Gedenkminute für SSD

sidewinderpeter

Lt. Commander
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Ich habe kürzlich im Zuge des Upgrades auf Win 10 dem Laptop einer Freundin eine SSD(250GB HP S700)
spendiert. Bei dem Gerät(aus ~2012) handelt es sich glaube ich um den Sony VPC-CB4Z1E/W oder zumindest ein sehr ähnliches Gerät, also auch mit i5 der Sandy Bridge-Generation, HM65-Chipsatz und AMD 6XXXm GPU. Es ist auch das neueste BIOS drauf, das ich entdecken konnte.

Nun hab ich festgestellt, dass der Bootvorgang aber trotz SSD sehr lange dauert. Es liegt IMHO weniger an der SSD selbst, als daran, dass der Laptop beim oder nach dem POST eine "Gedenkminute" einlegt, in der die HDD LED auch völlig tot scheint. Danach geht's dann los und alles geht schön schnell. Ich bin einigermaßen ratlos, weil das vorher bei der HDD glaube ich nicht der Fall war(aber die war halt so unendlich langsam). Außerdem habe ich, soweit es die (kaum vorhandenen) BIOS-Einstellungen zulassen auch alles richtig eingestellt(AHCI...) und nach einigen Versuchen, das vorher installierte Dual-Boot-System zu klonen, dann auch einfach einen Clean Install des Win 10 über USB gemacht.

Wo liegt der Fehler? Braucht das BIOS tatsächlich so lange, um die SSD zu erkennen/initialisieren? Gibt es da Unverträglichkeiten mit den Chipsätzen? Macht es Sinn, da jetzt noch eine andere SSD auszuprobieren, oder soll man sich in dieses Schicksal ergeben? Hat jemand schon mal sowas erlebt, ich nämlich nicht, bei geschätzten 20 SSDs verschiedener Baureihen/Hersteller in verschiedensten(auch alten) Hardwareumgebungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Muss das Notebook denn schwuppdiewupp hochgefahren sein?

Habe letztens auch eine SSD in einen Desktop-PC eingebaut.
An der Durchlaufdauer des Post-Screen hat das nix geändert und würde auch nix ändern.

Das ist meiner Meinung nach nur dein Gefühl, dass es vorher schneller ging.
In Wirklichkeit ist es vermutlich gleich bzw. nur minimalst langsamer.
 
BIOS ist die letzte Verfügbare Version? Der wird nach ner Festplatte suchen und keine an dem Anschluß finden!
 
Mal BIOS-Reset gemacht?
 
Wie gesagt, der Rechner ist insgesamt deutlich schneller. Die Patientin ist auch glücklich. Nur wie gesagt, diese ziemlich exakt 30 Sekunden beim Post, nach einem anfänglichen kurzen Aufflackern der HDD LED, wo einfach überhaupt nichts passiert, irritieren mich schon ein wenig.

@cb_darkman: jup, letztes BIOS drauf

@supastar: nö, ich glaub das ist auch gar nicht möglich. Das ist wie gesagt ein sehr seltsames AMI-Bios mit sehr wenigen Einstellungen. Zu Prozessor, RAM und MoBo gar nichts, Passwort und Super-Passwort kann man setzen und die Bootreihenfolge(HDD/USB/CD) bestimmen. Das war es in etwa...
 
Also die SSD ist an erster Stelle in der Bootreihenfolge, oder?
Gibts im BIOS irgendeine Art Fast-Boot?
 
Ich nutze den Thread für eine Gedenkminute für meine verstorbene Crucial MX500 2TB.

Nach etwa einem Jahr hat sie mich völlig unerwartet verlassen.

Glück im Unglück - Geld zurück und für 90€ weniger wieder ein 2TB gekauft xD

Offtopic / Ende

Wie hast du denn Windows installiert ?
 
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@Bruzla: Fast-Boot hab ich nicht entdeckt. SSD an erster Stelle, ja. Ich habe auch überlegt, ob es damit zusammenhängt, dass ich die Restore-Partition der HDD(Win7 Home) nicht repliziert habe. Diese war nämlich vormalig über den ominösen "Assist" Button erreichbar.
@RaptorTP: wie gesagt, USB Installation mit einem selbst neu erstellten Medium. Lediglich ein Gerät im GM bleibt mit Fragezeichen, vermutlich irgendein Laufzeit-Controller, hab da schon rumgedoktert und in Foren gesucht - ohne Erfolg. Die sonstige Hardware wurde komplett richtig erkannt. Kenn ich von Win 10 aber auch nicht anders. Sony hat sogar einen Catalyst-Treiber, der funktioniert, wo man zwischen IGPU und dedizierter Grafik umstellen und konfigurieren kann.
 
