News Fritz!Box: AVM untersagt Verkauf von gebrauchten Routern

@Wattwanderer
Weil es fast keine Modems mehr gibt und es bei den Preisen Unsinn ist das als einzelnes Gerät zu kaufen:
https://geizhals.de/?cat=mda&xf=2808_VDSL~2808_VDSL2

Generell begrüße ich aber, dass dieses Problem mal bis nach oben durcheskaliert wird.
Dann gibt es zumindest einen sinnvollen Status quo den man diskutieren kann. Nichts ist schlimmer als eine unklare rechtliche Situation, vor allem für ein Unternehmen.
 
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Wattwanderer schrieb:
Rein interessehalber, warum kauft man sich einen Router wenn man ein MODEM will?
Versuch mal ein Modem vom Provider gestellt zu bekommen... Wenn man als Poweruser selbst routen will, dann nimmt man meist den bestehenden (AVM) Router und nutzt ihn als Modem. Fertig.
 
Kurz zusammengefasst:

Das Landgericht München unterstützt das Anhäufen von Elektroschrott und geplante Obsoleszenz.

Was die hier wohl dazu sagt ...

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Interessant ist, dass auf EU-Ebene aus genau dem Grund SIM-Lock für Smartphones verboten wurde, für Router scheint es aber nicht zu gelten.

AVM sich vor einigen Jahren selbst dafür eingesetzt die Router-Bindung abzuschaffen ...

Aber klar worum es hier geht: AVM kriegt seine Restbestände an der Fritzbox 6590 nicht los wenn eine sechsstellige Zahl an alten 6490 für weniger als den halben Preis den Markt flutet.

Der ein oder andere hat sich das gute Stück vermutlich als günstigen Mesh-Master zugelegt oder als LAN-Brücke mit zusätzlichen Gigabit-Ports.

Dafür war so eine alte 6490 klasse ... Nur verdiente AVM kein Cent dran.
 
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wegwerfgesellschaft par excellance.
auch als nutzer einer fritzbox und fritzphone geht mir so ein verhalten gegen den strich.
wir haben nur endliche ressourcen und sollten diese auch nicht mit vollen händen rauswerfen.
 
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Eine Sauerei sowas. Konsumenten feindliches Verhalten sollte rigoros abgestraft werden, egal wer so handelt, sei es AVM, Cisco, Intel, AMD, Nvidia, etc.
Nur leider haben die meisten einfach nicht das nötige Rückrat um das ganze auch durch zu ziehen...
 
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Die Lösung ist doch relativ simpel. Geräte im Original-Zustand ausliefern und nen USB-Stick mit CFW zum Updaten beilegen. Fertig.
 
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Hier checken viele immer noch nicht, dass man die Lizenz für FRITZ!OS mit dem Kauf einer Retail-Box erhält. Das heißt wenn jetzt ein Händler daherkommt, OEM-Geräte aufkauft, diese nicht selber flasht, aber dafür einen Stick mit der Firmware und Anleitung oder gar einem Script beilegt: Es kommt auf dasselbe hinaus!
Meine Güte.

AVM will auch nicht mehr Elektroschrott. AVM zeigt sich sogar gesprächsoffen. Klar. Wird dann wieder Geld kosten und AVM verdient dran mit. Aber das wurde hier im Thread hinreichend erklärt, warum das auch absolut nachvollziehbar ist...

Könntet ihr die Scheuklappen vom Kopf nehmen und nicht nur stupide an die eigenen Interessen denken? Egoismus pur. So funktioniert die Welt nun einmal nicht.

(Doofer Vergleich, aber doch irgendwie passend: Der Schweinebauer ist der böse Bub, wenn er die Schweine in nicht-artgerechter Weise hält. Der Kunde kommt aber nicht auf die Idee, dass er mit seinem Geiz, den Bauern genau dazu zwingt. Billiges Fleisch in dieser Masse, wie es der Deutsche konsumiert, fällt nicht vom Himmel.
Jetzt wieder den Bogen zu AVM:
Consumer-Boxen: Die Software-Weiterentwicklung ist im Verkaufspreis einkalkuliert.
OEM-Boxen: Die Software-Weiterentwicklung und die Hardware-Bereitstellung ist entkoppelt voneinander - das heißt wenn die Boxen im Consumer-Markt landen, zahlt keiner für die Software-Weiterentwicklung. Die Folge: AVM müsste dies bei den Consumer-Boxen mit einkalkulieren und der Consumer zahlt drauf - oder AVM müsste dies bei den Verkaufen an die Provider einkalkulieren und die zahlen drauf.)
 
