Flutopfer im Ahrtal werden bis zu 80% entschädigt. Wie gerecht ist das?

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Khaotik schrieb:
In Anbetracht dessen derer, die sich über Jahr(zehnt)e versichert haben und vermutlich 4 oder 5-stellige Prämien in der Zeit bezahlt haben, käme ich mir schon etwas verarscht vor. Bekommen die denn dann die gleiche Hilfe oder zusätzlich die bis dahin geleisteten Versicherungsleistungen erstattet?
Diejenigen die versichert sind, bekommen ihren Schaden über ihre Versicherung ersetzt.
Die Staatslösung ist ja 80 % für die, die sich die Elementarschadendeckung gespart haben.
 
Ich habe leider keinen Zugriff auf die Karten von Zürs.
Aber ich kann jede Adresse abfragen.

Hier ein Link, was Zürs ist: https://www.gdv.de/de/themen/news/-...iko-und-einschaetzung-von-umweltrisiken-11656

Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Leute, die wie auf der Karte in dem Link in einem Flußbogen liegen, sich nicht gegen Hochwasser versichern.

Gefährdungsklasse 2 heißt, Prämie ca. 100 bis 200 Euro im Jahr. Je nach Größe vom Haus und eine etwas erhöhte Selbstbeteiligung von z.B. 2000,- € im Jahr.
Also nichts, was man nicht bezahlen könnte. Die SB tut im Schadensfall dann auch nicht wirklich weh.

So wie auf der Karte sieht es im Ahrtal auch aus.

Es ist tatsächlich so, dass alle Bürger oft das gleiche Verhalten an den Tag legen, wenn es um eine Meinung geht.
Bei Versicherungen ist es oft die Meinung, dass man keinen Hochwasserschutz braucht.
Egal wieviele schon vorher irgendwo abgesoffen sind. Man ist immer noch der Meinung, das eigene Haus trifft es nicht.

Es ist tatsächlich so, dass man hier den Leute zu Ihrem Glück schon fast verhelfen muss.
Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll, das Ganze zum Zwang zu machen, sobald man in Zürs-Klasse 2 oder höher eingestuft wird.

2 ist in der Regel jederzeit versicherbar.
Bei 3 kommt es drauf an, wie der Hochwasserschutz vor Ort aussieht, bzw. was die letzten Jahre schon war und 4 ist nicht versicherbar.

Aber auch zu recht, wie ich finde. Wenn du weißt, dass dein Haus im Schnitt alle 10 Jahre 1x unter Wasser steht, dann kann man dort einfach nicht mehr wohnen.
Bzw. wenn man es trotzdem macht, kann man nicht von anderen Erwarten, dass sie sich am Schaden beteiligen.
 
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Derbysieger1995 schrieb:
Bei Versicherungen ist es oft die Meinung, dass man keinen Hochwasserschutz braucht.
Egal wieviele schon vorher irgendwo abgesoffen sind. Man ist immer noch der Meinung, das eigene Haus trifft es nicht.
Liegt ggf. ja an einer verzerrten Wahrnehmung der Schadenswahrscheinlichkeit.
Beispiel Glasbruchversicherung fürs Smartphone. Das Ding hab ich ständig in der Hand, ein Rempler und das Teil fällt runter und ist ggf. kaputt.
Geht halt sehr schnell und die Gefahr ist quasi täglich präsent.

Bei einem Hochwasser ist das eine Gefahr, die so erstmal nicht wirklich wahrnehmbar ist als solche. Vll aus Naivität heraus, vll aus Ignoranz.

Letztlich werden die Gebäude in Zukunft stark an Wert verlieren, sollten die Hochwasserereignisse absolut zunehmen.

Ganz prägnant fällt mir da ein Fall aus einer Doku zum Ahrtal ein. Gefunden habe ich sie auf die schnelle nicht. Da gibt’s leider mittlerweile zu viele…
Ich versuche es mal zu beschreiben. Ein junges Pärchen kauft (Vermutlich günstig) ein Haus. Direkt an einem Bach. Man könnte schon fast sagen zum Teil in einem Bach.
Und dann wundern sie sich, dass keine Versicherung ihnen eine Versicherung anbieten will (oder zumindest keine, die mit 50.000€ SB oder dergleichen einhergeht).
Letztlich haben die sich zwar den (billigen) Traum vom Eigenheim erfüllt, dazu aber mit einem relativ hohen Risikofaktor. Die topographischen Gegebenheiten waren auch eindeutig: Kessellage des Ortes.

Da wäre ganz konkret meine Frage: Hätte man sich hier nicht ggf. dem Risiko bewusst sein müssen? Hat man eine Überflutung nun einfach billigend in Kauf genommen?
In solchen Fällen finde ich die Regulierung der Schäden durch den Staat mehr als Fragwürdig.
 
Khaotik schrieb:
Da wäre ganz konkret meine Frage: Hätte man sich hier nicht ggf. dem Risiko bewusst sein müssen? Hat man eine Überflutung nun einfach billigend in Kauf genommen?
In solchen Fällen finde ich die Regulierung der Schäden durch den Staat mehr als Fragwürdig.

Natürlich, da hast du absolut recht. Ich glaube aber da denken die meisten nicht drüber nach.
Ich würde mir niemals ein Haus direkt am Rhein kaufen, aber gibt genug Leute die das anders sehen. Da gehört dann mMn. eben auch das Risiko dazu, welches man zusätzlich einkauft.
Teilweise kann man da versuchen etwas vorzusorgen, falls man keine bezahlbare Versicherung findet, aber grundlegend kann man das Risiko nicht einfach auf die Allgemeinheit abwälzen. Ich will nicht mehr zahlen, nur weil irgendwer meint, sein Schlafzimmerfenster quasi direkt am Wasser zu haben.
Ich sehe da aber auch die Gemeinden usw. in der Verantwortung. Die Bebauungspläne sind teilweise echt extrem, es gibt's unfassbar viele Grundstücke die nie so hätten bebaut werden dürfen. Aber da haben die Gemeinden vermutlich das schnelle Geld gerochen und Grundstücke freigegeben, die sie nicht hätten freigeben dürfen. Oder nur unter Auflagen, zB geeignete Maßnahmen beim bauen zu berücksichtigen.
 
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Die Staatlichen Hilfen sollten für nicht versicherte nur so weit reichen, dass sie ein notdürftiges Dach über dem Kopf haben. Irgend eine Wohnung wird es mit Sicherheit tun. Den Menschen sollte schon soweit geholfen werden, dass sie nicht auf der Straße sitzen. Ich sehe aber irgendwo nicht ein dann deren Hütten zu 80% mit unseren Steuergeldern wieder aufzubauen, obwohl aus (vermutlich) Geiz eine mögliche und zumutbare Absicherung durch den Einschluss eines Elementarschadenbausteins in der Wohngebäudeversicherung nicht erfolgte. Schnelle Notunterkünfte die mittelfristig für die Flutopfer ein Dach über den Kopf bedeuten müssen her. Wie die ihr Luxusgut "Wohngebäude" wieder auf bauen, sollte gefälligst deren Problem bleiben. Ich hab meinen Hausrat auch gegen Elementar abgesichert.
 
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Relak schrieb:
Die Staatlichen Hilfen sollten für nicht versicherte nur so weit reichen, dass sie ein notdürftiges Dach über dem Kopf haben. Irgend eine Wohnung wird es mit Sicherheit tun.

Ja. Irgendwie so in der Art sollte man das lösen.

Ist ja bei einem Auto das gleiche.
Wenn ich mir ein teures Auto kaufe, es nicht Vollkasko versichere, dann muss ich nach einem Schaden eben wieder ein billiges Auto fahren, wenn ich kein Geld mehr übrig habe.

Eine Hausratversicherung würde übrigens Hotelkosten bezahlen, wenn das eigene Haus nach einem versicherten Ereignis nicht mehr bewohnbar ist.
Also selbst da hilft man den Leuten schon mit Geld, dass sie eigentlich hätten selber versichern können.

Ich würde jetzt mal sagen, so 20.000 Euro sollte die Höchstgrenze sein, die man jemanden gibt, der dort im Ahrtal sein Haus verloren hat, dass er eigentlich hätte versichern können.
Damit kann man dann schon was anfangen.
Z.B. in eine Mietwohnung umziehen.

Was ja auch zu einer Gebäudeversicherung gehört, sind die Aufräumkosten, nach einem Schadenereignis.
Auch an dass sollte man denken, wenn man ein Haus bewohnt.
Wer zahlt die Aufräumkosten, wenn meinem Haus was passiert.
Das sind auch immer 5 stellige Beträge.
 
