heise-Artikel : "Windows ist ein Sicherheitsalbtraum" - was meint Ihr dazu?

st0rax schrieb:
Habe den Artikel zwar nur grob überflogen, aber das was ich gelesen habe stimmt und kann ich so unterstreichen.

Was genau unterstreichst du denn? Dass man bei jedem Klick Angst haben muss? Also ich muss keine Angst bei jedem Klick haben.
Dass Linux besser funktioniert? Das sehen die Anwender offenbar anders, sonst gäbe es mehr Linux-User. Was man allein von Linux-Kennern in den Kommentaren an haarsträubenden Stories über Linux erfährt, sollte jeden Normalanwender davon abhalten, es auf einem Produktivsystem zu verwenden.
Dass die Updates mit der Linux-Paketverwaltung einfacher laufen? Tja, dann lies mal hier: http://www.heise.de/forum/p-24552135/
Ich habe hier keinen Update-Vollzeitjob zu erledigen. Einmal im Monat für 1-2 Tage (Windows-Update ca. 40 min dank lahmer Updatesuche + Flashplayer in ca. 2 min) und einige Updates außer der Reihe in wenigen Minuten erledigt). Um Java muss ich mich nicht mehr kümmern, denn das gibts bei mir nicht mehr, ebensowenig wie Adobe Reader.
Dass Werbepopups nerven? Ich sehe hier keine Werbung dank NoScript und AdBlock Plus.
Dass Kryptotrojaner treffen, wo es wehtut? Doch nur die, die unvorsichtig Anhänge öffnen, Makros erlauben und im Browser dank ignorierter Updates für Drive-by-Infektionen anfällig sind, obwohl sich das leicht verhindern ließe.
Dass Backups fehlen? Macht Linux Backups ohne Wissen und Mitwirken des Nutzers? Aha.
Die Konsequenz aus dem Desaster wäre es, mal das Gehirn einzuschalten.

Seien wir doch mal ehrlich, wer macht jeden Tag eine Java Update? Ich weiß gar nicht mehr wann ich mein letztes gemacht hab.

Du deklarierst also deine eigene Faulheit und Unwissenheit zum Argument gegen Windows? Na danke auch. Du stellst dir damit doch nur selbst ein Armutszeugnis aus. Solange ich noch Java hatte, hätte ich die Frage genau beantworten können: am Tag der Updateveröffentlichung, die sich auch hier nachlesen lässt.

Weiter geht es doch dann mit so sachen Wie Adobe Acrobat und spätestens bei Office Updates wissen die meisten Anwender doch gar nicht das es überhaupt welche gibt.

Sofern sie nicht wissentlich an Updateeinstellungen herumgeschraubt haben, werden sie auf verfügbare Updates hingewiesen. Wer das dann wegklickt und genervt abstellt, ist selbst Schuld, wenn er dann nichts mehr mitbekommt.

Nein, oft genug wird man erst zur Hersteller Seite weitergeleitet, darf sich hier u.U noch die passende Version raussuchen, herunterladen.
Dann erst wird installiert.

Treiber für Hardware sind nun mal sehr spezialisiert und da es selten zwei identisch konfigurierte Rechner in Privathaushalten gibt, muss man schon etwas aufpassen. Aber so schlimm ist es gar nicht. Für die wichtigsten Komponenten muss man sowieso nur äußerst selten Hardwaretreiber aktualisieren und gerade bei Sachen wie Grafikkarten gibts längst beim Hersteller ein kleines Progrämmchen, dass sich genau wie du es dir wünscht, um alle Details kümmert. Das muss man nicht jedesmal neu herunterladen. Einmal reicht. So what?
 
st0rax schrieb:
Vorallem bei essentiellen Programmen wie Java, Flash.

:evillol:
YMMD
Java braucht man fast nirgends mehr und auf Flash kann man auch komplett verzichten. Im schlimmsten Fall gehen dann ein paar Pr0n-Seiten nicht mehr.
Aber beides sind auf das Internet bezogen -> Tote Techniken.
Für Java gibts in Kürze nicht mal mehr ein Browser-Plugin von Oracle.
 
@IRON67

Ich unterstreiche das worüber ich in meinem Post schreibe - nicht mehr und nicht weniger - genau deswegen habe ich auch geschrieben das ich "das was ich gelesen habe unterstreichen kann".

Schön das du dir zum Thema Paketverwaltung genau ein mMn exotisches Phänomen rauspickst.
Und diese Probleme gibt es selbst beim MS Update, erst vor kurzem gab es ein empfohlenes Update was reihenweise das Outlook unserer Kunden lahmgelegt hat.

