Hardwareanforderungen für ein MediaWiki.

brenner

Commander
Registriert
Apr. 2002
Beiträge
3.037
Zur Zeit habe ich ein aktuelles MediaWiki (v.1.12.0) unter Debian auf 133Mhz und 32MB RAM mit 2,5" 120GB HDD aufgesetzt und es läuft fehlerfrei.

Problem sind die Zugriffszeiten. Das laden von MediaWiki-Seiten dauert bis zu einer Minute. Für den öffentlichen Einsatz natürlich undenkbar. Andererseits verbraucht der ganze "Webserver" nur knapp 10Watt.


Nun zur Frage, was braucht man an Mindesthardware, bzw. CPU/RAM um ein MediaWiki und Foren wie phpbb, zufriedenstellen laufen zu lassen. Das Ganze unter dem Gesichtspunkt das es nicht viel mehr Strom wie obiges System verbrauchen darf (Gesamt max. 20Watt) und unter 300,-€ kosten sollte (obiges System neu 200,-€).
 
Problem wird vor allem der Arbeitsspeicher sein, denn ein aktuelles Debian, mit Webserver und MySQL-Datenbank braucht schon locker im Leerlauf 60MB Ram.
 
Nun, neben der Hardware spielt auch die Internetanbindung eine sehr große Rolle. Die Anforderungen an die Hardware sind zum einen an die Verwendete Webserver-Software und die Besucherzahlen gekoppelt. Das unten stehende System ist mit nur 32MB Arbeitsspeicher viel zu klein dimensioniert. Bei vielen Datenbankabfragen, die bei Foren und Wikis wohl zwangsläufig vorkommen, kommt das Teil einfach nicht mehr mit.

Eine Empfehlung kann ich dir aber nicht geben, bei einem Energieverbrauch von maximal 20W wird das aber wohl auch sehr schwierig sein :( Wenn überhaupt möglich. Wenn du den Webserver nicht fürs Intranet brauchst, dann würde ich dir empfehlen dir ein kleines Webspace-Paket zuzulegen.

Drüber vielleicht etwas auf Basis eines VIA-Eden o.ä., dann aber mit wesentlich mehr RAM.
 
Hallo zusammen,

wie wäre es, wenn du einen kleinen Webserver mietest... muss ja kein ganzer sein, sondern nur einen kleinen virtuellen... Da kommt du mit 300-350€ über drei Jahre... und bis dahin sollte sich langsam herauskristalisieren, ob das Projekt weiter geht.

Liebe Grüße

Lomoch
 
Mit dem Stromverbrauch wird es schwierig, da die meißten Systeme wohl mehr als 20 Watt brauchen, könnte ein gebrauchtes Notebook vlt. deinen Anforderungen gerecht werden, nur ob die HDD Kapazität dort ausreicht ...
Vlt. findest du ja eins mit kaputten Display, was sehr günstig verscherbelt wird, da könnte dann bei 300 € sogar ein recht neueres Modell rauskommen, da jedes Notebook eigentlich noch einen VGA Anschluss hat, lässt es sich damit eigentlich einrichten.

Mal zum Vergleich mein Notebook Pentium M 2,0 Ghz (Single Core), Ati X700, 1 GB Ram verbraucht im Akkumodus (CPU runtergetaktet: 800 MHZ), 100 GB HDD; ATI X700 per Powerplay runtergetaktet kommt auf etwa 10 Watt (IDLE), ohne Displayhintergrundbeleuchtung. Dies mit kaputten Display und schlechterer Grafikkarte könnte schon mit kaputten Display für 300 € zuhaben sein. Leider kann ich nur im Akkumodus den aktuellen Stromverbrauch per NHC (Notebook Hardware Control) einsehen.

Wenn die Festplatte mal zu klein wird, kann man noch eine externe dazukaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bis auf "CoolHandLuke" liegt ihr etwas daneben :D


@Lomoch & muhkuher:
Ich habe bereits einen vserver und mehrere Hostings bei diversen Anbietern. Da die Masse davon fast unbenutzt im Web steht bin ich gerade beim konsolidieren der ganzen Geschichte.

