FTTH Anschluss in Mietswohnung möglich, Kosten, Aufwand

John_Wick

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Moin,

derzeit wird bei mir in 12249 Berlin durch die OXG Glasfaser GmbH das Glasfasernetz ausgebaut.
Mir wurde gesagt, dass man mir kostenlos einen FTTH Anschluss in die Wohnung verlegen kann, wenn der Eigentümer (Vonovia) zustimmt. Es wären bis zu 1000 Mbit/s möglich.
Eine Nachfrage bei Vonovia resultierte in einem Schreiben, indem mir ein FTTH Anschluss in der Wohnung gestattet wird, für die Kosten müsse ich als Mieter aber selber aufkommen.
Da der Anschluss kostenlos angeboten wird, hätte ich aber keine Kosten. Ich müsste also einen Vertrag abschließen, danach wird gebaut und ich habe Glasfaser in der Bude... klingt erstmal einfach.
Mein Bauchgefühl sagt mir: So einfach ist es aber nicht.
Kann so ein FTTH Anschluss überhaupt ohne weiteres in eine Wohnung auf der 3. Etage eines Altbaus installiert werden? Was müsste in meiner Wohnung gemacht werden? Werden da Wände aufgeschlitzt oder gestemmt? Wird eine Dose einfach nur Aufputz installiert?

Bisher habe ich VDSL 250 (ca. 185 Mbit/s) und die TAE Dose ist im Flur, dort befindet sich auch die Fritzbox 7690. Im Wohnzimmer ist noch ein Kabel Anschluss, aber den Internetzugang darüber (damals PYUR) habe ich schon lange gekündigt weil es in der Primetime (abends, Wochenende) massive Einbrüche in der Geschwindigkeit gab.

OXG beauftragt laut diverser Berichte im Internet Subunternehmer die wohl wilde Sau bei der Installation spielen und schlampig arbeiten und pfuschen.
1und1 hat sich bei uns per Rundschreiben gemeldet, dass die Quasi auch einen Glasfaser Anschluss anbieten. Auf meine Nachfrage in der Hotline hat man mir gesagt, dass die sich bei OXG einkaufen und dann den Anschluss und die Baukosten übernehmen, wenn ich da einen Vertrag abschließe.
1und1 wird bestimmt auch Subunternehmer beauftragen. Aber ich weiß es nicht. Jedenfalls will ich nicht, dass irgendwelche Leute bei mir in der Wohnung nicht korrekt Arbeiten und am Ende nur Stress und Ärger entstehen.

Ich bin mir noch unsicher was sinnvoll wäre. Was es alles zu beachten gilt ist mir noch nicht zu 100% klar. Gibt es Fettnäpfchen, die ich übersehen habe?
Da Internet über Kabel ungenügend war und nur ca. 185 MBit/s über VDSL ankommen wäre eine Versorgung über FTTH durchaus verlockend. Datenmengen (z.B. Spiele auf Steam usw.) werden immer größer. 300 oder 600 Mbit/s (je nach Preisleistungsverhältnis) statt 185 klingen schon nach einer spürbaren Verbesserung. 1000 Mbit/s halte ich jedoch für Overkill.

Das Interesse ist da. Aber zu der Umsetzung und dem ganzen Drumherum habe ich noch ein Fragezeichen über dem Kopf.

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen, habt möglicherweise schon Erfahrungen dazu und könnt berichten.

Ansonsten wünsche ich eine schöne Restwoche, trinkt genug bei diesen Temperaturen... 🥵
 
John_Wick schrieb:
für die Kosten müsse ich als Mieter aber selber aufkommen.
Und genau das ist der Punkt. Ich wage zu bezweifeln das die OXG die Verlege und Installationskosten innerhalb des Gebäudes übernimmt. Das macht praktisch niemand im Privatkundenbereich.

Ausserdem wäre zu klären ob dies überhaupt möglich ist. Typischerweise kommt die Glasfaser nämlich erstmal im Keller oder EG an und muss dann ja in deine Wohnung. Je nach Umsetzung wird trotz FTTH auch im Keller eine Montage nötig sein.

Bei Altbauten gibt's selten vorhandene Leerrohrr mit denen das machbar ist.

Da sind viele Fragen offen wie ich finde, auf Seiten OXG als auch der Vonovia.
 
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die Mieter sollen die Kosten für den Vermieter übernehmen? Sowas habe ich noch nie gehört! Was geht es die Mieter an, wie das Kabel im Treppenhaus verlegt wird!
 
