Haltbarkeit Netzeile

Bono35

Commander
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Ich habe mal eine generelle Frage:

Ich habe seit 2010 ein BeQuiet E7 mit 500 Watt in einem meiner Rechner im Einsatz. Dies ist der Rechner in meinem Haushalt der am häufigsten im Betrieb ist und teils auch bis zu 12 Stunden am Tag läuft. Ist ergo nun genau 6 Jahre alt dieses Gerät.

Nach welcher Zeitspanne würdet Ihr raten das Netzteil zu tauschen um Defekten vorzubeugen? Wie sind da Eure Erfahrungen respektive wie lange betreibt Ihr Eure PSUs bevor Ihr sie tauscht? Tauscht Ihr nur im Defektfall oder tauscht Ihr nach einer gewissen Zeitspanne/Betriebszeit?

Ich freue mich auf Euren Input! Denn ich stehe vor dem Dilemma: Netzteil läuft - ist aber 6 Jahre alt. Was tun?!
 
Danke!
 
Warum willst du was austauschen das funktioniert? Solange es kein Chinaböller ist greifen im Defektfall die Schutzschaltungen und es passiert rein gar nichts, außer, dass du ein neues Netzteil brauchst
 
Also, ich habe hier mal gelesen, dass man sein Netzteil zur Sicherheit alle 5 Jahre tauschen sollte.
Da es sein kann, dass Schutzschaltungen, usw. nach so langer Zeit nicht mehr auslösen.
Stimmt das?
 
Wie willst du einem Defekt vorbeugen? Durch Nicht-benutzen?
Was tun?
--> Gar nichts! Wozu auch. Wenn irgendwann mal Probleme auftreten oder es sich verabschiedet: Neues Netzteil kaufen und einbauen.
Aus Prinzip nach gewisser Zeit das Netzteil zu ersetzen ist meines Erachtens totale Geldverschwendung und erzeugt nur noch mehr Müll!
Dein Netzteil ist alles andere als ein Chinaböller und gefährdet im Falle eines Defektes deine andere hardware natürlich nicht.
Wobei: 100% ist rein gar nichts. Das ist aber überall so und müsste klar sein ;)

Wie lange ein Netzteil wirklich hält kann niemand sagen.
Elektronikkomponenten altern natürlich mit der Zeit und mit der benutzung (zB Kondensatoren), wodurch auch die Effizienz des Netzteiles mit der Zeit leicht abnimmt.
Die Nutzungsdauer alleine sagt auch nicht alles alleine aus, es kommt auf die Belastung an und ob die Last eher konstant war oder oft schnell schwankte, wie zB beim Zocken, wenn neuere CPUs und GPUs genutzt werden. Diese Chips schalten so schnell um zwischen Volllast und tiefen Energiesparmodus, dass innerhalb von Milisekunden meherere Hundert Watt Differenz auftreten können.

Wenn ein Office PC beispielsweise mit 10-20% Belastung des Netzteiles gleichmäßig vor sich hin rödelt, Internet, Videos, Office, dann gibt es keine hohen Last Peaks, zudem sind die Wattdifferenzen auch nicht so hoch.
Die Elektronik wird nicht so stark belastet und das netzteil würde weit länger leben, als das was stark genutzt wurde.
Bei ansonsten 100%ig identen Netzteile, was ja auf Grund von Toleranzen der EInzelbauteile und der Fertigung nicht möglich ist.

MfG
 
Ich danke Euch für Euren Input! Sehr hilfreich!

@Smartbomb: Ich habe damals extra etwas mehr ins NT investiert....einen Chinaböller würde ich mir keinesfalls verbauen ^^. Die Intention meines Posts war eben der "Schutz" der Hardware bzw der Vorbeugung von Defekten abseits des NTs. Daher danke ich Dir insbesondere für Deinen gezielten Input!
 
Der Witz an der Sache ist, dass gerade die billigen Netzteile in Fertig-PCs relativ lange Zeit halten.
Irgendwer im Forum hat das Mal mit Rennpferden und einem Ackergaul verglichen.
Die einfachen Modelle wurden dafür ausgelegt, möglichst lange innerhalb normaler Spezifikationen zu funktionieren und so Rückläufer und Reparaturen seitens der Unternehmen geringzuhalten.

