Ahoi liebe Forengemeinde 
Anfang der Woche war es so weit und meine Eltern bekamen den ersten Flachbildschirm ihres Lebens, Technik (Plasma) und Modellwahl wurden natürlich auf meinen Rat und Nachdruck hin getroffen ^^
Auch mit "unserem" Vorgängermodell, einem Panasonic TH-50 PX60E, hier in der WG zusammen mit meiner Freundin und ihrer Mutter, war ich von Anfang an begeistert und bin es auch heute noch, was mich bei der Wahl zum Gerät für meine Eltern stark beeinflusste.
Wie sich nun bei ersten Sehtests herausstellt, jedoch absolut gerechtfertigt!
Vorweg: Meine Eltern haben eine große DVD-Sammlung und schauen (über Sat Digital DVB-S) viel TV. Größtenteils also SD-Quellen. Der Sitzabstand meiner Eltern beträgt ca. 2,5 - 2,75 Meter zum 50", was keinesfalls zu gering ist. Für meinen Dad, der mit etwas schlechteren Augen zu kämpfen hat, kommt es daher umso besser. Das Gerät steht auf einem ca. 75cm hohen Schränkchen, wodurch die Bildmitte des TVs genau auf Augenhöhe liegt.
Erste Tests mit einem (ziemlich rotzigen) SkyStar DVB-S Receiver brachten mich schon ziemlich schnell zum Staunen. Die Bildqualität, vor Allem bei den Öffentlich Rechtlichen ist phänomenal. Private Sender reichen nur bei vereinzelnten Sendungen an die Qualität heran, was jedoch bekannt ist. Dennoch wirken auch diese Sender auf einem 50" Trümmer bei nicht allzu großem Sitzabstand durchweg überzeugend. Praktischerweise kam zur richtigen Zeit die Sportschau zur Bundesliga, wo ARD mit der Bildqualität protzen konnte. Schnelle horizontale oder vertikale Schwenks rechnet der Panasonic durchweg zufriedenstellend, minimale Bildunschärfe während der hektischen Kamerafahrten sind normal und fallen nicht weiter ins Gewicht. Der Ball zeichnet sich auch bei hohen Geschwindigkeiten immer gut vom kräftigen Grün des Rasens ab. Nachziehen findet man bei Plasmas natürlich nicht, aber auch das "Afterglow" sucht man hier glücklicherweise vergebens. Artefaktbildung gibt es beim Rasen verblüffenderweise ebenfalls nicht, was aber sowieso größtenteils auf den schlechten Receiver zurückzuführen wäre (wie es auch teilweise bei Pro7 und Co. bemerkbar ist). Das alles natürlich über (zum grottenschlechten SkyStar Receiver passenden) Scartkabel.
Die Paneleinstellungen:
Sämtliche Helferlein, dynamisches Blabla, Farbkorrektur usw. sind AUS!
Kontrast ist werksseitig sehr hoch geschraubt, dieser ist herunter auf ca. 60%.
Farbe, Helligkeit und Schärfe sind werksseitig auf 50%, hiervon wurde lediglich die Farbe minimal (um 1 oder 2 Striche) heruntergestellt.
Das Bild wirkt so durchweg homogen und sehr plastisch.
Anschließend wechselte ich die Signalquelle, ein (ebenfalls sehr in die Jahre gekommener) Sony (*würg* ^^) DVP-400 DVD-Player kommt nun zum Einsatz. Natürlich auch über Scart, ohne jegliche Skalierfunktionen oder Bildverbesserer.
Auch hier überzeugt der Panasonic vollends. Für den ersten WOW-Effekt sorgte der Animationsfilm Madagascar. Sämtliche Strukturen der Tierfelle, die einzelnen Haare der Löwenmähne oder auch die feinen Riefen der Schnäbel der Pinguine werden erschrocken genau herausgezeichnet. Die Holzmaßerung der Tiertransportkisten, als die Protargonisten nach Madagaskar verschifft werden, wirken beinahe schon übernatürlich fein. Gleiches gilt für die Sandkörner am Strand, die in Großaufnahmen genial zur Wirkung kommen.
Um meinen Eltern jedoch zu beweisen, dass auch nicht-animierter Bildinhalt ein tolles Ergebnis liefern kann, legte ich anschließend Transformers ein. Zum Test kam die Szene in der Wüste, als die überlebenden Soldaten des Angriffs auf den Stützpunkt vom Skorpion attackiert werden. Auch hier spielt das Panasonic-Panel die hervorragenden Qualitäten seines geradezu überdurchschnittlichen Scalers aus. Aufgrund des Wüstensettings wirken dunklere Bildinhalte, die vom hellen Wüstensand oder dem strahlenden Himmel umgeben sind zum Angreifen echt. Einzelne Feuerprojektile, herunterstürzendes Mauerwerk und auch hier wieder die Strukturen von Steinmauern oder dem Sand wirken, wie zuvor im getesteten Animationsfilm verblüffend. Sand- oder Rauchwolken zeichnen sich ohne jedwede Artefaktbildung ab. Rechteckmuster machten sich generell nur bei sehr schlechten TV-Übertragungen des DVB-S Receivers bemerkbar, wie bereits weiter oben angedeutet (was eher auf den Receiver, als das Panel zurückzuführen ist).
Zuletzt fehlt noch der Lowlight-Bereich. Also wurde im Film Transformers ein Kapitel weiter geschaut. Optimus Prime und seine Gefolgschaft erreichen die Erde spät nachts. Das erste Aufeinandertreffen von ihnen mit dem jungen Hauptdarsteller spielt sich in einer dunklen und ruhigen Passage der Statt ab, die kaum Lichtquellen aufweist. Das Schwarz des Plasmas wirkt überzeugend und deklassiert (geradezu selbstverständlich) sämtliche LCDs die ich bisher gesehen habe. Auch gegenüber dem älteren Panasonic-Plasma, den ich ja aus dem eigenen WG-Wohnzimmer gewohnt bin, hat Panasonic nochmals zugelegt.
"Schwarz" im Sinne von "Kein Licht" ist es jedoch immer noch nicht, konzentriert man sich ein wenig, fällt auf, dass da noch ein Tick mehr geht. Die Bildschärfe im Lowlight-Bereich ist erschreckend gut, die starken Farbkontraste der Autobots lassen sie in der düsteren Seitenstraße so echt wirken, dass man meint, sie kriechen unmittelbar aus dem Panel.
Allgemein wirkt das Bild plasmatypisch und erinnert stark an eine Kinovorführung - eben genau so, wie es sich der enthusiastische Heimkinofan wünscht.
Generell war bei der Übertragung von DVD-Material überdies keine Spur von Bewegungsunschärfen. Je hochwertiger das Material also wird, desto spielender gelingt es dem Panasonic-Panel, zu (ver)zaubern.
Am kommenden Montag poste ich gern noch etwas zum Stromverbrauch, dann bekommen meine Eltern nämlich das Teufel Hybrid 4.2 (dann habe ich nen Direktvergleich zum Hybrid 5.2 auf den ich auch sehr gespannt bin).
Auf den BluRay-Player warte ich immer noch, der Panasonic DMP-BD55 ist ja aktuell garnicht so leicht zu bekommen und mein Shop des Vertrauens ärgert mich mit Lieferverzug
Noch ein kleiner Zusatz:
Der SD-Karten Slot!
Ich hätte ja nicht gedacht, dass so etwas irgendwie Sinn machen könnte, jedoch wurde der natürlich auch gleich getestet. Die Ladezeiten sind nicht die Allerschnellsten, jedoch erträglich. Die Navigation im Menü ist sehr einfach und die Vorschau der Thumbnails, die man gleich seitenweise und verhältnissmäsig zum Aufbau eines einzelnen Vollbildes recht schnell durchscrollen kann, ist komfortabel gestaltet. Die Bilder werden im korrekten Seitenverhältnis angezeigt, gegebenenfalls gibt es also seitliche oder horizontale Streifen, wo das Bild nicht formatfüllend vorliegt. Es lohnen sich also besonders 16:9-Aufnahmen, was die gängigsten Digitalkameras heute bereits beherrschen. Hier macht sich das FullHD-Panel auch schnell bemerkbar, selbst in unmittelbarer Nähe vor dem Gerät wirkt jedes Bild scharf, farbecht und flimmerfrei. Auch eine Dreh-Funktion für die Bilder ist vorhanden. Was zu fehlen scheint, ist ein Zoom! Das wäre eine wirkliche Verbesserung. Aus der Fernbedienung, bzw. dem Onscreen-Display heraus suggerierte sich mir ein solcher jedenfalls nicht. Eventuell steht in der Bedienungsanleitung beschrieben, wie der Zoom (sofern vorhanden) funktioniert, alternativ sollte das hoffentlich mit neuer Firmware eingeführt werden, das wäre eine wirkliche Verbesserung für den Picture-Modus.
