Leserartikel Gedanken zum Thema Bitrotting auf HDD und SSD

Bei SSDs ist die Fähigkeit, Daten auf lange Zeit unbeschadet zu bewahren auch davon abhängig, wie stark der NAND schon abgenutzt ist, d.h. wie viele Write/Erase Zyklen der schon mitbekommen hat.

Das wurde u.A. hier experimentell gezeigt:

(Okay, n=1, daher keine statistische Auswertung, aber der experimentelle Aufbau ist mMn halbwegs OK daher kann man die Ergebnisse auch nicht einfach abwerten bloß weil er nicht die Kaufkraft hatte, fürs Experiment 100 SSDs zu kaufen.)
 
gymfan schrieb:
Interesant wäre daher eher, wie sich HAMR HDDs im realen Langzeittest verhalten werden.

Ja. "Eigentlich" sollte das gut halten, weil ja dafuer magnetisch so harte Materialien verwendet werden, dass sie bei Normaltemperatur mit einem technisch machbaren Magnetfeld nicht mehr umgepolt werden koennen, da sollten sie sich auch nicht von selbst entmagnetisieren. Inwieweit das dann tatsaechlich so ist, und ob nicht z.B. irgendeine Komponente des Lasers dann nach ein paar Jahren den Geist aufgibt, und man dann ein Datenrettungsunternehmen fuer die Platte braucht, ist halt die Frage.
 
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dx1 schrieb:
HDDs haben keine Speicherzellen und unter dem Link lese ich
Korrekt - hier nennt man es Sektoren.
Generell schreiben die etwas Blödsinn auf diesem Portal.
So empfehlen sie dieses Tool für SSDs. Würde mir im Traum nicht einfallen.
Organix schrieb:
Alle wurden erkannt und auf keiner hat etwas gefehlt oder war defekt, bin aus Interesse mal durch dutzende Videos und hunderte Fotos geblättert. Hab alte Software ohne Fehler entpackt und einfach mal installiert.
Ist vollkommen in Ordnung - es muss ja auch nichts passieren.
Es ist alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit.
So kann ein Radfahrer beispielsweise gegenüber einem LKW auf seine Vorfahrt bestehen und es kann auch jahrelang gut gehen. Nur wenn der Fall eintritt.... Es zählt halt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, OB etwas eintritt, sondern auch welche Auswirkungen es haben kann, wenn es eintritt. 😉
Krik schrieb:
Die JEDEC-Norm gibt vor, dass Consumer-SSDs ihre Daten bei 30°C für mindestens 1 Jahr vorhalten müssen. Je kühler sie gelagert werden, desto länger halten sie. Auch der Verschleiß der Flashzellen fließt da mit ein.
Wieder was Neues gelernt. Danke!
MoonTower schrieb:
Gerade bei Festplatten wird das Thema meiner Meinung nach überbewertet / wird viel Angst im Netz verbreitet!
Es passieren >1000 andere "Unglücke" mit meinen Daten bis so etwas wie Bit Rot / Datenverfall auftritt.
Ja, nur wie ich oben schrieb kommt es halt nicht nur auf die Wahrscheinlichkeit an, ob etwas passiert.
...aber in Zeiten, in denen nach wie vor eine umfangreiche Backup-Resistenz in der Bevölkerung exisitiert und dann im Anschluss die Mimimis durch die Supportforen schallen. Ein bisserl Dramatik kann da nicht schaden. 😉
kieleich schrieb:
Nix für ungut, nur fangen statistisch gesehen so häufig weltanschauliche/technikreligiöse Antworten an, die des Lesens nicht wert sind. Also wird ab dieser Stelle einfach ignoriert. 🤷‍♂️
 
mchawk777 schrieb:
Z. B. mit dem Programm DiskFresh.
Verwirrende, deutsche Vermittlung zur Software, da DiskFresh AFAIK seit 1.1, die deutlich älter als zehn Jahre ist, nicht mehr weiterentwickelt wurde - braucht auch niucht mehr können, als es damals konnte, aber den Hickhack um "ist das nun für SSD oder HDD" hätte man vorbeugen können, wenn man die Urquelle nimmt. Zitat: "DiskFresh is compatible with Windows XP/2003/Vista/2008/7/8/2012 including 64 bit versions."

Als die letzte Version veröffentlicht wurde, gab es Windows 10 noch nicht. Im Jahr 2025 kann man das quasi als Abandonware bezeichnen, was aber in diesem Fall nichts macht, weil sich durch DiskFresh keine Sicherheitslücken oder sowas auftun - es bleibt ein valides Tool, das ich auch schon empfohlen habe. Allerdings erwähne ich heute dazu, dass einmal den kompletten HDD-Inhalt komplett von HDD A auf HDD B oder umgekehrt kopieren, die Bits auch auffrischt und nicht länger dauert. DiskFresh schreibt einfach alles einmal neu.
KingLz schrieb:
... aber wenn bei Videos oder Bildern ein paar Bits gedreht sind, das merkt man nicht mal. ...
Oh doch! Scroll mal in Bitrot and Atomic COWs von arstechnica 2014 ganz herunter zu den vier Bildern - ein einzelnes Bit geflippt macht sehr sichtbaren Schaden, zwei Bits geflippt enorm.
 
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MountWalker schrieb:
Verwirrende, deutsche Vermittlung zur Software,
Vollkommen berechtigte Bemerkung.
Es war was schlampig von mir den erstbesten google-Treffer zu nehmen.
MountWalker schrieb:
Zitat: "DiskFresh is compatible with Windows XP/2003/Vista/2008/7/8/2012 including 64 bit versions."
Ich habe es erfolgreich unter Windows 11 getestet.
...was auch immer das heißt. Ob jetzt DiskFresh oder auch Spinrite haben für mich nur einen sehr eingeschränkten Nutzen, da ich 3-2-1-Backups fahre und keine HDD-Archive im Schrank habe.
Ja doch: HDDs viele - aber alle schön leer und stromlos.
Bekomme keine Zeit mich um das Zeugs zu kümmern - ggf. verkaufen oder entsorgen.😅
 
CoMo schrieb:

CoMo schrieb:
nur mit einer Windows Pro for Workstations
Ist ReFS zuverlässig?
Welche Vor- / Nachteile gibt es im Vergleich zu NTFS?

Würde mich schon mal interessieren, wie da die Erfahrungswerte sind.

Edit:
Hat sich erledigt.
Habe da etwas recherchiert.
 
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