Grundsatzfrage zu CL und Mhz

Don White

Lt. Junior Grade
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Aug. 2004
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Hallo Ihr Lieben,

hab da mal eine Frage an die Experten, für die ich bisher keine Antwort gefunden habe.

Angenommen man hat Speicherriegel des selben Herstellers mit folgenden Angaben:
Speicher A) 2x 2048MB CL7 DDR3-1333
Speicher B) 2x 2048MB CL9 DDR3-1600

Jetzt betreibt man Speicher B nur mit 1333Mhz - laufen die Speicherriegel dann auch mit CL9? Die Frage anders formuliert: Enthält das SPD des Speichers Speicherlatenzen für mehrere Taktraten, also bei 1333 CL7 und bei 1600 CL9 - oder ist dann CL9 immer eingestellt egal wie schnell der Speicher betrieben wird? Oder ist bei 1333Mhz gar nichts hinterlegt und das BIOS stellt selbst was ein?

Mir ist schon klar, dass es verschiedene CL-Einstellungen (CL8-8-8-24) gibt, und das man diese auch selbst im BIOS einstellen kann. Mich würde diese Frage einfach grundsätzlich interessieren, und da ich selbst kein DDR-System habe kann ichs nicht selber testen.

Hoffe das war grundsätzlich verständlich. Danke!
 
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Normalerweise dürften verschiedene CL Einstellungen für verschiedene Taktraten vorhanden sein.
Die kann man mit z.Bsp. CPU-Z dann auslesen und anschauen

Das BIOS liest das SPD aus und stellt dann die RAM Timings nach den ausgelesenen Werten ein.
 
Ja, es werden in den gespeicherten Profilen für niedrigere Taktraten auch niedrigere Timings
eingetragen. Meist so, dass letzendlich für alle Takte etwa die gleiche Latenz herauskommt.

So ein Speicherchip benötigt für seine Aufgaben je nach Güteklasse halt bestimmte elektrische Schaltzeiten (Latenzen), um stabil betrieben zu werden. Diese sind auch relativ (relativ, da weit höherer Takt auch geringfügig höhere Schaltzeiten erfordern kann) taktunabhängig, was heißt, dass ein DDR2-Dimm im 200Mhz-Betrieb (CL3) etwa dieselben Schaltzeiten braucht, wie im 400Mhz-Betrieb (CL6) - als Beispiel -.

Gruß
Raubwanze

PS:
Enthält das SPD des Speichers Speicherlatenzen für mehrere Taktraten
Im SPD werden normalerweise Timings hinterlegt. Zwischen Latenz und Timing liegt ein Unterschied.
 
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raubwanze schrieb:
Ja, es werden in den gespeicherten Profilen für niedrigere Taktraten auch niedrigere Timings
eingetragen. Meist so, dass letzendlich für alle Takte etwa die gleiche Latenz herauskommt.

Meistens eher so, das 2 - 3 sets nach JEDEC-spezifikation und 1 - 2 sets nach Hersteller angaben Programmiert sind.

So ein Speicherchip benötigt für seine Aufgaben je nach Güteklasse halt bestimmte elektrische Schaltzeiten (Latenzen), um stabil betrieben zu werden. Diese sind auch relativ (relativ, da weit höherer Takt auch geringfügig höhere Schaltzeiten erfordern kann) taktunabhängig, was heißt, dass ein DDR2-Dimm im 200Mhz-Betrieb (CL3) etwa dieselben Schaltzeiten braucht, wie im 400Mhz-Betrieb (CL6) - als Beispiel -.

Das kann man quasi so stehen lassen, ich möchts aber nochmal durch ein Beispiel ergänzen und etwas veranschaulichen.

Flo89 schrieb:
Die "CL-Zahl" sagt nicht über die Zugriffszeit aus.

Wenn dann schon:

Latenz / Realtakt = Zugriffszeit


Also 7 / 666 = 10,5 ns
und 9 / 800 = 11,25 ns

Der 1333er Speicher wäre also deine erste wahl, nicht nur aus sicht der Bandbreite ;)

PS:

Im SPD werden normalerweise Timings hinterlegt. Zwischen Latenz und Timing liegt ein Unterschied.

Es gibt auch einen Unterschied zwischen Latenz und absoluter Latenz ;)

Sehr lesenswerter Artikel bzgl. Latenz, absoluter Latenz und Timings *klick*

P.S.: Hallo raubwanze
bl1nk.gif
 
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