Hallo zusammen,
wir freuen uns über das rege Interesse am diese Woche vorgestellten
SCHENKER ELEMENT 16.
Wir möchten hier auf einige eurer Kommentare eingehen:
Stahlseele schrieb:
EIN RAM Modul?!?
Also wieder aufgelöteter RAM?
Oder komplett kein Dual Channel?
Neodar schrieb:
Aufgelöteter RAM?
Nein danke, der Nächste bitte.
Dieses Mainboard setzt aus Platzgründen auf eine Kombination aus fest integriertem (BGA) Arbeitsspeicher und einem aufrüstbaren SO-DIMM-Slot. Channel 1 ist der verlötete BGA-RAM, Channel 2 kommt über den SO-DIMM-Slot. Dies ist auch mit asymmetrischen Speicherkonfigurationen möglich.
Das Board wurde ursprünglich einmal für LPCAMM konzipiert. Als LPCAMM sich später in der Kalkulation als zu teuer herausstellte (die Preise für LPCAMM sind nicht so gefallen, wie man das vor einem Jahr noch erwartet hatte), war die grundlegende Board-Geometrie und die Platzierung der umliegenden Module (I/O-Ports, Akku, Tastatur) bereits fest definiert, so dass eine Erweiterung des Boards nicht mehr möglich gewesen ist, ohne an anderen zentralen Eigenschaften des Gesamtkonzepts Abstriche zu machen - z. B. bei Akkukapazität, bei der modularen I/O-Architektur oder bei der Bauhöhe.
Gerade weil das Gerät durch Elemente wie die herausnehmbare Tastatur mit 19 mm Bauhöhe ohnehin bereits relativ dick ist (für heutige Verhältnisse), waren unsere Partner nicht bereit, eine weitere Erhöhung der Bauhöhe und des Gewichts in Kauf zu nehmen.
Uns ist bewusst, dass teilverlöteter RAM nicht ideal zum modularen Ansatz dieses Projektes passt. Gleichzeitig bleibt das System upgrade- und servicefreundlich, weil der SO-DIMM aufrüstbar ist.
Wie sich die RAM-Topologie in künftigen Plattformgenerationen (z. B. Nova Lake) entwickeln wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen. Für den Panther-Lake-Start war diese Lösung ein realistischer, im Ultrabook-Segment nicht unüblicher Mittelweg.
Generell ist der Ansatz bei diesem Produkt nicht so sehr "Modularität um jeden Preis", sondern eine Fusion von Modularität, vertretbarer Kostenstruktur, und endkundentauglicher Eleganz.
Pluspunkt: Das Mainboard kann den onboard BGA-RAM im Fehlerfall deaktivieren, sodass der Laptop ausschließlich über den SO-DIMM startet und ein Defekt des verlöteten Speichers nicht automatisch einen Totalausfall des Geräts bedeutet.
Dito schrieb:
Gewicht, Maße etc. fehlen mir.
Display: 16 Zoll
Maße: 360 x 257 x 19 mm
Gewicht: geplant sind um die 2 kg (tba)
Das Gewicht kommt durch das Metallgehäuse (Oberschale, Displaydeckel) und die Teilmodularität zustande.
Gepi87 schrieb:
Man kauft einmal einen Laptop und kann die darauf folgenden Jahre dank der Modularität immer wieder upgraden. Erhöht den Produktlebenszyklus von wenigen Jahren auf vielleicht sogar über 10 Jahre oder mehr.
10 Jahre sind jetzt natürlich schon sehr optimistisch - aber hoffen wir mal, dass das Konzept solange wie möglich durchhält. Intels
letztmaliger Ansatz hat leider nicht sehr lange durchgehalten.
kulibatsch schrieb:
Die NUC Compute Elements waren da schon eine gute Idee, schade ist die nie richtig in einem modularen Notebook umgesetzt worden.
Tatsächlich gab es da ein paar 13"- und 14"-Projekte, z. B. das
Intel P14E. Die waren aber alle nicht so richtig überzeugend, z. B. weil der RAM eben gar nicht aufrüstbar war (ohne das Compute Element zu tauschen). Wir hatten lange überlegt, ob wir das P14E auf den Markt bringen, haben es aber letztlich gelassen. Das Compute Element war am Ende zu klein für diesen Formfaktor und brachte zu viele Einschränkungen mit.
