Hartz4 besserstellung

e-ding schrieb:
Alle anderen Berufsgruppen müssten als Folge ebenfalls eine künstliche Einkommenssteigerung durchlaufen, da sonst der logische Lohnabstand von ungelernten zu gelernten Kräften usw. nicht mehr gegeben wäre. Die Folge wären wiederum Preiserhöhungen. Der gutgemeinte Ansatz verpufft. Es stehen lediglich höhere Zahlen auf Lohnbescheinigung und Preisschildern.
Die Frisörin verdient dann zwar das Doppelte, der Besuch beim Frisör kostet dann aber auch das Doppelte. Es ist also zwingend erforderlich, dass auch andere Lohngruppen nachziehen müssen.

Warum sollte der Dachdecker mit 15 € die Stunde auch mehr Lohn bekommen? Damit er sich weiterhin für was Besseres halten kann ? Jemand der um 6 Uhr auf Schicht geht und sich den Buckel krumm ackert ist weniger wert als jemand der im Büro seinen Sessel voll furzt und nur ab und an mal ein Tel.-Gespräch entgegennimmt ? MMn nicht. Btw: Ich bin nicht dafür dass der Hartz-Regelsatz angehoben wird. Ich bin für Mindestlöhne,die ein Aufstocken unnötig machen und ein normales Leben ermöglichen. Normales Leben heisst für mich auch ab und an mal etwas neues zum anziehen,ein günstiger Gebrauchtwagen um zur Arbeit zu fahren,1 mal im Jahr 2 Wochen Urlaub,ausgewogene Ernährung und vor Allem keine Angst davor dass mal etwas dazwischenkommt und man sich z.B. Reparaturkosten vom Munde absparen muß. Nebenkostennachzahlungen sind hier auch ein gutes Bsp..

Höhere Zahlen auf Preisschildern? Quod erad demonstrandum. Meine Friseurin hat anno '90 für einen Haarschnitt DM 8 verlangt,für eine richtige Frisur. Seit 10 Jahren trage ich langes Haar. 2006 war ich beim Friseur um die Ecke um die Preise abzuchecken: 14 € für 2 Minuten Spitzen schneiden. Seit '90 sind die Löhne in dem Sektor gesunken. Hätte nach deiner Formel also billiger werden müssen. ;)

Dass die Lohnkosten,je nach Produkt, keine 50 oder mehr % der Herstellungskosten ausmachen brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu erklären. Doppelter Lohn ist deshalb =! doppelter Endpreis.

P.S.: Das Friseurbeispiel kannst du auch auf die Lebensmittelbranche übertragen (welche gerade für Hartzler maßgeblich ist). Seitdem der Sklavenlohnmarkt immer größer wird steigen die Preise,teilweise in 10 Jahren um über 100 % (z.B. Margarine).

Ich könnte hier jetzt darlegen weshalb die Preise tatsächlich steigen,das hat nur indirekt etwas mit Löhnen zu tun. Ein BWLer der nachdenkt sollte auch auf die Lösung kommen. Auf Nachfrage werde ich das gerne erläutern.

P.P.S.: Die 1,5 - 2 Mio freien Stellen sind ein Märchen. Das sind keine "Stellen",sondern überwiegend Jobs a la Restaurantküchen putzen,7 Tage die Woche,5 € die Stunde,in einer anderen Stadt,kein Fahrgeld,Arbeit bis in den späten Abend,keine Schichtzulagen. <------- Das ist ein reales Jobangebot von 01/2010,welches meiner 60-jährigen,im Dez. 09 arbeitslos gewordenen Mutter angeboten wurde. Sie ist gelernte Einzelhandelskauffrau und war zwischenzeitlich auch selbständig. Letzter Stundenlohn als Angestellte: 15 €.

Die hiesige Tageszeitung offeriert ca. 2-3 Stellen wöchentlich,bei 13000 Arbeitslosen.
 
