arteus schrieb:
Deutschland produzierte 2024 rund 5% weniger Strom als 1991, bei gleichzeitig rückläufigen Verbrauch von 540 TWh auf 495TWh (-8%) und gleichzeitig gestiegenen Produktivitsindex (BIP).
https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/Erzeugung/bar-chart-race.html
https://www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2025.pdf
Schöne Zahlen. Wenn da nicht die Problematik mit der deutschen Wirtschaft wäre. LED hin oder her. Weltweit sind wir auf Platz 4 was die Preise für Strom angeht:
1. Irland: 42,6 Cent/kWh
2. Bermuda: 38,8 Cent/kWh
3. Belgien: 37,4 Cent/kWh
4. Deutschland: 35,6 Cent/kWh
Und hier nochmal eine Auflistung der Zweige die durch wirtschaftliche Krisen, Produktionsrückgänge und hohe Energiepreise drastische Einbrüche im Verbrauch verzeichneten.
• Chemische Industrie: Sie ist historisch der mit Abstand größte Energie- und Stromverbraucher der deutschen Wirtschaft. Aufgrund der stark gestiegenen Gas- und Strompreise drosselten viele Chemieunternehmen in den letzten Jahren ihre Produktion in Deutschland oder verlagerten sie ins Ausland, was zu einem erheblichen Sinken des Verbrauchs führte.
• Metallerzeugung und -bearbeitung (v. a. Stahl- und Aluminiumindustrie): Die Stahlindustrie gehört zu den Branchen mit dem höchsten Rückgang. Da die Herstellung extrem stromintensiv ist, führten hohe Marktpreise und billigere Importe (z. B. aus China) zu Schließungen und Produktionsausfällen, wodurch der Energiebedarf massiv einbrach.
• Papier- und Pappegewerbe: Die Herstellung von Papier benötigt enorme Mengen an Prozesswärme und Elektrizität. Auch hier gab es in den letzten Jahren deutliche Rückgänge bei den Verbrauchszahlen infolge des wirtschaftlichen Drucks.
• Herstellung von Glas, Keramik, Steinen und Erden: Diese Baustoffindustrien hängen direkt an der schwächelnden Baukonjunktur und den Energiepreisen. Die Stilllegung von Öfen führte zu einem merklichen Absinken des Verbrauchs.
• Automobilindustrie und Maschinenbau
Obwohl sie nicht zu den klassischen "energieintensiven Grundstoffen" zählen, haben auch der Fahrzeugbau und der Maschinenbau aufgrund von Produktionsverlagerungen ins Ausland und Lieferkettenproblemen weniger Strom im Inland nachgefragt als in ihren Hochphasen.
Sieht gar nicht so toll aus oder? Warum sollte man hier investieren wenn man viel Strom benötigt ohne Subventionierte Deals auf Kosten der Steuerzahler?