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Frage zu FTTB in Gebäude mit 6 WE

coconut

Lt. Junior Grade
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Dez. 2005
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345
Bei uns wird, gefördert über den Landkreis, Glasfaser (FTTB) ausgebaut. Sind schon in einigen Gebieten am Bauen und bei uns ist es bis zum 31.10.2020 möglich einen kostenlosen Anschluss zu beantragen. Danach wird es richtig teuer....
Unsere Vermieterin ist da auch offen für.
Eine Frage konnten wir bisher (auch bedingt durch Covid-19, alle Beratungstermine wurden abgesagt) noch nicht klären.
Anfragen via Email (Telefon gibt eine endloswarteschleife) wurden mit Hinweisen auf telefonische Beratung :rolleyes: und sonstigem Blabla beantwortet. Kein klares ja, ist möglich oder nein ist nicht machbar.

FTTB bedeutet in unserem Fall, das der Anschluss bis in den Keller geführt wird.
Nun muss ja auf die einzelnen WE verteilt werden.
Unsere Vermieterin hatte sich wohl bei der Telekom (die aber damit nichts zu tun hat, sie ist da halt unbedarft) erkundigt, ob und welche Zusatzkosten denn da entstehen würde,
Ihr wurde gesagt 1500€-15.000€...da ist sie fast aus den Latschen gekippt.... :D
Ich vermute mal, man ging von einer Verlegung der GF bis in die WE aus.
Dazu nun die Frage:
Geht das nicht "normalerweise" über das vorhandene Kupferkabelnetz der "alten" Telefonleitungen?
Wenn ja, was für Nachteile hätte das? Oder gibt es keine?
Wenn nicht, könnte man das doch aber für die, die einen Anschluss wollen über ein patchpanel Cat6/8 realisieren. Das sollte doch aber keine solchen Summen kosten.

Ich werde noch mal mit ihr darüber sprechen und möchte ihr da gerne etwas konkretes zu sagen können bzw. sie da beraten können, was sinnvoll wäre, was nicht. Vielleicht auch über die Kosten.
Vermutlich sind demnächst auch wieder Beratungstermine vor Ort möglich, aber wann?
Das Angebot für Privathaushalte reicht von 200/100 bis 500/200 zu moderaten Preisen (50-65€/mon.)
 
FTTB bedeutet dass das Glasfaserkabel des Netzbetreibers im Keller endet. In der Regel wird dann dort die vorhandene Kupferinstallation ("Telefonleitungen", "Doppelader") für die Strecke zur Wohnung genutzt. Bestenfalls per G.Fast, möglich wäre aber auch VDSL. Nachteile sind vorhanden, aber selten schwerwiegend.

  • solange einzelne Bewohner auf dem alten Telekom-Vertrag versorgt werden wird ein Teil der Frequenzen auf der Kupferstrecke dafür reserviert oder es wird die Sendeleistung reduziert damit im Haus die Nachbaradern sich im gleichen Kupferkabel nicht gegenseitig platt machen
  • aus Glasfaser läßt sich nahezu unendlich viel Bitrate raus holen. VDSL bis zu 200 Mbit/s, G.Fast (nur theoretisch) bis zu 1000 Mbit/s
  • G.Fast in der Praxis eher "nur" bis zu 600 Mbit/s (sofern der Provider überhaupt soviel anbietet)
  • Upload wird durch die Kupferstrecke begrenzt. Theoretisch könnte G.Fast jedes beliebige Verhältnis, aber immer nur für alle Teilnehmer im Haus gleichzeitig. Daher nehmen die Provider was viele Kunden glücklich macht -> hoher Download, mickriger Upload
Die Leitungen im Keller enden zu lassen ist eine sehr beliebte Idee. Allerdings würde sich der Hausbesitzer damit zum Netzbetreiber machen. Er bräuchte ein Sicherheitskonzept, einen Datenschutzbeauftragten, einen Fachmann für die Arbeiten, Verträge mit jedem einzelnen Mieter,..... -> sowas macht man in einer Familie/WG; aber nicht in einem Mietshaus.
 
Danke für die ausführliche Antwort.
Patchpanel ist somit also ein no go.
Dann könnte man also die normalen vorhanden Leistungen nutzen. Auch wenn einzelne (mindestens einer, hat eh kein Internet. Älterer nicht technikaffiner Mann) sich nicht ans GF-Netz anschließen lassen wollen.