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^^

Jemand der um 6 Uhr auf Schicht geht und sich den Buckel krumm ackert ist weniger wert als jemand der im Büro seinen Sessel voll furzt und nur ab und an mal ein Tel.-Gespräch entgegennimmt ?

Auch Schichtler haben manchmal Blähungen....:p


Höhere Zahlen auf Preisschildern? Quod erad demonstrandum. Meine Friseurin hat anno '90 für einen Haarschnitt DM 8 verlangt,für eine richtige Frisur. Seit 10 Jahren trage ich langes Haar. 2006 war ich beim Friseur um die Ecke um die Preise abzuchecken: 14 € für 2 Minuten Spitzen schneiden. Seit '90 sind die Löhne in dem Sektor gesunken. Hätte nach deiner Formel also billiger werden müssen.

Das Beispiel ist natürlich absolut repräsentativ und gibt Aufschluss über Kosten und Lohn Entwicklung in Deutschland. Daumen hoch.

Btw: Ich bin nicht dafür dass der Hartz-Regelsatz angehoben wird. Ich bin für Mindestlöhne,die ein Aufstocken unnötig machen und ein normales Leben ermöglichen.

Ein Mindestlohn kann je nach höhe bis zu 1,5 Millionen Arbeitsplätze kosten, trägst du auch diese Konsequenzen?

Ich könnte hier jetzt darlegen weshalb die Preise tatsächlich steigen,

Las mich raten, es hat irgendwas mit der menschlichen Verdauung zu tun...ich bin gespannt.:)
 
DugDanger schrieb:
@ shader


Jetzt bringst du irgendein Beispiel - NL Ökologie - bei dem die Aussichten auf einen Arbeitsplatz trotz Studium irgendwie nicht so gut sind.:freak:
Und was soll das jetzt?
Steht das irgendwie im Wiederspruch mit der Aussage, dass mit höherem Bildungsgrad Job und Lohnaussichten deutlichst steigen? [/b]

Und ich meine das nicht jeder Bildungsgrad eben ein Garant für einen gut bezahlten Job ist.

Und wenn man von Bildung spricht sollte man auch das Lernen wo man seine Stärken hat - da entscheidet sich vielleicht jemand für ein Natur-Landschaft Ökologie Studium weil es ihm Spaß und Freude an der Arbeit und des Lernens macht, anstatt Unternehmen-Technik Ökologie zu studieren weil es da nur um trockene Betriebswirtschaft geht - egal ob bei dieser Richtung Berufsperspektiven von bis zu 90% vorhanden sind.
Desweiteren ist das Lernumfeld auch sehr entscheidend - ist dies richtig gut (es geht da nicht direkt um materielle Ausstattung sondern um das soziale Umfeld) so werden selbst Menschen mit ein paar Lernproblemen beflügelt. Was bringt es hohe Bildung anzustreben (z.B. wieder UT Ökologie) wenn man subjektiv nur von Arschlöchern umgeben ist und sich mit dem Stoff nicht identifizieren kann aber die Jobaussichten supertoll sind? Jahre in einem Beruf arbeiten an dem man keinen Vergnügen hat, soll das jeder machen? Super!
Da kann ich nur sagen: Menschen sind keine Maschinen!
Einige Führungsetagen und andere scheinen das teilweise zu vergessen das Menschen Individuen sind, die kann man nicht in maschinelle Schablonen pressen, abrufen und abstellen! In Frankreich gab es ja einige Selbstmordfälle in Unternehmen - bei ARTE gab es deswegen eine Doku über Burnout und Selbstmord betroffene Menschen durch die Arbeit, in Frankreich und Deutschland.
Zahlen gibt es dazu fasst nicht - die Unternehmen hüten sich auch davor sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Interessant wäre es zu wissen ob solche Fälle zugenommen haben.

