Gibt es NAS mit Controllerredundanz?

GoetzCebu

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Ich frag deshalb, weil ich vor Jahren ne WD Station mit Raid 1 hatte
Toll redundante Daten dachte ich - und dann gabs einen Controllerfehler - der REDUNDANT beide Platten platt machte.

Deswegen habe ich derzeit 2 4bay NAS von QNAP - aber da ich jetzt auf RAID6 gewechselt habe ist die Kapazität eben halbiert.
Ok, wenn meine Cryptos noch 1 Jahr weiter so steigen dann spielt Geld keine Rolex mehr, aber ich überleg halt auch, warum nicht 1 NAS mit 8 oder 10Bay ... aber da reicht dann wieder 1 Controller um alles zu zerstören....

Daher die Frage, wie sichere ich mich gegen Controllerfehler am besten ab? ... solange der Bitcoin noch keine Million wert ist lach
 
Wie immer. Durch Backups. Und nur durch Backups. Damit es nicht vergessen wird. Ein RAID, egal welches Level, egal mit welchem Controller, ersetzt niemals ein Backup. Einfache Kiste.
 
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Kauf Dir das Nas 2x :-)
 
eben.
wobei ich empfehle, raid6 und vier platten zu überdenken. weil maximal ineffizient, und dabei maximal komplex.
mach ein raid5 mit fünf platten, oder ein raid6 mit zehn platten.
um welten effizienter, und wenn dahinter mindestens zwei backup instanzen. sollte jedenfalls reichen.
 
Die ganz großen Enterprise NAS Systeme haben Controller Redundanz.
Aber es geht hierbei rein und Verfügbarkeiten und nicht um Datensicherheit.

Datensicherheit erreichst du mit BTRFS oder ZFS und Backup/Snapshots.
 
So isses. Datensicherheit gibt's nur durch ein Backup.
Ich verwende ein einfaches Zyxel NAS326 mit zwei 8TB Platten und hab zusätzlich nochmal eine 8TB Platte in einem externen USB3 Case. Diese stecke ich immer mal wieder an und mache ein Backup, für nichts anderes ist die Platte da.
So sind alle halbwegs wichtigen Daten gesichert.
Und - Shame on me - die Platte lagert im gleichen Haushalt. Wenn die Bude also abbrennt, ist trotzdem alles futsch.
Bin aber aktuell dran, eine weitere Sicherung auf dem NAS meines alten Herrn einzurichten, dann wäre zumindest für alles wirklich wichtige auch ne Brandschutzzone vorhanden.

//edit// Die Platten im NAS arbeiten übrigens nichtmal in irgendeinem RAID-Level sondern gänzlich unabhängig voneinander. Macht im Falle eines Plattenausfalls am wenigsten Ärger.

Dass ich so nicht restlos alle Daten gesichert habe, ist mir bewusst. Habe aber entsprechend priorisiert. Wenn das Filmarchiv abbrennt, hab ich größere Sorgen als das.
 
Zuletzt bearbeitet:
genau, es muss immer zwischen Daten SICHERHEIT und VERFÜGBARKEIT unterschieden werden, das sind zwei verschiedene Dinge!

damit es ganz klar wird: auch wenn du zig Controller redundant einsetzt, wenn dir der Blitz rein haut, dann ist alles weg! Oder wenn du glaubst dich mit Filtern dagegen absichern zu können, dann frage mal die Leute deren Häuser bei den Überschwemmungen weg gespült wurden.

und wenn du immer noch nicht an Naturkatastrophen glaubst, dann nehmen wir einen Verschlüsselungstrojaner als Beispiel...

dieser ganze Aufwand mit RAIDs dient nur dazu, die Daten bei einem "kleineren" Problem weiterhin sofort verfügbar zu haben und nicht warten zu müssen, bis das letzte Backup an einem anderen (sicheren) Ort auf neuer Hardware wieder eingespielt werden kann.

ansonsten klar, in der Firma setzen wir auf Network Appliance Filer. Da ist jedes Shelf (RAID4!) per redundanter Fibrechannel Verbindung an zwei getrennte "Heads" angeschlossen. Fällt eine Verbindung oder ein ganzer Head aus, dann übernimmt der andere. Da sind dann auch die Caches Akku gepuffert usw. usf. und trotzdem muss davon noch ein Backup gemacht werden (von den "echten" Daten).
 
GoetzCebu schrieb:
Deswegen habe ich derzeit 2 4bay NAS von QNAP - aber da ich jetzt auf RAID6 gewechselt habe ist die Kapazität eben halbiert.
Wieso Raid6 und kein Raid5?
Raid6 macht erst ab 6 und mehr Festplatten Sinn.
 
