Bradock-X schrieb:
die Frage ist ob ich zufrieden werde wenn ich auf Mac OS umsteige
Das kann ich dir leider auch nicht beantworten. Aber ich kann dir gern einen Erfahrungsbericht hier rein schreiben.
Bradock-X schrieb:
Ja macht es einfach einen besseren Eindruck als Windows? Macht alles mehr Spaß als auf einen Windows? Wie z.b Surfen, Bearbeitungsprogramme oder Musik hören und und und. Außer zocken da ist klar Windows vorne.
Mach dir einfach ein eigenen Eindruck, guck dir mal diese Videos hier an:
http://www.macosxscreencasts.com/
http://www.youtube.com/user/iDomiX#p/c/8AECD8916C378C23
http://www.youtube.com/user/ROSENKRIEGER360
http://www.youtube.com/user/ScreenMac
Es gibt bei allen Grundlagenvideos. Das vermittelt ein guten Eindruck. Aber mal ein Erfahrungsbericht von mir (teilweise kopiert von meinem Blog
Quelle)
Was mir gefällt
Der Öffnen Dialog ist wirklich ein Öffnen-Dialog
Ich persönlich habe immer ein Finder (Explorer) Fenster offen wenn ich arbeite. Damit habe ich immer Zugriff auf meine wichtigsten Daten. Wenn ich jetzt ein Programm offen habe, dann benutze ich den Öffnen-Dialog um eine Datei zu öffnen (was auch sonst?!). Damit ich im Öffnen-Dialog nicht rum suchen muss, schnappe ich mir die Datei im Finder Fenster und lasse diese im Öffnen-Dialog fallen. Bei OSX zeigt er mir die Datei an und bei Windows kopiert er die Datei in das Verzeichnis in dem ich mich befinde.
Wieso? Ich erwarte, dass der Öffnen-Dialog genau das tut wofür er auf der Welt ist. Und das ist ÖFFNEN und NICHT KOPIEREN! Ich finde es nervig und umständlich immer den richtigen Ordner suchen zu müssen. Einer der wichtigsten Gründe.
Bildschirmfotos machen
Bei OSX drücke ich CMD + SHIFT+ 3 und erhalte ein Foto meines Schreibtisches, auf meinem Schreibtisch, als PNG Datei.
Bei Windows drücke ich Drucken. Dann betätige ich den Windows Knopf und gebe PAINT in die Suche ein. Diese Eingabe bestätige ich mit Enter. Nach erfolgreichen öffnen des Programmes benutze ich dann STRG + V …. u.s.w.!
Bei Windows 7 hat man das deutlich optimiert. Hier gibt es ein Programm was über das Start Menü aufgerufen werden kann. Leider ist es immer noch umständlicher als der Mac. Denn:
Windows Taste drücken –> Programm starten –> Bereich auswählen –> Speicherdialog –> Namen vergeben –> Speichern –> Programm beenden! Bei einem Mac CMD + SHIFT + 3 …
Bei einem Mac habe ich an dieser Stelle ca. 50 – 100 Fotos gemacht und einige davon mit CMD + SHIFT+ 4 von dem Bereich den ich gern hätte oder mit CMD + SHIFT+ 4 und danach die Leertaste, ein Foto von einem Fester erstellt.
Die Sicherheit das Betriebssystems
Ok der Punkt ist schon etwas wichtiger. Aber ich denke, hierzu muss ich nicht viel sagen. Natürlich gibt es auch für OSX mittlerweile Trojaner, aber solange man sich keine Illegalen Sachen oder Bildschirmschoner von Russischen Servern lädt, solange ist man noch ziemlich sicher. Und selbst wenn, dann gibst es in OSX eine integrierte Anti-Viren Software die euch vor Bösewichten warnt.
Die wenigen aber guten Programme
Bei einem Mac findet man sich in den meisten Programmen schnell und einfach zurecht. Ein Paradebeispiel für einer der besten Programme auf dem Mac ist eindeutig Things, eine Aufgabenverwaltung. Es macht genau das was es machen soll und sieht dabei sexy aus und ist super einfach zu bedienen. Für professionelle Zwecke mag es weniger geeignet sein, aber für Private Zwecke ist es meist völlig ausreichend. Grade deswegen bin ich gern ein Mac User. Die Anzahl der Programme ist begrenzt, aber die Programme die wir haben sind meist besser als die unter Windows. Und für gute Programme gebe ich auch gern den ein oder anderen Euro aus.
Die Reinigung des Betriebssystems
Jeder von uns war schon einmal auf der Suche nach Programmen. Sei es ein Twitterclient oder ein Bildbearbeitungsprogramm. Man lädt sich also dutzende Programme runter und installiert diese. Man testet die Programme und löscht diese, die einem nicht gefallen haben. Das System sollte damit ja kein Problem haben. Doch da kennt ihr Windows schlecht …
Daher vorher kurz zu einem Mac. Ein Mac hat keine Registry wie Windows und wird daher nicht langsamer. Natürlich hinterlassen auch Programme ihre Spuren, aber das sind im schlimmsten Fall Speicherleichen auf der Festplatte. Diese kann man entfernen oder es lassen, es macht keine großen Unterschied. Auch ist eine Defragmentierung nicht nötig, denn das System hält sich auch hier selber sauber. Natürlich klappt das nicht immer, aber ich denke Extremfälle wie 95% der Festplatte voll oder GB an Daten täglich hin und her kopieren, das schafft auch dass beste Dateisystem nicht völlig unfragmentiert.