Will man den Arbeiter rundum die Uhr abrufbar haben muss sich das Unternehmen bzw, die Führungsetagen auch etwas einfallen lassen damit die Arbeiter trotzdem ausgeglichen und lebensfroh bleiben. Sehr beispielhaft ist hier z.B. Google.

DugDanger schrieb:
Und weil sich Schüler und Lehrer nicht an einen Tisch setzen ist es okay wenn man die Schule abbricht und den Rest seines Lebens der Gemeinschaft auf der Tasche sitzt?

Es geht doch immer ums selbe: Eigenverantwortung -

Jawohl, sag das einem 4 bzw. 5 Klässler der sich entscheiden muss sich für das Abi oder Realschule zu entscheiden! Eigenverantwortung! Am Besten du weißt mit 8 oder 9 Jahren was du ab 18 Jahren und drüber hinaus machen willst UND was dich erwartet. Abgesehen von Ausnahmefällen ist das Utopie! Hast du als Kind gewusst was du machen willst? Was auf dir zukommt?
Jetzt wo ich zurückdenke sag ich mir, ich hätte Abi machen sollen und nicht Realschule aber weder wussten meine Lehrer, noch meine Eltern (keine Akademiker sondern "nur" Arbeiter) wie wichtig diese eine Entscheidung für mich in der Kindheit in der selektierenden Bildung Deutschlands wäre.

Und zum Lernumfeld, Deutschland neigt dazu Klassenstärken von um die 30 Schüler anzustreben. Teilweise (zumindes in Sachsen ist es so) werden solche große Klassen gefordert damit die Schule zusätzliche finanzielle Mittel überhaupt erhalten können! Sind die Klassen zu klein (unter 25 Schüler) werden Gelder gestrichen! Im Gesetz von Sachsen steht das Klassen ab 12 Schüler Anrecht auf Förderung haben, allerdings hat die CDU eine Verordnung erlassen die dieses Gesetz aushebelt - dies ist eigentlich gesetzeswidrig. Die LINKE/PDS Sachsen hat mehrmals dagegen angekämpft, ohne Erfolg. Das ist ein Sauhaufen ohne gleichen, da die CDU seit der Wende über Sachsen ihre "schützende" Hand hält ist sie quasi unangreifbar und die Rentner (ehemaligen DDR-Bürger) begreifen es einfach nicht.
Weißt du wie es heute in Klassen mit 30 Schülern zugeht (Handy, ect.)? Glaubst du die Lehrer haben den Haufen in Kontrolle, können jeden Schüler unterstützen? Konflike erkennen und mit schlichten? Fördern? Utopisch!
Die, die sich über so etwas wie Eigenaverantwortung im Klaren sind gehen Unter und werden teilweise mit runtergezogen! So sieht die Realität in vielen Schulklassen in Deutschland aus.
Und noch etwas - für Schüler ab etwa der 5. Klasse sind vor allem die Mitschüler, die Klasse - lehrende Faktoren auf die geblickt werden. Eine Klassenstärke von 30 Schülern kann nur größtenteils unfähige Schüler erzeugen und zu Abbrechern und co führen!
 
Zuletzt bearbeitet:
DugDanger, bring Argumente und diskutiere anständig oder halte dich aus diesem doch recht niveaureichen Dialog ;) fern. Auf diesem Level diskutiere ich nicht mit dir.

P.S.: Deine bis zu 1,5 Mio Stellen brechen nicht weg,ganz sicher nicht. Entweder hat man als Arbeitgeber einen Job zu vergeben,oder eben nicht. Job zu vergeben heisst Arbeit fällt an. Wird sie nicht erledigt steht die Produktion still. Auch der direkte Konkurrent muß seine Preise erhöhen,denn auch er muß der Fließbandarbeiterin 2 € mehr zahlen. Ausnahmen gibt es wahrscheinlich,sind jedoch garantiert nicht die Regel.
 
Das Sesselpupsen kam ja von dir :)

Löhne sind ein Kostenfaktor.