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Cpt.Yesterday schrieb:
Das Landgericht München unterstützt das Anhäufen von Elektroschrott und geplante Obsoleszenz.

Nein, das OLG hält sich ans Gesetz, das auch durchaus vernünftig ist. Wäre es erlaubt, Original-Geräte zu verändern aber mit Original-Logo zu verkaufen, wäre das schon ein bisschen schräg. Daher ist der Paragraph schon vernünftig.

Beispiel:

Nimmst ne Oakley oder Ray Ben Brille, drückst die teuren Gläser raus, baust China Plastik ein und verkaufst die als Oakley oder RB weiter. Relativ uncool, oder?

Genauso muss beim Autokauf auf verlangen auch bekannt gemacht werden was für Reparaturen ggf. ohne Original-Teile vorgenommen wurden. Auch ein Oldtimer, ist nur dann ein echter Oldtimer, wenn komplett Original.
 
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tollertyp schrieb:
Man sieht doch an AMD, wie es mit der Kundenorientierung bestellt ist. Intel der Drecksladen, AMD der edle Ritter. Da wird der Sockel AM4 eben über Jahre hinweg unterstützt. Was nicht heißt, dass jeder AM4-Prozessor auf jedem AM4-Board läuft. Und neue Prozessoren bald auf den meisten Boards nicht laufen. [...]

Technische Gründe gibt es dafür kaum welche - es sind ausschließlich wirtschaftliche.
OffTopic:
Das stimmt so nicht ganz - normale BIOS / UEFI Chips haben teilweise einfach nicht genug Speicher, um die Config für so viele Prozessoren zu speichern. Ich meine es war Asrock(?), die mittlerweile für manche Boards verschiedene - aktuelle - BIOS Versionen anbieten, je nach CPU die man laufen lassen will.

Dadurch hat man dann ein mieses User Experience, wenn man ein Board und eine CPU bestellt und das dann nicht läuft, weil ein altes / falsches BIOS drauf ist. Aber willst du den Aufpreis zahlen, wenn beim Händler vor dem Versand jedes Board ausgepackt wird und die BIOS Version geflasht wird, die der Kunde braucht?

Das ist sicher ein lösbares Problem, aber erstmal nicht direkt von ADM verschuldet. BIOS Chips mit mehr Speicher würden helfen, keine Ahnung wie einfach das ist, da größere Chips einzubauen.
Linus diskutiert das in der letzten WAN Show etwas ausführlicher:


OnTopic:

So eine Sauerei. Hab mich auch bei AVM per Mail beschwert, es kam nur eine Antwort von wegen "Unerlaubte Veränderung, bestes Kundenerlebnis" und blabla. Meine Frage, wieso man nicht mit Woog zusammenarbeit und die "veränderte" Firmware verifiziert wurde komplett ignoriert. Genauso wie die Frage, wieso man den Gebrauchtmarkt nicht selbst bedient, wenn man die Qualität sicherstellen will. Aber meiner Anschuldigung das man den gebrauchtmarkt künstlich einschränkt ohne eine Alternative zu bieten wurde natürlich abgestritten, AVM würde voll hinter dem Verkauf gebrauchter Geräte stehen, auch aus Nachhaltigkeitsgründen und bla.

Hab von denen einiges im Einsatz, aber werde in Zukunft wohl erstmal bei anderen Herstellern suchen und erst als letztes bei AVM wenn es nix anderes gibt.
 
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Autokiller677 schrieb:
Hab von denen einiges im Einsatz, aber werde in Zukunft wohl erstmal bei anderen Herstellern suchen und erst als letztes bei AVM wenn es nix anderes gibt.
Du meinst bei anderen Herstellern, bei denen man nicht einmal als Privatnutzer solch umfangreiche Modifikationen vornehmen kann (höchstens mit ganz anderer Firmware), weil die das technisch verhindern, um nicht denselben Stress wie AVM zu haben?
Du meinst Hersteller, wo du nur zwei Jahre schlechten Softwaresupport in Form von Updates bekommst?
 