Nun müssen wir nur noch in Erfahrung bringen, um wie viel die max. Leistung dann zurückgefahren werden muss.
Danke noch mal.

Edit:
Mir ist gerade aufgefallen, das der Provider eine Fritz!box 7560 als Endgerät bereitstellt. Daher gehe ich davon aus, das man die vorhandenen Leitungen nutzen wird/kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Myron schrieb:
Um welchen Anbieter geht es denn?
Ausgebaut wird wohl von GVG und der Vertrieb läuft über nordischnet (das ist eine Marke der GVG Glasfaser GmbH)
 
Du müsstest jetzt erst mal klären ob FTTB oder FTTH gebaut wird.
Weil, wenn du schreibst, von wegen Faser bis in die Wohnung verlegen, ist es FTTH.
Der Anbieter schreibt auf seiner Homepage auch nur was von FTTH.

Edit:
https://www.nordischnet.de/sites/default/files/document/2017/MSH_Sammelpdf_1017_0.pdf

In diesem älteren Dokument ist auch FTTB beschrieben, demnach sieht der Provider den Gebäudeeigentümer in der Verantwortung für eine Ethernet Verkabelung zu sorgen.
Auch eine etwas unübliche Interpretation von FTTB...

Für FTTH Inhouse Verkabelung kann man ein separates Angebot anfordern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist/wird ein FTTB Anschluss, denn genau dieser wird vom Landkreis in Auftrag gegeben.
Man hatte seitens des Landkreises zuerst mit FTTH geliebäugelt, ist aber aus Kostengründen und der kaum besseren Leistung dann auf FTTB umgeschwenkt. Zumal man ja daraus relativ einfach FTTH machen kann.
Denn prinzipiell besteht ja der Unterschied nur darin, das beim FTTB die GF im Keller endet, wären sie bei FTTH weiter zu der/den Wohnungen geführt wird.
Abgesehen davon sind die Konditionen für unseren Landkreis (DH) etwas anders....
 
WHEN (FTTB AND Fritzbox 7560 AND Mehrfamilienhaus) THEN NOT 500/200

(rein theoretisch könnte der Netzbetreiber auch Ethernetkabel für 1 GbE legen lassen. Von kleinen Elfen die auf Einhörnern zur Arbeit reiten :-) ...)

Tante Edit hat mich auf diese Pressemitteilung hingewiesen. Tante Edit meint: Viel Glück mit einem Netzbetreiber der schon bei der Unterscheidung von FTTB und FTTH hoffnungslos überfordert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, der Landkreis hat sich für FTTB entschieden.
Wenn die GVG FTTH daraus machen möchte (eigentlich bieten die nur FTTH an), sehe ich da kein unüberwindliches Problem.
Kommt halt darauf an, wie das realisiert werden soll. Im EFH ist das ja kein Problem, bei uns (Bauernhof mit Wohneinheiten in einem angrenzenden Nebengebäude, wird das schon etwas komplizierter. Aber bleibt machbar.
Dürfte auch keine 15.000€ kosten....;)

Sollten sie für jeden Mieter, der sich anschließen lassen möchte ein ONT im Haupthaus setzen (so sieht es nach der Schematischen Darstellung ja aus, siehe Bild), muss ja nur min. CAT6 verlegt werden, was deutlich unproblematischer ist Glasfaser....
...und was willst du machen? Auf dem Dorf / Land musst du ja froh sein, das so etwas überhaupt in Angriff genommen wird. Auf die üblichen Big-Player (Vodafon, Telekom etc.pp) wartest du hier bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Also heißt es "friss oder stirb"...