Wenn diese Lohnkosten durch einen Mindestlohn nun künstlich überhalb der Produktivität gesetz werden, dann geht das Unternehmen pleite. Dann gibts nicht "zu wenig Jobs" oder "zu geringe Löhne" sondern gar keine Jobs und Löhne.
 
Das ist das was die Neoliberalen gerne,natürlich ganz ohne Lobby ;),verbreiten. Ein Blick über den deutschen Tellerrand beweist das Gegenteil. Außer in NL. Dort hat es aus unterschiedlichen Gründen nicht richtig funktioniert (ML).

Sesselpupsen nenne ich es deshalb weil es teilweise absolut unproduktive Stellen sind. Die sind reiner Kostenfaktor und bringen nichts. Dem eigentlich überflüssigen Bürokaufmann wird aber nicht der Hungerlohn gezahlt. Das ist nicht nur paradox, das ist krank.
 
Damocles' Sword schrieb:
Wobei nicht die Jobs, sondern die Arbeitgeber das Problem sind. Wir brauchen keine Unternehmen a la Pin. Die Post leistet gute Dienste.

KLASSE, bauen wir halt nochmehr Monopole auf, haben ja nicht schon genug :lol: ...also mir reichen Bahn, Strom- und Gasmonopole völlig! Ich gebe meine Pakete z.B. auch gerne mal Hermes und nicht DHL, ohne Konkurrenz kannste den Konsument gleich in Ketten legen.
 
Willst du mir etwa weismachen die Post sei zu teuer? Lächerlich. Als die Telekom noch ihr Monopol hatte gab es einen Telefonanschluss für7,90 DM mtl. . Heute mit Konkurrenz kostet er deutlich mehr. Ob ein Brief 86 Cent oder 1,20 € kostet kann dir doch egal sein,das macht dich nicht arm. Nur derjenige von PIN,der dir deinen Brief bringt,der ist arm ;).

Strommonopol? Gibt es nicht. Sind nur versteckte,illegale Preisabsprachen. Daran wird sich auch nix ändern,solange EX-Regierungsmitglieder Aufsichtsratsstellen bei Energieerzeugern für die Zeit nach ihrem Mandat erhalten.
 
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Damocles' Sword schrieb:
Warum sollte der Dachdecker mit 15 € die Stunde auch mehr Lohn bekommen?

Weshalb sollte jemand, der mehr Zeit, Geld und Aufwand in seine Ausbildung gesteckt hat, genaus viel erhalten wie ein Ungelernter? Blöde Frage!

Damocles' Sword schrieb:
Damit er sich weiterhin für was Besseres halten kann ? Jemand der um 6 Uhr auf Schicht geht und sich den Buckel krumm ackert ist weniger wert als jemand der im Büro seinen Sessel voll furzt und nur ab und an mal ein Tel.-Gespräch entgegennimmt ? MMn nicht.

Ah, jetzt kommen wir der Sache näher. Problem mit dem Selbstwertgefühl? Subjektive "Schwere" hat keinen Einfluß auf die Lohnhöhe. (ich hab schon wieder ein Schreib-Dejavue) Einfluß hat der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt. Hier schließt sich wieder Kreis zur Notwendigkeit einer Erhöhung des durchschnittlichen Bildungsniveaus, da eben dieses immer gefragter wird.

Damocles' Sword schrieb:
Höhere Zahlen auf Preisschildern? Quod erad demonstrandum. Meine Friseurin hat anno '90 für einen Haarschnitt DM 8 verlangt,für eine richtige Frisur. Seit 10 Jahren trage ich langes Haar. 2006 war ich beim Friseur um die Ecke um die Preise abzuchecken: 14 € für 2 Minuten Spitzen schneiden. Seit '90 sind die Löhne in dem Sektor gesunken. Hätte nach deiner Formel also billiger werden müssen. ;)

Nein, weshalb billiger? Auch im Dienstleistungssektor sind die Preise gestiegen. Die höheren Zahlen auf Preisschildern waren auch eher ein plakativ beschriebener Effekt bei Einführung eines Mindestlohnes in der Höhe. Natürlich spielen hier auch andere Faktoren eine Rolle. Energiekosten, Ladenmiete, Betriebsausrüstung, etc.


