Hartz IV- Auswirkungen und Beispiele

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Kreins schrieb:
Ich verstehe deine Ansichten einfach nicht, arbeitest du für die Regierung?
Meinen Beitrag hast Du schon gelesen? ;) :D

Aber mal in aller Ruhe: Jemand belommt jetzt die 345 und sagen wie mal 255 Euro Mietzuschuss. Macht zusammen 600 Euro, bar auf die Hand.

Dieser jemand bekommt jetzt einen neuen Job für sagen wir mal knapp 1500 Euro brutto. Nach Steuern und Sozialabgaben bleiben so über den Daumen 900 Euro netto übrig, eher weniger. Davon bezahlt er dann seine Miete selber, bleiben 745 Euro über. Also rund 400 Euro mehr als nach Hartz IV. Dafür hat er dann aber auch so um die 160 Stunden gearbeitet, was einem zusätzlichen Stundenlohn von 2,50 Euro entspricht. Das Rechenbeispiel läßt sich beliebig anpassen, und je niedriger das Arbeitseinkommen wird, desto niedriger wird auch der so ermittelte zusätzliche Stundenlohn.

Wer nach der Schule eine Ausbildung beginnt, erzielt so gesehen sogar ein negatives Einkommen. Und mancher Berufsanfänger und viele Leute in schlechtbezahlten Jobs liegen ungefähr bei dem von Dir gebranntmarkten einem Euro.

@ Kreins: Hartz IV ist meiner Ansicht nach notwendig, aber schlecht gemacht, und in vielen Bereichen wird über das Ziel hinausgeschossen. Aber wenn man über diese Dinge diskutiert, sollte man das imho auf einer sachlichen Grundlage machen.

Marktschreier mit ihren unreflektierten Aussagen kann ich ertragen, wenn sie mir Räucherfisch andrehen wollen, aber nicht in der Politik. Daher versuche ich nur einige Aussagen geradezurücken und vielleicht die öffentlich geübte Polemik mit ein paar Fakten anzureichern.

Dass unsere so genannten Sozialversicherungen ihren Namen nicht verdienen, da sind wir doch einer Meinung. Meine Rentenversicherungsbeiträge darf ich doch wie viele andere mittlerweile als Spende betrachten. ;) Darüber regt sich aber komischerweise keiner auf. :confused_alt:
 
Das ALG II könnte evtl. sogar halbwegs sozialverträglich eingeführt und durchgesetzt werden, wenn sich, ja, wenn sich die Regierung dementsprechend äußern und verhalten würde. Auf DLF hat man in den Nachrichten sogar zugegeben, dass nun sowas wie eine ALG II/Agenda 2010-Promotour notwendig ist, um der Bevölkerung (=dem Wähler) nachträglich die Reformen zu "erklären" (=beizubringen). Logik siegt vor Arroganz, Müntefering (den ich auch nicht mag) siegt vor Clement!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das Tollste ist, es tut sich jetzt wirklich was. Vorhin im ZDF um 21.45 habe ich zum ersten Mal von den schon seit einiger Zeit wieder stattfinden Montagsdemos gehört und gesehen:

Ja, echt beeindruckend! Da gehen die Leute wieder zu Tausenden auf die Strasse. In Magdeburg z.B.. Und vor allem seit Neustem sogar im Westen. Die Idee der Montagsdemos schwappt nun auch über auf den Westen. Was vollkommen verständlich ist. Und die Magdeburger sprechen sogar jetzt schon von einem heißen Herbst, direkt folgend auf den heißen August. Na denn...!

Recht haben sie. Wo soll das auch sonst noch hinführen?

Klasse auch die in der gleichen Nachrichtensendung gezeigten reichlich vielen Sozialdemokraten aus Köln, die jetzt gegen Herrn Schröder demonstrieren gehen: "Wir sind die Partei!"

Mir scheint, das könnte, gut und gerne der Beginn vom Ende der "Ära Schröder" sein.

denn es geht wohl noch (zu) vielen anderen so wie mir auch:

Die Begriffe "Hartz IV" und Agenda 2010" kann ich einfach nicht mehr hören, will auch keines der Gesichter mehr sehen, die diese Begriffe prägten und im Munde führen oder führten. Einfach weg mit denen: "Sie sind verbraucht". Und die Begriffe sind längst hohl und leer und völlig zerredet, bevor sie auch nur einen Tag Anwendung fanden. Das empfinde ich, ganz einfach. Und ich bin nicht alleine: nein, viele - die meisten empfinden so! Also weg damit:

Nichts davon hilft dem deutschen Volke weiter.


Lafontaine, ebenfalls im gleichen ZDF-Heute, hat recht mit den 4 Punkten, die er ganz korrekt aufführte und darlegte: "Eine Regierung aus SPD-Leuten, die

1. das höchste Staatsdefizit in der Geschichte der BRD verantwortet, dazu
2. die höchste Arbeitslosigkeit, dann
3. nur noch Rekordminus-Wahlergebnisse für die SPD einfährt und schließlich bloß noch
4. Rekordzahlen an Mitgliederaustritten zu verantworten hat,

eine solche Regierung sollte ganz einfach zurücktreten und Platz machen für eine Neue. Denn so gehört sich das in der Demokratie." (... und nicht das dumme Volk schimpfen und damit drohen, "man suche sich eine neue SPD nebst neuem Volke dran".)


