Bradock-X schrieb:
Können paar User paar kleine Erfahrungen geben? Die selbst einen iMac besitzen?
Hab da so einige Wechsel hinter mir.

Nach einiger Windows- und dann vermehrt Linuxzeit, war irgendwann der Entschluss gekommen: ein Mac. Das wärs. Gekauft wurde damals der 20" iMac mit 4GB Ram, Core2Duo CPU und ner Radeon HD 4xxx.
Jedenfalls...der Anfang ist ungewohnt, hab mich aber sehr schnell eingelebt ins BS. Gibt einige super Programme für OS X, und alles - von der Hardware bis zur Software - macht nen anständigen, wertigen und professionellen Eindruck. Auch Software wie Transmission und Adium: Klasse.
Aber dann... ja dann, eines Tages wenn man sich mehr und mehr eingelebt hat, dann lernt man auch die Eigenheiten und Defizite des OS X kennen:
- Im Finder Ordner nach oben sortieren: Fehlanzeige.
- Mausbeschleunigung deaktivieren: Geht nicht.
- Alternative zu iTunes: Nichts brauchbares dabei. (Vergleich zu zB foobar brauch man nicht mal mit anfangen).
- Die komplette Navigation des BS ist App-basierend, nicht Fenster-basierend (OS X statt "Windows"
). Es hat seine positiven Aspekte: Klick aufs Dockicon -> das komplette Programm ist im Vordergrund, mit all seinen Fenstern. Andererseits nervt es auch sehr oft wenn man schnell EIN Fenster von Programm XY wieder haben möchte OHNE grafischen Exposé-Gedöns. Exposé mag zwar hübsch aussehen, aber wirklich gerne benutzt hab ichs (nach der Anfangszeit mit dem Mac) nicht, weil es zu umständlich erschien immer erst die Abfrage aufzurufen "Hey, zeig mir mal ALLES an, weil.. ich will eigentlich nur .... ah, da isses,.... DAS Programm hier!". Ich weiß nicht,... da finde ich die Lösung von Windows 7 tauglicher. Man hat ne Art Dock und trotzdem (sofern man die Einblendeanimation erhöht) schnellen Zugriff auf gezielte FENSTER.
- Auch die Floating-Geschichten gehn irgendwann auf den Geist. Gerne wollte ich mich drauf einlassen...aber irgendwann fragt man sich wirklich nur noch, warum denn nun das Programm für jeden Firlefanz n eigenes Fensterchen öffnen muss. Für Infofenster in nem Bildbetrachter, Eigenschaften oder generell Einstellungen des Dokumentes in Pages, .... überall kleine Minifensterchen die den Bildschirm überlagern. Aber: man hat ja Exposé, gell.
Ne.. irgendwann erschien mir das Konzept der App-basierten Bedienung mit Floating-Windows irgendwie zu .. ja, langsam.
Es gibt da noch so einiges mehr, aber ich will hier auch den Post nicht wie ein Bashing erscheinen lassen.
Eins was mir jedoch auch übel aufgefallen ist - und das sollte definitiv nicht unerwähnt bleiben - ist der "Support" bei Sicherheitslücken. Viel zu oft wird viel zu spät auf Lücken reagiert. Der ganze Betrugwahn und die Gefahren aus dem Netz bewegen sich zunehmend mehr und mehr in Richtung Browserlücken usw., und da muss Apple einfach deutlich nachbessern.
Wenn man aber über vieles hinwegsehen kann und sich an den Änderungen gegenüber einem Linux oder Windows mehr erfreuen kann als einem die negativen Eigenheiten des BS den Schlaf rauben,.. dann wird man sicher lange Zeit glücklich mit OS X.
Irgendwann bin ich dann aber wieder auf den PC umgestiegen.
Ich hab hier meinen sozusagen Traumrechner stehen: 6-Core, 4GB, HD5850, eine SSD (bei den iMacs erst möglich ab 27" und auch nur mit 256GB -> +500€), ... einfach jede Komponenten wie ich sie mir vorstelle und entsprechend ausgesucht habe.
Das hat schon was!
Klar kostet es Zeit und auch Geld wenn man sich nur Qualitätskomponenten ins Haus holt, aber ich liege vom P/L Verhältnis sehr gut.
Das P/L Verhältnis eines iMacs momentan ist wirklich klasse! Bei den verbauten Bildschirmen (sieht man mal über Glossy hinweg) und Komponenten wirklich super (habs mehrfach mal durchgerechnet).
ABER: Wenn man halt ETWAS mehr an Freiheit möchte, wie zB ne SSD, oder eine bessere Graka, ... oder die Option auf ne 2te interne Platte, oder ein BluRay-LW, oder oder oder... dann muss man jedesmal bei Apple in den sauren..Apple beißen oder ein Vermögen für den Mac Pro hinlegen.
Und was die Software angeht: mit Windows 7 fahre ich momentan sehr gut. Es ist nach meinen Erfahrungen sogar stabiler als ein OSX 10.6, als ein OSX10.5 sowieso.
Programme gibt es zu Hauf (leider auch ne Meeeenge Quark), aber meist gibt es halt in jedem Bereich so Perlen die es nur bei Windows gibt. Bestes Beispiel mMn ist tatsächlich foobar. Es gibt mMn nichts besseres, und da spreche ich wirklich aus Erfahrung (hab mit allen 3 Systemen mehrere Jahre gearbeitet). Auch ein uTorrent.. bislang mMn ungeschlagen. Gibts seit kurzem auch für OSX, ist aber eher mau.
Möchte da jetzt auch nicht weiter auf Einzelheiten eingehen, sondern nur noch knapp sagen: Wer mit Win7 zufrieden ist, der erfährt nach persönlicher Einschätzung auf lange Sicht keinen Vorteil beim Wechsel zum Mac.
Und Probleme o.ä., die gibt es überall und in jedem BS. Bloß wie man diese einzeln gewichtet,...das wirkt sich im Endeffekt auf die Wahl des Systems aus. Mit Mac hats nach 2 maligem Anlauf einfach nicht 100% sein sollen (der 2te iMac, 21,5" ist auch wieder bereits verkauft).