Damocles' Sword schrieb:
Dass die Lohnkosten,je nach Produkt, keine 50 oder mehr % der Herstellungskosten ausmachen brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu erklären. Doppelter Lohn ist deshalb =! doppelter Endpreis.

Danke für die Aufklärung. Abstraktionsvermögen scheint jetzt nicht Deine Stärke zu sein. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass höhere Lohnkosten sich gerade im Dienstleistungssektor (geringer in der Produktion) stark auf die Dienstleistungspreise auswirken. Ob der Faktor jetzt bei 2 oder nur 1,25 liegt spielt dabei keine Rolle. Eine Erhöhung der Personalkosten wirkt sich i.d.R immer auf die kalkulierten Preise aus.

Damocles' Sword schrieb:
Ich könnte hier jetzt darlegen weshalb die Preise tatsächlich steigen,das hat nur indirekt etwas mit Löhnen zu tun. Ein BWLer der nachdenkt sollte auch auf die Lösung kommen. Auf Nachfrage werde ich das gerne erläutern.

Tatsächlich? Preise basieren nicht nur auf Löhnen? :rolleyes:

Damocles' Sword schrieb:
P.P.S.: Die 1,5 - 2 Mio freien Stellen sind ein Märchen. Das sind keine "Stellen",sondern überwiegend Jobs a la Restaurantküchen putzen,.....

Nö, dass sind überwiegend Jobs, die eine höhere Qualifikation vorraussetzen (die stehen aber auch nicht in lokalen Tageszeitungen). Der größte Teil setzt ein Studium vorraus. Viel weniger aber immernoch vorhanden, sind Angebote für Fachkräfte mit Berufsausbildung. Im Niedriglohnsektor gibts nicht mehr viel, das stimmt.
Die Angebote verdeutlichen die Tendenz am Arbeitsmarkt, die ich beschrieb.
 
-=|Daywalker|=- schrieb:
KLASSE, bauen wir halt nochmehr Monopole auf, haben ja nicht schon genug :lol: ...also mir reichen Bahn, Strom- und Gasmonopole völlig! Ich gebe meine Pakete z.B. auch gerne mal Hermes und nicht DHL, ohne Konkurrenz kannste den Konsument gleich in Ketten legen.

Damocles' Sword schrieb:
Willst du mir etwa weismachen die Post sei zu teuer? Lächerlich. Als die Telekom noch ihr Monopol hatte gab es einen Telefonanschluss für7,90 DM mtl. . Heute mit Konkurrenz kostet er deutlich mehr.

Sowohl bei der Post als auch beim Telefon lag es daran das beide einst einmal unter staatlicher Obhut und Entscheidungsgewalt standen. Einem staatlichen Unternehmen geht es nicht um Profit sondern um Plus-Minus 0 - einfach nur kostendeckend zu arbeiten.
Einem Privatunternehmen ist mindestens kostendeckend zu arbeiten der Start, es strebt immer nach mehr.

Bei der Bahn übrigens nicht viel anders - hat die Bundesbahn funktioniert? Wartung und Kontrolle war das A und O, neue Fahrzeuge wurden ausführlich erprobt - so heißt es von Erfahrungsberichten der Techniker. Heute schon ganz anders - dabei ist Die Bahn noch nicht einmal richtig privatisiert aber der Staat hat keine Entscheidungsgewalt mehr, er ist nur noch derjenige der die Bahn besitzt, aber nicht betreibt/wirtschaftet.
So ist auch hier aus der Rechnung nur möglichst kostendeckend zu arbeiten Profitgier geworden.
Bei der Telekommunikation mag die Liberalisierung seinen Sinn haben und auch was bringen, bei der Bahn bringt es nichts.
 