Flutefox schrieb:
Ist das Gerät vullumfänglich mit Open Source Treiber unterstützung versehen?
TUXEDO wird prüfen, ob sie das Gerät unter eigener Marke mit vollständiger Linux-Unterstützung anbieten werden können.
Flutefox schrieb:
Sind statt schnell verschleißender Kreuzschrauben zumindest PZ Schrauben, noch besser Torx-Schrauben verbaut?
Es sind im Inneren normale PH1-taugliche Schrauben verbaut, die bei
korrekter Anwendung eines geeigneten PH1-Schraubendrehers nicht schnell verschleißen. Die Unterschale lässt sich entfernen, ohne Schrauben zu lösen.
Flutefox schrieb:
Werden die Schemate öffentlich zur Verfügung gestellt, so dass auch andere Hersteller ersatzteile oder gar Mainboards anbieten könnten?
Dieser Punkt ist noch zwischen uns und unserem ODM-Partner in der Diskussion. Wir streben an, die Schemata spätestens nach einer Karenzzeit (etwa nach einem Jahr) veröffentlichen zu dürfen.
chillipepper schrieb:
Jetzt noch ECC‑RAM als Option und 2 RAM‑Sockel (nichts aufgelötetes),
sowie auch nVidia-Grafikchip mit mindestens 16 GB und Thunderbolt 4 oder 5.
DDR5 bringt standardmäßig On-Die ECC mit - das erhöht im Workstation-Einsatz die Zuverlässigkeit gegenüber DDR4 deutlich.
NVIDIA ist nicht geplant. Die iGPUs von Intel haben in den letzten Jahren (seit Einführung von Intel ARC) deutlich aufgeholt, und dieser Trend setzt sich mit Panther Lake fort.
Thunderbolt 4 ist Teil des Konzeptes, hängt aber von der Auswahl der I/O-Port-Module ab. Andere OEMs könnten das Geräte ohne Thunderbolt bringen, bei uns wird Thunderbolt 4 aber in der Startkonfiguration schon dabei sein.
chillipepper schrieb:
Ein dazu passendes Thunderbolt 4/5 Erweiterungsgehäuse wäre schick, um zusätzliche PCI Karten aufnehmen zu können, vielleicht sogar eine Grafikkarte oder auch 2x 10 Gbit SFP+ (benötigt PCIe 3.0 x8).
Da braucht es keine passenden Gehäuse - die gibt es auf dem freien Markt. Wir sind mit Sonnet im Kontakt, um deren Thunderbolt 5-eGPU-Gehäuse zu testen. Das SCHENKER ELEMENT 16 mit Panther Lake wird aber nur Thunderbolt 4 haben.
harrysun schrieb:
Sie werden es gleich mit der nächsten und übernächsten CPU generation anbieten um festzustellen, das keiner Kauft -- weil es bei Intel gar keinen Sinn macht -- um es anschließend, wenn es interessant wird, einzustellen.
Wir sind bestrebt, dafür zu sorgen, dass es diesmal anders laufen wird, können es aber noch nicht garantieren.
Richtig konsequent wäre es natürlich erst dann, wenn daraus ein Industriestandard erwächst, ähnlich wie ATX und PCI.
witzbuch schrieb:
Was mir beim Lesen hier krass aufgefallen ist: Da geht ein Hersteller schonmal in die richtige Richtung was Repairability angeht und hier herrscht trotzdem größtenteils "ja aber das ist ja immer noch kacke" und ähnliche Negativität.

Mir ist beim Lesen bischn das Herz aufgegangen, einfach mal ein Notebook was viele richtige Entscheidungen trifft, einfach zugängliche Komponenten, mal gucken wie weit die I/O Auswahl geht. Das geht schon gut in Richtung Framework und die brauchen mal eine Alternative, die gönnen sich nämlich auch einen guten Aufpreis für die Modularität.
Aber einfach geplanten guten Zugang für den Kunden zum selbst reparieren / Upgraden ist schon richtig gut wie ich finde.
Ich habe derzeit NOCH keinen Usecase für ein neues Notebook, aber wenn dann würde ich auf jeden Fall auf die Sachen die das Dingen hier macht wert legen. Guter Zugang ins Innenleben, 16:10 Bildschirm finde ich auch super und ein aufgeräumtes schlichtes Äußeres
Immerhin schonmal Eins verkauft!
Bei weiteren Fragen stehen wir gern zur Verfügung!
VG,
Tom