Soviel zu meinem persönlichen Ersteindruck!
Vielleicht auch interessant:
Panasonic TH-50 PZ80E bei Area-DVD im Test
Vom verlinkten Test habe ich mich übrigens nicht in meinem Urteil beeinflussen lassen sondern dies selbst geformt. Den Test habe ich jedoch schon zur Erscheinung gelesen und das Urteil hat mich nur bestärkt in der Annahme, dass der PZ80E das richtige Gerät für meine Eltern (und im kommenden Frühjahr auch für mich in meinern euen Wohnung) ist.
Nebst angesprochenem Panasonic DMP-BD55 Blu-Ray Player fehlt aktuell auch noch ein hochwertiger DVB-S Receiver. Letzterer wird ziemlich sicher ein TechniSat DigiCorder HD-S2, von dem man ebenfalls nur Gutes liest.
03.12.08 - Update zum Stromverbrauch, dem TechniSat DigiCorder HD-S2 sowie dem Teufel Theater Hybrid 4.2
Mittels Voltcraft Energy Check 3000 ließen sich ganz interessante Ergebnisse ermitteln. Der Peak-Verbrauch kann bei dem Plasmabildschirm bei vollem Weiss-Inhalt auf knapp über 500 Watt steigen. Gleichzeitig jedoch kann der Stromverbrauch, selbst bei formatfüllendem 16:9 Bildinhalt bei gerade einmal 220 Watt liegen - bei etwas dunklerem Bildinhalt.
Der Durchschnittsverbrauch ist daher stark vom Material abhängig, das betrachtet wird. Bei einem eher helleren, farbenfrohem Animationsfilm wird der Durchschnittsverbrauch bei etwa 350 Watt liegen, wärend bei einem düsteren Film wie z.B. Departed nicht mehr als 300 Watt im Duchschnitt zu Erwarten sind. Ein 50" LCD-Bildschirm wird hier nicht viel besser abschneiden. Diese Messungen wurden im Panasonic-eigenen Kino-Modus durchgeführt, natürlich bei abgeschalteter Stromsparfunktion. Diese funktioniert zwar mittels automatischer Helligkeitsreduktion dem jeweiligen Bildinhalt angepasst sehr gut (teils Stromersparnis von bis zu 100 Watt), jedoch sind teils Defizite im Kontrastbereich auszumachen.
Zum Satellitenempfang:
Der TechniSat DigiCorder HD-S2 übertrifft meine Erwartungen. Dank internem Scaler (bis zu 720p oder 1080i) und natürlich vorhandener HDMI-Schnittstelle ist die Qualität, selbst bei SD-Material, wirklich beeindruckend. ARD, ZDF und die anderen Öffentlich Rechtlichen spielen hier wieder überlegen in einer eigenen Liga. Egal ob 4:3 oder 16:9, bei Moderatorinnen werden feine Haarstrehnen sehr deutlich durchzeichnet, Sandstrände oder Steinstrukturen wirken enorm plastisch. Bei den privaten Sendern ist das leider nicht durchweg - bei vereinzelten Sendungen jedoch ebenfalls zu beobachten. Wärend ich diese Zeilen schreibe, läuft gerade "Eine schrecklich nette Familie" auf Kabel 1. Die Bildqualität ist dem Alter entsprechend, der DigiCorder HD-S2 performed jedoch hervorragend und lässt das Bild, selbst auf einem 50" Plasma bei unter 3 Meter Sitzabstand nicht zu verwaschen erscheinen. Trotz deaktivierter "Noise Reduction" (Rauschunterdrückung für minderwertiges Bildmaterial) steht das Bild sauber und ohne Flackern - auch keine Moiré-Effekte treten auf.