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Irgendwie so in der Art ist es ja gelöst. Es sind bis zu 80 Prozent, die die Leute bekommen. Wer schon mal einen DSL-Vertrag bei der Telekom hatte, weiß, was dieses kleine "bis zu" bedeuten kann.

Damit werden die Menschen sich kaum ihre Häuser wie vorher wieder hinstellen können. Immerhin haben die ja noch weit mehr verloren als "nur" ihre Häuser, viele fangen schlicht bei 0 an. Und ich bin mir sicher, dass dadurch auch mancher ehemaliger Hausbesitzer zum Mieter wird.
 
Ich hab hier bisschen mitgelesen, mir ist immer noch unklar:
Hatten die sich alle versichern können oder gab es Fälle, wo sie ihr Haus gar nicht hätten versichern können gegen diese konkrete Katastrophe?
Zahlt eine Hausratversicherung hier nun üblicherweise oder sind solche Schäden ausgeschlossen?

OdinHades schrieb:
Immerhin haben die ja noch weit mehr verloren als "nur" ihre Häuser, viele fangen schlicht bei 0 an. Und ich bin mir sicher, dass dadurch auch mancher ehemaliger Hausbesitzer zum Mieter wird.
Jedes Jahr verarmen tausende, weil sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können und für diesen Fall nicht abgesichert sind. Das sind alles gewiss traurige Schicksale. Es kommen auch immer Menschen hier ins Forum, deren Festplatte ist kaputt und sie haben aber kein Backup.
Kein Backup zu haben, im Leben oder im Digitalen ist immer eine ganz schlechte Idee.
 
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OdinHades schrieb:
viele fangen schlicht bei 0 an.
Das Leben ist nicht immer fair. Wir sollen und wollen die Leute ja wohl auch nicht in ihrem Elend alleine lassen. Die Solidargemeinschaft sollte aber nicht für alles aufkommen müssen, sondern nur für das was nötig ist um den Opfern ein halbwegs normales Leben ermöglichen soll. Lebensmittel, Strom, Wasser, Klamotten und eine angemessene Unterkunft damit keiner frieren muss. Und natürlich ein bisschen finanzielle Hilfe für Sachen wie Dokumente und all den Krams wieder zu organisieren.

Dieses Gelaber vom Armin von wegen bis zu 80% Entschädigung ist nur Wahlkampf.
 
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Ich finde es eigentlich unfassbar, was da so passiert. Natürlich ist das alles ein Drama und der Reflex ist, dass man da helfen will und muss. V.a. kann man keinem erklären, dass für Flüchtlinge, Fremde etc. Geld da ist und ausgegeben wird, die eigene Leute, die die Steuern mit erwirtschaften, dann aber im Regen und Not und Elend zurückgelassen werden.
Dass Leute aber nicht mal eine Hausratsversicherung haben, die erstmal alle Innenschäden bei Inventar und Mobiliar abdecken, die monatlich 5-10 Eur kostet, macht mich echt wütend. Da werden auch die falschen Signale gesetzt. Nämlich das Signal, Du hast keine Versicherung, nicht schlimm, der Stadt hilft und stellt 30 Mrd zur Verfügung (klar das Geld ist auch für viele andere staatliche Sachen wie Schulen, Infrastruktur etc.). Die Bürger mutieren immer mehr zu selbstverantwortungslosen, hilfsbedürftigen, lebensunfähigen Wesen.
Bei den Gebäudeversicherungen sieht das teilweise schon anders aus. Wobei ich nicht denke, dass das Ob der Versicherung die Frage ist: Ich denke nicht, dass die Versicherungen die Versicherung verweigern, weil das Ahrtal so überflutungsgefährdet ist. Das gibt es aber durchaus mal in Regionen, die tatsächlich einem großen allgemeinen Risiko ausgesetzt sind. Der Kasus Knacksus ist eher die Höhe der Versicherungssummen. Bei Gebäudeversicherungen liegt man schnell mal bei 100 Eur /monatlich und das vermeiden die Leute dann doch gern. Teilweise auch nachvollziehbar, denn wer gibt schon gerne 100 Eur für Versicherung monatlich aus, wenn Jahrzehnte lang nichts passiert? So ist das aber immer. Versicherung ist immer teuer, wenn man sie nicht braucht und "lohnt" sich nur, wenn man sie braucht.
Wenn der Staat jetzt freigiebig die Kohle nur so raushaut, "verschwendet" man nicht nur Steuergeld, dass in den jetzigen Zeiten ohnehin schon knapp ist, sondern man setzt auch falsche Impulse. Denn als jemand, der die Versicherung zahlt, würde man sich fragen, warum man das machen soll, wenn Vater Staat dann doch hilft?
 