Ich schätze, (ganz neu und auch für mich überraschend, aber die Lage hat sich geändert,) die Regierung Schröder ist spätestens im Dezember "Geschichte".

(Denn so ungefähr November geht es spätestens wieder los mit der "saisonbedingten Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt", und es werden diesen Winter über 5 Millionen offiziell arbeitslos sein - und "Ich-AG-Desaster, und, und, meine ich.)


Nächsten Montag fahre ich auch mal nach Trier, "mal schauen, wo sie da laufen". Solidarität war ja noch nie verkehrt.



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@Kreins:

"Sorry aber habe ich 30Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt um nach einem Jahr Arbeitslosigkeit mit ArbeitslosengeldII und einem Zwangsarbeiterjob (z.B. die Spritzen von Fixern wegräumen müssen) von 1€ je Stunde den Rest meines Lebens zu verbringen???
Was ist wenn man nach 12Monaten keinen neuen Job hat? Wenn alles was man sich für einen ruhigen Lebensabend zusammengespart hat urplötzlich den Bach runter geht?"

Exakt das ist es. Genau darum geht es ja. Exakt das kommt, wenn Hartz4 1:1 umgesetzt wird:

Wenn jemand z.B. nach 30 Jahren Arbeit im Alter von 49 (bis dahin sehr wohl immer fleissig, immer anständig), einen Arbeitgber hatte, der vor 9 Monaten pleite ging (soll ja vorgekommen sein) , dann hat dieser jemand jetzt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch keine neue Stelle (wie auch?). Und da heisst es dann ab 1.1.05

-Ersparnisse aufbrauchen,
-Lebensversicherungen kündigen,
-Eigenheim verkaufen,
-usw., usf..

Und glaube mir, das betrifft hier in der leicht strukturschwachen aber fleissigen Eifel mehr als einen - und an den Häusern hängen Schicksale: Jahrzehnte des Sparens und Schuftens, die ganze Eigenleistung! Das Haus und die Möglichkeit zum Haus auch der Grund in der Eifel geblieben zu sein, mit weniger Bruttogehalt gelebt zu haben, mit weniger oder gar keiner Beförderung an der Arbeitsstelle als woanders (weil ein Wechsel hier in der Eifel mangels Alternative ohne den Wegzug auch gar nicht möglich war).

Und das wird ab Januar 2005 alles nach längstens 12 Monaten Arbeitslosigkeit weg sein. Oder etwas länger.

Soll ich Dir was sagen: Das geht so gar nicht - nicht ohne dass das Volk Revolution macht. An die selbstgebauten, selbst vom Munde abgesparten Häuser darf ihnen keine Regierung gehen - "schon gar nicht ohne Härtefallregelungen", (ich denke falsch, zu weit) schon gar nicht, ohne dass es "staatliche Schätzstellen" und "Mindestpreisbindungen" beim Erlös solcher Häuser usw. gäbe. Man stelle sich viele nette deutsche "Normalos" vor (die nicht-gerissenen Nicht-Cleverles, die es auch gibt), die jetzt wg. "Hartz4" zwangsverkaufen müssten:

Für jeden Zwangsverkäufer ein einmaliges Ereigniss -für den kaufenden Immobilienmakler perspektivisch das Dutzendgeschäft bei der Arbeitslosigkeit - (verbotene) Preisabsprachen unter der Hand mit eingeschlossen ("Wenn Du hier bei meinem "Hartz-Objekt" nicht bietest, denn biete ich morgen bei Dir bei Deinem dafür auch nicht mit").

"Das feuert doch alles die Spirale nach unten nur noch an": wenn viele Hartz-Opfer zwangsverkaufen müssen steigt das Angebot, dem keine (ausreichende) Nachfrage gegenübersteht, "weil es auch morgen ja wieder noch billiger wird, weil ja noch mehr Angebot kommt" - und immer so weiter. (Genau dieselbe "Preisdeflation", die sogar vor Lidl und Aldi nicht halt machte - sogar die konnten auf breiter Front billiger werden in letzter Zeit.)

Wer aber noch eine wirklich langfristig sichere Arbeitsstelle hätte, der wäre evtl. sogar noch kreditwürdig - und könnte kaufen: so gelangten die Häuser aus dem Besitz der Arbeitslosen in den der Arbeistellenbesitzer - und am/beim Besitztumsübergang "schneiden sich auch noch allerlei Leute ein paar fette Scheiben von ab". Auftragsbeschaffungsmassnahme für Immobilienmakler, Bauspar- u. Hypothekenkassen, Notariate, Grundbuchämter... . Und Journalisten werden auch viel zu berichten haben. Über Tricks, Betrügereien, usw..*

Hartz4 - ein Mittelschicht-Enteignungs- u. Verarmungsgesetz. Es wird nicht so kommen.



