ArrorRT schrieb:
aber wenn die Box in einem anderen Netz ist geht das auch?
Das ist ja Sinn der Sache. Wäre das nicht so, könntest du nicht im Internet surfen...
Von "innen" nach "außen" ist in einem herkömmlichen Heimrouter alles zugreifbar.
Heimnetzwerk --> (LAN/WLAN) Fritzbox (WAN) --> www
Dieser Weg geht standardmäßig immer. Wäre es nicht so, könnten wir uns jetzt nicht unterhalten, weil dein PC/Laptop/Tablet/Smartphone hinter deinem Router in einem anderen Netzwerk liegt als das Ziel (=computerbase.de).
Andersherum geht das aber nicht so ohne weiteres.
Heimnetzwerk -- (LAN/WLAN) Fritzbox (WAN) ||||||||||||<-- www
Eine Verbindung, die von jenseits des WAN-Ports reinkommt, wird von der Firewall des Routers geblockt. WAN ist sozusagen immer das Internet, das gute (du willst surfen) und das böse (ein Hacker greift dich an). Bei gewünschten Verbindungen von außen nach innen kommen Portweiterleitungen ins Spiel, die eben diese Verbindungen in der Firewall freigeben.
Wenn du nun zwei Fritzboxxen hintereinander hängst, entsteht eine Routerkaskade. Dabei ändert sich an der obigen Situation nichts, - abgesehen davon, dass eine weitere Ebene hinzukommt:
Böses NAS --> Fritz2 ---Heimnetzwerk--> Fritz1 --> www
Auch hier wieder, in Richtung --> ist alles erlaubt, andersherum nicht. Das www kann nicht auf das Heimnetzwerk zugreifen und das Heimnetzwerk nicht auf das böse NAS. Wenn du das also so machen willst, musst du die Netzwerke umdrehen.
Heimnetzwerk --> Fritz2 ---NetzMitBösemNAS--> Fritz1 --> www
Damit kannst du vom Heimnetz auf das NAS zugreifen, aber das NAS kann nicht von sich aus in das Heimnetz. Diese Konstellation nennt man salopp "DIY-DMZ", weil das Netzwerk des Internetrouters quasi als DMZ fungiert.
Bei Synology kann man beim VPN-Server auf dem NAS einstellen ob VPN-Clients Zugriff auf das Heimnetzwerk haben dürfen oder nicht. Ich gehe stark davon aus, dass es bei QNAP eine ähnliche Einstellung gibt. In meinen Augen wäre das nämlich der sinnvollere Weg. Das Problem ist allerdings, dass die Rückmeldungen zum Setup meist sehr einsilbig ausgefallen sind wie "nein" oder "geht nicht". So ist es denkbar schwierig, zu einer Lösung zu kommen.