Heimnetzwerk - Dateisystemproblem

PizzaPooch

Ensign
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Nov. 2002
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128
Hi zusammen!

Hoffe, das passt hier rein. War mir nicht so ganz sicher.

Ich habe einen etwas (für mich auf jeden Fall) verzwickten Sachverhalt und ich hoffe, dass ihr mir bei der Lösung helfen könnt.

Und zwar möchte ich mir ein Heimnetzwerk aufbauen. Problem daran ist nur, dass ich mehrere Dateisysteme nutze(n muss).
Ich schildere hier mal meine Konfiguration:

Server:
- 1x 160 GB interne Platte (Betriebssystem): Linux ext3
- 1x 250 GB externe Platte (Musik): NTFS
- 1x 250 GB externe Platte (Bilder): NTFS
- 1x 250 GB externe Platte (Daten): NTFS
- 1x 250 GB externe Platte (Downloads): NTFS

Workstation:
- 1x 250 GB interne Platte - OS X (HFS+)
- 1x 250 GB interne Platte - Windows Vista (NTFS)

XBOX:
- 1x 250 GB interne Platte - Media Center (Zugriff per NFS/SMB möglich)

Notebooks:
- 1x Windows XP (NTFS)
- 1x OS X (HFS+)

So, meine Lieben. So sieht momentan mein kleines Heimnetzwerk aus.
Eventuell sollte ich dazu noch ein wenig erklären, da die ganze Sache sonst nicht klar wird.

Auf dem Server soll Linux installiert werden. Welche Distribution würdet ihr mir da empfehlen?
Dazu zu sagen ist, dass ich seeeehr geringe Linuxkenntnisse habe - damit aber (leider?) das meiste möglich ist. Somit bleibt mir kein Ausweg und irgendwann muss man es wohl doch mal lernen :)
Die externen Platten sind per SATA über ne PCI-Karte (SiliconImage-Chip) angeschlossen und können somit wahlweise an/aus geschaltet werden.
Auf der Daten-Platte liegen teilweise größere Dateien (HDTV, etc..), weshalb eine FAT32-Formatierung wohl weg fällt.

Die oben genannten Angaben stellen übrigens nur die momentane Konfiguration dar. Würde von euch also gerne hören, wie ich die Platten formatieren soll, damit ALLE Rechner im Netzwerk davon lesen und auch schreiben können.

Unter OS X habe ich schon erfolgreich Lese- und Schreibzugriff auf NTFS-Volumes. Da braucht ihr euch also keine Sorgen mehr drum machen.

Die XBox soll als Mediacenter dienen. Heißt soviel wie: sie soll auf die externen Platten zugreifen können. Dies kann per NFS oder aber per Samba geschehen. Ist euch überlassen ;)
Sonst braucht die Box auf keine Platte zugreifen zu können. Von den PCs komme ich per FTP auf die Box, also das ist auch geregelt.

So, wie ich mich kenne, habe ich nun wieder etwas vergessen.
Falls ihr also noch fragen habt, dann stellt sie ruhig.

Aaalso: hardware-technisch ist alles eingerichtet. Kabel stecken, WLan funktioniert. Es geht mir hier nur um das Dateisystem und über die Linuxdistri.
Wenn ihr mir jetzt vorschlagt, die externen Platten mit ext3 zu versehen (nur als Beispiel), wäre ich natürlich auch über Tipps dankbar, wie ich die dann unter Windows und OSX sichtbar bekomme (wie gesagt...denkt an den Schreibzugriff - der stellt eh das größte Problem dar).

Der Linux-Server soll außerdem, neben der NAS-Funktion, auch noch einen Usenet-Client nutzen, der auf ein Monitor-Verzeichnis zugreift, damit ich einfach nur die NZB-Dateien von jedem Rechner da rein schieben kann und der Server dann aus dem Usenet lädt.
Sollte kein Problem darstellen. Außerdem soll der Server noch als IMAP-Server genutzt werden, auf denen meine ganzen EMails liegen. Somit kann ich, egal welches Mailprogramm und egal welches OS, auf meine Mails zugreifen.