*Beispiel gefällig?

"Pass auf Paul, Du bist doch ein netter Kerl, und ein guter Freund und wir gehen doch schon seit langem immer zusammen in die Sauna, und ich bin ja auch Pate bei Deinem Dieter. Und wir gegen mindestens einmal im Jahr zusammen segeln. Du kennst doch den Meier, der ist bei mir Oberbuchhalter. Inzwischen 50 der Mann. Das Haus von dem ist schuldenfrei - ich weiß es sicher. Und groß und aufwendig - naja, hat bei mir ja auch immer gut verdient - weisst, früher war ja noch alles anders. Wenn der arbeitslos würde, kriegte der für das Haus so schnell keinen passenden Käufer hier in der Gegend. Und inzwischen auch richtig teuer der Mann, für uns hier im Betrieb. Schließlich auch kein Wunder bei dem Alter. Schon seit 20 Jahren bei uns. Noch zu alten BRD-Konditionen hier eingestiegen damals. Und wenn ich den entließe, Vorwand findet sich ja immer, gerade heutzutage, der kriegte hier bestimmt nix neues mehr. Halt zu alt und zu teuer. Wie wärs, hast Du Interesse an an dem sein Haus? - Längstens nach 24 Monaten muß der doch verkaufen. Oder früher, schon wg. Hartz4. Und die Zeit vergeht so schnell, und der wird zu lange hoffen, dass er doch noch was findet. Tut er aber nicht. Kann ich auch ein bisserl mit für sorgen. Keiner war immer völlig fehlerfrei. Und die Leute glaubens ja auch immer gerne. Also, wie wärs, machste mit? Wir teilen natürlich, so 200.000 für jeden von uns sollten drin liegen, oder mehr - Du machts das mit dem Haus - und ich treibe ihn Dir erstmal vor die Flinte? Er weiß ja, dass wir bekannt sind, daher werde ich Dich ihm als Makler natürlich nochmal wärmstens empfehlen, "wo ich ihn schon nicht halten kann als Mitarbeiter", muß ich ihm natürlich wenigstens dabei helfen einen wirklich tollen Makler zu finden, "der für ihn "Ehrenwort!" auf jeden Fall beim ggfls. wg. Hartz (! was sonst) leider anstehenden Verkauf seines Hauses vollkommen unabhängig und als bewährter Freund das beste rausholt", hähä..."

tja, schaun wir mal.

p.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tiguar

Was du bei der Sache vergisst ist folgendes.

Wenn ich eine Arbeit habe, dann habe ich diese frei gewählt und ich bin niemandem Rechenschaft schuldig.
Mit dem Arbeitslosengeld 2 habe ich keine Wahl was ich arbeiten möchte sondern bekomme gesagt was ich zu tun und zu lassen habe und ich darf mich alle 6 Monate ausziehen und sehr tief bücken, damit das Amt auch alles sehen kann!!
Wenn du das gut findest, dann schmeiß deinen Job und bücke du dich dochmal, anstatt hier allen ernstes zu sagen das Hartz IV sein muß.

Fakt ist das die jetzige Arbeitslosenhilfe im Jahr 8,9 Millarden kostet.
Fakt ist auch das durch die Abschaffung der mittleren Verwaltung etwas 70 Millarden im Jahr gespart werden könnte.
Fakt ist das Hartz IV noch mehr Verwaltungskosten bringt und die Kosten dafür noch weiter steigen werden.

Willst du also allen ernstes behaupten das eine Einparung von großzügig geschätzen 4-5 Millarden jährlich die Abschaffung des Sozialstaates rechtfertigt?

Wer nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit noch keinen Job hat, der bekommt ALH2 nicht weiterhin vom Bund sondern von den Komunen, welche Stadt kann sich das wohl leisten?
Wem soll zugemutet werden für einen Niedriglohnjob seine Familie-Freunde u.s.w. hinter sich zu lassen um einige 100Km weit weg neu anzufangen?

Sry aber wer Hartz IV gut findet ist vielleicht im Moment nicht selbst betroffen davon und erkennt einfach die Reichweite von diesem Gesetz nicht.
mfg
 
Hartz IV - Mut zur Lücke oder der Schuß kann auch nach hinten losgehen...

Egal, welche Gesetze z.Z. von Rot/Grün verabschiedet werden, immer öfter treten neben den schwer zu vermittelnden sozialpolitischen Inhalten auch gravierende "handwerkliche" Mängel zu Tage.

Wie Gestern Report München verlauten ließ, scheint es offensichtlich möglich, auf legale Weise den Absturz in das ALG II zumindest zeitlich hinauszuschieben.

Pressetext:


Experte befürchtet neues Milliardenloch bei der Bundesagentur für Arbeit - Ich AG hebelt Hartz IV Gesetze aus

Rund 500.000 Arbeitslose werden aufgrund der Hartz IV Gesetzgebung im kommenden Jahr kein Arbeitslosengeld mehr bekommen. Dadurch wollte die rot-grüne Bundesregierung Milliarden für die Bundesagentur für Arbeit einsparen.

