Geparkte .de-Domain kaufen: Realistischer Preis? Worauf achten?

Persönlich war ich leider zu langsam, um die Domain nachname.de für mich zu beanspruchen, selbiges gilt für nachna.me - und dabei habe ich eigentlich einen sehr seltenen Namen.

Da mich das Thema auch interessiert: Bei welchem Anbieter ist man denn besonders gut (und halbwegs günstig) aufgehoben, um Domain-Reservierung und Email-Postfach unter einen Hut zu bringen?

Im Moment habe ich über meinen 1&1 Vertrag eine Domäne kostenlos drin - da hatte ich mal vnachname.de gebucht weil nachname.de schon vergeben war (also erster Buchstabe vom Vorname davor). Damit habe ich aber eigentlich noch nichts gemacht, auch weil ich in Nachinein mit der Wahl des Domain-Namen nicht super glücklich bin. Der einzelne Buchstabe ist etwas blöd.

Meint ihr, vornamenachname.de oder vorname-nachname.de klingt seriöser?

Wie nennt ihr dann eigentlich eure Mailboxen bei solch einem Schema? Bewerbungsmails rausschicken von bewerbung@domain.de?
 
Rickmer schrieb:
Wie nennt ihr dann eigentlich eure Mailboxen bei solch einem Schema? Bewerbungsmails rausschicken von bewerbung@domain.de?
Wenn du selbst eine Firma hast oder irgendwo in der Personalabteilung arbeitetest und auf der Suche nach neuem Personal bist, kannst du in die Stellenausschreibung bewerbung@firma.de als Kontaktadresse reinschreiben. Wenn die Rollenverteilung andersrum ist, also du selbst Bewerber bist, ist das meines Erachtens aber ein No-Go.

Hintergrund solcher funktionaler Adressen ist, dass sie bewusst nicht personengebunden sind. Nicht Herr/Frau Maier, Huber, Müller oder sonst wer ist alleine dafür zuständig, die Flut an Bewerbungen zu sortieren. Nein, das macht die Personalabteilung, die logischerweise aus mehren Leuten besteht, weshalb man das vorab nicht einer Person zuordnen möchte. In diesem Kontext ist das daher üblich und auch legitim.

Verfährst du als Bewerber nach dem selben System, wirkt das aber einfach nur extrem unpersönlich und distanziert. Dein zukünftiger Arbeitgeber möchte dich kennenlernen und deine persönlichen Kontaktdaten, über die er dich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch erreichen kann. Keine offensichtlich zweckgebundenes (wegwerf-)Spezial-Postfach, wo man damit rechnen muss, dass du später, sobald du irgendwo einen Job bekommen hast, nie mehr reinschauen wirst.

Wenn man vorname-nachname.de als Domain registriert hat, würde ich für Bewerbungszwecke irgendwas allgemeines voranstellen. Also eine Adresse, die man theoretisch als alleinige persönliche Adresse universell für alles erdenkliche nutzen kann, eine Adresse, die du dir so auch auf eine Visitenkarte drucken würdest, wo du vorab nicht weißt, für wen die Karte bestimmt ist. Möglichkeiten wären da beispielsweise:


Das soll jetzt übrigens keine Widerspruch zu dem (sehr guten) Tipp von @madmax2010 mit dem catch-all-Postfach sein. Zum Anlegen irgendwelcher Accounts, wo die Daten nur maschinell verarbeitet werden, also kein Mensch dahinter sitzt, auf dessen subjektive Bewertung ich angewiesen bin, würde ich genau so verfahren und für jeden Dienst eine eigene Adresse verwenden. Nur für den Spezialfall einer Bewerbung, bzw. allgemein persönliche Kommunikation von Mensch zu Mensch, wo es mir wichtig ist, bei meinem Gegenüber einen gewissen Eindruck zu hinterlassen, würde ich es halt eher nicht machen.


Rickmer schrieb:
Meint ihr, vornamenachname.de oder vorname-nachname.de klingt seriöser?
Bindestich ist einerseits gut, weil es die Lesbarkeit verbessert. Andererseits ist es zum Buchstabiere doof und ist nicht so schön zu tippen. Hat beides sein Vor- und Nachteile. Bezüglich Seriosität ist es meines Erachtens egal, welche Variante man wählt. Letztlich ist es wohl einfach Geschmackssache.
 
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Arbeite nicht in der Personalrekrutierung, aber ich würde wohl genauso verfahren, wie bei allen anderen auch und eine individuelle Adresse generieren, z.B. Bewerbung-edeka@Nachname.de. Sollte sich daran jemand stören, dann könnte er/sie/es/div mich mal gerne haben. 😉
Und wenn die Adresse in einem anderen Zusammenhang (SPAM etc) wieder auftauchen würde, so wüsste ich zumindest, dass all meine persönlichen Daten, die im Bewerbungsprozess geflossen sind, vermutlich ebenfalls in Gefahr sind und wem ich das zu verdanken hätte.

Los geht es z.B. bei goneo für 50c/M.
 
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Bob.Dig schrieb:
Sollte sich daran jemand stören, dann könnte er/sie/es/div mich mal gerne haben.
Mit der Grundeinstellung kann man sich den Aufwand einer eigenen Domain dann aber auch gleich sparen und direkt "beliebigeBuchstabenkombination@gmx.de" nutzen. Macht dann auch keinen besseren oder schlechteren Einruck, verursacht aber weniger Aufwand und keine Kosten.

Gut, wenn die primäre Motivation zum Registrieren einer eigenen Domain Spamschutz und besserer Datenschutz ist und das Erscheinungsbild nach außen eher zweitrangig ist, kann man natürlich schon so verfahren. Aber wenn ich schon explizit mit der Motivation starte, dass besseres Erscheinungsbild nach außen mein Hauptziel ist und Spamschutz nur ein netter Nebeneffekt ist, den ich zwar gerne mitnehme, der für mich aber eigentlich eher unwichtig ist, macht es halt wenig Sinn, wenn ich am Ende plötzlich sage "sollen die Leute doch denken, was sie sollen, Hauptsache mein Spamschutz funktioniert". Das wäre dann eine klassische Zielverfehlung.

Ich finde Spamschutz wird sowieso überbewertet. Ich habe seit Ewigkeiten eine Gmail-Adresse, die ich für nahezu alles nutze. Foren, Onlineshops, Streamingdienste, Hotelbuchungen, Konzerttickets,... einfach alles. Wahrscheinlich inzwischen schon bald an die 200 verschiedene Dienste oder mehr, wo die Adresse registriert ist. Und ich bekomme bislang keinen Spam. Nichts, nada. Im Gegenteil, ich hatte Mühe damit den Spamfilter zu deaktivieren (ist bei gmail etwas kompliziert, man muss extra einen Filter setzen, der nach Nachrichten mit dem Attribut "Spam" sucht und diese als "kein Spam" kennzeichnet), weil ich zu viele false-positive hatte.
 
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der Preis richtet sich vollkommen nach Angebot und Nachfrage und nicht was irgend eine Webseite ausspuckt.
 
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