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Vom Hausübergabepunkt (HÜP) im Keller geht es über eine hausinterne Verkabelung (Netzebene 4, NE4) durch das Treppenhaus bis in die einzelnen Wohneinheiten. Die NE4-Verkabelung kann mit Glas oder Kupfer erfolgen, das ist von Anbieter zu Anbieter und manchmal sogar von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Branchenüblich ist es, das ganze Aufputz zu erledigen, weil die wenigsten Hauseigentümer Lust auf die Kosten, Lärm und Dreck von Unterputz haben.

Wird das ganze über Glas realisiert, endet die Glasstrecke in deiner Wohnung im GF-TA. Üblicherweise wird die im Flur gesetzt, ähnlich wie die klassische TAE-Dose. Wenn der Weg nicht zu lang ist, kann man aber auch mit der ausführenden Firma reden und das ganze in einem anderen Raum enden lassen, wo es einem besser paßt.

Ist die NE4-Strecke Kupfer, wird sie auf einer normalen RJ45/8P8C-Dose abgeschlossen, an die man dann eien CPE wie z. B. eine FRITZ!Box stöpseln kann.

Eine Pauschalaussage, wie sauber der Generalunternehmer seine Arbeit erledigen wird, kann niemand treffen. Die OXG ist in -zig Regionen unterwegs und arbeitet mit ebenso vielen unterschiedlichen Subs zusammen. Wenn es in deiner PLZ-Region nicht schon andere OXG-Projekte gibt, bei denen du dich mit erschlossenen Personen austauschen kannst, mußt du wohl in den saueren Apfel beißen und es einfach probieren. Es kann nur besser werden, die Infrastruktur für HFC/DOCSIS und DSL bzw. klassisches Telephon über CuDa bleibt erst mal bestehen.
 
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Kostenlos ist der Anschluss tatsächlich nur bis (wahrscheinlich) in den Keller, wo auch die alte Telefon Leitung ankommt.
Bei uns im Haus wird FTTB mit G.Fast in die Wohnungen benutz.t D.h. die alten Kupferleitungen. Nach Aussage unseres Betreibers, wohl immer in Häusern mit mehr als 4 Wohneinheiten. Dabei würden keine Zusatzkosten für Dich entstehen. Ob das in Berlin bei OXG auch so ist müsste man nachfragen.
 
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FTTH = Fibre to the home ==> bis in die Wohnung
FTTB = Fibre to the building ==> bis in den Keller

Was bietet dir OXG denn nun genau an ?
Bei FTTB : musst du für die Verkabelung bis in die Wohnung sorgen
Bei FTTH : wenn OXG das so anbietet, verlegen die LWL bis in die Wohnung

So ist zumind. mein laienhafter Anspruch
 
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Laut OXG und 1und1 würde man einen FTTH Anschluss realisieren wollen.
Also nicht nur in den Keller sondern bis in die Wohnung.
 
Mojo1987 schrieb:
Ich wage zu bezweifeln das die OXG die Verlege und Installationskosten innerhalb des Gebäudes übernimmt. Das macht praktisch niemand im Privatkundenbereich.

Telekom hat das bei uns für über 7.000 Wohnungen übernommen. Keine Kosten für die Genossenschaft, keine Pflicht für die Mieter und Nutzer der Wohnungen, einen Vertrag abzuschließen.
 
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@dx1 Hier wars genauso, keine Mehrkosten. Ich glaube bei der OXG passiert das tatsächlich auch mehrkostenfrei, wichtig zu klären wäre nur der Leitungsweg, nicht das die Vonovia am Ende dann sagt "Durchs Treppenhaus ist doof", die OXG hat ein Dokument, in denen alle Möglichkeiten vom Keller in die Wohnung aufgeführt sind: https://www.oxg.de/fileadmin/user_u...schuereMehrfamilienhaus_low.pdf?gtm_latency=1
Ergänzung ()

meph!sto schrieb:
Was bietet dir OXG denn nun genau an ?
Bei FTTB : musst du für die Verkabelung bis in die Wohnung sorgen
Wieso? Bei FTTB werden doch die normalen VDSL Leitungen verwendet, das ist ja der Grund wieso das von der Telekom in großen MFHs gerne gebaut wird, weil die sich da das hochlegen sparen.
 