Wie Report München jetzt herausfand, raten deshalb Arbeitsloseninitiativen wie der vom DGB mitfinanzierte „Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V." in Berlin solchen Arbeitslosen, eine Ich AG zu gründen. Das sei eine „bessere Sache als ins Arbeitslosengeld II abzustürzen“, so Martin Künkler von der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen gegenüber report München. Die Ich AG wird von der Bundesagentur für Arbeit mit monatlich 600 Euro unterstützt. „Risiko gibt es bei der ganzen Sache keins. Die Förderung muss weder zurückgezahlt werden, noch muss ich groß Konzepte einreichen“, so Künkler weiter.

Der Nürnberger Arbeitsmarktexperte Prof. Hermann Scherl nimmt deshalb an, „dass etliche bei denen eine vollkommene Leistungskürzung droht, diesen Ausweg wählen werden. Das reißt ein vorher ungeplantes Milliardenloch in den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit." Weiterhin kritisiert Scherl gegenüber report München, „dass bei der politischen Konzeption nicht alles bedacht wurde und dass einige offensichtlich auch etwas geschlafen haben."

Dr. Frank Wießner vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), das zur Bundesagentur für Arbeit gehört, sieht ein Problem darin, "dass ein arbeitsmarktpolitisches Programm ein anderes aushebelt. Das heißt: Ich AGs werden möglicherweise hauptsächlich aus der Motivation gegründet das Arbeitslosengeld II zu unterlaufen."

Quelle : Report München
 
perfekt 57 hat es absolut auf den Punkt gebracht! Ich wollte zwar aich posten,.aber perfekt hat ja alles gesagt...bitte antwortet mal da drauf @Tiguar!

Der größte Witz ist das solche Dinge von Menschen beschlossen werden die NIE davon betroffen werden!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (ein paar E entsorgt)
Ich AG hebelt Hartz IV Gesetze aus
Hammer! Wenn das geht, weiß das in ein paar Tagen jeder und die Ich-AG wird abgeschafft, um das Schlupfloch zu stopfen...
Fakt ist auch das durch die Abschaffung der mittleren Verwaltung etwas 70 Millarden im Jahr gespart werden könnte.
Tolle Show, dann hast Du noch mehr Arbeitslose!
Willst du also allen ernstes behaupten das eine Einparung von großzügig geschätzen 4-5 Millarden jährlich die Abschaffung des Sozialstaates rechtfertigt?
Wenn die Einsparung so gering ist, können die Einbußen bei den Empfängern auch nicht besonders hoch sein.

Außerdem gibt es für jetzige Langzeit-Arbeitslose ab 2005 ein Übergangsgeld von 160 im ersten und 80 Euro im zewiten Jahr (+60 Euro pro Kind) max. 24 Monate lang, dass den Übergang deutlich erleichtern kann.
 
Die "Wir sind das Volk" Verlogenheit

Hi,

ich fasse hier sinngemäß einen Artikel aus einer deutschen Tageszeitung mal zusammen:

Im Moment glaubt man, daß Deutschland nur noch von habgierigen Leuten besetzt ist, die ans Geld der "kleinen Leute" wollen.
Kein Respekt vor dem eigenen Häuschen, nicht vor Kindersparbüchern und Lebensversicherungen. Die ganze Nation scheint nur noch aus Anwälten der Ärmsten und Schwächsten zu bestehen.
Bei den Demos im Osten laufen Vertreter aller Parteien mit. Auch Herr Millbradt (Sachsens MP), obwohl er selbst vielem zugestimmt hat. Vielmehr hatte die CDU weit schlimmere Kürzungen vorgehabt.
Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Nostalgische Träumereien gemischt mit Ängsten vor Verlust paaren sich hier zur gesamtdeutschen Feier des Staatssozialismus.
Jetzt werden Fallbeispiele in die Öffentlichkeit gezerrt, die ganz und gar nicht überzeugen. Zum Beispiel folgendes:
Eine Frau hat vor Jahren 30 000 DM geerbt, ist seit 3 Jahren alo, will ihr Erspartes gerne behalten. 8 600 Euro bleiben ihr, der Rest wird nach neuem Gesetz angerechnet. Ist das grausam????
Die Frau will Hilfen, die aus Steuergeldern finanziert werden, auch aus Steuern von schlecht bezahlten Altenpflegern und Verkäuferinnen. Soll der Staat sich jetzt rechtfertigen, nur weil er die Bedürftigkeit prüft???
Ja wo leben wir denn, wo Menschen die ein Haus, ein Grundstück, eine Wohnung oder eine teure Versicherung haben, jetzt die Solidarität jener in Anspruch nehmen, die oft gar nichts von dem besitzen??
ALG II ist geplant, um kurzfristige Hilfen, um Not und Lebenskrisen zu meistern. Der Staat ist jedoch nicht verantwortlich für den Erhalt des Lebensstandards.
Jeder Vergleich zu den Demos von 1989 offenbart rasch die Schwäche der neuen Protestbewegung. Im Jahr der Wende gab es klare Forderungen und einen durch nichts gerechtfertigten Gegner.
Und heute? Soll denn die Verwaltung der Arbeitslosen ewig so weitergehen?
Die BRD war lange ein Land, daß Urlaub von der Geschichte genommen hat. Der Glaube hatte sich verbreitet, der Staat sei eine Versicherung gegen alle Lebensrisiken. Dagegen kommt keine noch so gute Reformrhetorik an.
Dennoch macht die Regierung hier was Richtiges. Es wird nur völlig besch..... rübergebracht.
Die Hysterie der Protestbewegung wird den wirklich Schwachen kaum helfen. Der Zorn würde sich garantiert schnell legen, garantierte man den Protestlern die Unantastbarkeit ihrer Schrebergärten und der Sparbücher ihrer Kinder, damit sie darauf ihr kleines Vermögen parken und dennoch steuerfinanzierte Hilfen kassieren können.