Der absolute WOW-Effekt kommt jedoch beim Zuschalten eines HD-Senders, beispielsweise "Simul HD", "Anixe HD" oder "Astra HD Test". Auch, wenn hier lediglich 720p ausgestrahltwird, so wird schnell deutlich, was heute ohne Weiteres im herkömmlichen TV-Betrieb zu erreichen ist. Schnelle Schwenks, starke Kontrastbereiche, das ist alles belangenlos. Jedes Einzelbild der gesendeten Testdokumentation von Simul-HD (eine sich ständig wiederholende Sendung über altertümliche Ruinen im Wüstensand) wirkt gestochen scharf ud geradezu wie ein Foto. Die Strukturen des gealterten Sandmauerwerks wirkt so echt, dass man das Verlangen hat, einen Besen zu holen, um die abgebröselten Sandkörner rund um den TV-Tisch wegzufegen ^^
Übrigens ist mittlerweile auch das Teufel Theater Hybrid 4.2 eingetroffen und aufgestellt. Den gesamten Höreindruck hier zu schildern wird schlichtweg zu aufwändig, deshalb beschränke ich mich kurz auf´s Wichtigste: Mittels digitalre Zuspielung (optisch) kann davon ausgegangen werden, dass der Klang - wenn überhaupt - nur über die verbauten Analogwandler im Denon AVR 2803 beeinflusst werden, da bis hierhin ein unveränderte Bitstream direkt von der CD erfolgt. Im Sterebetrieb traut man seinen Ohren kaum. Ist man erst einmal mit dem Einmessen und richtigen Ausrichten/Anwinkeln der beiden Frontlautsprecher fertig, wirkt die gehörte Musik durchweg einfach neu - so kennt man die Lieder nicht, wenn man zuvor keine solch hochwertigen Lautsprecher sein Eigen nennen durfte. Die Bühne steht absolut stabil und je nach Song geht die Bühnentiefe noch einige Meter hinter den Lautsprechern weiter. Der Mehrkanalton ist be Stereosignal ebenfalls überzeugend, hier ist jedochwichtig, dass der Verstärker über einen hochwertigen Dolby PL-II(x) Decoder verfügt. Generell löst sich auch hier jedoch jeder Ton sehr gut von allen fünf Boxen. Der Centerlautsprecher fügt sich - wie es AreaDVD schon in ihrem Test beschrieben hat - tatsächlich überdurchschnittlich und absolut nahtlos ins Klanggeschehen ein. Beispiels eine Live-Aufnahme von Harry Belafonte wirkt derart plastisch, dass man den netten Entertainer geradezu anfassen möchte, wärend er hektisch über die Bühne rennt und permanent seinen Standot wechselt. Der Bassfetischist wird ebenfalls vollauf bedient. Dank der beiden aktiv betriebenen 25cm Langhub-Subwoofer im Bassreflexformat ist ein sehr knackiger, durchaus dynamischer und antrttsschneller Bass zu erwarten. Der auf der Rückseite der Boxen befindliche Wahlhebel von "-3db, 0db, +3db" will weise gewählt werden. Gerade in kleineren Räumen ist es sinnvoll, die eiden Subwoofer auf -3db zu stellen, da man sonst schnell in Versuchung gerät, den Subwooferpegel am Verstärker doch ziemlich weit in den Minusbereich zu drehen. Die Crossover-Frequenz erfolgt mittels Denon-Verstärker übrigens bei üblichen 80Hz - weniger würde ich den 13cm Lautsprechern bei höherem Pegel nur ungern zumuten. Dennoch gelingt der Übergang von Bass und Satelliten sehr gut und wirkt keinesfalls herausstechend oder ortbar.
Meine Eltern setzen nun noch einen drauf - da beide ihre eigenen Plätze auf der relativ großen Couch haben und hier natürlich je nach Sitzposition ein sehr unterschiedlicher Klangeindruck entsteht - soll ein neuer Verstärker mit Audyssey MultEQ daher. Dies funkioniert übrigens verblüffend gut, aus eigener Erfahrung kann ich dies über einen Denon AVR 2807 sowie dem Teufel Theater Hybrid 5.2 sagen - auch aus meinem eigenen Auto kenne ich diese Funktion, da Alpine bei den höherwertigeren Autoradios ebenfalls Audyssey´s MultEQ nutzt.