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Wattwanderer schrieb:
Rein interessehalber, warum kauft man sich einen Router wenn man ein MODEM will?


Tut man ja in der Regel nicht sondern bekommt die Dinger vom Provider gestellt.
Bei 1&1 wird die kleinste Fritzbox ohne WLAN Funktion (welche man mit anderer Firmware einfach verfügbar machen kann) sogar "modem" genannt ob wohl sie in Wirklichkeit gar keins ist.
Ich habe damals versucht dem "Support" zu erklären was ein richtiges Modem ist und ob es möglich ist ein solches zu bekommen, war natürlich verschwendete Energie, da die Leute die da hocken sowieso keine Ahnung von der Technik haben.

Hab jetzt einen 30€ TP Link Router der kann das wenigstens.
 
@VielPRIL: Das meine ich doch damit...

@Autokiller677: Das meine ich mit wirtschaftlich. Nicht mehrere UEFIs zu pflegen für unterschiedliche Prozessoren ist eine wirtschaftliche Entscheidung, und keine technische.
Selbst jetzt reicht der viel zu klein gewählte Flash-Speicher ja nicht, das Problem, dass nicht jeder AM4-Prozessor auf jedem AM4-Board läuft, ist ja heute schon da und kommt nicht erst mit den neuen Prozesoren.

Und so einen kleinen Speicher zu wählen ist erst Mal eine rein wirtschaftliche Entscheidung gewesen (nicht von AMD, ich weiß). Mein Mainboard hat 256 MB für das UEFI, da gibt es also technisch gar keine Gründe, warum es nicht unterstützt werden sollte...

Ja, mit PCIe4 war es ähnlich. Nur dort gab es dann technische Gründe, die einmal vorhanden, auch nicht groß umgangen werden konnten. Da verstehe ich die politische Entscheidung eher, auch weil der Nutzen eher theoretisch ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier geht es doch in die 6490 FritzBoxen deren Firmware verändert worden ist.

Habt ihr mal versucht einen Nintendo 3DS mit CFW zu verkaufen oder eine gebrickte Nintendo Switch?
Ich will nicht wissen wie schnell Nintnedo bei euch steht.
 
Cpt.Yesterday schrieb:
Das Landgericht München unterstützt das Anhäufen von Elektroschrott und geplante Obsoleszenz.
Naja, die wurden nicht gefragt ob sie das ökologisch sinnvoll finden, sondern die wurden gefragt, ob sie es rechtens finden. Wenn die Gesetze doof sind, können die Richter nur bedingt was dagegen machen. Wobei sie hier zugegebermaßen auch der Rechtsauffassung hätten folgen können, dass das in Ordnung geht.

Was AVM angeht, dieser Verein gehört boykottiert bis er entweder seine Klage zurückzieht, oder ein eigenes Refurbishing-Programm aufsetzt was in jeder Hinsicht (insbesondere beim Verkaufspreis) dem von Woog überlegen ist.
 
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Verstehe ich das Richtig dass jede Änderung am Gerät inklusive Software die nicht auf Gebrauchsspuren beruht den Hersteller ermächtigt den Wiederverkauf zu untersagen?
Patches zum Beispiel die im Ursprungszustand nicht drauf waren?
Ist aus meiner sicht ein ziemlicher Eiertanz um in so einem Fall die gegensätzlichen Interessen abzuwägen. Und erinnert irgendwie an das Problem mit Patches bei zertifizierten Systemen, da die dann üblicherweise auch ihre Zertifizierung verlieren und daher lieber mit Lücken weiterbetrieben werden in der Hoffnung dass schon nichts schief gehen wird.

Was hindert Woog eigentlich daran eine Anleitung zum flashen mit freier Firmware wie openwrt beizulegen und die Geräte dann wie gefordert mit OEM Firmware zu verkaufen?
Selber flashen dürfen sie ja nicht weil omfg Veränderung geschützter Ware. AVM Logo abkratzen geht vermutlich auch nicht als Gebrauchsspur durch ^^
 
Zitat von Golem:
"AVM zeigte sich gegenüber dem im nordrhein-westfälischen Velbert ansässigen Händler zu Gesprächen bereit, was die Weiternutzung der Geräte betrifft. "Wir haben ein gut funktionierendes Refurbishment-Management", sagte Sprecherin Doris Haar. Prinzipiell unterstütze und begrüße AVM den Verkauf gebrauchter Geräte im privaten Bereich. Auch für diese Geräte würden kostenfreier Support und Updates angeboten. "Das Urteil verhindert lediglich die gewerbsmäßige Manipulation von Software oder Hardware", sagte Haar."