So das wars. Und ich muß sagen, da ist was Wahres dran und sollte auch mal bei aller protestiererei bedacht werden ;)
 
@ LaNa19: Lies den Beitrag von Shangrila, dem habe ich wenig hinzuzufügen. ;)

@ Shangrila: Habe Deine Threaderöffnung hier angehängt, da der Beitrag hier thematisch eigentlich ganz gut aufgehoben ist. Es sei denn, Du möchtest die paradoxe Situation diskutieren, dass heute PDS-Bonzen zu "Montagsdemos" aufrufen, die in einem früheren Leben als SED-Bonzen die namensgebenden Veranstaltungen am liebsten zusammengeschossen hätten. :evillol: Das würde dann imho einen neuen Thread verdienen.

CU, Tiguar
 
Re: Die "Wir sind das Volk" Verlogenheit

Shangrila schrieb:
Im Moment glaubt man, daß Deutschland nur noch von habgierigen Leuten besetzt ist, die ans Geld der "kleinen Leute" wollen.
Kein Respekt vor dem eigenen Häuschen, nicht vor Kindersparbüchern und Lebensversicherungen.
Du bringst es auf den Punkt!
Shangrila schrieb:
Jetzt werden Fallbeispiele in die Öffentlichkeit gezerrt, die ganz und gar nicht überzeugen. Zum Beispiel folgendes:
Eine Frau hat vor Jahren 30 000 DM geerbt, ist seit 3 Jahren alo, will ihr Erspartes gerne behalten. 8 600 Euro bleiben ihr, der Rest wird nach neuem Gesetz angerechnet. Ist das grausam????
Ja, denn das war für Ihre Altersversorgung so geplant. Nun ist sie wenn sie in Rente geht leider wieder auf den Staat angewiesen denn sie konnte kein Vermögen für ihre Rente ansparen und liegt somit bis zum Lebensende wieder dem Staat auf der Tasche!
Shangrila schrieb:
Ja wo leben wir denn, wo Menschen die ein Haus, ein Grundstück, eine Wohnung oder eine teure Versicherung haben, jetzt die Solidarität jener in Anspruch nehmen, die oft gar nichts von dem besitzen??
ALG II ist geplant, um kurzfristige Hilfen, um Not und Lebenskrisen zu meistern. Der Staat ist jedoch nicht verantwortlich für den Erhalt des Lebensstandards.

Ja wo Leben wir denn wenn Menschen 30 Jahre für ihr Eigenheim geschuftet und gezahlt haben, dann Arbeitslos werden und der Staat sagt:" Ätsch, hast zwar 30 Jahre eingezahlt aber nun mach mal dein Haus zu Geld und wenn du nix mehr hast, dann kannste mal wieder anfragen!

Wofür soll man sich den überhaupt noch etwas aufbauen wenn man 30 Jahre knechtet und dann auf einmal alles Weg ist weil die Firma Insolvenz angemeldet hat und man mit 49 leider nichtmehr so die tollen Jobaussichten hat?

Mit ALGII werden 500.000 Kinder zusätzlich auf Sozialhilfeneveau leben müssen.
Schöne neue Welt die vor uns liegt...
 
Der Staat ist jedoch nicht verantwortlich für den Erhalt des Lebensstandards.
Das lasse ich mir auf'n T-Shirt drucken!

Dennoch macht die Regierung hier was Richtiges. Es wird nur völlig besch..... rübergebracht.
Und das auf die Rückseite!
 
b-runner schrieb:
Außerdem gibt es für jetzige Langzeit-Arbeitslose ab 2005 ein Übergangsgeld von 160 im ersten und 80 Euro im zewiten Jahr (+60 Euro pro Kind) max. 24 Monate lang, dass den Übergang deutlich erleichtern kann.

Informiere dich doch erstmal bevor du sowas schreibst.
Ein Langzeitarbeitsloser bekommt eh schon Arbeitslosenhilfe und dein Beispiel bezieht sich auf Arbeitslosengeld Bezieher.

b-runner schrieb:
Wenn die Einsparung so gering ist, können die Einbußen bei den Empfängern auch nicht besonders hoch sein.

Ich kann leider nicht verstehen wie man über das Schiksal von Millonen auch noch Witze machen kann.

b-runner schrieb:
Das lasse ich mir auf'n T-Shirt drucken!

Und das auf die Rückseite!

Du bist echt voll Hammerkomisch was?

Traurig ziehe mich aus diesem Thread zurück, denn es gibt einfach Menschen die ich mir nicht länger antun möchte.
mfg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Informiere dich doch erstmal bevor du sowas schreibst. Ein Langzeitarbeitsloser bekommt eh schon Arbeitslosenhilfe und dein Beispiel bezieht sich auf Arbeitslosengeld Bezieher.
Nein, hab hier einen Zeitungartikel aus der Süddeutschen (vom Montag, glaube ich). Arbeitslosenhilfebezieher können diese Übergangsleistung erhalten! Ich kann(!) lesen!
Ich kann leider nicht verstehen wie man über das Schiksal von Millonen auch noch Witze machen kann.
War kein Witz, ich wollte die Logik dieser Aussage hinterfragen. Ich habe täglich mit Menschen zu tun, die zu den "sozial schwachen" gehören und beschäftige mich häufig mit solchen Themen.
Du bist echt voll Hammerkomisch was?
Vll. schlägt ab und an der Berufshumor durch (sorry), aber ich helfe den Menschen aktiv und schwinge nicht nur Reden in Internet-Foren!
 
b-runner schrieb:
Ich AG hebelt Hartz IV Gesetze aus
Hammer! Wenn das geht, weiß das in ein paar Tagen jeder und die Ich-AG wird abgeschafft, um das Schlupfloch zu stopfen...
Die Sache funktioniert und den eigentlichen Hammer sehe ich darin, dass der DGB, namentlich der „Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V.", durch die Hintertür diese Gesetze boykottiert.
 
Kreins schrieb:
@Tiguar

Was du bei der Sache vergisst ist folgendes.

Wenn ich eine Arbeit habe, dann habe ich diese frei gewählt und ich bin niemandem Rechenschaft schuldig.
Mit dem Arbeitslosengeld 2 habe ich keine Wahl was ich arbeiten möchte sondern bekomme gesagt was ich zu tun und zu lassen habe und ich darf mich alle 6 Monate ausziehen und sehr tief bücken, damit das Amt auch alles sehen kann!!
Wenn du das gut findest, dann schmeiß deinen Job und bücke du dich dochmal, anstatt hier allen ernstes zu sagen das Hartz IV sein muß.

Fakt ist das die jetzige Arbeitslosenhilfe im Jahr 8,9 Millarden kostet.
Fakt ist auch das durch die Abschaffung der mittleren Verwaltung etwas 70 Millarden im Jahr gespart werden könnte.
Fakt ist das Hartz IV noch mehr Verwaltungskosten bringt und die Kosten dafür noch weiter steigen werden.

Willst du also allen ernstes behaupten das eine Einparung von großzügig geschätzen 4-5 Millarden jährlich die Abschaffung des Sozialstaates rechtfertigt?

Wer nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit noch keinen Job hat, der bekommt ALH2 nicht weiterhin vom Bund sondern von den Komunen, welche Stadt kann sich das wohl leisten?
Wem soll zugemutet werden für einen Niedriglohnjob seine Familie-Freunde u.s.w. hinter sich zu lassen um einige 100Km weit weg neu anzufangen?

Sry aber wer Hartz IV gut findet ist vielleicht im Moment nicht selbst betroffen davon und erkennt einfach die Reichweite von diesem Gesetz nicht.
mfg


Mein Vater wohnt ca. 500 - 600km von uns zu Hause weg. Nein meine Eltern sind nicht getrennt oder geschieden, Vater hat an der Grenze zu Österreich einen Job gefunden (am Chiemsee und ihc wohn in NRW)


Es wird in Zukunft verlangt werden, dass man weit wegzieht, wegen einem neuen Job. Wer dann nicht so flexibel ist, hat einfach Pech gehabt. Schade das es so aussieht
 
Harrold schrieb:
Mein Vater wohnt ca. 500 - 600km von uns zu Hause weg. Nein meine Eltern sind nicht getrennt oder geschieden, Vater hat an der Grenze zu Österreich einen Job gefunden (am Chiemsee und ihc wohn in NRW)


Es wird in Zukunft verlangt werden, dass man weit wegzieht, wegen einem neuen Job. Wer dann nicht so flexibel ist, hat einfach Pech gehabt. Schade das es so aussieht

Das groteske an der ganzen Sache ist, dass z.B. bei mir in der Abteilung jemand aus München kommt weil er nur hier nen Job gefunden hat und jemand in ner anderen Abteilung jetzt nach München muss weil er nur da nen Job bekommen hat. Beide üben nahezu identische Tätigkeiten aus und trotzdem werden Jobs so vergeben das man quasi gar nicht drum herum kommt weiter weg zuziehen.
 
