Snowi schrieb:
Ja und Nein.
Natürlich ist das "Gehabe" der Versicherung im ersten Fall (Ferienhäuser) nicht schön. Wenn man sich jedoch mit der Thematik länger beschäftigt und den "Jornalismus" weglässt komplett verständlich.
Snowi schrieb:
Hab zum ersten Beispiel (Sturmflut nicht versichert) folgendes gefunden, was mich sehr zum lachen gebracht hat
Der Brief ist nonsens. Den hauen die erstmal raus in der Hoffnung die Leute fragen nicht weiter nach.
Kern ist doch folgender. Der Staat hat "gesagt": Die die keinen Versicherungsschutz hatten* denen hilft der Staat!.
Das dann eine Versicherung versucht eine halbe Million € nicht zu bezahlen ist wirtschaftlich komplett nachvollziehbar. Zudem haben sie es schriftlich dass der Versicherungsnehmer keine Versicherung gegen Hochwasser wollte.
Snowi schrieb:
Eine Sturmflut ist nach DIN 4049-3 (2005) definiert als ein „durch starken Wind verursachtes Ansteigen des Wassers an der Meeresküste und in den Flussmündungen im Küstengebiet, wenn die Wasserstände einen bestimmten Wert überschreiten.
Die Din hat hier nicht DIE Anwendung. Es geht zunächst danach was in den AGB´s der einzelnen Versicheurngen und Zusatzvereinbarungen steht.
Es ist halt ein Unterschied ob es Leitung-,Regen-,Starkregen-,Hochwasser oder Rückstau ist.
Kleiner Exkurs: Nehmen wir den Ort. Es war Hochwasser, es klar. Das Wasser aber in deinem Keller kam nicht von draußen durch die Tür sondern z.B. durch die Kanalisation durch dein z.B. Klo ins Haus. Ist das nicht Schaden der unter Hochwasser läuft, sondern Rückstau.
Das mag zwar die eine oder andere Versicherung etwas "lockerer" handhaben, im Kern gehen sie aber so vor.
Also muss man im ersten Fall schauen: Was ist der Unterschied zwischen Starkregen (was sind die Folgen) und was ist Hochwasser. Und wir haben hier halt ganz klar Hochwasser und keinen Starkregen.
Da kann mmn der Anwalt (sollte die Notiz so richtig sein) nicht viel helfen, da lag kein Versicherungsschutz vor.
Snowi schrieb:
Dass die Versicherung sich da versucht raus zu winden finde ich tatsächlich nicht Ok.
Der zweite Fall ist auch eine Frechheit.
(Fertighaus aus Holz) Hier sehe ich das Problem auch an einer anderen Stelle. Das Holz ist natürlich der gefundene Nährboden für Schimmel. Die Versicherung hat natürlich bedenken, dass hier ein "grundlegendes" Feuchtigkeitsproblem auf deren Kosten bearbeitet werden soll. Zumindest besteht diese Möglichkeit, denn wenn es trocken ist, woher kommt die Feuchtigkeit?
Snowi schrieb:
Der dritte Fall ist aber etwas
(Granit-Bau) Hier wird sich gestritten das der Zeitwert nach einem halben Jahr ausgezahlt wurde. Konto wie und was mal außenvor.
375.000,- haben sie erhalten, der Anwalt sagt da fehlen 500.000,-. Da frag ich mich aber wo soll der Wert denn herkommen? Haben die bestimmte Werte der Versicherung nicht gemeldet damit die Prämie nicht steigt? Sehen Sie (aus welchen Gründen auch immer) einen höheren Wert als die Versicherung?
Bei Minute 12:45 kann man auch gut die Mail lesen, die natürlich die Situation etwas anders darstellt, als der Bericht es gerne hätte.
Laut Mail wurde der Zeitwert ausgezahlt auf der Grundlage den Betrieb an einem anderen Ort neu auszubauen. Dann hat der Versicherungsnehmer sich aber dazu entschieden dort weiter zu machen. Das dann die Standhaftigkeit geprüft werden muss ist natürlich logisch.
Der Zeitwert lag ja vorher nicht im Boden sondern im Gebäude, Maschienen, Firmenwert whatever.
Du hast da Recht das der Versicherungsnehmer hier nicht unschuldig ist, da brauchst du aber nicht die Leute in der Versicherung in Schutz nehmen. Hier hat mmn die Versicherung (lassen wir das Konto mal weg) mmn keinen Fehler bisher gemacht.
Der letzte Fall (und da passt dein Kommentar ebenfalls) habe ich ebenfalls gemischte Gefühle.
Laut Bericht ist ja alles "kein Problem" wenn nur die Gutachter alles richtig machen würden. Hier musste ich an den ersten Fall denken, wie der Mann auch sagte: Andere die keinen Schutz hatten sind schneller weil der Staat hilft.
Ob das jetzt der Grund der Versicherung ist, oder ob es wirklich so lange dauert weil Fehler gemacht wurden kein Plan.
ICH frag mich nur beim Outro folgendes (15:55): Die Straße vor der Haustür, dann Bahngleise, dann das Flussbett. Das Wasser ist keine 200m weg und ich meine das ist eine gute Position für ein Haus?
Ich weiß wir hatte die Diskussion hier schon, aber das Bild finde ich schon bezeichnend.
Damit das richtig verstanden wird. Ich möchte weder die Menschen direkt für die Flut verantwortlich machen, noch die Versicherungen pauschal in Schutznehmen. Ich bin bei solchen Berichten, egal von wem, sehr kritisch was die Berichterstattung angeht. Da werden mmn schon wichtige Dinger bewusst nicht ausformuliert, vielleicht auch weggelassen. Nur um ein Bild zu zeichen, der für das Thema am besten passt.