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Hat er die "Gedenkminute" auch mit der alten HDD gemacht?
Für mich klingt das einfach nach einem Bios das halt ohne Fastboot alles gründlich initialisiert.
 
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@QShambler: das kann ich so nicht mehr sagen, weil es mit der HDD einfach generell unendlich lang gedauert hat: etwa 5 min+ Bootsequenz bei Win 7 + nochmal etwa 5 Minuten, bis er dann im Idle ohne HDD-Aktivität war. Da isser jetzt nach etwa 2 Minuten inklusive der Gedenkzeit.

Danke Euch allen für die Tipps! Und: bleibt gesund :)
 
sidewinderpeter schrieb:
Wo liegt der Fehler?
Die POST Zeit wird ja von der SSD nicht verkürzt, da ist ja noch das BIOS dran und erst danach lädt es den Bootloader und bootet das Betriebssystem. War die POST Zeit denn vorher kürzer? Dann dürfte der Fehler sein eine DRAM less SSD gekauft zu haben, die S700 Pro wäre die bessere Wahl gewesen. Tomshardware hat mal mehrere solcher DRAM less SSDs getestet und schreibt im Fazit:
Das liegt daran das die Controller die Mappingtabelle also den Flash Translation Layer (FTL) und eben nicht Userdaten im DRAM Cache ablegen, also die Information wo die Daten im NAND stehen und wo NAND frei ist um dort schreiben zu können. Die ohne DRAM Cache halten dann immer einen kleinen Teil der Mappingtabelle im interen SRAM des Controller, genug um gut in den Benchmarks abzuschneiden die ja nur über ein oder weniger GB Adressraum benchen und daher tolle Werte ins Datenblatt schreiben zu können. Aber im Alltag muss der Controller dann ständig erstmal wieder den passenden Teil aus dem NAND nachladen, was eben viel länger als ein DRAM Zugriff dauert.

So ein erhöhter Workload entsteht übrigens auch, wenn es zu wenig RAM gibt und daher geswappt wird und gerade alte Notebooks haben ja oft nicht so viel RAM, aber gerade bei ihnen wird oft so eine billigere DRAM less SSD verbaut.
 
Holt schrieb:
Die POST Zeit wird ja von der SSD nicht verkürzt, da ist ja noch das BIOS dran und erst danach lädt es den Bootloader und bootet das Betriebssystem. War die POST Zeit denn vorher kürzer?
Wie gesagt, davor ist mir das so nicht aufgefallen, dass einfach 30 Sekunden die HDD LED gar nicht geleuchtet hat. Kurzum ja, ich glaube schon, dass es schneller ging, bis nach dem POST der nächste Bildschirm kam. Die hat einfach 10 Minuten durchgerödelt, bis man im Win 7 überhaupt was machen konnte...
Holt schrieb:
So ein erhöhter Workload entsteht übrigens auch, wenn es zu wenig RAM gibt und daher geswappt wird und gerade alte Notebooks haben ja oft nicht so viel RAM, aber gerade bei ihnen wird oft so eine billigere DRAM less SSD verbaut.
In dem Laptop 8GB(2 SODIMMs) verbaut, sollte normal für Win 10 reichen. Was mich irritiert ist halt auch, dass ich früher schon mal in einen alten Toshiba-Laptop mit HM55 Chipsatz eine uralte 120GB ADATA SSD(S510) eingebaut hatte und der funktioniert ohne "Gedenkminute", also sozusagen anstandslos.
 
Hallo sidewinderpeter,
hast du schon eine Lösung, oder nimmst du die SSD Gedenkminute einfach in Kauf ? Ich habe das selbe Phänomen bei zwei Notebooks, einmal Lenovo G770 Model 1037 und auch bei einem Acer Aspire 7750G und such mich schon dumm und dusselig, wie ich diese lange Wartezeit bis zum durchbooten kürzer bekomme.
Wenn die Dinger mal hochgefahren sind, ist alles palleti und schnell.
Vielen Dank für gute Ideen auch ins Forum
Viele Grüße optiman
 
Erstmal Willkommen im Forum.

Bei sidewinderpeter war halt eine DRAM less SSD im Spiel, die sind lahm wenn sie etwas mehr gefordert werden, siehe Post #11. Ansonsten hängt die Bootzeit vor allem von der Zeit für die Initialisierung der Hardware ab, weniger von der Performance der SSD. Wir hatten hier mal vor einiger Zeit diesen Thread, wo dann letztlich ein "HP CUE DeviceDiscovery Service" das Booten massiv verzögert hat. Den speziellen Service hast Du vermutlich nicht, aber in dem Thread findest Du auch die Anleitung, wie Du so einen Übeltäter in Deinem System ausfindig machen kannst.
 
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