Quelle: https://www.golem.de/news/debrandin...rkaufsverbot-fuer-fritzboxen-2005-148487.html

Das gut funktionierende Refurbishment-Management findet man jetzt als Privatkunde genau wo? Google findet unter dem Suchbegriff refurbished Fritzbox Kabel genau 0,0000000000000000000...0 professionelle Händler von denen man ein gebrauchtes Modell erstehen könnte.
Es wäre schön wenn sie sich das ganze dumm dreiste Geblubbere sparen würden wenn mit IP und Software AGB der komplette Gebrauchtmarkt an Kabelroutern ausgetrocknet wird. Zumindest wirtschaftlich konnte ich es nachvollziehen, nun fühle ich mich aber persönlich beleidigt davon das man meint man könne mich verapplen und ich würde es noch nicht mal merken.

edit:
Der Privatverkauf ist doch auch nur erlaubt weil man ihn technisch gar nicht verhindern könnte so man an Privatkäufer erster Instanz verkaufen möchte. Sie tun alles was möglich ist um nicht an eine gebrauchte Fritzbox zu kommen. Ok, dann sollen sie es auch so kommunizieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
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d0xs schrieb:
Hier geht es doch in die 6490 FritzBoxen deren Firmware verändert worden ist.

Ja es wird die Orginalfirmware der Fritzbox geflasht wie sie im Privatkunden Bereich auch verfügbar ist, die proprietäre Firmware bspw von 1&1 wird überschrieben. Dadurch erhält man ein Gerät ohne Branding.
Wie du daraus einen Zusammenhang zu einer CFW schließt kann ich mir nicht erklären.
 
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Sun_set_1 schrieb:
Nein, das OLG hält sich ans Gesetz, das auch durchaus vernünftig ist. Wäre es erlaubt, Original-Geräte zu verändern aber mit Original-Logo zu verkaufen, wäre das schon ein bisschen schräg. Daher ist der Paragraph schon vernünftig.

Beispiel:

Nimmst ne Oakley oder Ray Ben Brille, drückst die teuren Gläser raus, baust China Plastik ein und verkaufst die als Oakley oder RB weiter. Relativ uncool, oder?

Genauso muss beim Autokauf auf verlangen auch bekannt gemacht werden was für Reparaturen ggf. ohne Original-Teile vorgenommen wurden. Auch ein Oldtimer, ist nur dann ein echter Oldtimer, wenn komplett Original.
Ja das mag alles sein, ändert aber nichts daran, dass AVM durch sein Verhalten eine Zwangsrootersystemmatik unterstützt und dadurch Mittäter fragwürdiger Marktbeschränkungen ist (oder mangelhafte Geräte liefert). Die sollen halt einfach eine offene Firmware machen, dass die Geräte entsprechend einsetzbar sind (und nicht nur bei einem Provider) und gut ist. Meine 6591 kann ich doch auch bei allen Kabelanbietern einsetzen. Hier geht es nur darum, den Markt einzuschränken und die Kunden schön in Abhängigkeit zu halten. Diesen ganzen Sch... hatten wir vor Dekaden auch schon im Mobilfunkbereich (Handy nur mit Betreiber XY nutzbar, Simlockquatsch). Ich dachte eigentlich dass dieses Kundenfeindliche Verhalten vorbei ist.
Das hat auch wenig mit Deinem Beispiel zu tun. AVM hat m.E. eine Pflicht eine funktionsfähige Firmware zu liefern. Oder funktioniert Deine Sonnenbrille nur, wenn Du im 23° Winkel in die Sonne blickst, ansonsten bleiben die Gläser schwarz? Das was hier AVM betreibt ist m.E. Beteiligung an einem Kartell. Und eigentlich gehört Ihnen dafür der Hintern versohlt. Dass man sich hier sogar noch bei Markenrechten "bedient", um sein Kartell zu erhalten, macht die Sache nicht viel besser, sondern wirft eher Fragen auf.
 
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