Mehr Infos dazu:
www.Audyssey.com
Cya, Mäxl
Anfang der Woche war es so weit und meine Eltern bekamen den ersten Flachbildschirm ihres Lebens, Technik (Plasma) und Modellwahl wurden natürlich auf meinen Rat und Nachdruck hin getroffen ^^
Auch mit "unserem" Vorgängermodell, einem Panasonic TH-50 PX60E, hier in der WG zusammen mit meiner Freundin und ihrer Mutter, war ich von Anfang an begeistert und bin es auch heute noch, was mich bei der Wahl zum Gerät für meine Eltern stark beeinflusste.
Wie sich nun bei ersten Sehtests herausstellt, jedoch absolut gerechtfertigt!
Vorweg: Meine Eltern haben eine große DVD-Sammlung und schauen (über Sat Digital DVB-S) viel TV. Größtenteils also SD-Quellen. Der Sitzabstand meiner Eltern beträgt ca. 2,5 - 2,75 Meter zum 50", was keinesfalls zu gering ist. Für meinen Dad, der mit etwas schlechteren Augen zu kämpfen hat, kommt es daher umso besser. Das Gerät steht auf einem ca. 75cm hohen Schränkchen, wodurch die Bildmitte des TVs genau auf Augenhöhe liegt.
Erste Tests mit einem (ziemlich rotzigen) SkyStar DVB-S Receiver brachten mich schon ziemlich schnell zum Staunen. Die Bildqualität, vor Allem bei den Öffentlich Rechtlichen ist phänomenal. Private Sender reichen nur bei vereinzelnten Sendungen an die Qualität heran, was jedoch bekannt ist. Dennoch wirken auch diese Sender auf einem 50" Trümmer bei nicht allzu großem Sitzabstand durchweg überzeugend. Praktischerweise kam zur richtigen Zeit die Sportschau zur Bundesliga, wo ARD mit der Bildqualität protzen konnte. Schnelle horizontale oder vertikale Schwenks rechnet der Panasonic durchweg zufriedenstellend, minimale Bildunschärfe während der hektischen Kamerafahrten sind normal und fallen nicht weiter ins Gewicht. Der Ball zeichnet sich auch bei hohen Geschwindigkeiten immer gut vom kräftigen Grün des Rasens ab. Nachziehen findet man bei Plasmas natürlich nicht, aber auch das "Afterglow" sucht man hier glücklicherweise vergebens. Artefaktbildung gibt es beim Rasen verblüffenderweise ebenfalls nicht, was aber sowieso größtenteils auf den schlechten Receiver zurückzuführen wäre (wie es auch teilweise bei Pro7 und Co. bemerkbar ist). Das alles natürlich über (zum grottenschlechten SkyStar Receiver passenden) Scartkabel.
Die Paneleinstellungen:
Sämtliche Helferlein, dynamisches Blabla, Farbkorrektur usw. sind AUS!
Kontrast ist werksseitig sehr hoch geschraubt, dieser ist herunter auf ca. 60%.
Farbe, Helligkeit und Schärfe sind werksseitig auf 50%, hiervon wurde lediglich die Farbe minimal (um 1 oder 2 Striche) heruntergestellt.
Das Bild wirkt so durchweg homogen und sehr plastisch.
Anschließend wechselte ich die Signalquelle, ein (ebenfalls sehr in die Jahre gekommener) Sony (*würg* ^^) DVP-400 DVD-Player kommt nun zum Einsatz. Natürlich auch über Scart, ohne jegliche Skalierfunktionen oder Bildverbesserer.
Auch hier überzeugt der Panasonic vollends. Für den ersten WOW-Effekt sorgte der Animationsfilm Madagascar. Sämtliche Strukturen der Tierfelle, die einzelnen Haare der Löwenmähne oder auch die feinen Riefen der Schnäbel der Pinguine werden erschrocken genau herausgezeichnet. Die Holzmaßerung der Tiertransportkisten, als die Protargonisten nach Madagaskar verschifft werden, wirken beinahe schon übernatürlich fein. Gleiches gilt für die Sandkörner am Strand, die in Großaufnahmen genial zur Wirkung kommen.
