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NewsGerüchte über Expansion: Samsung könnte Intels Lücke mit deutscher Fabrik schließen
In Groß-Gerau wollte ein US-Unternehmen ein Rechenzentrum hinklatschen, von dem die Stadt fast nichts gehabt hätte, das aber auch noch massive Infrastruktur-Investitionen erfordert hätte. Wollen wir wirklich die Abhängigkeit von US-Unternehmen und den Kapitalabfluss dahin noch verstärken (denn das wäre es ja nach der anfänglichen Investition, wo das meiste bis auf die reine Halle ja auch an US-Firmen gehen dürfte)?
Rechenzentren können Hetzner, Telekom, Schwarz und Co auch allesamt in D bauen, da muss es nicht VantageDC sein.
Das ist daher schwer vergleichbar mit einem strategischen Thema wie einer modernen Halbleiterfertigung, die D derzeit einfach nicht hat.
Das geplante Gelände ist bereits eine Industriebrachfläche.
Wagniskapital gibt's halt fast nur in den USA.
Der Landkreis Groß-Gerau und seine Kommunen haben angesichts einer dramatischen Haushaltslage im Jahr 2025/2026 mehrfach Unterstützung vom Land Hessen gefordert und erhalten. Die angespannte finanzielle Situation ist durch Rekord-Defizite gekennzeichnet.
Soforthilfe des Landes (Nov. 2025): Das Land Hessen hat dem Landkreis Groß-Gerau und seinen Kommunen eine Soforthilfe in Höhe von fast 14 Millionen Euro zugesagt. Diese Mittel sind Teil eines 300-Millionen-Euro-Pakets für hessische Kommunen, um die "anhaltende Wirtschaftsschwäche" und ausbleibende Steuereinnahmen zu kompensieren.
--> Schade, dass die Zahlung schon erfolgt ist. Als Landesregierung würde ich nach der Entscheidung ihnen den Vogel zeigen und sagen: keinen Euro gibt's mehr!
Infineon beendet ein schwieriges Geschäftsjahr mit sinkenden Gewinnen und hofft auf den KI-Boom. Unter dem Strich verdiente der Halbleiterhersteller von Oktober 2024 bis September 2025 gut 1 Milliarde Euro, rund 22 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Umsatz sank leicht, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
Das wäre für beide Seiten ein Gewinn. Deutschland hätte dadurch einen großen Chiphersteller mehr und Samsung Electronics hätte eine Produktionsstätte in EU. Da immer mehr Länder egoistisch handeln (siehe USA, China usw.) ist es nur eine Frage der Zeit, dass auch die EU an andere Länder Forderungen stellen könnte. Z.B. Made in EU, um auch deren Produkte in EU abzusetzen. Das wird in der Strategieabteilung von Samsung Electronics sicher beachtet und berücksichtigt werden. Da das Unternehmen in den nächsten Jahren sehr gut verdienen wird, wäre die Investition in Deutschland sicher kein finanzielles Problem.
Deutschland könnte eher durch Bürokratieabbau und durch logistische Unterstützung (z.B. Stromversorgung) die Investitionsentscheidung vereinfachen.
Vor einigen Jahren, als SK Innovation (heute SK On) in Frankfurt/Oder eine neue Batteriefabrik bauen wollte und die Behörde nachfragte, wie lange ein Genehmigungsverfahren dauern würde, wurden die möglichen Investoren abgeschreckt, als sie eine Antwort erhielt: min. 2 Jahre. Dann sind sie nach Ungarn gegangen. Das sollte nicht noch mal passieren.
Unsere osteuropäischen Nachbarn haben das selbe Problem bzgl. Überalterung und lassen ihre jungen Nachwuchskräfte nicht mehr kampflos gen Westen ziehen. Die werben dann mit mehr Geld, mehr Rente, Wohnung und anderen Dingen, um die Emigration zu verhindern. Und da wir in Deutschland nun mal nach der "Geiz-ist-geil-Mentalität" leben, wollen wir uns die stetig teurer werdenden Osteuropäer nicht mehr leisten und schauen uns in Ländern um, wo die potentiellen Arbeitskräfte noch deutlich günstiger sind.
Ich arbeite für ein Automatisierungsunternehmen für Fertigung und was ich da diese Woche am Donnerstag erst wieder gehört habe, lässt einem bewusst werden, wie schnell es auf den abstehenden Ast gehen kann.
Ich war vor 2 Jahren bei einem Konzern zu Besuch, die in England nahe Bristol einen Standort hatten. Die haben dort in eine simple/einfachere Automatisierung investiert.