GVG Anschussschema.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Darstellung stammt von der GVG.
Allerdings ist diese aus dem Vertrag für MSH. Wie dort genau der Auftrag lautete ist mir nicht bekannt.
Im Vertrag für DH ist das nicht enthalten!
Es könnte dort auch FTTH als Standard vorgesehen sein, wie man am Schema für ein EFH sehen kann.
Ich versuche ja nur zu erfahren, was geht, was nicht, um ein Gefühl für mögliche Kosten zu bekommen.
Die wären bei einer "Vollverglasung" natürlich deutlich höher.
Cat 6 oder 7 Kabel könnte man auch relativ problemlos in Eigenleistung verlegen.
So das dann nur der Anschluss an das ONT und der Enddose beim Teilnehmer verbleibt. Das sollte für einen in diesem Bereich tätigen Elektriker kein Problem sein.
Bei GF wäre das mit der Eigenleistung deutlich (Radien einhalten) schwieriger und wohl eher nicht möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
coconut schrieb:
Bei GF wäre das mit der Eigenleistung deutlich (Radien einhalten) schwieriger und wohl eher nicht möglich.
Im FTTH-Bereich übliche biege-unempfindlichen Glasfasern nach G.657.A2 haben häufig kleinere Biegeradien (z. B. 7,5 mm) als Cat 6 oder 7.
Problematisch ist in erster Line die Verbindung von Fasern, weil dafür ein Spleißgerät (und jemand zur korrekten Bedienung) erforderlich ist.

Evtl. könnt ihr auch Leerrohre in die Wohnungen bereitstellen in der Glasfaser durch den Anbieter installiert werden kann. Letztendlich müsst ihr mit dem Anbieter abstimmen was möglich ist.
 
Aha, es gibt also auch solche GF. Gut zu wissen.
Bleibt aber das mit dem Spleißgerät und ich habe irgendwo gelesen, das es mit GF in-house nur bis 20m gehen soll?
Sehe da aber eh keinen Vorteil GF zu verlegen, denn max werden 500/200 möglich sein.
Ich denke Cat 6 od. 7 ist da schon passend und einfacher zu händeln von einem "normalen" Elektriker.
Aber ja, letztlich müssen wir uns eh mit dem Anbieter abstimmen.
Ist halt Mist, das durch Covid-19 alle Informationstermine abgesagt werden mussten.
Es sollen ja irgendwann auch wieder Vorort Beratungstermine möglich sein. Dann hoffen wir mal...
 
coconut schrieb:
und ich habe irgendwo gelesen, das es mit GF in-house nur bis 20m gehen soll?
Das ist eine arbiträre Grenze um den Aufwand für die Inhouse-Verkabelung in Grenzen zu halten. Gegen Geld oder in Eigenleistung geht auch viel mehr.
Eine technische Limitierung ist das jedenfalls nicht, schon weil das Signal auf der Faser an der Hauseinführung häufig schon einige Kilometer hinter sich hat.
 
TheCadillacMan schrieb:
Das ist eine arbiträre Grenze um den Aufwand für die Inhouse-Verkabelung in Grenzen zu halten. Gegen Geld oder in Eigenleistung geht auch viel mehr.
Eine technische Limitierung ist das jedenfalls nicht, schon weil das Signal auf der Faser an der Hauseinführung häufig schon einige Kilometer hinter sich hat.
Ah, danke.
Hatte mich schon gewundert, weil ja Glasfaser nahezu verlustfrei arbeitet und dann ausgerechnet da eine Grenze von 20 m ergabt für mich keinen Sinn. Zumal ja CAT 6 zB. für ca. 100m reicht.
 
coconut schrieb:
Cat 6 oder 7 Kabel könnte man auch relativ problemlos in Eigenleistung verlegen.

Im Eigenheim - ja. In einem Mehrparteien Miethaus sind aber strengere Vorschriften zu beachten. Hol Dir ggf. (also falls es wirklich um FTTB mit Inhouseverkabelung auf Deine Kosten geht) fachkundige Auskunft bevor es soweit ist, um keine falsche Entscheidung zu treffen.
 
Ja, klar, werden wir eh noch machen.
Wobei Inhouseverkabelung hier wohl eher heißt über den Dachboden, denn es gibt fast nur EG Wohnungen, bis auf eine Ausnahme. Das sollte von daher recht unproblematisch sein.
Wanddurchbrüche (bzw. Decke) also nur dort, wo es in die Wohnungen geht, die angeschlossen werden wollen.
Wobei die Kabel wohl eher von einem Elektriker verlegt werden, schon um vor Fehlern abgesichert zu sein.
Da legt unsere Vermieterin schon wert drauf. Was ich verstehe, auch wenn es dadurch teurer wird.
Aber Danke für den Hinweis.
 

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