Windows ist da noch anders. Jedes Programm schreibt brav in die Registry rein und auch das Dateisystem fragmentiert munter vor sich hin. Natürlich soll seid Windows Vista/7 alles besser werden, nur scheint die automatische Defragmentierung nicht zu funktionieren und ebenfalls bringt ein neues Konzept für dir Registry nichts, wenn 99,99% aller Programme nicht danach funktionieren (geschweige denn die Entwickler davon wissen). Hier hätte ein harter Schnitt nach Vorbild OS 9/X geholfen, aber es kam leider nicht so. Bleiben also die alten Probleme in einem neuem Kleid. Aber mann muss Microsoft trotzdem positiv anrechnen, dass sie es versuchen zu ändern. Alleine das finde ich schon klasse!
Zu der automatischen Defragmentierung sei gesagt, ja es gibt diese. Bei Vista steht sie auf 24 Uhr. Nur leider sind dort die meisten Rechner aus! So kam es also, dass ich bei meine Freundin die Vista Defragmentierung angeschmissen habe. Dieses Teil hat sage und schreibe 48 Stunden(!!!) die Festplatte Defragmentiert. Kurz als Vergleich, ich und meine Freundin haben beide ungefähr gleich viele Daten bewegt ich auf einer 160 GB Festplatte und Sie auf einer 250 GB Festplatte. Meine Festplatte soll zu ca. 4% fragmentiert gewesen sein und die Ihre zu 80%. Nach den 48 Stunden starteten Word Dokumente merklich schneller!
Der Umgang mit Dateien
Hierzu ein einfaches Beispiel. Mit dem im System vorhandenem Texteditor wird ein beliebiger Text geschrieben. Diese Datei wird nun auf dem Schreibtisch mit irgend einem Namen gespeichert. Anschließend verschiebt Ihr die Datei in einen anderen Ordner und benennt sie um.
Unter Windows wird die Datei im jeweiligen Programm, unter den zuletzt benutzen Dokumenten, nicht mehr angezeigt.
Bei einem Mac wird die umbenannte Datei immer noch angezeigt, wobei man sagen muss, unter Windows 7 und den Listen in der neuen Superbar funktioniert auch dies endlich.
Auch wieder etwas was ziemlich nerven kann. Warum kann nicht einfach die Datei angezeigt werden? Nur weil diese einen anderen Namen hat existiert die Datei doch trotzdem weiter! Das ist ein Punkt, der mich unter Windows schon oft Nerven gekostet hat.
Sonstiges
Ich liebe auch unter OS X das Fenstermanagement. Grade mit Expose ist das einfach ein Traum. Diese Funktionen fehlen mir auch unter Windows.
Auch das Drag & Drop Konsequent im ganzen System ist einfach super. Was mache ich, wenn ich die offene Word Datei als E-Mail verschicken will? Ich gehe auf der Mini-Symbol welches oben in der Leiste von Word angezeigt wird und Drag es. Ich bewege es über Mail im Dock und lasse los. Dann kommt ein neues Fenster mit einer E-Mail und einem Anhang. Kein Explorer/Finder öffnen. Keine Datei suche. Kein "Neue E-Mail" und dann irgendwie die Datei rein schieben. Nicht alles auf dem Schreibtisch rum liegen haben, damit es schnell erreichbar ist. Diese Kleinigkeiten sind der Grund, warum ich OS X sehr gern nutze.
Weder gut noch schlecht
Bei der Stabilität hat sich bei Windows 7 eindeutig sehr viel getan. Es ist mindestens genau so stabil wie OS X. Allerdings ist es halt anders, meine Erfahrung ist da, dass bei OS X durchaus mal ein Programm abschmieren kann. Dann startet das Programm neu und gut. Auch beim Finder ist das so einfach. Wem bei Windows 7 schon mal der Explorer abgeschmiert ist, der weis was dies für eine Arie ist. Meine Meinung dazu ist, bei einem Mac stürzt öfters mal was ab. Dafür sind die Abstürze unter Windows schlimmer, also führen meistens zu einem Zwangsneustart. Wie gesagt, das ist meine Erfahrung auch mit Windows 7.
Die Software die es gibt es zwar wirklich gut, dafür gibt es aber einfach nicht so viel. Kann durchaus ein Problem sein, je nachdem was man mit diesem System anstellen möchte.
Was mir Nicht so gut gefällt
Die Optik sollte überarbeitet werden. Ich finde Windows 7 wesentlich schöner. Ich persönlich stehe total auf diese Glasoptik.
Na ja und dann das übliche halt, kein BR, etwas teuer, ...
Vielleicht Hilfts ja

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