mchawk777
Lt. Commander
- Registriert
- Okt. 2024
- Beiträge
- 1.368
Mit größer werdenden Datenträgern wird nicht nur das Thema Bitrotting auch immer relevanter für den Einzelnen.
Bei magnetischen Datenträgern, wie HDDs, ist das in der Regel sehr überschaubar, denn Magnetismus verflüchtigt sich langsamer als - lapidar ausgedrückt - die Elektronen aus den Speicherzellen.
Eine Möglichkeit bei HDDs wäre die bewusste, aktive Remagnetisierung von Sektoren.
Z. B. mit dem Programm DiskFresh. Es liest die Speicherzellen aus und schreibt sie wieder neu.
Achtung: Bitte nicht auf SSDs anwenden, wenn Du keinen Superverschleiß verursachen möchtest.
Mitunter werden auch Tools wie SpinRite empfohlen und der zu erzielende Effekt ist auch nicht unumstritten.
Meine Meinung: Alle 2-4 Jahre Archiv-HDDs aus dem Schrank zu holen und Diskfresh drüber laufen zu lassen mag zwar etwas Zeit in Anspruch nehmen - fällt im Zweifel aber nicht durch.
Bei RAID-Systemen sollte man um Bitrotting entgegenzuwirken ab und an mal ein Scrub - eine RAID-Bereinigung durchführt.
Wozu hat man den sonst die Redundanz-Daten. 😉
Kommen wir zur SSD.
Hier haben wir das Problem, dass zwischen den Speicherzellen und dem Betriebssystem noch ein Controller sitzt, der verhindert, dass das Betriebssystem direkten Zugriff bekommt.
Allerdings sollen diese Controller-Chips halt Speicherzellen umsortieren, wenn deren Datenqualität sinkt.
Hier ist mein Lösungsansatz recht banal: Regelmäßig Image-Voll-Backups anlegen. (Mache ich automatisiert 1 Mal pro Monat)
Damit zwingt das Backup-Programm den Controller letztendlich an alle Zellen mit Daten anzusteuern und zu lesen.
...in der Hoffnung, dass der Controller evtl. Leseprobleme findet und die Daten dann reorganisiert.
Das gleiche erreicht man auch, wenn man beispielsweise für alle Dateien auf dem Datenträger HASH-Werte errechnen lässt.
Beispielsweise unter Windows mit dem Programm ExactFile.
Theoretisch kann man damit natürlich auch sämtliche Änderungen an Dateien feststellen, indem man den Digest testet.
Bleibt dann nur noch die Kunst der Einschätzung, ob eine Änderung gewollt oder Bitrot ist.
Daher - nett zu wissen - aber für mich irgendwie witzlos.
Hoffe das hilft einigen von euch weiter.
Weiter Ideen gerne hier notieren.
...und wie heißt es immer im Chaosradio abschließend: Verschlüsselt schön eure Backups! 😉
Bei magnetischen Datenträgern, wie HDDs, ist das in der Regel sehr überschaubar, denn Magnetismus verflüchtigt sich langsamer als - lapidar ausgedrückt - die Elektronen aus den Speicherzellen.
Eine Möglichkeit bei HDDs wäre die bewusste, aktive Remagnetisierung von Sektoren.
Z. B. mit dem Programm DiskFresh. Es liest die Speicherzellen aus und schreibt sie wieder neu.
Achtung: Bitte nicht auf SSDs anwenden, wenn Du keinen Superverschleiß verursachen möchtest.
Mitunter werden auch Tools wie SpinRite empfohlen und der zu erzielende Effekt ist auch nicht unumstritten.
Meine Meinung: Alle 2-4 Jahre Archiv-HDDs aus dem Schrank zu holen und Diskfresh drüber laufen zu lassen mag zwar etwas Zeit in Anspruch nehmen - fällt im Zweifel aber nicht durch.
Bei RAID-Systemen sollte man um Bitrotting entgegenzuwirken ab und an mal ein Scrub - eine RAID-Bereinigung durchführt.
Wozu hat man den sonst die Redundanz-Daten. 😉
Kommen wir zur SSD.
Hier haben wir das Problem, dass zwischen den Speicherzellen und dem Betriebssystem noch ein Controller sitzt, der verhindert, dass das Betriebssystem direkten Zugriff bekommt.
Allerdings sollen diese Controller-Chips halt Speicherzellen umsortieren, wenn deren Datenqualität sinkt.
Hier ist mein Lösungsansatz recht banal: Regelmäßig Image-Voll-Backups anlegen. (Mache ich automatisiert 1 Mal pro Monat)
Damit zwingt das Backup-Programm den Controller letztendlich an alle Zellen mit Daten anzusteuern und zu lesen.
...in der Hoffnung, dass der Controller evtl. Leseprobleme findet und die Daten dann reorganisiert.
Das gleiche erreicht man auch, wenn man beispielsweise für alle Dateien auf dem Datenträger HASH-Werte errechnen lässt.
Beispielsweise unter Windows mit dem Programm ExactFile.
Theoretisch kann man damit natürlich auch sämtliche Änderungen an Dateien feststellen, indem man den Digest testet.
Bleibt dann nur noch die Kunst der Einschätzung, ob eine Änderung gewollt oder Bitrot ist.
Daher - nett zu wissen - aber für mich irgendwie witzlos.
Hoffe das hilft einigen von euch weiter.
Weiter Ideen gerne hier notieren.
...und wie heißt es immer im Chaosradio abschließend: Verschlüsselt schön eure Backups! 😉