H61 oder H67 für HTPC

KingRex

Cadet 3rd Year
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47
Moin Moin,

bei meiner Suche nach einem geeigneten Sandy-Bridge ITX-Board für meinen HTPC verliere ich inzwischen immer mehr den Überblick.

Nun tauchen die ersten H61-Boards auf. So günstig zu den H67Boards sind sie nun auch nicht (vgl. ASROCK etc.).

Also, wo liegt der Vorteil ?

Grüße

KingRex
 
H67: Hervorragender Chipsatz für HTPCs und User, die nicht übertakten wollen und/oder die IGP nutzen wollen. Übertakten per CPU-Multiplikator ist mit diesem Chipsatz nicht möglich.

H61: Die Low-Budget Variante des H67-Chipsatzes. Die Boards sind eher günstiger, haben dafür aber nur 2x DIMM-Slots. Ansonsten die selben Eigenschaften des H67-Chipsatzes laut Intel.
 
Hm, danke erstmal für die schnelle Antwort. 2 Dimm-Slots sollten doch reichen oder geht deine Antwort in Richtung Dual-Channel ?

Wie sieht es mit dem Stromverbrauch aus ?
 
ne, Dual Channel haben die auch ;)

und stromverbrauch, ist wohl eher abhängig, was du noch dranhängst, eins zwei oder drei Platten, welche CPU und und und
 
Wenn ich mir die beiden Boards von Asus (P8H67-I, P8H61-I ) anschaue und vergleiche, hat das H67 ein paar Anschlüsse mehr plus Raid und B3-Stepping. Im aktuellen Preisvergleich macht das grad mal so 10 Euro aus.

Ist das alles nur 10 Euro wert ?
 
Hallo KingRex,

H61 richtet sich vornehmlich an Office-PC User, die weder Bedarf an Leistung noch an weitgehende multimediale Fähigkeiten haben. Demententsprechend fehlen den meisten MBs auch SATA III und USB 3.0. Ich persönlich finde daß man an allem sparen sollte nur nicht am MB. Solltest Du in ein oder zwei Jahren merken, daß Dir das eine oder andere Austattungsmerkmal fehlt, wirst Du dich selber dafür hassen am falschen Ende gespart zu haben.

Es gibt genügend Gründe 4 Dimm-Slots zu haben, USB 3.0 scheint vielleicht im Moment verzichtbar sein, doch das wird sich garantiert innerhalb der Lebensdauer des MBs ändern. SATA III nutzt nur bei entsprechenden SSDs etwas, HDDs können nicht davon profiitieren.

Also kauf Dir bitte, bitte unbedingt ein (gutes) H67 MB und spar nicht am falschen Ende.

Edit: Sehe gerade, daß Du von ITX-MBs redest. Wenn DU natürlich auf das Format angewiesen bist, mußt Du Kompromisse eingehen und z.B. auf 4 Dimm-Ports verzichten.



Mit digitalen Grüßen

:cool_alt: Black Widowmaker :cool_alt:
 
Zuletzt bearbeitet:
KingRex schrieb:
Wie sieht es mit dem Stromverbrauch aus ?

Wie sehr ist Dir denn der Stromverbrauch wichtig?
Die Frage ist, ob ein System mit H61/H67 und entsprechender CPU die richtige Wahl ist, was spricht denn gegen ein MiniITX-Board mit integrierter CPU?
 
Hallo BlackWidowmaker,

die zukünftige Erweiterbarkeit macht Sinn.

Gedanklich war ich bis vor kurzem bei einer i3-2100t CPU mit dem Intel-Board DH67CF.

Mini-ITX ist ein Muss, da die heutigen Schrankwände nicht mehr die Tiefe von 40cm haben.

Grüße
KingRex

@Osmodium,

Zacate-Boards habe ich mir auch schon angeschaut. Vielleicht bin ich da ein wenig zu altmodisch. Wenn ein Teil auf dem Brett kaputt ist, kann man in der Regel alles vergessen. Bei getrennten Systemen kannst du entweder die CPU oder das Board austauschen, je nachdem was kaputt ist.

Grüße

KingRex
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ein guter Punkt, so habe ich auch mal gedacht. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Board und/oder CPU kaputt gehen?
Energietechnisch macht ein Zacate-Board schon mehr Sinn.
 
Ok, dass kann keiner sagen, zumal die Technik nach 5 Jahren sowieso veraltet ist.
Da ich ein Ruhe-Fanatiker bin, habe ich mir mal das Asus-Board unter die Lupe genommen.
Laut Test der CT, ist aber zu befürchten, dass das Teil sehr heiß werden könnte.
Deshalb bin ich wieder zu Intel + passiver Kühlung übergegangen.
 
Also ich hab keine Erfahrungen mit ITX-Boards, wenn ich aber von "normalen" MBs ableiten würde, würde ich Dir dann auch eher Intel denn Asus empfehlen. Intel hat einen gravierenden Nachteil: Sie liefern erzkonservativ nur unbedingt benötigte Ausstattung. Dafür steht auf der Haben-Seite, daß sie erstens qualitativ bessere Hardware verbauen (z.B. Intel- statt Realtek-NIC) und für gewöhnlich immer die effizientesten Boards in der jeweiligen Klasse bauen. So kommt z.B. kein anderes P67-Board an das Intel DP67BG ran, zumindest was Energieeffienz anbelangt.

Erzkonservativ wie aber Intel nun mal ist, hast Du kein UEFI sondern "nur" normales BIOS. 3TB oder die schon von Samsung schon angekündigten 4TB-HDDs könnten also Probleme bereiten.