P.S.: Deine bis zu 1,5 Mio Stellen brechen nicht weg,ganz sicher nicht.
Hellseher oder was?
Entweder hat man als Arbeitgeber einen Job zu vergeben,oder eben nicht. Job zu vergeben heisst Arbeit fällt an. Wird sie nicht erledigt steht die Produktion still. Auch der direkte Konkurrent muß seine Preise erhöhen,denn auch er muß der Fließbandarbeiterin 2 € mehr zahlen. Ausnahmen gibt es wahrscheinlich,sind jedoch garantiert nicht die Regel.

Die Mauer steht seit 20 Jahren nicht mehr.
- Konkurrenten im Ausland zahlen nicht mehr Lohn!
- Unternehmen könnten ins Ausland abwandern, bzw. dort Arbeiten verrichten lassen.
- Ausländische Investoren könnten sich dadurch gegen den Standort Deutschland stellen und woanders investieren.
- Wenn die Reinigungsfachkraft nur noch 1 x statt 2 x die Woche kommt, fällt auch Arbeit weg, die Produktion geht trotzdem weiter.
- Maschinen könnten sich in einigen Bereichen gegen Menschen behaupten.
 
aspro schrieb:

Diese OECD-Studie ist wirklich interressant, doch leider wird sie entweder ignoriert oder es werden absichtlich die falschen Schlüsse gezogen.

Horst Seeehofer am Sonntag beim Valentinstreffen der hessischen CDU in Kelkheim:
"Wer eine angebotene Arbeit nicht annehme, dürfe keine Sozialleistungen erhalten."

FDP-Chef Guido Westerwelle unterstützt die Forderung nach Sanktionen für Langzeitarbeitslose, die zumutbare Arbeitsangebote ablehnen.
Es gebe "keine Leistung ohne Bereitschaft zur Gegenleistung", sagte er am Freitag.

FDP-Vize Andreas Pinkwart in der Rheinischen Post fordert ein härteres Vorgehen gegen Arbeitslose, die zumutbare Stellenangebote ablehnen.

Und heute, Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortet Sanktionen für Langzeitarbeitslose, die keine Arbeit annehmen wollen.
“Wer ein Arbeitsangebot hat und es nicht annimmt, der muss Nachteile spüren.


Was wollen uns diese Leute sagen?
Wenn etwas bei Hartz IV (SGB II § 31) klar geregelt ist, dann Sanktionen. Bei Ablehnungen von Arbeit wird mit der großen Sanktion bestraft:

1. bei einer einfachen Pflichtverletzung werden die Leistungen um 30 % der Regelleistung gemindert.
2. bei der ersten wiederholten Pflichtverletzung werden die Leistungen um 60 % der Regelleistung gemindert.
3. bei jeder weiteren wiederholten Pflichtverletzung werden die Regelleistungen um 100 % (also auf Null) gemindert; zusätzlich werden die ,Kosten der Unterkunft und Heizung nach § 22 SGB II komplett gestrichen.

Ich verstehe das echt nicht, die fordern alle etwas, was es längst gibt! :freak:
 
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Jup, zum Glück haben das auch die großen Medien durchschaut.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679032,00.html

Hoffentlich erntet die FDP dafür bei der NRW-Wahl ne ordentliche Klatsche, vll unterlassen sie dann in Zukunft so ein Theater. Westerwelle soll lieber wieder seine Arbeit als Außenminister machen und nicht Aushilfs-Sozialpolitiker spielen. Ich glaub der lebt immer noch in der Opposition.
 
Irgendwas müssen die den Leuten von der Bildzeitung & Co. doch erzählen...sonst haben die nix mehr auf Ihre Titelseiten zu drucken.

Hauptsache Maul aufreißen und damit dem dummen Herdentrieb folgen.