Um meinen Eltern jedoch zu beweisen, dass auch nicht-animierter Bildinhalt ein tolles Ergebnis liefern kann, legte ich anschließend Transformers ein. Zum Test kam die Szene in der Wüste, als die überlebenden Soldaten des Angriffs auf den Stützpunkt vom Skorpion attackiert werden. Auch hier spielt das Panasonic-Panel die hervorragenden Qualitäten seines geradezu überdurchschnittlichen Scalers aus. Aufgrund des Wüstensettings wirken dunklere Bildinhalte, die vom hellen Wüstensand oder dem strahlenden Himmel umgeben sind zum Angreifen echt. Einzelne Feuerprojektile, herunterstürzendes Mauerwerk und auch hier wieder die Strukturen von Steinmauern oder dem Sand wirken, wie zuvor im getesteten Animationsfilm verblüffend. Sand- oder Rauchwolken zeichnen sich ohne jedwede Artefaktbildung ab. Rechteckmuster machten sich generell nur bei sehr schlechten TV-Übertragungen des DVB-S Receivers bemerkbar, wie bereits weiter oben angedeutet (was eher auf den Receiver, als das Panel zurückzuführen ist).
Zuletzt fehlt noch der Lowlight-Bereich. Also wurde im Film Transformers ein Kapitel weiter geschaut. Optimus Prime und seine Gefolgschaft erreichen die Erde spät nachts. Das erste Aufeinandertreffen von ihnen mit dem jungen Hauptdarsteller spielt sich in einer dunklen und ruhigen Passage der Statt ab, die kaum Lichtquellen aufweist. Das Schwarz des Plasmas wirkt überzeugend und deklassiert (geradezu selbstverständlich) sämtliche LCDs die ich bisher gesehen habe. Auch gegenüber dem älteren Panasonic-Plasma, den ich ja aus dem eigenen WG-Wohnzimmer gewohnt bin, hat Panasonic nochmals zugelegt.
"Schwarz" im Sinne von "Kein Licht" ist es jedoch immer noch nicht, konzentriert man sich ein wenig, fällt auf, dass da noch ein Tick mehr geht. Die Bildschärfe im Lowlight-Bereich ist erschreckend gut, die starken Farbkontraste der Autobots lassen sie in der düsteren Seitenstraße so echt wirken, dass man meint, sie kriechen unmittelbar aus dem Panel.
Allgemein wirkt das Bild plasmatypisch und erinnert stark an eine Kinovorführung - eben genau so, wie es sich der enthusiastische Heimkinofan wünscht.
Generell war bei der Übertragung von DVD-Material überdies keine Spur von Bewegungsunschärfen. Je hochwertiger das Material also wird, desto spielender gelingt es dem Panasonic-Panel, zu (ver)zaubern.
Am kommenden Montag poste ich gern noch etwas zum Stromverbrauch, dann bekommen meine Eltern nämlich das Teufel Hybrid 4.2 (dann habe ich nen Direktvergleich zum Hybrid 5.2 auf den ich auch sehr gespannt bin).
Auf den BluRay-Player warte ich immer noch, der Panasonic DMP-BD55 ist ja aktuell garnicht so leicht zu bekommen und mein Shop des Vertrauens ärgert mich mit Lieferverzug
Noch ein kleiner Zusatz:
Der SD-Karten Slot!
Ich hätte ja nicht gedacht, dass so etwas irgendwie Sinn machen könnte, jedoch wurde der natürlich auch gleich getestet. Die Ladezeiten sind nicht die Allerschnellsten, jedoch erträglich. Die Navigation im Menü ist sehr einfach und die Vorschau der Thumbnails, die man gleich seitenweise und verhältnissmäsig zum Aufbau eines einzelnen Vollbildes recht schnell durchscrollen kann, ist komfortabel gestaltet. Die Bilder werden im korrekten Seitenverhältnis angezeigt, gegebenenfalls gibt es also seitliche oder horizontale Streifen, wo das Bild nicht formatfüllend vorliegt. Es lohnen sich also besonders 16:9-Aufnahmen, was die gängigsten Digitalkameras heute bereits beherrschen. Hier macht sich das FullHD-Panel auch schnell bemerkbar, selbst in unmittelbarer Nähe vor dem Gerät wirkt jedes Bild scharf, farbecht und flimmerfrei. Auch eine Dreh-Funktion für die Bilder ist vorhanden. Was zu fehlen scheint, ist ein Zoom! Das wäre eine wirkliche Verbesserung. Aus der Fernbedienung, bzw. dem Onscreen-Display heraus suggerierte sich mir ein solcher jedenfalls nicht. Eventuell steht in der Bedienungsanleitung beschrieben, wie der Zoom (sofern vorhanden) funktioniert, alternativ sollte das hoffentlich mit neuer Firmware eingeführt werden, das wäre eine wirkliche Verbesserung für den Picture-Modus.