RAID6 weil ich QNAP habe und die leider keine Möglichkeit bieten das Betriebssystem und die installierten Applikationen zu sichern, bzw. Auf eine neu installierte Platte zu kopieren und dann von dort zu booten...
Die alte Systemplatte war 5,5 Jahre alt und damals als Single Disk angelegt.
Leider ist QNAP da unflexibel...., wenn ich die Systemplatte upgraden will läuft das auf ne komplette Neuinstallation hinaus, inkl. aller installierten Apps. Die leider nicht alle eigene Backupfunktionen haben.
Daher mach ich grad ein RAID6, damit umgehe ich das Problem jetzt erstmal für ne Weile.

Welche NAS Systeme gibt es denn wo ich Single Disk haben kann, aber eben das System mit auf ne grössere Platte umziehen kann wenn die alte zu alt wird?
Es nur auslagern macht ja keinen Sinn wenn ich dann bei upgrades immer komplett alles neu installieren muss.

Und RAID6 weil ich mein Glück kenne... siehe Controllerfehler ... deswegen lieber 2 HDD redundant
 
GoetzCebu schrieb:
Und RAID6 weil ich mein Glück kenne... siehe Controllerfehler ... deswegen lieber 2 HDD redundant
Wie schon in Post #2 erwähnt: Ein Backup schützt vor Datenverlust. RAID erhöht entweder die Performance, die Verfügbarkeit oder beides, ist jedoch eben genau kein Backup (was du ja schon selbst erfahren durftest)!
 
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Ja, es gibt solche NAS-Systeme, findest du bei den üblichen Herstellern im Bereich Business/Enterprise/KMU. Aber auch dies erhöht nicht die Datensicherheit sondern nur die Verfügbarkeit.
Als nächstes brauchst du dann redundante Netzteile und für eins der Netzteile eine USV oder je eine USV pro Netzteil.
Warum nicht eine USV für beide Netzteile? Ganz einfach: Hat die USV ein Problem, ist da dein Single Point of Failure.

Gibt noch einige weitere SPoFs aber die ignorieren wir hier mal weil das nur Dinge sind, die man zuhause eher weniger findet ;)

All das genannte erhöht aber nur die Verfügbarkeit und entbindet dich nicht von der Notwendigkeit für Backups!
 
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Mickey Mouse schrieb:
Oder wenn du glaubst dich mit Filtern dagegen absichern zu können, dann frage mal die Leute deren Häuser bei den Überschwemmungen weg gespült wurden.
Dann kommt der Asteroid und alles ist egal, selbst wenn man gerade auf der IIS sein sollte. Das ist halt noch etwas unwahrscheinlicher wie eine Jahrtausendflut, die alle paar Jahre auftritt.

Mickey Mouse schrieb:
und wenn du immer noch nicht an Naturkatastrophen glaubst, dann nehmen wir einen Verschlüsselungstrojaner als Beispiel...
Denen kann man mit etwas Plattenplatz und genauso wenig Aufwand entgegen treten, falls am verschlüsselten Gerät nicht auch die Hausautomation hängt und der Brandschutz als Notfallmaßnahme bei Verbindungsabbruch zur Steuerung nicht das Haus unter Wasser setzt.

snaxilian schrieb:
Als nächstes brauchst du dann redundante Netzteile und für eins der Netzteile eine USV oder je eine USV pro Netzteil.
Warum nicht eine USV für beide Netzteile? Ganz einfach: Hat die USV ein Problem, ist da dein Single Point of Failure.
Darauf folgen redundante CPUs/Ram und co (Stratus ftServer lassen grüßen).

Ob das Ausgangsproblem wirklich am Controller lag oder nicht doch an anderer HW des NAS, wird man wohl nie heraus finden.
 
gymfan schrieb:
Jahrtausendflut, die alle paar Jahre auftritt.
Eine "Jahrtausendflut", die alle paar Jahre auftritt, ist dann halt keine Jahrtausendflut mehr ;)
gymfan schrieb:
Darauf folgen redundante CPUs/Ram und co (Stratus ftServer lassen grüßen).
Naja irgendwann sollte man aufhören und versuchen Redundanzen an ein einzelnes System zu kleben und auf verteilte und redundante Systeme setzen. Da stellt man sich keinen Storage mit zwei Controllern hin sondern irgendwas mit Ceph, Lustre, GlusterFS, Quobyte, usw. je nach Anforderung.
 
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