"ALG II ist geplant, um kurzfristige Hilfen, um Not und Lebenskrisen zu meistern. Der Staat ist jedoch nicht verantwortlich für den Erhalt des Lebensstandards."

1. so ca. 1987-1989 als die westdeutschen Sozialkassen noch genug Geld hatten (weil es genug Arbeitsstellen gab), waren Frühpensionierungen mit 59 oder 61 zu Lasten der (gut gefüllten) Sozialkassen üblich und oft genommen. (und der Wirtschafts, und der Sozialminster hatten da nichts dagegen!) 3-6 Jahre ALG, ALHi - und weg. 67% vom letzten Netto bis zur Rente - Klasse für nicht mehr arbeiten!

2. und die Konditionen dafür wurden schrittweise immer schlechter -weil der "Umbau" des Erwerbsstaates für die Sozialkassen immer teurer wurde:

3. was heute gemacht wird, "ist vergleichsweise das Letzte dagegen" - und verstösst so gesehen gegen Treu und Glauben und den Grundsatz der Gleichbehandlung, oder?

4.wer heute 19 ist und nix hat, der kann

4.a. nicht wie ein heute 50-jähriger als Erwachsener und eigenem Miterleben auf die letzten 20 Jahre zurückblicken: z.b. die, die 1988 mit 59 "via ALG/ALHI in den Vorruhestand gingen" (und zwar als gesellschaftlicher Konsens das damals!), laufen ja noch heute noch hier herum - und zwar seit 16 Jahren und gut und prima versorgt. (Warum soll also jemand, der nur wenige Jahre jünger ist dagegen so vollkommen "die A...karte gezogen haben?). Und

4.b. hat, auch aus einem gewissen Sozialneid-Gefühl heraus evtl. Schwierigkeiten, mit solchen die als "Wessie-Biographierer" mit 50 ein schuldenfreies Haus haben und einbezahlte Lebensversicherungen und die beides nicht ohne Not opfern wollen, denn

(jetzt kommts)

5. jeder Staat, also auch Deutschland, ist, war und wird darauf angewiesen sein, dass ein nicht unerheblicher Teil der bürgerlichen Mittelschichten eigene Vorsorge betreiben, für den Teil der Lebensrisiken, den bürgerliche Mittelschichten tragen können ( - anders als Ungelernte oder solche mit stark unterdurchschnittlichem IQ (die gibt es auch)), deswegen

6. hängt der Zusammenhalt jedes Staatswesen von Verläßlichkeit und anerkennendem Verhalten in diesem Punkte ab:

denn sonst könnten und würden die Mittelschichten ja mit gleichem Recht jeden Monat jeden Cent ihres Einkommens vollkommen ausgeben, kein Geld in Eigenheim oder private Lebensversicherung investieren (speichern), sondern jeden Monat soviel konsumieren, d.h. Essen gehen, Kino, Spielhalle, Autos kaputt fahren, usw. - bis alles jeden Monat weg ist/wäre:

und dann würden "bei jeder Kleinigkeit von konjunktureller Schwäche" halt wirklich fast alle direkt bei Vater Staat anklopfen (müssen) -um Stütze nachsuchen: wären auch Bedürftige.

Nein: wer Menschen gerecht behandeln will, der darf die unterschiedlichen Menschen, die sich zu Recht auch unterschiedlich Verhalten, eben nicht gleich behanndeln: die Ersparnisse des kleinen Mannes heute sind sein Verzicht und sein Fleiß von gestern. Wenn man solches Verhalten nicht belohnt sondern bestraft, dann .... macht man die grundllagen jedes Zusammenlebens normal lebenstüchtiger erwachsener Menschen kaputt, denn

wie leicht einsichtig ist, ist der beste Sozialarbeiter fürs Volk der, den man nicht braucht. Weil die Leute selber vernünftig sind, was arbeiten (können), und sich selbst ein paar Groschen beiseite legen (dürfen) ohne Angst haben zu müssen, für den Vorsorgeverzicht am Ende auch noch massiv benachteiligt zu sein.

7. Es gibt haufenweise Leute "die haben keinen Cent auf der Naht". Warum nicht? Weil sie blöde sind. Ihnen alles unter den Fingern zerrinnt. Wenn man aber alles denen gleich stellt, na dann Prost Mahlzeit! Der Staat hat und braucht Leistungsträger, (und zwar auch gerade und zu allererst unter den sogenannt "kleinen Leuten"!). Diese aber nicht nur doppelt, sondern sogar dreifach zu belasten - endet (zu Recht) in der Totalverweigerung. Und davon steht schon garnix auf - erst recht nicht für die sozial Schwachen.

8. deswegen: sag mir, wie Du zum Eigentum stehst - und ich sage Dir, was Du für ein Typ bist.