Gestern Schweinegrippe, heute HartIV, morgen das Frühjahrshochwasser.

Sondersendungen, noch mehr Sondersendungen und Sondersendugen mit zusammenschnitten der anderen Sondersendungen.
 
aspro schrieb:
Jup, zum Glück haben das auch die großen Medien durchschaut
Es geht aber auch anders. Die Springerpresse hat in den letzten Tagen eine massive Kampagne pro Westerwelle gefahren. Nach einigen Tagen Dauerpropaganda hat man dann in eigenen Umfragen sogar zeigen können, dass die Leserschaft mehrheitlich hinter Westerwelle steht. Man sollte nicht unterschätzen, wie stark die öffentliche Meinung auf diese Art beeinflusst werden kann.
 
Die Frage die ich mir stelle ist:Was bezweckt die FDP wirklich damit?
Man hetzt hier die H4ler gegen die Niedriglohnarbeiter auf.Man setzt Unwahrheiten und Pauschalitäten in die Welt, bzw gezielt ein.
Ich würde mich nicht wundern, wenn das mal nach hinten los geht bzw. es mal wirklich kracht.
Die Art und Weise wie Westerwelle auftritt kann einem schon zu Denken geben.In Zukunft wird es dann wohl so sein, dass H4ler zwangsverpflichtet werden bzw, sind ja jetzt schon, jede Arbeit zu machen.Armes Deutschland, dabei sind wir in den Sozialausgaben nur Mittelmass in Europa.
Bildungstechnisch muss unbedingt was passieren, wobei das ja schon mind. 15 Jahre diskutiert wird und sich nichts tut.
Es müssen auch wieder Umschulungen und Weiterbilungen, gerade den H4ler ermöglicht werden, um vernünftige Arbeit zu kriegen, das geschiet nämlich nicht.Stattdessen, müssen sie den Niedriglohnsektor bedienen, woran anscheinend schon Interesse besteht ,seitens der Wirtschaft.
 
das liegt daran, das wir seid Jahren keine Vernünftige Partei mehr in der Regierung haben. SPD ist seid Schröder immer Unsozialer geworden. Das dann Parteien wie CDU und erst recht FDP nichts machen, im Gegenteil sogar die Lage noch mehr verschlechtern, sollte jedem klar sein. Dennoch werden sie gewählt, und im Nachhinein will es keiner gewesen sein ;)

PS: Und das schlimme ist, ich kenne sogar Arbeitslose die FDP gewählt haben. Für mich unverständlich und zeigt, das einige wirklich jeden scheiß glauben was einem erzählt wird.
 
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Muss man mal gespannt sein, wann die Ersten Schilde um den Hals tragen, wo drauf steht:
Schmarotzer oder Parasit, so wird nämlich schon geredet, nur damit einige ihre Opfer haben.
 
Exar_Kun schrieb:
Nach einigen Tagen Dauerpropaganda hat man dann in eigenen Umfragen sogar zeigen können, dass die Leserschaft mehrheitlich hinter Westerwelle steht.

Die Umfragen sind aber nicht repräsentiv, weil man mehrmals für seine Ansicht voten kann. Auch werden die Kommentare zu den Bildartikeln zensiert. Entweder ein Kommentar wird garnicht erst zugelassen oder so spät veröffentlicht, dass man ihn in der Masse nicht mehr findet.
 
dann solltest du dir mal aktuelle Talks ansehen^^.Was da abgelassen wird ist absolut hirnrissig.Mir kommt es schon so vor, als wollte das Volk einen Schuldigen, zumidest ein Teil und Westerwelle bedient damit natürlich sein Klientel.
Die Unnützen werden nicht gehört, sondern Mundtot gemacht, zu Hungerlöhnen und Zwangsarbeit verdonnert., was ja eh schon Realität ist.Würdig ist ja alles, da man vom Staat und Steuerzahler unterstützt wird.
 
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