News Google antwortet auf Datenschutzvorwürfe

lächerlich - sobald es eine gleichwertige alternative gibt hinter der kein solcher megakonzern steht werde ich mich von google verabschieden und solange hilft eben customize google.
 
Ich verstehe die Argumentation, sie haben meine IP Adresse und daher bin ich gläserner Mensch, nicht ganz. Natürlich muss ich damit rechnen immer mehr benutzerspezifische Werbung in den Banners zu finden, das ist doch nicht schlecht und ich muss ja nicht drauf reagieren. Dies ist doch völlig identisch wie in der realen (nicht Cyber-Welt), wenn ich durch die Straßen von St. Pauli gehe muss ich auch damit rechnen "benutzerspezifische Werbung" auf den Werbeplakaten zu sehen. Weder wissen aber die Werbeplakate noch die Werbebanner von den Homepages für wenn sie gedacht sind und wer dahinter steht.

IPs speziell im Internet sind übrigens sehr begehrt und daher werden oft von Providern WANs mit derselben IP Adresse versorgt (ist bei mir im Moment der Fall) diese IP Adressen werden dann von zehn Leuten oder mehr zeitgleich im Internet benutzt und nur der Provider "sollte" dabei wissen wer gerade welche Seite aufruft. Somit dürfte es im Moment auch noch ziemlich schwierig sein für Google (Google-Suche) ein soziales Netzwerk aufzubauen (den Google Mail Service benutz ich nicht, mir ist aber klar, dass E-Mail (auch POP3 E-Mail Adressen) eher zum Aufbau von sozialen Netzen missbraucht werden können).

@uligate Cookies und Offline - Files lösche ich tatsächlich nach jeder Internetsitzung (ist eine Standardeinstellung von Firefox und auch Internetexplorer) und auf die Chronik sollte ohnedies keine Internetseite zugreifen können.
 
Den Cache lösche ich nach dem Beenden des Browers zwar nicht, aber Cookies werden bei mir von Opera erst gar nicht angenommen (ausgenommen sehr wenige Seiten wie CB).

Ich möchte auch nicht wissen, wem Goggle die Daten alles zur Verfügung stellt. Ich könnte mir vorstellen, dass der CIA etc. da sicher Interesse dran haben.
Na und? Geheimdienste sollen ruhig Zugriff auf die Daten von Google haben. CIA & Co. suchen bestimmt nicht nach privaten Raubkopierern und Leuten die sich Filme ziehen. Die suchen "größere" Verbrecher.
Was mich eher stört ist die Tatsache, das jeder mittelmäßige Beamte (z. B. Finanzamt) problemlos auf die Konten seiner Steuerpflichtigen zugreifen kann. Ein Bekannter von mir hat sein Geld schon auf Banken in Schottland liegen...
 
Und Du glaubst wirklich, dass die bösen Jungs ihre Pläne über G_mail (scheiss Sterne) diskutieren? Na klar. Könnte es vielleicht auch dazu dienen unliebsamen Menschen schon viel früher Steine in den Weg zu legen oder Wirtschaftsspionage zu betreiben (Stichwort ECHELON)?
 
Abfragen sollten GAR NICHT gespeichert werden. Verbindungen ebenfalls nicht!

Egal ob von Google oder den Providern.

Niemanden geht es etwas an, was ich für Informationen suche oder was ich für Interessen habe. Auch nicht "um vor Betrug zu schützen", denn schließlich ist Google für Niemanden bindend.

Informelle Selbstbestimmung ist ein Recht unserer Demokratie.

Alles Andere stellen diktatorische Maßnahmen dar.
 
Schön das es doch noch Menschen gibt , denen Datenschutz wichtig ist !

Es gibt auch Menschen , die sogar freiwillig ihre Fingerabdrücke in den Rechner scannen , weil es schick ist und weil es ja soooo umständlich ist ,ein Kennwort einzutippen . Da öffnen sich für Krimminelle ganz neue Dimensionen !

Ich habe seit kurzem alle Toolbars aus meinen Browsern entfernt - Google hat sich einfach upgedatet , obwohl ich Automatikupdate deaktiviert habe !
Wenn ich als User nicht mehr entscheiden darf , was auf meinem Rechner passiert , fühle ich mich entmümdigt !

Und niemand hat auf meinen PC ungefragt Werbebanner zu senden oder anderen Müll . Ich brauche niemanden , der mir mein Gehirn wäscht und mir sagt ,
welche Produkte ich kaufen soll !!!