9. ich kenne Fresssüchtige (in echt) die sind stolz auf ihre 130-140 Kilo "und hochstolz darauf, dass sie im Leben ein Eigenheim verfressen haben". ("Edelfressüchtige" natürlich, meinen die von sich selbst - "alles immer nur von unserem Haus-Italiener - und nur vom Feinsten - nur Chianti, Parma und Prosecco"). Und die sind auch noch stolz darauf, dass von ihnen nix bleibt außer den Rechnungen an die Allgemeinheit für Bluthochdruck, Kuren und Krankfeiern - und Frührente - wie das heisst, was die kriegen, ist denen angesichts ihres chronisch überzogenen Kontos eh egal. Wie sie auch frech sagen. Hauptsache sie kriegen. Und: die kriegen! Alles wie vorher. Exakt genau so. "Denn die sind ja auch bedürftig. Die ham ja auch nix. Mit Absicht."

Aber: sollen wir jetzt in der Logik deswegen alle so werden? (Und wir wären ja alle blöde, wenn nicht...!)

10. Deswegen: Staatszerstörenden Schwachsinn ist das, was Berlin da zur Zeit treibt.

11. na gut zugestanden: viele Ossis brauchen ja auch keinen deutschen Staat. Die laufen nachher an die Französische Grenze und rufen da "Nous sommes le peuple" - und hoffen auf Einlaß - und Teilhabe an deren in Geld zurückgelegter Lebenleistung.

12. nein so ist es nicht.

13. der Staat ist nämlich verantwortlich.


p.

(Es spielt ürbigens keine Rolle ob es die PDS/SED ist, die zu den Montags -Demos aufruft oder nicht. Das Dings ist anders, größer. Gerade so wie Ende der 70ger Jahre: da wollte die DKP auch die grüne Bewegung in der BRD okupieren, gedachte "die Revolution in der BRD" draus zu machen. Wurde auch nischt von. Wichtig ist, dass viele hingehen. Denn sonst kann ja niemand im Alter von heute 19 ruhigen Gewisses jetzt für sich auch nur noch eine Lebensversicherung mehr abschließen - was hätte er/sie am Ende davon?)

Vielleicht sehen wir uns ja am 16.8. 18:00 in Berlin:

"Für den Vorsitzenden des Berliner Landesverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne, ist »Hartz IV« keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, sondern der größte Schlag gegen den Sozialstaat seit 1945. Thöne weiter: »Die Wut der Menschen ist groß, und sie muß jetzt auf die Straße getragen werden.« Ziel des Protestes sei es, die Politiker dazu zu zwingen, »Hartz IV« zurückzunehmen. Auch der Vertreter von ATTAC Deutschland, Pedram Shahyar, griff das neue Gesetz scharf an: »Hartz IV ist der übelste Auswuchs der Agenda 2010. Dieses Gesetz treibt Hunderttausende in die Armut, raubt Kindern ihre Zukunftschancen und Älteren Menschen ihre Ersparnisse.« ATTAC habe alle seine Regionalverbände dazu aufgerufen, gegen die Regierungspolitik des sozialen Kahlschlags einen heißen Herbst zu organisieren. »Wir werden«, so Shahyar »uns nicht auf Demonstrationen und Protest beschränken, sondern auch zum zivilen Ungehorsam aufrufen.«

Die Demonstration beginnt am Montag, den 16. August um 18 Uhr auf dem Alexanderplatz und wird von dort zur SPD-Parteizentrale im Willy-Brandt-Haus führen. ...

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer hofft dagegen auf den Erfolg der Montagsdemonstrationen gegen »die falsche Richtung« der »Hartz-Gesetze«. »Leider hat man nicht auf uns gehört. Jetzt muß sich die Politik den Protesten stellen«, sagte Engelen-Kefer der Leipziger Volkszeitung (Mittwochausgabe). Es gehe nicht um ein Vermittlungs-, sondern um ein Gestaltungsproblem. »Hartz IV« ziele fast nur in Richtung Sozialabbau, Leistungskürzungen und Belastung der kleinen Leute. Statt den Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit zu thematisieren, sei »die Verschlechterung der Leistungen für heutige Arbeitslosenhilfe-Empfänger in den Vordergrund getreten«. "
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"ALG II ist geplant, um kurzfristige Hilfen, um Not und Lebenskrisen zu meistern. Der Staat ist jedoch nicht verantwortlich für den Erhalt des Lebensstandards."

Genau erst Jahrelang Arbeitslosengeld einzahlen, und fürs alter sparen, und danach verarscht werden, nur einen Bruchteil zurückbekommen und verstaatlicht werden! Arbeit macht frei ab 1€ pro Std.

m.f.G.

Euer Helmut Schröder.
 
Cluster schrieb:
Genau erst Jahrelang Arbeitslosengeld einzahlen, und fürs alter sparen, und danach verarscht werden, nur einen Bruchteil zurückbekommen und verstaatlicht werden! Arbeit macht frei ab 1€ pro Std.

m.f.G.

Euer Helmut Schröder.

Ja. Wird mal Zeit, das ALLE Deutschen Bürger + Mitbewohner aufwachen und mal so richtig auf die Barrikaden gehen und unseren großen Leuten mal zeigen, wie wir und fühlen und wie sehr viele und welchen Bedingungen leben müssen.
 
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