Großes Gebäude mit WLAN ausrüsten?

ascer

Captain
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Hallo,



es gilt ein großes Gebäude (mehr als 1000m²) vollständig mit WLAN auszustatten (vernünftige Verkabelung ist schon vorhanden, aber für Smartphones, Notebooks, etc. pp. soll WLAN her).

Wie setzt man sowas in den Größenordnungen vernünftig um?

Wenige starke WLAN-Antennen sagen mir schon mal nicht zu, die Strahlungsbelastung muss ja nicht unnötig in die Höhe getrieben werden...

Die nächste Idee war, einiges an Repeatern zu kaufen...aber wenn ich das richtig verstanden habe, würde ein Repeater F am Gebäudeende dann über Reapeater E zu D zu C zu B zu A gehen müssen, um ein Signal von sich selbst zum Netzanschluss zu bekommen - das ist für ein Gebäude dieser Größenordnung ja nicht im Sinne des Erfinders.


Das brachte mich dann zu dem Gedanken, viele AccessPoints aufzustellen...

Nun kommt da aber eine Frage hinzu: Bisher habe ich nur im Heimbereich ein WLAN mit einem Repeater oder zusätzlichem AccessPoint aufgebaut, insofern ging die Verbindung auch immer direkt zum Router...


Die beste Lösung für das fragliche Gebäude wäre aber eigentlich, da es ja komplett verkabelt ist, wenn ich beliebig viele AccessPoints aufstellen könnte und per CAT6 (oder meinetwegen auch CAT5) mit dem normalen LAN verbinden könnte. Die AccessPoints sollten alle dasselbe WLAN verwalten.

Die Problematik ist nämlich die: es soll nicht nur Internet her, sondern auch der Zugriff auf das LAN soll möglich sein, damit Netzwerkdrucker, Server, Fileserver, etc. pp. angesteuert werden können.


Wie setzt man das am besten um?

Und vor allem: könnt ihr Hardware empfehlen?
Wie ich schon oft im Heimbereich feststellen musste, variiert die Qualität von z.B. WLAN-AccessPoints doch sehr stark - insofern wäre es natürlich sehr schlecht, wenn ich jetzt für das fragliche Gebäude 20 Stück kaufe und die dann nicht vernünftig laufen...



grüße & vielen Dank im Vorraus,

ascer
 
Cisco empfiehlt das so:
Darf man fragen wieso du damit beauftragt wurdest ?
 

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Das ist eine recht einfache Frage für eine recht komplexe Aufgabe :)


Dabei muss man berücksichtigen:

- wie das Gebäude aufgebaut ist (Etagen, Stahlbeton?, ...)
- welche Anforderungen an die Hardware bestehen (Firmennetz?, was soll managebar sein?)
- wie sieht das Budget aus?
- ...


Im professionellen (betrieblichen) Bereich ist das in meinen Augen eine Aufgabe für jemanden, der sich vor Ort ein Bild machen kann und sich mit sowas auskennt.


Wenns für einen 1000m² LAN-Partyraum ist, klemm einfach ein paar Accesspoints an die Kabel bis es reicht ;)
 
Lange Gänge, viele Räume. Ein Komplex der Schule, VHS, kleinen ansässigen Sportverein und so verbindet.

Es gibt 5 Etagen ( Keller, E., 1., 2., 3. ).

Managebar muss direkt über die AccessPoints nichts sein, das beste wäre halt, wenn man einfach ein LAN-Kabel dranklemmen könnte und die AccessPoints die WLAN-Clients nur mit dem LAN verbinden. Ein Server, Domänenstruktur, etc. pp. ist alles vorhanden.

Da größter Nutznießer die Schule ist, ist das Budget natürlich nicht gigantisch^^
Aber Server, Domäne, IP/Mac-Address/Username-Logs, Proxy + Logs, etc. pp. existiert halt alles schon im LAN...


Mir stellt sich halt nur die Frage, wie ich am besten die WLAN-Clients an das LAN angebunden bekomme...die Bandbreite muss nicht gigantisch sein, aber zumindest paar Mbps sollten pro WLAN-Client schon möglich sein^^
Bei einem Freund zu Hause kriegt der WLAN-Router + AccessPoint für Keller z.B. schon Probleme, wenn mehr als 10 Leute gleichzeitig sich verbinden wollen..
 
Zuletzt bearbeitet:
im Grunde ist die Cisco Lösung die sauberste, die es gibt.
Ich arbeite in einem IT Unternehmen und wir haben das auch alles über Cisco Router realisiert.
Die nächste Frage ist die der Bandbreite, wie viel steht zur Verfügung?
Aber ich dämpfe deine Euphorie mal etwas um so ein Projekt professionell aufzubauen musst du mind. mit 15000-25000€ rechnen.
 
hmm...was haltet ihr denn von diesem Gerät?
TP-Link TL-WA901ND (Computerbase Preisvergleich)
TP-Link TL-WA901ND (Produktbeschreibung TP-Link)

Natürlich ist das im Vergleich zur professionellen Lösung von Cisco absoluter "Billigkram", aber rein vom Prinzip her sollte es das gerforderte doch auch ermöglichen, oder?

Also das Ding dabei ist halt, da der größte Teil der Finanzierung über die Schule läuft, kann nicht so viel Geld aufgebracht werden...
Eine professionelle Cisco-Lösung ist aber auch gar nicht von Nöten - es wäre zwar schön, aber overkill für die Schule.