Das soll nicht bedeuten, dass alle billigen Netzteile gut oder gar besser sind (einige sind wirklich sehr mies);
jedoch kann ein "normales" Netzteil mit 350W aus einem Büro-PC durchaus ein "Super Ultra-Mega High-Power GamerZ PSU Deluxe Pro" mit Drehstromanschluss und eigener KI überleben. ;)
Vorrausgesetzt natürlich, man hat keine Grafikkarte mit der Stromaufnahme einer Herdplatte installiert. :-D

So oder so, du brauchst dir keine Sorgen wegen der Hardware machen.
Wie die anderen bereits sagten, haben die Netzeile diverse Schutzschaltungen installiert.
Ich habe das bei der Reparatur eines 20 Jahre alten Netzteiles selbst bemerkt.
Zum einen verfügt der Power-MOSFET über eine eigene, thermische Schutzschaltung und zum anderen
überwacht die Steuerung-/Regelschaltung die Spannungen und schaltet im Fehlerfall diesen ab
(genaugenommen steuert diesen den MOSFET an, fällt sie also selbst aus,dann ist das Netzteil auch funktionslos).
Und wenn dochmal was schiefgeht, entsteht ein Kurzschluss und das Netzteil verabschiedet sich.
Unter normalen Umständen fließen dann keine Ströme mehr an das Endgerät (PC)..
Wie gesagt, das war bereits vor Jahrzehnten so. Moderne Netzteile sollten nochmal eine ganze Ecke sicherer sein.
Oder zumindest empfindlicher/verletzlicher, was in diesem Fall aber aufs Gleiche rauskommt. ;)
 
Das Problem besteht jedoch darin, das es bei einem fehlerhaften Netzteil sehr schwer ist, die Fehlerquelle 100%ig zu definieren.
Hatte jüngst erst die Ehre RAM, CPU, Mainbaord und Netzteil zu tauschen. Letzteres war dann einer der drei apokalyptischen Reiter. :lol:
 
solange keine probleme in irgendeiner weise auftreten, würde ich gar nichts tun..

erst bei ner neuanschaffung von mainboard/cpu würde ich darüber nachdenken, nicht weil es nicht laufen würde, sondern wegen neuer stromspar features die sonst evtl probleme machen könnten.
 
Danke, Mr.Smith. Nun eine neue CPU stünde an - das wäre aber auf AM3+ Basis ein Wechsel von einem FX 6300 auf einen FX8350 um mehr Threads beim Rendering mit Sony Vegas zu haben. Ein genereller Plattformwechsel steht langfristig nicht an.
 
6300 und 8350 sind bis auf die 2 Kerne/1 Modul mehr identisch, da brauchst kein neues Netzteil, wenns bisher lief
 
Danke! Das beruhigt mich zu wissen. Die paar Watt mehr an TPD werden dann nicht den Unterschied machen, denke ich.

System wie folgt:

Asus M5A97 EVO 2.0
AMD FX 6300 ggf Wechsel zu FX 8350
GTX 960 MSI Gaming 4G
2 SSDs Crucial
16 GB G.Skill Ripjaws
Cooler Master Nepton 240M AiO für den CPU OC
BeQuiet E7 500 Watt NT
2 WD Blue HDDs 1 TB
Corsair Carbide Air 540

Bisher läuft Alles sehr zuverläsig.
 
Was für ein Board hast du?

Ohne mind. 6+2 Phasen und Kühlkörper auf den SpaWas würd ich nicht unbedingt einen FX 8320e <- besser als 8350 holen..
Dann lieber auf ZEN Ende des Jahres warten.

M5A97 EVO R2.0 has 6+2 power phase
<- Würde als passen mit dem 8320e ;) und dann OC auf 4,3-4,5Ghz + NB übertakten.
Würde für 118€ nochmal einiges an Leistung aus dem System holen.

Da Wasserkühlung, solltest du schauen, dass du sicherheitshalber noch einen Lüfter im System hängen hast, der auf die SpaWas bläst. (Kabelbinder etc. Irgendwie halt befestigen im Gehäuse)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe, wie beschrieben, ein Asus M5A97 EVO 2.0 mit Kühlern auf SPAWAs und entsprechenden Phasen. ZEN ist ein Thema bei mir. Da ich aktuell aber viel mit Vegas arbeite, wären 2 Threads mehr interessant.