Soviel zu meinem persönlichen Ersteindruck!
Vielleicht auch interessant:
Panasonic TH-50 PZ80E bei Area-DVD im Test
Vom verlinkten Test habe ich mich übrigens nicht in meinem Urteil beeinflussen lassen sondern dies selbst geformt. Den Test habe ich jedoch schon zur Erscheinung gelesen und das Urteil hat mich nur bestärkt in der Annahme, dass der PZ80E das richtige Gerät für meine Eltern (und im kommenden Frühjahr auch für mich in meinern euen Wohnung) ist.
Nebst angesprochenem Panasonic DMP-BD55 Blu-Ray Player fehlt aktuell auch noch ein hochwertiger DVB-S Receiver. Letzterer wird ziemlich sicher ein TechniSat DigiCorder HD-S2, von dem man ebenfalls nur Gutes liest.
03.12.08 - Update zum Stromverbrauch, dem TechniSat DigiCorder HD-S2 sowie dem Teufel Theater Hybrid 4.2
Mittels Voltcraft Energy Check 3000 ließen sich ganz interessante Ergebnisse ermitteln. Der Peak-Verbrauch kann bei dem Plasmabildschirm bei vollem Weiss-Inhalt auf knapp über 500 Watt steigen. Gleichzeitig jedoch kann der Stromverbrauch, selbst bei formatfüllendem 16:9 Bildinhalt bei gerade einmal 220 Watt liegen - bei etwas dunklerem Bildinhalt.
Der Durchschnittsverbrauch ist daher stark vom Material abhängig, das betrachtet wird. Bei einem eher helleren, farbenfrohem Animationsfilm wird der Durchschnittsverbrauch bei etwa 350 Watt liegen, wärend bei einem düsteren Film wie z.B. Departed nicht mehr als 300 Watt im Duchschnitt zu Erwarten sind. Ein 50" LCD-Bildschirm wird hier nicht viel besser abschneiden. Diese Messungen wurden im Panasonic-eigenen Kino-Modus durchgeführt, natürlich bei abgeschalteter Stromsparfunktion. Diese funktioniert zwar mittels automatischer Helligkeitsreduktion dem jeweiligen Bildinhalt angepasst sehr gut (teils Stromersparnis von bis zu 100 Watt), jedoch sind teils Defizite im Kontrastbereich auszumachen.
Zum Satellitenempfang:
Der TechniSat DigiCorder HD-S2 übertrifft meine Erwartungen. Dank internem Scaler (bis zu 720p oder 1080i) und natürlich vorhandener HDMI-Schnittstelle ist die Qualität, selbst bei SD-Material, wirklich beeindruckend. ARD, ZDF und die anderen Öffentlich Rechtlichen spielen hier wieder überlegen in einer eigenen Liga. Egal ob 4:3 oder 16:9, bei Moderatorinnen werden feine Haarstrehnen sehr deutlich durchzeichnet, Sandstrände oder Steinstrukturen wirken enorm plastisch. Bei den privaten Sendern ist das leider nicht durchweg - bei vereinzelten Sendungen jedoch ebenfalls zu beobachten. Wärend ich diese Zeilen schreibe, läuft gerade "Eine schrecklich nette Familie" auf Kabel 1. Die Bildqualität ist dem Alter entsprechend, der DigiCorder HD-S2 performed jedoch hervorragend und lässt das Bild, selbst auf einem 50" Plasma bei unter 3 Meter Sitzabstand nicht zu verwaschen erscheinen. Trotz deaktivierter "Noise Reduction" (Rauschunterdrückung für minderwertiges Bildmaterial) steht das Bild sauber und ohne Flackern - auch keine Moiré-Effekte treten auf.