Zu Spitzenzeiten sollen max. etwa 20-30 Net- und Notebooks gleichzeitig ins WLAN. Hinzu kommen die Smartphones der Schüler, um per Webportal z.B. ihren Stundenplan zu checken.
Mehr wird das aber nicht werden.

Im Prinzip werden also nur AccessPoints benötigt, die mir die WLAN-Clients ans LAN anbinden und viel mehr als 54Mbit/s ist pro Gerät nicht nötig (wäre schön, ist aber nicht von essentieller Bedeutung). Die 1 Gbit/s CAT6 Leitungen und Switches sind im Gebäude zwar überall verlegt, aber die 100mbit/s CAT5 Leitungen sind deutlich in der Mehrzahl.
Wenn also zu viele Leitungen ausgetauscht werden müssten, so bin ich mir ziemlich sicher würde sich die Schule auch mit AccessPoints zufrieden geben, die an den CAT5 Leitungen hängen...damit würden mir effektiv also eh nicht mehr als 100mbit/s zur Verfügung stehen.


Die TP-Link Teile wären dann also an und für sich ausreichend?!

Wenn der Lehrer dann halt mehr als das Streamen eines DVD-Lehrfilms will, Internetzugriff, paar Daten austauschen, mit dem Fileserver arbeiten (nämlich z.B. einen FullHD-Lehrfilm streamen, Software vom Fileserver laden, etc. pp.), dann muss der Lehrer eben halt sein Notebook an eine CAT6 Dose klemmen oder an eine der schnelleren Arbeitsplätze mit CAT6 Anbindung...


Wichtig ist halt in erster Linie nur, dass die WLAN-Clients überhaupt ans LAN angebunden werden, damit sie über unseren Proxy ins Internet kommen, sich bei Bedarf an der Domäne anmelden oder halt kleinere Dateien mit dem Fileserver austauschen.

Die Benutzerzugänge im LAN werden allesamt überwacht und protokolliert, aus dem LAN kommen sie also ohne Zugangskennungen und/oder ihre Domänenbenutzer, bla bla, eh nicht an irgendwelche wichtigen Daten und/oder das Internet.



Von daher müssen die Geräte eigentlich nur etwa max. 30 Net- & Notebooks plus paar Smartphones an das LAN anbinden, WPA2 bieten und das wars eigentlich auch schon.
Mehr wäre natürlich immer schön und zu begrüßen, aber das ist der Basiswunsch der Schule. Insofern könnte man doch die Hardwareanforderungen zurückschrauben auf ein entsprechende Geräte, wie z.B. das von mir gezeigte TP-Link Produkt - oder??
 
Hi,
obwohl ich auch ein Freund der Cisco Lösungen bin muss man aber doch überdenke wo es Sinnn macht ein solch teure Lösung einzusetzen. Die TP-Link Geschichte halte ich auf jeden Fall für sinvoller. Sieh halt zu das du die einzelnen Zellen nicht zu groß gestalltest so das nicht zu viele Clients in einer Zelle sind und nimm dir einen Plan der Schule und verteile die Kanäle so das sich möglichst wenig überlappt. Du kannst dabei 1,6,11 setzen oder wenn du es brauchst 1,5,9,13. Die überlappen sich nur ein bissl aber das ist alles im Rahmen wenn du dadurch mehr Spielraum bekommst. Bedenke dabei das sich die Zellen nicht nur horizontal sondern auch vertikal überlappen. Keine Ahnung ob die TP-Links es können aber es wäre evtl. auch sinnvoll mehrere SSIDs bereitzustellen für z.B. Schüler und Lehrer. Die Lehrere SSID dann über nen Radius auhentifizieren lassen und du hast ne gute Sache. Weiterhin wäre es nicht schlecht wenn die APs nur zeitgesteuert senden d.h. von 8-18 oder so. Wenn die Dinger dann noch sowas wie snmp könnten wäre das ein Traum. So könntest du die Dinger dann noch mit Nagios o.ä. überwachen/steuern.
Schau auch mal was die Tp-Link 1043nd "Wlan-Router" können. Die kannst du ganz einfach mit DD-WRT flashen und bekommst ne ganze Menge Möglichkeiten die man auch im professionellen Umfeld findet.
Viel Spaß bei dem Projekt ;)
 
Danke, Hammelkopp (:

Und natürlich auch ein dickes Dankeschön an all die anderen, die sich hier beteiligt haben! :)
 
Wir haben bei uns (Musik-Hochschule) ca. 2 Dutzend Cisco Aironet 1131AG (mit PoE) im Einsatz, die bis vor kurzem noch autonom liefen, d.h. jeder mit eigener Konfiguration. Sofern man nicht ständig Änderungen am Netz vornimmt, welche dann entsprechend auf jedem AP eingetragen werden müssen, ist diese Lösung durchaus praktikabel und preislich auch nicht ganz so intensiv. Aber bei über 1000m² wirst du da schon mit 5-6k € rechnen müssen, ggf. auch ein wenig mehr.
Sofern es zentral via Wifi Controller verwaltet werden soll, kannst du die Summe aber ganz schnell verdoppeln oder gar verdreifachen... minimum ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Grundriss der gesamten Fläche inklusive Infos über die jeweiligen Wände wäre bei einer Planung von so einem Netz extrem hilfreich.
Und abseits von Cisco gibts auch viel preiswertere Access Points, die für den beschriebenen Rahmen vollkommen ausreichend und deutlich preiswerter sind.
 
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