PC ist Privatsphäre genau wie ein Brief o. Telefonat .

Ich bin überzeugt , der Missbrauch von Daten geht erst richtig los .

Es geht darum , uns zum Konsum zu nötigen . Und deshalb muß jeder durchschaubar sein - damit er manipulierbar ist .

Und mit Brain.exe lässt sich wirklich viel vermeiden !

Stimmt , die Demokratie bröckelt und es wächst die Konsumdiktatur .

Vieleicht sollte man sich besser überlegen , wem man seine Stimme gibt .
 
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Eine gewisse Speicherung ist schon wichtig (z.B. Telefondaten, wer telefonierte wann mit wem). Das ist notwendig, um auch Verbrecher zu bekämpfen. Erfolge dieser Art gab' es bereits zahlreiche. Diese Speicherung ist aber keine Inhalts- Speicherung.

Deswegen ist der Vergleich von Google einfach nur zum Schmunzeln :evillol:. Ich hatte schon das Argument erwartet, andere machen es auch. Gut,... warum töten wir nicht alle - machen auch manch' andere. So hat sich dann Google nicht beschlossen andere gleichartige Dienste zu vergleichen, sondern eine Vorratsdatenspeicherung im Zuge der Telekommunikation zum Vergleich heranzuziehen (wohl gemerkt, keine inhaltliche Speicherung). Google lässt grüßen, ist ja bereits im Mobilfunkbereich bereits angekommen und versucht die Dienste dort ebenso zu etablieren.

Hier geht es sich aber um Inhalts- Speicherung und Nutzer-Profil-Bildung, zu dem keiner gefragt wird, ob man es möchte - ebenso wenig, wie man sich bei Aufnahmen von Google Vans auf (zum Glück derzeit nur amerikanischen) Strassen IM VORFELD gegen wehren kann (GoogleView). Auch hier ist eine Antwort Googels mangelhaft: Nutzer könnten die Bilder im Nachhinein ja löschen lassen - gut, dass wir im Zeitalter des Internets sind (weil ich dann hierzu keinen Kommentar nun abgeben muss). Gut, dass jemand die Wahl hatte! Welche Wahl?

Genau diese Frage stelle ich mich bei Google immer wieder - vermeiden so gut es geht ist die eine Seite. Die andere Seite ist aber eine Forderung an die europäische Politik endlich eine einheitliche Gesetzesgrundlage zu schaffen und Firmen wie Google nicht willkürlich machen zu lassen, wie sie es vorhaben (zum Glück kündigen sie wenigstens noch an, was sie möchten). "Don't be Evil" ist meiner Meinung schon lange aufgegeben worden von Google. "Be Better, Be Bigger, Be Evil and get Profit per Privacy-Pressure" - alles nur im Sinne des Nutzers versteht sich.

Goolge-Plug-ins (wie GoogleToolbar) sollte man schon aus Sicherheitsgründen vermeiden, weil Google keinen Wert legt auf Sicherheitsstopfung, treu nach deren "Kernaussage" der News, dass man
News schrieb:
Datenschutz, Sicherheit und Service stets sorgsam abwägen müsse

Die größte Sorgfalt: Vermeidung von Google-Diensten und Abwägen von Konsequenzen wg. Datenschutz-Missbrauch.
 
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@ Mike

Auch meine Telefonverbindungen sollen nicht gespeichert werden, da es niemanden etwas angeht, mit wem ich telefoniere.

Die Unschuldsvermutung ist Bestandteil des Rechtsstaatsprinzips. Auch ein Teil unserer Demokratie.

Verbrecher dürften normalerweise ERST bei der Vermutung abgehört und die Telefonverbindungen gespeichert werden.

In dem Moment, wo präventiv abgehört wird, wird jeder Mensch unter Generalverdacht gestellt und das darf nicht sein!
 
evox9 schrieb:
Telefonverbindungen - Unschuldsvermutung - Teil unserer Demokratie - präventiv abgehört - jeder Mensch unter Generalverdacht gestellt

@evox9: Stimme Dir in dem Punkt zu, dass präventives Abhören und jeden unter Generalverdacht zu stellen nicht korrekt ist. Bin froh, dass es bei uns die Unschuldsvermutung gibt und nicht wie im Fall Daum jeder beweisen muss, dass er unschuldig ist.

Sicherlich habe ich auch nichts zu verbergen (hört man ja so oft hier im Forum), aber lege großen Wert auf informelle Selbstbestimmung, Datensensibilität und Datenschutz.