Der absolute WOW-Effekt kommt jedoch beim Zuschalten eines HD-Senders, beispielsweise "Simul HD", "Anixe HD" oder "Astra HD Test". Auch, wenn hier lediglich 720p ausgestrahltwird, so wird schnell deutlich, was heute ohne Weiteres im herkömmlichen TV-Betrieb zu erreichen ist. Schnelle Schwenks, starke Kontrastbereiche, das ist alles belangenlos. Jedes Einzelbild der gesendeten Testdokumentation von Simul-HD (eine sich ständig wiederholende Sendung über altertümliche Ruinen im Wüstensand) wirkt gestochen scharf ud geradezu wie ein Foto. Die Strukturen des gealterten Sandmauerwerks wirkt so echt, dass man das Verlangen hat, einen Besen zu holen, um die abgebröselten Sandkörner rund um den TV-Tisch wegzufegen ^^
Übrigens ist mittlerweile auch das Teufel Theater Hybrid 4.2 eingetroffen und aufgestellt. Den gesamten Höreindruck hier zu schildern wird schlichtweg zu aufwändig, deshalb beschränke ich mich kurz auf´s Wichtigste: Mittels digitalre Zuspielung (optisch) kann davon ausgegangen werden, dass der Klang - wenn überhaupt - nur über die verbauten Analogwandler im Denon AVR 2803 beeinflusst werden, da bis hierhin ein unveränderte Bitstream direkt von der CD erfolgt. Im Sterebetrieb traut man seinen Ohren kaum. Ist man erst einmal mit dem Einmessen und richtigen Ausrichten/Anwinkeln der beiden Frontlautsprecher fertig, wirkt die gehörte Musik durchweg einfach neu - so kennt man die Lieder nicht, wenn man zuvor keine solch hochwertigen Lautsprecher sein Eigen nennen durfte. Die Bühne steht absolut stabil und je nach Song geht die Bühnentiefe noch einige Meter hinter den Lautsprechern weiter. Der Mehrkanalton ist be Stereosignal ebenfalls überzeugend, hier ist jedochwichtig, dass der Verstärker über einen hochwertigen Dolby PL-II(x) Decoder verfügt. Generell löst sich auch hier jedoch jeder Ton sehr gut von allen fünf Boxen. Der Centerlautsprecher fügt sich - wie es AreaDVD schon in ihrem Test beschrieben hat - tatsächlich überdurchschnittlich und absolut nahtlos ins Klanggeschehen ein. Beispiels eine Live-Aufnahme von Harry Belafonte wirkt derart plastisch, dass man den netten Entertainer geradezu anfassen möchte, wärend er hektisch über die Bühne rennt und permanent seinen Standot wechselt. Der Bassfetischist wird ebenfalls vollauf bedient. Dank der beiden aktiv betriebenen 25cm Langhub-Subwoofer im Bassreflexformat ist ein sehr knackiger, durchaus dynamischer und antrttsschneller Bass zu erwarten. Der auf der Rückseite der Boxen befindliche Wahlhebel von "-3db, 0db, +3db" will weise gewählt werden. Gerade in kleineren Räumen ist es sinnvoll, die eiden Subwoofer auf -3db zu stellen, da man sonst schnell in Versuchung gerät, den Subwooferpegel am Verstärker doch ziemlich weit in den Minusbereich zu drehen. Die Crossover-Frequenz erfolgt mittels Denon-Verstärker übrigens bei üblichen 80Hz - weniger würde ich den 13cm Lautsprechern bei höherem Pegel nur ungern zumuten. Dennoch gelingt der Übergang von Bass und Satelliten sehr gut und wirkt keinesfalls herausstechend oder ortbar.
Meine Eltern setzen nun noch einen drauf - da beide ihre eigenen Plätze auf der relativ großen Couch haben und hier natürlich je nach Sitzposition ein sehr unterschiedlicher Klangeindruck entsteht - soll ein neuer Verstärker mit Audyssey MultEQ daher. Dies funkioniert übrigens verblüffend gut, aus eigener Erfahrung kann ich dies über einen Denon AVR 2807 sowie dem Teufel Theater Hybrid 5.2 sagen - auch aus meinem eigenen Auto kenne ich diese Funktion, da Alpine bei den höherwertigeren Autoradios ebenfalls Audyssey´s MultEQ nutzt.
Mehr Infos dazu:
www.Audyssey.com
Cya, Mäxl
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