Ich habe das Corsait Carbite Air 540 - dies ist in der Belüftung recht effektiv mit drei 140er Lüftern - zwei für Zuluft einer für Abluft. Ich denke, dass ich da keine separate Spawa Kühlung brauche.....so rein gefühlt....

Du meinst der 8320e wäre die bessere Wahl als der 8350?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok :)
Dann teste es, setz das Ding danach unter Last und teste es dann ..
Falls die Temps passen gut. (Wie viel Luft um die SpaWas durch deine Lüfter bläst weiß ich nicht). Ansonsten kann man immernoch nen Lüfter für die SpaWas anbringen.

PS:
8320e kostet weniger hat aber auch offenen Multi ;)
Daher ja, finde den 8320e besser als den 8350.

PSS:
Gehäuselüfter sorgen erstmal dafür dass warme Luft aus dem Gehäuse kommt, aber nicht unbedingt dafür, dass SpaWas viel kühle Luft abbekommen.
 
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Winchester73 schrieb:
Das Problem besteht jedoch darin, das es bei einem fehlerhaften Netzteil sehr schwer ist, die Fehlerquelle 100%ig zu definieren.
Hatte jüngst erst die Ehre RAM, CPU, Mainbaord und Netzteil zu tauschen. Letzteres war dann einer der drei apokalyptischen Reiter. :lol:

Haha, ja das kommt leider abundzu auchmal vor. :D
Kann aber gut sein, dass das Netzteil in dem Fall nicht Verursacher sondern Opfer war.
Gerade Einflüsse von Außen machen soeinem Netzteil ganz schön zu schaffen..
Das kann entweder eine Hitzestau im PC sein, eine defekte Hauptplatine, ein Marder oder ein Blitzeinschlag in der Nachbarschaft.
Und von unserem tollen Stromnetz möchte ich erst garnicht anfangen!
Das ist kein Sinus mehr, das ist bereits ein Sägezahn der da durchs Netz galoppiert! :lol:
Im ernst, ich weis nicht was besorgniserregender ist: Die Spannungsschwankungen zwischen ca.220 und ca.260 Volt oder die Qualität des Stromes (Powerline lässt grüßen).
Naja, wie auch immer. Ich schalte jedenfalls seit längerem Netzfilter vor meine Geräte (gibt auch Vielfachsteckdosen mit solchen). Keine Ahnung ob das in der Praxis eine große Wirkung hat, aber ist besser als garnichts und
sollte zumindest vor Spannungsspitzen etwas schützen bzw. den Strom etwas glätten.
 
Danke für die Tipps!

Da die Lüfter im Gehäuse recht groß und effektiv sind und Netzteil und Laufwerke räumlich vom Rest getrennt sind, könnte das ohne extra Kühlung auf den SPAWAS gehen....das Carbide Air 540 ist ein Cube mit zwei Kammern...einer für Board und GPU und eine für Drives und PSU. Aktuell, mit nem FX 6300, liegen die Boardtemps um die 30 Grad im Stock Betrieb.....laut Aida64 Engeneer.

Den 8320e aber dann mit OC betreiben?! Der hat ja relativ niedrige Taktraten....die niedrigere TPD ist da aber reizvoll. Mir geht es nur um die 2 Threads mehr für Rendering.
 
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joshy337 schrieb:
Der Witz an der Sache ist, dass gerade die billigen Netzteile in Fertig-PCs relativ lange Zeit halten.
Irgendwer im Forum hat das Mal mit Rennpferden und einem Ackergaul verglichen.
Ein Ackergaul bzw. guter Traktor ist alles andere als billig, höchstens preiswert. In die Kategorie "billig" gehören bei Huftieren, bei Fahrzeugen ganz andere Modelle (Nachtrag: und bei Netzteilen natürlich auch).
 
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Richtig^^ ne CPU mit 60-80W Verlustleistung mit intergrierter Grafik.
Da hat man kaum Lastwechsel etc. die das Netzteil belasten. Da sollte jedes 0815 Netzteil lange halten -> trotzdem sollte es günstig und ned billig sein.
 
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