Bezogen auf die Telefonverbindungs-Speicherung (nicht Inhalte der Gespräche, sondern Rufnummern, die angerufen wurden oder haben) muss ich aber gestehen, dass das nicht so schlimm ist - vorausgesetzt es wird kein Profit damit gemacht (d.h. keine Unternehmen, wie Google oder Mailanbieter), sondern dem Gemeinwohl dient, - also auch mir - im Sinne einer schnelleren und effektiveren Verbrecher-Bekämpfung, Beispiele sind Terror Madrid2004, Kinderentführung Köln2006. Man darf nicht vergessen, dass vorsichtige Kriminelle keine Handy-Verträge abschließen, mehrere Handys haben und immer besser ausgestattet sind etc. Die Strafverfolgungsbehörden müssen mit dem Stand der Dinge mithalten und schnell reagieren können. Nur so können sie Leben retten (Entführung) oder aber zeitig einschreiten (Attentate, z.B. ferngesteuert über Handy - wie Madrid). Dabei ist es besonders wichtig, dass Verbindungen anschließend analysiert werden, um auch Hinterleute und kriminelle Organisationen aufzudecken. Deswegen muss ich in diesem Punkt sagen - trotzt extremer Datenschutz-Vorlieben meinerseits, dass das in Ordnung ist. Vorausgesetzt aber, es wird kontrolliert, wie mit Sicherheit umgegangen wird. Verwechseln darfst Du jetzt nicht, Telefonverbindungsdaten (wer mit wem und wann) mit Abhören. Das letztere bedarf richterliche Beschlüsse (abgesehen vom 3.Terror-Paket: BND und MAD, aber die hören und lesen sowie so mit ;) ). Bezüglich Abhören stimme ich Dir da vollkommen zu (Geheimdienste muss man ohenhin an dieser Stelle ignorieren), aber wenn Verbindungen erst gespeichert werden, wenn man einen Terroristen hat - ist es für viele Menschen schon zu spät, weil sie nicht in hierarchischen Strukturen organisiert sind, sondern in losen Verbund-Zellen.

Bei Google aber ist es was anderes - hier ist es schon der Inhalt (auch wenn gekürzt auf 1 1/2 Jahre oder 2 Jahre), zudem wird nicht nur gespeichert, sondern darüber hinaus die Datenvielfalt kombiniert: IP, Suchanfragen, je nach Dienst, Namen - unglaublich wie gläsern man ist - es ist ja nicht nur die IP, wie manche hier schreiben, die zu einem eindeutigen UID Googels führt. Bemängeln kann man vor allem, dass man nicht gefragt wird, aber gleichzeitig Google auch noch dran verdient - Profilbildung um jeden Preis, Hauptsache Profit. Das ist absolut nicht in Ordnung und hat mit Sicherheit im geringsten was am Hut - weswegen ich auch den Vergleich Googels scharf kritisiere und ablehne.
 
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Zur News selbst würde mich mal eine kleine Erklärung interessieren.
Da steht z.B.:

" Während oben genannte Datenschutzrichtlinie tendenziell eher kurze Speicherungszeiträume verlangt, fordert die neue EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, die bis 2009 in allen EU-Mitgliedsländern umgesetzt sein muss, dass Telekommunikationsunternehmen die Daten ihrer Kunden zum Zwecke der Straftatverfolgung zwischen sechs und 24 Monaten zu speichern haben – ein Zeitraum, in dem Google, obschon kein Telekommunikationsunternehmen, mit besagten anderthalb Jahren im absolut annehmbaren Bereich liegt."

Ja wie jetzt?
Eine Richtlinie ist ja kein Gesetz. Wie das genau ausgestaltet wird, hängt ja vom jeweiligen Mitgliedsstaat ab (es sei denn, ich liege gerade ganz falsch). Man kann also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von einem Gesetz sprechen, und 2009 müßte man von Gesetzen (Plural) sprechen, weil es ja in das jeweilige Recht der Staaten umgesetzt wird. Was dann genau drinsteht, ist ja wieder was anderes. Und ich verstehe nicht, was an dem Passus mit den Telekommunikationsunternehmen schwierig ist. In der News selbst steht drin, dass Google kein TK-Unternehmen ist. Heißt also, dass das ohnehin nicht auf Google angewendet werden könnte, das Google also nicht von dieser Regelung berührt wird.
Kann mir das jemand erklären?