Gestern war ich beim gleichen Konzern in Österreich und habe erfahren, dass der Standort dicht gemacht worden ist, weil die nicht entsprechend geliefert haben. Folge war, dass die den Standort dicht gemacht haben und das Automatisierungssystem nach Ungarn verlegen. Die Entscheidung wurde letztes Jahr im Oktober getroffen. Es wurde auch betont, weshalb die deswegen deutlich mehr in den Standort Österreich investieren wollen, sodass die nicht auch unter die Räder kommen.
Wenn dann aber von seitens Politik/Bürgerentscheide solche expansions Investitionen blockiert werden und deswegen der Standort dicht gemacht wird, dann hat man den Schuss nicht mehr gehört.
Im der Industrie, wo ich meine Kunden betreue, möchte auch niemand mehr arbeiten, weil man dreckig werden kann und wahrscheinlich in Schicht arbeitet. Aber das man dort auch ohne Probleme mit +3000€ Netto am Ende des Monats rausgeht, scheint man wohl zu vergessen. Stattdessen will man im 9-5 Job im Büro +3000€ Netto haben, der aber Übersättigt ist der Markt. Nichts machen, aber Manager-Gehälter verdienen, das ist der Zeitgeist.
Ergänzung ()
Salamimander schrieb:
Weil man in Indien seinen Chemie Müll weiter in die Umwelt Kippen kann, schon fuerchterlich unser Standort
Mag sicher ein Grund sein. Der größte und Entscheidendste Punkt sind aber die Gaspreise und BASF konkurriert nun mal Global gegen andere Konzerne, die bessere Konditionen zum produzieren von Chemie haben.
Die Gaspreise in DE, wie auch die Strompreise sind industriell gesehen noch immer günstig. Wir Privatverbraucher finanzieren das ordentlich quer. 2000 Stellen baut man auch nicht wegen Gaspreisen in Indien neu auf . Das BASF international konkurrenzfähig bleiben muss ist mir klar, nur genau da liegt das Problem: Solange Neo-Kapitalismus gelebt wird, spielen nachgelagerte Kosten und Effekte keine Rolle in den Berechnungen. Die kann ja die nächste Generation tragen… PASF, Öl, Gas, … zum Kreislauf gehören auch Entsorgung und Entschädigung. Beides rechnet man einfach nicht mit ein und schon ist die Bilanz in Indien besser, wen interessieren schon Umweltkosten, kann ja der Steuerzahler übernehmen. Warum ist es wohl teurer Batterien zu recyceln anstatt neue zu bauen? Sicher nicht weil es WIRKLICH teurer ist…
Denn im internationalen Vergleich sind die Strompreise in Deutschland kaum wettbewerbsfähig. "Der Strompreis in Deutschland ist etwa zwei- bis dreimal so hoch wie in den USA", erklärt Oliver Holtemöller, Vizepräsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). "Und auch höher als in den meisten anderen europäischen Wettbewerbsländern."
Eine Studie der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft gibt für China einen Industriestrompreis von rund acht Cent pro Kilowattstunde an. Ähnlich günstig ist Elektrizität in den USA. In Deutschland dagegen zahlen industrielle Großverbraucher etwa 13 Cent pro Kilowattstunde, mittelständische Industriebetriebe meist deutlich mehr. Hier lag der Preis im vergangenen Jahr bei rund 18 Cent pro Kilowattstunde.
Die kann ja die nächste Generation tragen… PASF, Öl, Gas, … zum Kreislauf gehören auch Entsorgung und Entschädigung. Beides rechnet man einfach nicht mit ein und schon ist die Bilanz in Indien besser, wen interessieren schon Umweltkosten, kann ja der Steuerzahler übernehmen. Warum ist es wohl teurer Batterien zu recyceln anstatt neue zu bauen? Sicher nicht weil es WIRKLICH teurer ist…
Und nein, Neo-Kapitalismus hat kurzfristige Gewinne im Sinn, ohne Sozialverträglichkeit, Auswirkungen auf Soaziales und Umwelt, usw.
Es geht besser, gerade der Mittelstand zeigt das, aber da krankt es sehr sehr stark in DE (und noch mehr weltweit). Die EU tut langsam immer wieder kleine Schritte in die richtige Richtung. Deutschland alleine gefühlt länger nicht. Wir haben eigene Big Player und diese muss man nicht fördern! Denn die bringen kaum Steuern und co ein. All das tut der Mittelstand … Es gibt vielleicht noch wenige global Player aus DE, die weiterhin nicht maximal Profit orientiert arbeiten, aber diese sind sehr sehr selten geworden… Schuld daran sind aber auch genauso die Verbraucher(ich schließe mich da selber zum Teil ein). Gaebe es eine echte Nachfrage nach solchen Produkten, gaebe es auch die Produkte. Aber es tut ja auch China… :| (