Ich persönlich nutze in meinem "richtigen" HTPC (also 43cm HiFi-Format und Platz für 6 HDDs :D) einen C2D E8400 mit einem Intel DG45ID. Bis auf die schreklich langen POST-Zeiten bin ich mit dem Board sehr zufrieden.

BTW: Ein guter AVR braucht auch entsprechend Platz, und was macht ein HTPC für einen Sinn ohne einen guten AVR? Dagegen macht es keinen Sinn Schrankwände in Verbindung mit LS zu verwenden - weder alt noch neu. Desweiteren solltest Du vielleicht die gute alte HiFi-Regel nicht vergessen:

Der Raum sollte erstmal vollkommen geräumt sein. Man sorge für einen bequeme Sitzposition. Darauf basierend plaziere man die LS nach akustisch optimalen Gesichtspunkten im Raum. Anschließend wird die Anlage aufgestellt. Nur wenn es sich absolut nicht vermeiden läßt, füge man weiteres Inventar/Mobiliar dem Raum hinzu. Dies aber nur wenn es gut mit der Anlage harmoniert und die optimale Schallverteilung nicht behindert. :D
[/Ironiemodus off]


Mit digitalen Grüßen

:cool_alt: Black Widowmaker :cool_alt:
 
Der Test der schon genannten Intel-Kombination bei missingremote.com hatte mich angesprochen.
Nun soll Intel angeblich nicht so hochwertige Teile verbauen, Stichwort Polymerkondensatoren.
Was gibt es dazu zu sagen ? Erfahrungen ?

Der Sound soll über ein USB-Interface an die Stereo-Anlage weitergegeben werden. Auch da bin ich technisch ein wenig altmodisch.

Audiophile Grüße
KingRex
 
KingRex schrieb:
Der Sound soll über ein USB-Interface an die Stereo-Anlage weitergegeben werden.

HTPC und Stereo? Du weißt aber schon, daß HTPC für Home Theater PC steht oder?;) OK, solange man nur hochwertiges Audio genießen möchte..., aber nein nicht mal dann macht das Ganze Sinn. Wenn man schon von Audiophilie spricht, dann sollte man wissen, daß sie nicht durch höchstwertige analoge Signalübertragung entsteht, sondern schlichtweg durch digitale. Also nicht externe teuere Soundkarten sind die optimale Möglichkeit besten Sound zu genießen, sondern schlicht und einfach Signalübertragung über HDMI. Solange das gewährleistet ist, macht auch der billigste Chip einer OnBoard-Lösung nichts anderes als ein ultrateures externes Soundsystem oder eine 200€ teure Soundkarte. Der verwendete Vertärker muß natürlich über HDMI verfügen. Natürlich wenn man an Voodoo glaubt...

KingRex schrieb:
Nun soll Intel angeblich nicht so hochwertige Teile verbauen, Stichwort Polymerkondensatoren.

Warum um Gottes Willen sollte man die Qualität von Elektronik nur anhand der verwendeten Kondesatoren beurteilen? Man bewertet ein Auto doch auch nicht anhand seiner Reifen, ohne sich Gedanken über den Motor zu machen oder? Also die Sache mit den Kondesatoren ist sagen wir mal eine Modewelle. Irgendwann sind bei irgendwelchen Extremübertaktern ein paar Kondesatoren geplatzt, man hat viel darüber geredet und baaam plötzlich heißt es in aller Munde Kondesatoren, Kondesatoren, Kondesatoren. Dabei sind das meistens für die Wirkung der eigentlichen Schaltung nur belanglose Elemente, sie beinflußen weder Takt noch irgendwelche Spannungs- oder Stromwerte. Ihre Präzision ist unerherblich, sie haben meist nur eine Filterwirkung (Sprichwort Störsignale). Dagegen ist es ein elementarer Unterschied welcher Chip für die jeweilige Aufgabe verwendet wird. Ein Marvel SATA-Controller oder eine Realtek-NIC sind im Vergleich zu ihren Intels Pendants schlichtweg Müll.

Aber heutzutage werden leider nur noch größtenteils Schrott-MBs gebaut. Selbst bei einem über 300€ teueren Asus-MB werden drei unterschiedliche SATA-Controller verbaut, anstatt einem einzigen, guten. Dafür richtet man natürlich die Aufmerksamkeit der Enduser auf vergoldete Kondesatoren. Mahlzeit!

Tut mir leid, ich rege mich bei dem Thema manchmal schon auf und mußte einfach mal Dampf ablassen.


Mit digitalen Grüßen

:cool_alt: Black Widowmaker :cool_alt:
 
Natürlich wenn man an Voodoo glaubt...

Hm, bezüglich Sound will ich eigentlich keinen Glaubenskrieg führen ;)


Aber noch mal zum Thema HTPC: Mein Kathrein-Reciever hat vor kurzem den Geist aufgegeben. Eine Dream- oder Reelbox ist mir zu teuer.

Ich nenne mein Ziel mal einen selbstgebauten Sat-Reciever mit PC-Eigenschaften, die mir gefallen.
Ziel ist es nicht, einen Satreciever+HD-Zuspieler+Bluerayplayer +USB-Platte etc. im Regal rumstehen zu haben.


Tut mir leid, ich rege mich bei dem Thema manchmal schon auf und mußte einfach mal Dampf ablassen

Kein Prob. Irgendwie hab ich zu den spartanisch gebauten Boards mehr vertrauen als zu den sogenannten Deluxe-Dingern, wo man alles draufpappt oder lötet was geht.

Grüße

KingRs
 
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