BeBur schrieb:
Hatten die sich alle versichern können oder gab es Fälle, wo sie ihr Haus gar nicht hätten versichern können gegen diese konkrete Katastrophe?
Zahlt eine Hausratversicherung hier nun üblicherweise oder sind solche Schäden ausgeschlossen?

Meines Verständnisses und Wissens nach waren die meisten nicht versichert, weil sie nicht wollten. Habe bei einigen Versicherungs "News-Seiten" auch Statements von Versicherungen gehört, dass die meisten Häuser sich zu normalen Kosten hätten versichern können, es aber nicht getan haben.
Insofern also für die überwiegende Mehrheit: Zu geizig gewesen oder kein Geld für die Versicherung gehabt. Aber die allermeisten hätten sich zu normalen Kosten versichern können.

Was die Hausrat angeht: Die zahlt auch, aber eben nur den Hausrat. D.h. wenn dein Computer hinüber ist, kriegst du den ersetzt. Deine Türen, Fenster, das trocknen des Mauerwerks, den Fußboden, ... kriegst du nicht ersetzt.
Generell: Hausrat = Einrichtung sowie alles was zum Gebrauch und Verbrauch dient. Also Gegenstände, Lebensmittel im Kühlschrank, Möbel, Kleidung, ... ist darüber abgedeckt, aber nicht das Grundlegende Gebäude. Deshalb sollte man sich als Mieter ggf. auch eine Hausratversicherung anschaffen, aber die Wohngebäudeversicherung ist Aufgabe des Vermieters und fällt in dessen Haftung.
 
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xxlrider schrieb:
Wer entschädigt jene die vom Staat ruiniert wurden ?

Vermutlich niemand. Und in welchem Zusammenhang überhaupt? Warum sollte dafür jemand zahlen?
"Der Staat" wird durch die Wählerschaft bestimmt, die die Regierung wählt und den Bürger ruiniert. Ergo: Wenn der Staat dich ruiniert, ist das der Wille des Volkes.
Viel komplexer mache ich es mir nicht mehr, bringt am Ende sowieso nichts, solange die Mehrheit in diesem Land die SPD oder die CDU wählt. Die haben die letzten 20 Jahre alle nur Mist gebaut und werden fleißig weiter gewählt. Dieses Jahr wird es dann vermutlich keine Groko mehr, aber so richtig zufrieden bin ich trotzdem nicht, weil SPD, CDU oder Grün den Kanzler stellen werden, und entweder SPD oder CDU zu 100% in der Bundesregierung sind.
 
Ganz ehrlich:
Die Versicherungsdebatte ist ein Scherz. Viele große Versicherer bieten keinen Schutz in diesen Regionen gegen Elementarschäden. Ich finde es gerade zu vermessen, sich hinzustellen und zu sagen, wenn ihr so oft Wasser im Haus habt, wechselt doch den Wohnort. Wie würdet Ihr denn entscheiden, wenn das Ahrtal eure Heimat wäre. Die Unterstützung als Unfair zu titulieren finde ich respektlos gegen den Toten und den Verletzen gegenüber.
Wir haben ja auch das Kurzarbeitergeld finanziert, obwohl ich gar nicht vom Kurzarbeitergeld Gebrauch gemacht habe.
Selbiges gilt für das Geld für die Summen die für Kinder in Corona bereitgestellt worden. Ich habe gar keine Kinder, deshalb finde ich es unfair. Solange man in keiner der Situationen war, kann man auch nicht über diese urteilen.
 
Wieviele der Häuser die vom Hochwasser betroffen waren wären versicherbar gewesen und wieviele tatsächlich nicht?

Hast du da genaue Zahlen, wenn du behauptest, dass viele große Versicherer keine Schutz in dieser Region geboten haben?
 
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Derbysieger1995 schrieb:
Wieviele der Häuser die vom Hochwasser betroffen waren wären versicherbar gewesen und wieviele tatsächlich nicht?

Hast du da genaue Zahlen, wenn du behauptest, dass viele große Versicherer keine Schutz in dieser Region geboten haben?
Absolute Zahlen müsste ich genauer recherchieren. Ich stehe der Versicherungsbranche aber sehr nah und weiß wie es um den Versicherungsschutz steht. Ich kann daher schon gut einschätzen wo die Tücken sind.
Aktuell gehen Schätzungen von mindestens 40% aus, die NICHT versichert waren.