Selbst wenn von dir genanntes Phänomen öfter auch bei anderen Anwendungen auftreten soll, so widerspricht das immer noch nicht dem was ich gesagt habe: Paketverwaltung unter Linux ist einfacher.
Ich installiere Software aus dem Paketmanager, dieser kümmert sich um die Updates.
Vergleichbares gibt es in der Windows Welt nunmal nicht.

Adobe Reader gibts bei mir auch nicht und sei es Foxit Reader oder Sumatra PDF.
Fakt ist ich muss jede Anwendung MANUELL aktualisieren, also gehen wir doch mal die Liste der Anwendungen durch die ich so einsetze oder mal eingesetzt habe:
-steam
-teamspeak
-mumble
-pidgin
-PDF reader deiner Wahl
-Browser (je nach anwender sogar mehrere)
-java
-flash
-office
-notepad++
-vlc
-infrarecorder
...
Ich könnte sicher noch stundenlang so weitermachen.

Du willst mir also erklären das es einfacher/besser ist in jeder dieser Anwendung regelmäßig über Updates benachrichtigt zu werden, anstatt das es alles über eine Zentrale Paketverwaltung gesteuert wird?ok.


Vielleicht habe ich mich mit dem Thema Java einfach zu wenig beschäftigt, aber ich bin der Meinung das ich da nicht drauf verzichten kann, spontan würde mir da z.B Jdownloader einfallen, wenn ich weitersuche sicher noch mehr.

Und was willst du mir mit dem Verweis auf Wikipedia sagen? Das es dieses Jahr schon 4 Java Updates gab? Es immer noch keine Einstellungsmöglichkeit gibt das automatisiert im Hintergrund laufen zu lassen? Danke das ist mir bekannt.

Das hat alles weder mit Faulheit noch mit "sich anstellen" zu tun sondern mit User Experience.
Ob daran nun der OS Hersteller oder Software Hersteller Schuld ist kann doch dem User egal sein (und ist es in den meisten Fällen auch) ändert nichts daran das dieses Verhalten nervig ist.
 
st0rax schrieb:
Schön das du dir zum Thema Paketverwaltung genau ein mMn exotisches Phänomen rauspickst.

Rauspickst ist das Schlüsselwort. Wenn ich intensiver suchen würde (und ich kann mich zumindest erinnern, schon häufiger Negatives über die Paketverwaltung gelesen zu haben), würde ich wohl noch mehr finden und das wäre dann sicher auch deiner Meinung nach exotisch. Für mich sind Malwareprobleme unter Windows exotisch. Was sagst du nun?

Und diese Probleme gibt es selbst beim MS Update, erst vor kurzem gab es ein empfohlenes Update was reihenweise das Outlook unserer Kunden lahmgelegt hat.

Paketverwaltung unter Linux ist einfacher.

Ob aber auch besser? Es ist einfach ein anderes Konzept. Beide funktionieren und haben ihre Vor- und Nachteile. Linux auf dem Desktop ist immer noch ein Exot. Windows nicht.

Du willst mir also erklären das es einfacher/besser ist in jeder dieser Anwendung regelmäßig über Updates benachrichtigt zu werden, anstatt das es alles über eine Zentrale Paketverwaltung gesteuert wird?ok.

Es ist weder besser noch schlechter. Es ist einfach ein anderer Ansatz. Linux ist eher ein Rundum-Sorglospaket mit einem homogenen Eindruck (natürlich mittlerweile auch nicht mehr wirklich, aber in den Anfängen) und Windows war ursprünglich nur ein grafischer DOS-Aufsatz und mauserte sich zum OS mit ein paar Standardanwendungen und einem gigantischen Pool individueller Softwarelösungen und ganz und gar nicht homogen. Gäbe es mehr Linux-Softwareentwickler mit mehr gegenseitiger Konkurrenz, woraus resultieren müsste, dass sie ihre eigenen Süppchen kochen müssten, um der Konkurrenz nicht zuviel Ansatzpunkte zu liefern, gäbs wohl auch noch mehr Bedarf an von der Paketverwaltung unabhängigen Updatemechanismen.

Vielleicht habe ich mich mit dem Thema Java einfach zu wenig beschäftigt, aber ich bin der Meinung das ich da nicht drauf verzichten kann

Tja, dann hole das mal nach. Zumindest als Browser-Plugin - wo es am gefährlichsten ist - braucht man es jedenfalls nicht.

Und was willst du mir mit dem Verweis auf Wikipedia sagen? Das es dieses Jahr schon 4 Java Updates gab?

Nein, sondern dass du, sofern interessiert, AUCH dort nachlesen kannst, wann es die letzten Updates gab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der 08/15-Surfer wird das Java-Plugin nicht mehr benötigen. Je nach Tellerrand ist es noch lange nicht obsolet.

Auch die Paketverwaltung von Linux ist ein großer Gewinn. Aufgrund der Historie hat Windows naturgemäß mehr Anhänger.
 

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