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Ich musste alles selber bezahlen. Habe Elektriker dafür bezahlen müssen, das sind bekanntlich Meister im Bohren und Rohre an die Decke schrauben. Ich hatte damals das Glück, dass ich einen Kabelschacht neben dem Schrinkkanal hatte. Darüber wurde letztendlich alles gezogen von Keller aus.
 
millen schrieb:
Wieso? Bei FTTB werden doch die normalen VDSL Leitungen verwendet, das ist ja der Grund wieso das von der Telekom in großen MFHs gerne gebaut wird, weil die sich da das hochlegen sparen.
Du meinst wohl das schon erwähnte G.fast. Beim "normalen" FTTB bekommst die eine GF-Leitung in den Keller rein, für den Rest ist Hauseigentümer verantwortlich.
 
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millen schrieb:
...

Wieso? Bei FTTB werden doch die normalen VDSL Leitungen verwendet, das ist ja der Grund wieso das von der Telekom in großen MFHs gerne gebaut wird, weil die sich da das hochlegen sparen.
Was sollen denn bitte VDSL Leitungen sein ?
Meinst du die normale CuDa die meist auf einer TAE Dose endet ?
 
dx1 schrieb:
Telekom hat das bei uns für über 7.000 Wohnungen übernommen.
Das lag dann an der Schieren Menge der Wohnungen und dem Potential das daraus entsteht. Noch dazu vermutlich als Wohnungsgesellschaft den Auftrag erteilt.

Auch bei der Telekom ist es nicht üblich das die das bezahlen, zumindest im Privatkundenbereich. Im Business Bereich kommts drauf an, bei grossen Kunden oder langjährigen Kunden übernehmen die das oft vollständig.

In meinen MFH musste ich die Kosten btw selbst tragen, da privater Auftraggeber.

Es kann also gut sein das wenn die Vonovia den Auftrag erteilen würde es die nichts kostet, den privaten im selben Atemzug aber sehrwohl. Daher vorher genau abklären mit OXG.
 
Mojo1987 schrieb:
In meinen MFH musste ich die Kosten btw selbst tragen, da privater Auftraggeber.

Musstest du die Kosten selbst tragen, oder nur den Leitungsweg vorbereiten?
Bei uns verlegt es die Telekom aktuell auch kostenlos innerhalb des Hauses, wenn man sich im Rahmen einer Vorvermarktung für einen Glasfaseranschluss entschlossen hat und den Leitungsweg vorbereitet.
 
all-4-one schrieb:
Musstest du die Kosten selbst tragen, oder nur den Leitungsweg vorbereiten?
Die Inhouse Verkabelung in die Wohnungen ging auf meine Kosten. Die Hausanbindung selbst hat nichts gekostet.

Anbieter war bei uns ein Regionaler.
 
Schreibt mal bitte eure Anbieter immer dazu, sonst ist das "hier hats gekostet" wenig aussagekräftig.

OXG selbst schreibt das:
1782385765378.png

(Das * bei 1200€ bezieht sich nur auf den Hausanschluss, wenn die Bagger wieder weg sind.)

1782385977404.png


1782386493620.png


1782386537623.png
 
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@millen So wurde mir das heute auch von 1und1 am Telefon mitgeteilt.

Was mich daran wundert: Wenn ich als einziger Interesse habe, wird so viel Aufwand betrieben um mich da ans Netz zu bringen. Lohnt sich das überhaupt? Die meisten meiner Nachbarn sind so User die lieber alles so lassen wie es ist und sich nicht auskennen oder nicht mehr brauchen als vorhanden. Könnte mir gut vorstellen, dass ich der einzige an der Hausnummer bin, der ersthaft Interesse hat mit Glasfaser über FTTH versorgt zu werden.

Das dann von der Straße bis zum Haus in den Keller und dann in die Wohnung zu verlegen, nur für mich... kostenlos. Das ist doch total unwirtschaftlich. Wenn ich dann einmalige Anschlussgebühr in Höhe von 50€ zahle und dann pro Monat 49,99€... das wären auf 24 Monate gerechnet ~1250€. Donnerwetter... die Kosten für die ganze Installation dürften höher liegen.
 
Das dauert lange, aber irgendwann in der Zukunft brauchen fast alle Glasfaser. Der Hausanschluss ist also nicht nur für dich und das weiß auch OXG.
 
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@DLMttH So lange nun auch nicht. Beim nächsten Anbieterwechsel oder Vertragsverlängerung kriegt der Kunde gesagt wenn er bei 1&1 bleiben will gibts nur noch Glasfaser. Schon sind die nächsten Kunden am Start.
 
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