Bei Ram-Riegeln ist die letztendliche Geschwindigkeit von mehreren Werten Abhängig. Vorrangig wäre da die Taktung des Rams, z.b. 1333MHz bei DDR3 Ram. Zudem kommen dann die Latenzen des Speichers, dies sind die Zahlen, CL9-9-9-24@1.5V, nach denen du fragst. In der Regel werden folgende Latenzen des Speichers angegeben:
CAS Latency (CL): 9
RAS-to-CAS-Delay (tRCD): 9
RAS-Precharge-Time (tRP): 9
Row-Active-Time (tRAS): 24
@1.5V: Ist die Spannung die der RAM für den Betrieb benötigt, je weniger Spannung benötigt wird, desto sparsamer der RAM.
Dabei stehen die Werte für folgendes:
CAS Latency CL:
Zeitdauer zwischen einem Lesekommando und dem Erhalt der Lesedaten
RAS-to-CAS Delay tRCD:
(minimale) Zeitdauer zwischen der Aktivierung einer Zeile / einer Bank und der Absendung eines Lese- oder Schreibkommandos.
RAS Precharge Time tRP:
(minimale) Zeitdauer zwischen der Deaktivierung einer Zeile / einer Bank und der erneuten Aktivierung einer Zeile in derselben Bank.
Row-Active-Time (tRAS):
Dies ist die Zeit, die benötigt wird, um die Zeile intern zu aktualisieren und überschneidet sich mit TRCD. In der Regel ungefähr gleich der Summe der vorherigen drei Zahlen.
Es gibt auch noch andere Latenzen, die werden zumeist aber nicht angegeben.
Die letztendliche Geschwindigkeit setzt sich nun aus Takt, Operationen pro Sek., und Latenzen zusammen. Je niedriger die Latenzen, und je höher dabei der Takt - desto schneller der RAM!
Minimal schlechtere Latenzen kann man durch höhere Taktung ausgleichen. Aber Angenommen man hat nur einen Lese/Schreibvorgang, bzw. sehr wenige dann ist die niedrigere Latenz auschlaggebend.
In der Praxis schlägt sich das ganze allerdings minimal nieder, 1-3-% messbarer Geschwindigkeitsunterschied, je nach Szenario und Unterschied beim RAM.