Halbherziger Bootloader auf Intel's P9X79 Deluxe

Zarylo

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Ich habe auf einer GPT Partitionierten Festplatte Windows 7 64bit (Im UEFI modus) Installiert.
Das hat etwas schwierigkeiten bereitet da Sich Windows auf der InstallationsDVD im UEFI modus nicht richtig booten lies, weshalb ich die Installation von einem USB stick aus Ausführte.

Nachdem alles funktioniert hatte habe ich etwas getan dass ich seit ich Computer zusammenbaue schon immer getan habe: weitere Festplatten per SATA Anschlüsse nachträglich einbauen.
In meinem Fall habe ich eine mit klassischem MBR eingebaut. Sie enthielt 2-3 Datenpartitionen von Windows und linuxsystemen, und der MBR ein Grub Bootloader, der noch eine sehr altes, aber funktionierendes Linux, auf derselben Platte eingetragen hat, dazu noch 2 windowseinträge, die schon lange nicht mehr funktionieren.

Wenn Ich nun Im BIOS die zusätzliche MBR-Festplatte booten lasse startet GRUB und lässt mich Linux booten, problemlos.
Wenn ich allerdings versuche die Windows-angelegte Bootloaderpartition der GPT-platte im UEFI modus zu starten erscheint zweimal ein "Windows lädt dateien" Ladebalken wie bei der Installation auf, zum Teil dann zweimal dasselbe auf Englisch: "Windows is loading files". Danach meldet er dass er nicht booten konte weil ein unerwarteter Fehler aufgetreten ist.

Mein Erster Gedanke ist dass der Windows Bootloeader sich im UEFI Modus doch recht Mimosenhaft anstellt, also Bootloader reparieren und alles sollte wieder gut sein.

Ich stecke den selben USB Datenträger ein mit dem ich das System installiert hatte: denjenigen mit den Installationsdaten von der Windows DVD. (mit Rufus erzeugt) Wo ja die Windows DVD ja nicht funktioniert im UEFI modus.
Wenn ich nun den USB Datenträger im UEFI modus boote so kommt nochmal (allerdings wie erwartet) die "Windows lädt Dateien" Ladeanzeige, allerdings wieder mit dem Fehler. (Es verweist auf Die Systemdvd und deren Reparaturfunktion die ich ja laden will)
Diese kann ich mit "Fortsetzen" absegnen oder "abbrechen" lassen.
Fortsetzen bringt ich auf einen Bildschirm der abfragt was ich booten lassen will, mit einer einzigen Option
"[EMS] Windows Setup" also genau das was ich starten will, der führt in einer Schlaufe allerdings zum selben fehler.
wähle ich abbrechen startet er interessanterweise GRUB.

Ich habe etliche Sachen versucht, am Ende kam entweder eine Fehlermeldung oder ein unerwartetes Starten von Grub.

Sobald ich die MBR Partitionierte Platte wieder Abstecke bootet die pseudo Windows DVD auf dem USB Datenträger ohne zu Meckern und wichtiger: Windows selbst.

Hat jemand eine Ahnung wie ich korrekt Booten kann währenddessen die MBR Plate dranhängt?

Mainboard is ein P9X79 Deluxe, mit einem Intel i7 und 8*4GB = 32 GB Speicher.
"BIOS" Version: 4005, die aktuellste.
Das dürfte im Wesentlichen alles sein...
Danke im Voraus
 
Backup der Festplatten unter Linux machen, neu partitionieren, Backup zurückspielen.
 
Hi,

ich habe fast das gleiche Board, nur die Workstation Version (Asus P9X79 WS). Das Problem ist mir auch schon aufgefallen, jedoch habe ich pragmatisch einfach den CSM, also BIOS Kompatibilitätsmodus zum Booten verwendet. Man kann ja einstellen, dass nur für bestimmte Datenträger das CSM genutzt werden soll und für alle Anderen UEFI/EFI SecureBoot.

Somit sollte Dein Problem zu lösen sein.

Grüße
Fallaxia
 
Mumpitzelchen schrieb:
Backup der Festplatten unter Linux machen, neu partitionieren, Backup zurückspielen.

Geht das etwas ausführlicher? Die GPT Plate ist bereits neu partitioniert, ich sehe nicht ein was es mir bringen sollte sie neu zu partitionieren ... und dann wieder einen bootloader draufspielen der offensichtlich nicht funktioniert.
Wohin sollte ich dann die abbilder zwischenspeichern? eine dritte festplatte ins Spiel bringen?
Ich werde vermutlich eher mit Acronis arbeiten als mit Linux, wo ich nicht wüsste wie man sowas mit Linux machen soll.

Fallaxia schrieb:
Hi,

ich habe fast das gleiche Board, nur die Workstation Version (Asus P9X79 WS). Das Problem ist mir auch schon aufgefallen, jedoch habe ich pragmatisch einfach den CSM, also BIOS Kompatibilitätsmodus zum Booten verwendet. Man kann ja einstellen, dass nur für bestimmte Datenträger das CSM genutzt werden soll und für alle Anderen UEFI/EFI SecureBoot.

Somit sollte Dein Problem zu lösen sein.

Grüße
Fallaxia

Also ich verstehe ja wovon du sprichst, aber ich verstehe nicht deinen Lösungsansatz. Wie soll mir der CSM da genau helfen?
 
Also ich verstehe ja wovon du sprichst, aber ich verstehe nicht deinen Lösungsansatz. Wie soll mir der CSM da genau helfen?

Naja, eben quick´n´dirty. GPT weg, MBR her auf der Windows Platte.
Sicher ist das keine Lösung des Problems ansich, aber es löst das Boot-Problem, so dass Du beide Systeme nach Belieben starten kannst.

Die Alternative wäre auch der Linux Platte das GPT Format zu verpassen. Grub2 mit Preloader kann ja damit umgehen und Dir dann ein beliebiges System booten.

Wie auch immer, die Mischkonfiguration ist hier offenbar das Hindernis und daher sollte sie entweder zu Gunsten MBR oder GPT einheitlich verschwinden.

Grüße
Fallaxia
 
Ich will das system auf der zweiten Platte garnicht starten können, ich will ihn nur anhängen können um auf die Daten die drauf sind zugreifen zu können. Das Grub ist ausserdem das alte Grub1, dazu kommt dass es zwangsläufig im MBR modus installiert wurde.
Auf der Hauptplatte wieder auf MBR zurückzugehen verunmöglicht mir die Komplette Platte auszunutzen (3TB) und ich kann nicht 6 Partitionen einrichten so wie ich das gerne hätte. Darüber hinaus bevorzuge ich einen durch das BIOS geregelten Bootloader, um unabhängig von einem System booten zu können (das schliesst Grub2 aus). (Allerdings wenn ich betrachte wie viel mühe das BIOS hat mit den beiden Festplatten ... muss ich mir das vieleicht nochmal überlegen)

Ich denke ich werde die zweite Platte auf GPT formatieren und schaue dann obs geht,
vorerst werde ich sie an einen anderen MBR basierten Rechner einbauen und bei Bedarf eben übers Netzwerk zugreifen.
Und ich werde mal bei Asus nachfragen ob verschiedene Partitionsysteme bei dem board problematisch sind.

Dankeschön Fallaxia
 
Und ich werde mal bei Asus nachfragen ob verschiedene Partitionsysteme bei dem board problematisch sind.

Wenn Du eine Antwort von ASUS bekommen hast, so lass es mich bzw. uns hier im Forum mal wissen.
Ich selbst habe ASUS des Öfteren mal wegen BIOS / Mainboard Problemen geschrieben, und bislang NIE auch nur eine Antwort bekommen.

z.B. das Sicherheitsproblem, dass neu angesteckte Datenträger in der Bootfolge stets ganz nach oben kommen wurde auf vielen Serverboard immer noch nicht berichtigt.
So kann man z.B. an einem Server einfach einen USB Stick mit Live Linux OS anstecken, ihn neu starten und beliebig alle Daten auslesen. Gerade in Rechenzentren wo die Server in den Racks i.d.R. an den Front USB Ports für jeden vor Ort zugänglich sind.

Grüße
Fallaxia
 
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