@#4: Ja... Das Internet hätte halt lieber nie angefangen zu boomen. Neben totalen Honks, mit denen man schon aus rein praktischen Gründen (unleserliche Beiträge) nicht kommunizieren kann, kommen auch noch die ganzen Trottel dazu, die ihr Persönlichkeitsrecht im Netz wegwerfen wie der Prinz im Karneval seine Bonbons...

@queo (8): Ja, früher... :(
Irgendwie fällt mir aber in erster Linie auf, dass massive Zeitverschwendungsseiten wie StudiVZ oder youtube aufgekommen sind (sicher auch bandbreitenbedingt) und dass die Horden von strunzdummen Menschen mittlerweile dominieren. Ist in etwa so, als ob man von einer Horde Opelfreunde vom Seeufer vertrieben wird ;)

@KRambo (10): Kritik an der EU in allen Ehren... Aber mal ehrlich, würdest du lieber in den USA leben wollen, wo der Datenschutz praktisch nicht existent ist? Oder in einem Deutschland, das neben der Konkurrenz außerhalb Europas auch noch einen nicht-freien europäischen Binnenhandel zu seinen unmittelbaren Nachbarn als Hemmnis zu verkraften hat? Wenn die EU was entscheidet, dann ist das zwar u.U. mit Zustimmung des dt. Vertreters geschehen, aber letzten Endes kann man nicht die Vorteile nehmen und die "Nachteile" (Überstimmung) ausklammern. Die EU hat halt Kompetenzen zum Guten wie zum Schlechten.

@IntelOut (13): Ich glaube, dass einige Politiker sehr genau wissen, was sie da versuchen. Die Details kennen die zwar nicht unbedingt, aber die wissen genau: Wenn ich jetzt was mit dem Argument Terrorbekämpfung durchboxe, dann darf ich das - wenn Gras über die Sache gewachsen ist - auch für andere Dinge verwenden (reguläre/"präventive" Strafverfolgung zB). Das gefällt einem Herrn S.

@cl1985 (17): Ja öh, du widersprichst dir da. Kommst mit der Papiertüte, lehnst aber Kameras ab. Das mit den Tüten war wohl nur eine Übertreibung zu Demonstrationszwecken, aber nur weil einige die Grenze etwas strenger ziehen als du, mußt du nicht versuchen, sie mit Handschuhen und Papiertüte lächerlich zu machen. Ich überlege übrigens ernsthaft, ob man, solange man sich noch kleiden darf wie man will, nicht tatsächlich mit einer Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit herumlaufen kann. Nicht wegen der lieben Mitbürger, sondern wegen der flächendeckenden Kameraüberwachung, sollte sie denn kommen. Ist zwar übertrieben, aber das wäre eine schöne Art und Weise zu zeigen,w as man davon hält... ;)

@Mike# (29): Deine beiden Beispiele wären aber nicht passend zu dem, was du vorher noch auseinander dividiert hattest. Verbindungsspeicherung ist bei Terroranschlägen unsinnig, weil man ja nicht an den Inhalt des Gesprächs herankommt. Und nur weil jemand 3 mal die Woche mit einer anderen Person spricht, wäre das sicherlich nicht sonderlich verdächtig und (eigentlich) auch kein ausreichender Grund, eine Abhörmaßnahme anzuordnen. Also könnte man in dem Fall die Sache ex post rekonstruieren, womit aber niemandem gedient wäre, der Opfer des Anschlags wurde.
Ähnliches bei Kindesentführung. Erst mal müßte man den Täter haben (also den Namen), danach könnte man versuchen, die Logs auszuwerten. Das Kind ist zu dem Zeitpunkt aber schon entführt, vielleicht sogar schon tot oder zumindest verschleppt. Aber der Entführer wird sich sicher nicht bei sich zu Hause verstecken, sodass man ihn so oder so suchen müßte.
Ebenso dein Argument mit ferngezündeten Bomben. Wenn ich mir ein prepaid-Handy kaufe und das nur zu dem Zweck, eine Bombe damit zu zünden, dann werde ich mit dem Ding so lange nicht auffallen, bis ich es zu dem Zweck verwende. Dann ist es zu spät.
Die angebliche Prävention ist bei allen Maßnahmen zumindest fraglich.
Deswegen bin ich auch der Ansicht, dass es wichtiger ist, dass der Bürger vor dem Staat geschützt wird, als dass er vor nebulösen Terrorgefahren auf Kosten der persönlichen Freiheit und wahrscheinlich auch noch ohne jeglichen wirklichen Nutzen für das Ziel der Überwachung (Prävention) geschützt wird.
 

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