Momentan bin ich dabei alles was nur Speicher braucht (also ohne Datenbanken & ohne php) bzw. reines html ist auf lokale Quellen umzuziehen, d.h. alle Domains zu einem Anbieter der die Anfragen dynamisch zu mir umleiten kann (wegen 24h Zwangstrennung).

Das funktioniert bisher sehr sehr gut. DSL-Leitung als auch Webserver sind mehr als ausreichend um den entstehenden Traffic abzufangen.


Wegen der php/mysql Projekte habe ich nun abgefangen zu testen und (wie eigentlich erwartet) Defizite festgestellt. Das ändert nichts an der Tatsache auch die Projekte zukünftig daheim zu hosten. Auch wenn andere Provider günstige Tarife anbieten kann ich nur @home vollständig überprüfen wer an welche Daten kommt.

Gerade bei kleinen Webangeboten wo hunderte "Leute" auf einen Server rumdümpeln ist es mit der Sicherheit nicht so sehr gewährleistet.
Nächster Punkt ist das Backup, das geht innerhalb weniger Minuten von statten und zentral. Einfach nur System runterfahren, USB-HDD abstöpseln und ein AcronisImage von ziehen, Platte anstöpseln, Server hochfahren, fertig.
Nächster Punkt Konfigurierbarkeit. Wie oft musste ich schon kämpfen/suchen das ein bestimmter Provider bestimmte Apachekonfigs bietet und nicht abschalten oder umgekehrt, usw...


Das unten stehende System ist mit nur 32MB Arbeitsspeicher viel zu klein dimensioniert.

Nicht wirklich. Verhältnis CPU zu RAM ist ideal. Außerdem kann ich das an diesem System nicht beinflussen, es handelt sich um eine Linksys NSLU2.


Weitere Vorschläge, aber besser noch Erfahrungen sind natürlich äußerst Willkommen.
 
Metzlor schrieb:
Mit dem Stromverbrauch wird es schwierig, da die meißten Systeme wohl mehr als 20 Watt brauchen, könnte ein gebrauchtes Notebook vlt. deinen Anforderungen gerecht werden, nur ob die HDD Kapazität dort ausreicht ...
Vlt. findest du ja eins mit kaputten Display, was sehr günstig verscherbelt wird, da könnte dann bei 300 € sogar ein recht neueres Modell rauskommen, da jedes Notebook eigentlich noch einen VGA Anschluss hat, lässt es sich damit eigentlich einrichten.

Mal zum Vergleich mein Notebook Pentium M 2,0 Ghz (Single Core), Ati X700, 1 GB Ram verbraucht im Akkumodus (CPU runtergetaktet: 800 MHZ), 100 GB HDD; ATI X700 per Powerplay runtergetaktet kommt auf etwa 10 Watt (IDLE), ohne Displayhintergrundbeleuchtung. Dies mit kaputten Display und schlechterer Grafikkarte könnte schon mit kaputten Display für 300 € zuhaben sein. Leider kann ich nur im Akkumodus den aktuellen Stromverbrauch per NHC (Notebook Hardware Control) einsehen.

Wenn die Festplatte mal zu klein wird, kann man noch eine externe dazukaufen.


Ich denke auch das es darauf hinaus laufen wird. Ich habe bereits schon ein IBMT21 mit zweiter HDD im Wechselschacht im Einsatz, welches in den tiefen meines Flures rumdümpelt, nur per WOL aufgeweckt. (Ich muss wirklich mal nachschauen wo genau ich das hingestellt habe) Dieses hat aber einen anderen Zweck.

Also, obwohl ich sowas schon im Einsatz habe, habe ich diese Möglichkeit ganz vergessen. Vom Preis her wird es günstiger werden als ein ITX, samt Gehäuse, Speicher, Festplatte, Netzteil separat zu kaufen.


edit:
Das schöne an der NSLU2 ist nur, geht die ein kaputt, kauft man sich für 80,-€ ein Neue, flasht diese mit der Debianfirmware, stöpselt die alte HDD an und alles läuft wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben