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Hans Reiser verurteilt
- Ersteller asdfman
- Erstellt am
T
tux23
Gast
ich glaube nicht das uns das privatleben eines menschen etwas angeht. Nur weil er ReiserFS erfunden hat heißt das ja nich das er n Heiliger ist.
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Kampfgnom
Lt. Commander
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Naja er hat sein Auto irgendwo in der Pampa stehen lassen und darin ein Schlafsack mit dem Blut seiner Frau. Und den Beifahrersitz ausgebaut, an dem auch Blut seiner Frau klebte.
Für mich klingt das nicht nach dem perfekten Verbrechen...
Für mich klingt das nicht nach dem perfekten Verbrechen...
ryan_blackdrago
Captain
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Killerspiele als Auslöser war gestern: Killer-Dateisysteme sind die neuen Auslöser 
Spaß beiseite: Medien und Communities weltweit, schlachten diese Geschichte bestimmt die nächsten Monate unnötig aus.
Spaß beiseite: Medien und Communities weltweit, schlachten diese Geschichte bestimmt die nächsten Monate unnötig aus.
J
jodd
Gast
denke daran was ich geschrieben habe.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Ich denke, das worauf jodd hier anspielt, sollten ruhig alle wissen.
Ich möchte ja nicht dass mein Thread aus den Fugen läuft, deshalb
möchte ich alle bitten, das hier nicht zu einer Schlammschlacht über
Reisers Privatleben ausarten zu lassen.
so in der art meinte ich das.
Ich möchte ja nicht dass mein Thread aus den Fugen läuft, deshalb
möchte ich alle bitten, das hier nicht zu einer Schlammschlacht über
Reisers Privatleben ausarten zu lassen.
so in der art meinte ich das.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
MountWalker
Fleet Admiral
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- Juni 2004
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Hier die Nachricht bei Golem.
Ich habe mal bei Matlock gelernt (jaja, man soll fiktive Serien nicht ernst nehmen, aber egal), dass man für eine vernünftige Verurteilung in einem Mordprozess das Motiv, die Tatwaffe und die Leiche braucht. Wenn ich die Berichterstattung der letzten Monate richtig verstanden habe, gibt es in diesem Fall von diesen drei Eckpfeilern nur das Motiv - es gibt weder eine Leiche, noch eine Tatwaffe.
O.K., es gibt ihr Blut auf einem T-Shirt, aber Blut ist nicht gleich Leiche und schuldig sollen die Geschworenen erst sprechen, wenn keine berechtigten Zweifel mehr bestehen - ein absoluter Beweis für den Tot der Frau existiert nicht, also werte ich das ganze mal so: "Jaja, Zweifel haben wir schon noch, aber die sind nicht berechtigt."
Sicher, es mag wahrscheinlich sein, dass ers getan hat, aber Verurteilungen sollten eigentlich nur ausgesprochen werden, wenn man etwas sicher bewiesen hat und nicht, wenn etwas wahrscheinlich ist.
Ich habe mal bei Matlock gelernt (jaja, man soll fiktive Serien nicht ernst nehmen, aber egal), dass man für eine vernünftige Verurteilung in einem Mordprozess das Motiv, die Tatwaffe und die Leiche braucht. Wenn ich die Berichterstattung der letzten Monate richtig verstanden habe, gibt es in diesem Fall von diesen drei Eckpfeilern nur das Motiv - es gibt weder eine Leiche, noch eine Tatwaffe.
O.K., es gibt ihr Blut auf einem T-Shirt, aber Blut ist nicht gleich Leiche und schuldig sollen die Geschworenen erst sprechen, wenn keine berechtigten Zweifel mehr bestehen - ein absoluter Beweis für den Tot der Frau existiert nicht, also werte ich das ganze mal so: "Jaja, Zweifel haben wir schon noch, aber die sind nicht berechtigt."
Sicher, es mag wahrscheinlich sein, dass ers getan hat, aber Verurteilungen sollten eigentlich nur ausgesprochen werden, wenn man etwas sicher bewiesen hat und nicht, wenn etwas wahrscheinlich ist.
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- 2.315
Naju, der gute soll ja mit seiner Aussage vor Gericht -- von der ihm sein Anwalt abgeraten hat -- möglicherweise
bestehende Zweifel ausgeräumt haben.
Ich meine, stell dir vor du bist Richter und möchtest den Angeklagten gern zugunsten begründeter Zweifel freisprechen.
Dann macht der Mann seine Aussage und bei jeder Sache, bei der Zweifel bestehen, tischt er dir so unglaubwürdige
Ausreden auf, dass du vernünftigerweise nur annehmen kannst, dass er lügt.
Könntest du ihn dann noch frei sprechen?
bestehende Zweifel ausgeräumt haben.
Ich meine, stell dir vor du bist Richter und möchtest den Angeklagten gern zugunsten begründeter Zweifel freisprechen.
Dann macht der Mann seine Aussage und bei jeder Sache, bei der Zweifel bestehen, tischt er dir so unglaubwürdige
Ausreden auf, dass du vernünftigerweise nur annehmen kannst, dass er lügt.
Könntest du ihn dann noch frei sprechen?
MountWalker
Fleet Admiral
- Registriert
- Juni 2004
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- 14.368
ReiserFS ist geil - die einzige Daseinsberechtigung von Ext (3, 4, unendlich) ist die Abwärtskompatibilität zum alten Ext2 (also die Umwandelbarkeit eines alten Ext2-Systems ohne Datenverlust auf neuere Ext-Versionen - mit Ext4-Extents ist ja nur noch diese Richtung der "Abwärtskompatibilität" gegeben) dessen einzige Daseinsberechtigung schon damals nur die leichte Portierbarkeit der alten UFS-Tools aus dem GNU-Projekt auf Ext war.
Dass Baumstrukturen "anfälliger" für Datenverlust sind, als fixe Tabellenstrukturen, mag sein, aber wer Datensicherheit bei Headcrashes wahren will, sollte ohnehin Raid aufsetzen oder einfach seine Backups haben. Und diese "anfällige Baumstruktur" haben JFS, XFS, HFS(+) und NTFS auch. Datenrettung auf ReiserFS kann kurios sein, weil die Blöcke der inodes beim Löschen im Gegensatz zu Ext nicht mit Nullen überschrieben werden, aber dafür ist Löschen auch wesentlich schneller - Vortil und Nachteil, muss jeder wissen, was ihm, wichtiger ist, aber "nicht das Wahre" würde ich nur gelten lassen, wenn es die Vorteile nicht hätte.
Dass Reiser4 kein ReiserFS-Derivat und demzufolge nicht abwärtskompatibel ist, finde ich auch geil - ich steh halt dort, wo es nicht schmerzt, auf Revolution statt Evolution, weil die Abwärtskonmpatibilität vieles bremst und ich finde nicht, dass ich ein altes Dateisystem unbedingt direkt in ein neues umwandeln können muss.
@ Prozess
Nicht der Richter spricht in den USA schuldig, sondern die geschworenen. Und für mich als Logiker sind Zweifel Zweifel, ein Unterschied zwischen berechtigte und unberechtigte Zweifel ist für mich unerklärbar.
P.S.
Es gibt auch eine interessante Reportage über einen deutschen Todeskandidaten, der wegen Mordes veruteilt ist, weil er im zeugenstand gelogen hat (hat seinen Heroinhandel vertuschen wollen), der aber mittlerweile nach Recherchen sowas von unwahrscheinlich schuldig ist und nur nicht freigesprochen werden kann, weil der Kronzeuge gegen ihn für die Bekennung seines Meineids in die USA reisen müsste, wo er sofort wegen Meineids festgenommen würde - das zeigt, wer abstruse Lügen auftischt beim versuch sich freizusprechen muss nicht unbedingt im Sinne der Anklage schuldig sein.
