News Globalfoundries: Neuer 12-nm-FD-SOI-Prozess für Dresden angekündigt

Volker

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#1
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#2
D.h. das ist dann ein Prozess für IBM POWER, nicht für AMD?
 
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#3
Das ist eine Technologie für alle die ihre Produkte mit den Design-Kits umsetzen, besonders für Low Power Produkte. Desktop Prozessoren sind High Power wo weiterhin FinFET aktuell ist. Also eher nicht für AMD oder IBM.
 

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#4
IBM-Entwicklung in NY 14HP FF/SOI -> 7HP FF/SOI (teurer Prozess) (Power9, Zen+)
Entwicklung des STM-Prozesses in Dresden -> 22FDX (28nm FDSOI) -> 12FDX (14nm FDSOI) (Billigprozess)
 
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#5
Bisherige FD-SOI Prozesse zielten eher auf Ultra-Low-Power Chips ab - IoT und ähnliches. Ob solche Prozess ohne weiteres für High-End-Chips geeignet wären ist daher eher fraglich. Dazu kommt noch der Umstand, dass der Prozess relativ spät kommt. Apples aktueller A10 SoC soll ja gerüchteweise bereits in 10nm vom Band laufen.
 

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Rear Admiral
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#6
Kenn mich nicht aus mit Fertigungsprozessen. Wiki sagt, dass man mit dem SOI-Prozess:
- eine deutlich verringerte Leistungsaufnahme erreicht
- Letzteres u.A. durch deutlich geringere Leckströme
- deutlich höhere Taktraten

Also das wäre an sich ja schon ziemlich geil für'n Desktop - hohe Taktraten, weniger Wärmeprobleme (+geringere Leistungsaufnahme) und selbst wenn's warm ist weniger Leckströme. Bei den 32nm CPUs von AMD hat das mit der geringen Leistungsaufnahme ja nicht geklappt aber wenn bald mit 22 nm oder in ein paar Jahren mit 12nm Fertigung gearbeitet wird, dann wäre das bestimmt ziemlich geil.
 
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#9
Bei den 32nm CPUs von AMD hat das mit der geringen Leistungsaufnahme ja nicht geklappt aber wenn bald mit 22 nm oder in ein paar Jahren mit 12nm Fertigung gearbeitet wird, dann wäre das bestimmt ziemlich geil.
Hatte aber beim Athlon64 geklappt (zumindest wenn man die Verhältnisse in damaliger Zeit betrachtet) und dieser basierte bereits auf SOI. Für 130 nm brauchte der jedenfalls recht wenig Strom...
 
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Wolfsrabe

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#13
Ob AMD irgendetwas davon zugute kommen wird, ist nicht klar.
Aber Dresden! Na zum Glück haben wir hunderttausendfach Fachkräfte mit geballtem Fachwissen aus der zweiten und dritten Welt in unser Land gelassen. So wird es ein leichtes sein, die Prozessumstellung dieser Hochtechnologie schnell umzusetzen und zu schnellen Ergebnissen zu kommen. Ein Hoch darauf! Ich freu mich!
 
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#14
Aber Dresden! Na zum Glück haben wir hunderttausendfach Fachkräfte mit geballtem Fachwissen aus der zweiten und dritten Welt in unser Land gelassen.
Ja, diese "zweite Welt" (Zitat Wiki: "Die Sozialistischen Länder zur Zeit des Kalten Krieges, siehe Ostblock") nannte sich "DDR", geographisch an der selben Stelle, die wir "neue Bundesländer" nennen.

Dresden war das Zentrum der Mikroelektronikforschung in der DDR, Produktion war allerdings zum Großteil in Erfurt.
 
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#15
Dresden ist der einzige verbleibende Standort mit wirklicher Relevanz im Halbleiterbereich. Alleine durch GLOBALFOUNDRIES, mit dem größten Werk Europas. Die Standortwahl wurde aufgrund der guten Infrastruktur und Fachkräfte getroffen, damals von AMD und Siemens (Heute Infineon). ZMD gab es ja bereits von Ostzeiten, heute als X-Fab bekannt. Also insgesamt ist in Dresden mit GLOBALFOUNDRIES, Infineon, X-Fab und Fraunhofer schon so einiges vertreten und die Stadt als Standort international absolut in der Spitze vertreten.
Die renomierte Technische Universität trägt natürlich auch dazu bei. Und global aufgestellte Unternehmen setzen auf Mitarbeiter aus allen Regionen der Welt, da einfach die Fähigkeiten mehr zählen als andere Aspekte. Das ist überall in der Industrie so.
 
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#17
Welche Subventionen? Die 1mrd Euro die da geflossen sind, dass sind Peanuts. In Asien gäbe es viel mehr und auch andere Vorteile, dauerhafte Zuwendungen usw. Gemessen an den Kosten sind die Förderung in Deutschland eher mau und jedes Unternehmen kassiert EU Gelder usw. das hat nichts mit Dresden zu tun. Fördergelder hätte es sicher auch in der Pampa in Bayern oder Brandenburg gegeben. Aber nicht die anderen Vorteile, wie ein Flughafen keine 10min entfernt, Autobahn nur 3min entfernt, günstige geologische Bedingungen. Und wie gesagt, Know-how durch die in der DDR aufgebaute Sparte.
 
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