Ich hoffe, ich habe nicht all zu viele Denkfehler gemacht.
Würde mich sehr über Tipps und natürllich auch Kritik und Korrekturvorschläge freuen.

Besten Dank,
Pipo
 
Keine Ahnung wie und ob MacOS X mit über Samba bereitgestellte Ressource zurecht kommt, aber ich schätze, dass das geht.

Und schon sind wir beim Punkt:
Es ist egal welches Dateisystem "hinter" Samba steckt, also in welchen Dateisystemen deine Daten gespeichert werden. Wenn Linux lesend und schreibend darauf zugreifen kann, dann können die Daten locker über Samba im Netzwerk bereitgestellt werden.

Dehalb würde ich dir auf jeden Fall zu einem "Linux-Dateisystem" raten. Mit ext3 oder reiserfs bist du gut beraten.
Deine Arbeitsrechner sehen dann ja bei den freigegeben Ressourcen das Dateisystem SMB (OK, OK: SMB ist kein Dateisystem; einem solchen aber sehr ähnlich).

Prinzipiell ist jede Linux Distribution geeignet. Als passende Distribution für Server wäre Debian immer eine gute Wahl. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass du "seeeehr geringe" Kenntnisse hast, nimm eine der großen Distributionen (SuSE, Fedora oder Mandriva). Später kannst du immer noch zu einer weniger aufgeblähten Distribution wechseln. Die Konfiguration der von dir gewünschten Serveranwendungen kannst du so zu Beginn oftmals recht komfortabel grafisch erledigen.


Und nochmals um "Denkfehler" völlig auszuschließen:
Wenn dein Server die Daten über Samba allen anderen Rechnern zur Verfügung stellt, dann ist die "Dateisystemfrage" uninteressant.
Dein Server muss lesend und schreibend auf die Platten zugreifen können. Wenn ein Arbeitsrechner auf eine der Serverplatten zugreifen will läuft das dann ja über Samba. Und das über nimmt ja dann die "Übersetzungsarbeit" zwischen z.B. WinXP und den z.B. ext3 Platten.
 
Nur kurz eine Anmerkung:
Wenn du lokal auf dem Server eh kein Windows und nur Linux laufen hast, warum dann NTFS?
Du gibst deine LW über Samba im Netz frei, und da ist es egal welches interne FS benutzt wird, so es denn überhaupt unterstützt wird.
Also => ext3 oder reiserfs - je nach Vorliebe.

Wenn Win evtl. lokal noch als Server parallel laufen soll und deswegen NTFS sein muss, dann solltest du dir eine möglichst aktuelle Distri mit aktueller ntfs-3g Projekt Unterstützung besorgen - dann ist auch lokal problemloser Schreibzugriff auf NTFS möglich. Endlich!
Aber ich denke, so etwas ist hier nicht angedacht?

Ansonsten:
Schau die dir Top10 an:
http://distrowatch.com/dwres.php?resource=major

edit:
auch zu langsam;)
aber hier gibt es schon Diskussion zum Thema mit Empfehlungen:
https://www.computerbase.de/forum/threads/welches-linux-fuer-home-webserver.252472/

gruss, limoni
 
Zuletzt bearbeitet:
Über das Dateisystem brauchst du dir keine großen Gedanken machen, da es für den Client völlig uninteressant ist welches Dateisystem der Server verwendet.
Da du einen Linux-Server verwenden willst, musst du "Samba" nutzen. Wie das genau zu konfigurieren ist weiß ich nicht. Stichwort: Google.

Das einzig wichtige ist, dass der Server das Dateisystem lesen und schreiben kann, was bei NTFS und Linux zu einem Problem werden könnte.
Ich würde dir ein Linux-Dateisystem (ext3 oder wie sie alle heißen) für den Server empfehlen.

Edit: Zu langsam. :rolleyes:
 
Hi!

Super schnelle und super hilfreiche Antworten!
Ich bedanke mich bei euch recht herzlich. Das hilft mir enorm.
Werd mich dann mal an die Arbeit machen :)

@limoni:
Die externen Platten hingen vorher an einem reinen Windowsrechner. Deshalb besitzen sie momentan das NT-Filesystem.
 
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