Dass Baumstrukturen "anfälliger" für Datenverlust sind, als fixe Tabellenstrukturen, mag sein, aber wer Datensicherheit bei Headcrashes wahren will, sollte ohnehin Raid aufsetzen oder einfach seine Backups haben. Und diese "anfällige Baumstruktur" haben JFS, XFS, HFS(+) und NTFS auch. Datenrettung auf ReiserFS kann kurios sein, weil die Blöcke der inodes beim Löschen im Gegensatz zu Ext nicht mit Nullen überschrieben werden, aber dafür ist Löschen auch wesentlich schneller - Vortil und Nachteil, muss jeder wissen, was ihm, wichtiger ist, aber "nicht das Wahre" würde ich nur gelten lassen, wenn es die Vorteile nicht hätte.
Dass Reiser4 kein ReiserFS-Derivat und demzufolge nicht abwärtskompatibel ist, finde ich auch geil - ich steh halt dort, wo es nicht schmerzt, auf Revolution statt Evolution, weil die Abwärtskonmpatibilität vieles bremst und ich finde nicht, dass ich ein altes Dateisystem unbedingt direkt in ein neues umwandeln können muss.
@ Prozess
Nicht der Richter spricht in den USA schuldig, sondern die geschworenen. Und für mich als Logiker sind Zweifel Zweifel, ein Unterschied zwischen berechtigte und unberechtigte Zweifel ist für mich unerklärbar.
P.S.
Es gibt auch eine interessante Reportage über einen deutschen Todeskandidaten, der wegen Mordes veruteilt ist, weil er im zeugenstand gelogen hat (hat seinen Heroinhandel vertuschen wollen), der aber mittlerweile nach Recherchen sowas von unwahrscheinlich schuldig ist und nur nicht freigesprochen werden kann, weil der Kronzeuge gegen ihn für die Bekennung seines Meineids in die USA reisen müsste, wo er sofort wegen Meineids festgenommen würde - das zeigt, wer abstruse Lügen auftischt beim versuch sich freizusprechen muss nicht unbedingt im Sinne der Anklage schuldig sein.
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FreddyMercury
Rear Admiral
- Registriert
- Dez. 2002
- Beiträge
- 5.414
@Mountwalker
Du hast 3 Motive aufgezaehlt, die man in den USA braucht um jemanden zu verurteilen. Stimme dir da voll und ganz zu, nur ist Hans Reiser nicht der erste, der nur aufgrund von indizien verurteilt wurde. Gibt auch Leute, die warten auf die Todesstrafe aufgrund nur von Indizien
Sonst wird in den USA auch immer Videos von den vermissten abgespielt, wie Liebevoll Kuchen ausgegeben wird, oder wie man lieb in die Kamera laechelt und blablabla, damit soll warscheinlich der Schuldspruch beschleunigt werden...
Ausserdem halte ich das Geschworenensystem fuer ziemlich anfaellig. Von denen kann man auch nicht sagen, dass die Neutral handeln.
Du hast 3 Motive aufgezaehlt, die man in den USA braucht um jemanden zu verurteilen. Stimme dir da voll und ganz zu, nur ist Hans Reiser nicht der erste, der nur aufgrund von indizien verurteilt wurde. Gibt auch Leute, die warten auf die Todesstrafe aufgrund nur von Indizien
Sonst wird in den USA auch immer Videos von den vermissten abgespielt, wie Liebevoll Kuchen ausgegeben wird, oder wie man lieb in die Kamera laechelt und blablabla, damit soll warscheinlich der Schuldspruch beschleunigt werden...
Ausserdem halte ich das Geschworenensystem fuer ziemlich anfaellig. Von denen kann man auch nicht sagen, dass die Neutral handeln.
MountWalker
Fleet Admiral
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- Juni 2004
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- 14.368
Ja, das ist ganz meine Meinung. Das ist meiner Meinung auch der dringlichste Grund, warum die Todesstrafe generell abgeschafft gehört, Im Fall hans Reiser hat vielleicht der Richter das Strafmaß reduziert, weil er vernünftig genug ist, die ungenaue Beweislage auch als solche zu werten - verhandelt wurde der Fall ja glaube ich in California und dort ist das Strafsystem eigentlich härter als in Texas, der Richter darf aber bei ungenauer Beweislage das Strafmaß reduzieren.
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