EDIT:
An Küstenregionen ist das genauso üblich, nah am Wasser oder nicht ist manchmal egal.
 
Der_Picknicker schrieb:
Aktuell gehen Schätzungen von mindestens 40% aus, die NICHT versichert waren.

Nicht versichert sein heißt aber nicht, dass es teuer oder unmöglich wäre sich zu versichern. Ich hab mehrere Adressen durch geklickt in Ahrweiler, Erfstadt und Euskirchen, die alle stark betroffen waren. Selbst Adressen nah an den Flüssen waren versicherbar. Erzähl also bitte nicht dass sich niemand hätte versichern können von den dort lebenden. Das mag auf einen ganz geringen Teil zutreffen, die überwiegende Mehrheit hätte sich aber versichern können, aber hat es nicht getan.
Und niemand will hier die verletzten oder gar toten anfeinden, es ist nur schlicht nicht fair gegenüber denen, die sich versichert haben. Das sind mehrere hundert Euro im Jahr die dafür ausgegeben wurden, aber die man sich in diesem Fall hätte sparen können, da ja die Allgemeinheit einspringt.
 
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Das ist ein im Netz weit verbreitetes Bild zu dem Hochwasser.

58272715_403.jpg

Der Ort ist 53520 Schuld an der Ahr.
Das Foto zeigt den Ortsteil der direkt in der Schleife vom Fluß liegt.
Wer da wohnt, sollte durchaus ein Hochwasser als Risiko für sein Haus mit einkalkulieren.

In Google Maps kann man sich schön die Adressen der einzlenen Häuser dazu raussuchen.

2021-09-16_004007.jpg

Doch was sagen jetzt die Versicherer zu so einer Lage?
In welche Risikoklasse nach Zürs Geo fallen diese Häuser?
Wären diese Häuser denn überhaupt versicherbar gewesen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Derbysieger1995 schrieb:
Der Ort ist 53520 Schuld an der Ahr.

Habe mal Mühlenweg 3 genommen als Hausnummer zum prüfen. Ist eine Hausnummer direkt an der Ahr in besagtem Ort. ZÜRs Wert kann ich leider nicht sagen, da ich keinen Zugriff auf die Werte habe, ich teste nur ganz simpel via Check24, wo ja auch schon aussortiert wird, wenn es nicht passt.
Haus = Fachwerkhaus Baujahr 1900, komplett saniert nochmal 1990. 2 Stockwerke, 120qm Wohnfläche auf EG+1OG+ausgebautes Dachgeschoss sowie ein 50qm Keller.

Finde auf Anhieb 15 Tarife für eine vollständige Wohngebäudeversicherung incl Elementarversicherung. Bei 300€ Selbstbeteiligung (Standardwert bei Check24) fangen die Tarife bei ca 500€ im Jahr an, was nach diversen Durchrechnungen die ich die letzten Tage gemacht habe im Durchschnitt liegt.
Nimmt man nur Elementar + Sturm/Hagel (Eine der 3 Grundgefahren muss man auswählen, welche sind Blitz/Feuer, Leitungswasser oder Sturm/Hagel) landet man bei 270-320€ im Jahr, wobei die Auswahl bei nur Elementar echt spärlich ist. Da ist mMn doch Nachholbedarf. Aber wenn man eben alle zusammen nimmt, landet man bei genannten Preisen ab 500€ im Jahr. Mit mehr Selbstbeteiligung entsprechend günstiger.

Also ganz klares Ja, hätte man zu normalen Preisen versichern können. Selbst ein Haus in diesem Ort, selbst direkt neben der Ahr.
Aber kann jeder selbst durchtesten. Check24 -> Wohngebäudeversicherung -> Adresse eingeben sowie Beispielhaus angeben (Siehe zB oben mein Beispiel das ich verwendet habe) und schauen was rauskommt. Etwas mit den Filtern bzgl Grundgefahren spielen, da die Tarife teils variieren und je nachdem schnell nur 2-3 Tarife zur Auswahl stehen, mit allen Grundgefahren aber deutlich mehr.


Wer ein Gegenbeispiel will, wie Check24 aussieht wenn es wirklich schlecht um die Versicherung aussieht: Köln Kasselberg, Kasselberger Weg 103.
 
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