
Selbst schon Mac OS 10.5 Leopard war praktisch einfarbig komplett grau. Trotzdem war es tausendmal präziser in der Oberfläche, als der Quatsch heutzutage.
Es gibt seitdem Null Kontrast, keinerlei grafische Führungslinie, es sorgt für maximale Verwirrung und Frustration und ist, mit Verlaub, schlicht und ergreifend
Schwachsinn. Weil solche Oberflächen ständig absolutes Chaos provozieren, Niemand weiß wo die letzten Fenster anfangen noch wo die ersten enden und man einen Gutteil der Zeit damit beschäftigt ist, zu eruieren, was jetzt wohin gehört.
Schon unter Windows 8 war es eine Qual mit der Hantierung von Fenstern, wenn keine Schlagschatten angeschaltet waren – Es ist seitdem nur noch deutlich schlimmer geworden, auf allen Plattformen.
Bestes Beispiel sind per Rechtsklick die neuerlichen Kontextmenü-Dialoge auf der Task-Leiste (hat mittlerweile selbst OS X), denen das darunterliegende richtungsweisende Dreieck (▼) genommen wurde.
Man weiß optisch nicht länger, wovon dieses Kontextmenü herrührt und ob man jetzt das Kontextmenü der
richtigen App aufhat, oder sich versehentlich verklickt hat …
Seit etlichen Rotfuchs/Panda-Versionen, hat man nicht einmal mehr wenigstens abgrenzende Striche zwischen den Tabulatoren in der Leiste und der gesamte Kopfbereich ist je nach Thema
komplett grau oder weiß, nichteinmal die Adresszeile ist länger optisch abgegrenzt – Chrome ist auch nicht viel besser, hat aber zumindest noch optische Tab-Trenner …
Aber lange Rede, kurzer Sinn; Ich finds maximal-häßlich und extrem umständlich.
Nur kann mir sowas Niemand zum Vorwurf machen, weil Geschmäcker sind ja glücklicherweise
verschieden.