heise-Artikel : "Windows ist ein Sicherheitsalbtraum" - was meint Ihr dazu?

Den letzten Virus hatte ich zu Win98-Zeiten (aus einem Crack). Allerdings klicke ich auch nicht auf unbestellte Anhänge, installiere nur Software mit einwandfreiem Leumund aus ebensolchen Quellen, UAC ist auf höchster Stufe, Firefox mit Flashblock, Noscript und Adblock+ etc.

Das "Feature" Autorun.exe, das bei Win XP zuerst ohne Nachfrage von jedem Datenträger mit Administratorrechten ausgeführt wurde, werte ich allerdings als dermaßen dummen Fehler, dass ich da schon absichtliche Sabotage vermute. Dieser Angriffsvektor war spätestens seit dem "Saddam Virus" auf dem Amiga ein alter Hut..
 
miac schrieb:
Warum wechselst Du denn?
Weil mir Apple immer unsympathischer wird und ich mit dem OSX nie so richtig warm geworden bin.
Ich dachte vor ein paar Jahren " iPhone, Mac - cool! Das nutzen die Fotografen, die Kreativen, das ist es ". Mittlerweile hat sich da vieles geändert. Z.B. Aperture, ein finde ich, sehr gutes Bildbearbeitungsprogramm, wurde einfach eingestampft. Ebenso iWorks. Dafür kam dann die Fotos-App. Alles geht in Richtung OSX mit iOS zu verschmelzen.
iTunes, war anfänglich, als ich meinen ersten iPod hatte, total toll. Mittlerweile kaum mehr zu benutzen, wie ich finde.
Naja, die Apple-Preise sind halt auch gesalzen. ( Obwohl, wenn ich mir das SurfaceBook anschaue - aua, da tut´s im Geldbeutel weh ).
iPhone als Statussymbol und so einen Quatsch - da bin ich voll drauf abgefahren. Mittlerweile finde ich es nur noch peinlich, mein Apple-Fanboy-Dasein von damals.
Android hat tolle Smartphones ( leider teilweise schlechte Update-Politik ).
Die ganze Mediatheken-Struktur bei OSX habe ich eigentlich nie verstanden.
Man soll ja mit seinem Rechner produktiv sein können. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass eher das Gegenteil der Fall war.
Dann kam immer wieder der Wunsch und der Gedanke hoch: Raus aus diesem goldenen Apple-Käfig.
Am iPhone kann man noch nichtmal irgendeinen Klingelton selber überspielen. Alles läuft über iTunes.
Ne, meine Apple-Jünger-zeit ist vorbei. Bin aufgewacht!
 
Von diesen ganzen ach so schlimmen Sicherheitsproblemen habe ich als jahrelanger Windowsnutzer bisher genau einmal etwas auf einem eigenen System mitbekommen - und ganz ehrlich, da war ich selbst schuld dran (man öffnet keine Datei mit einem Namen wie 0xfccq7.exe).

Also aus Erfahrung kann ich sagen, dass Windows nicht so schlecht ist, wie es von Linux-Nutzern geredet wird. Die meisten negativen Reden sind eher so ein "ich find mein Programm tollerer als deins"-Geblubber. Sowohl Windows, Linux als auch OS X haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Allerdings entscheiden sich die meisten Leute aus wirtschaftlichen Gründen für ein System und verteidigen dieses dann aufs Messer. Dabei sollte man sich für das System entscheiden, welches man nutzen möchte, abhängig von Einsatzgebiet und Wunsch-Funktionalitäten. Und danach nicht allen anderen ungefragt erzählen wie toll seine Entscheidung war.

Speziell zu dem Artikel: Der Autor hat eigentlich nur auf den derzeitigen Trend der Kryptotrojaner aufgebaut und nutzt seine Chance, Windows in einem Kommentar schlecht zu reden. Dann empfiehlt er allen auf Linux umzusteigen und "begründet" das auch noch mit fehlenden Funktionen aber angeblicher Sicherheit, ohne vorher hinreichend zu recherchieren (Auswahl von Linux-Sicherheitsproblemen: Turla, ShellShock, Mazar). Sein Beitrag ist einfach nur ein Produkt von Frust und keine objektive Meinung der man Glauben schenken sollte.

Linux ist nicht "besser" oder "schlechter" als Windows, sondern einfach nur anders. Und freak01 hat es schon sehr schön beschrieben: Solange brain.exe(tm) läuft, ist man unter jedem System relativ sicher.
 
OhneObst schrieb:
Android hat tolle Smartphones ( leider teilweise schlechte Update-Politik ).

Teilweise ? Die ist ein schlechter Scherz. Besonders unverschämt ist, dass die Netzbetreiber auch noch jedes Update zensieren, damit ja niemand ihre Abzockfallen entschärfen kann.

Ich rechne es Microsoft hoch an, dass sie bei Win 10 darauf bestanden haben, die Updates ohne Zensur durch Hersteller und Netzbetreiber direkt auszuliefern.
 
Da gebe ich Dir Recht. Nicht nur die unterschiedlichen Hersteller mit ihren eigenen UI´s, sondern auch noch die unterschiedlichen Ausrollzeiten der Netzbetreiber, wenn das Telefon ein Branding hat.
Ja, das sind zwei sehr harte Argumente gegen Android. Da bin ich ganz Deiner Meinung!
 
coasterblog schrieb:
Ein typischer ClickBait Artikel von einem Fanboy.
rg88 schrieb:
Das ist kein Artikel/Bericht sondern ein Kommentar. Ein Kommentar gibt die persönliche Meinung eines Redakteurs wieder. Nicht mehr und nicht weniger
Da haben wir auch unsere Spezis, man schaue sich mal die Kommentare von Sasan (Batman-Positivwertung-Schöngerede, Telltale ist die Zukunft der Spiele...) und AbstaubBaer (GoG-Verriss*) an.

*) Ist aber auch das Einzige, was man anlasten kann (dafür war der GoG-Verriss nach dem Motto "Wenn schon, dann richtig"), die Meldungen sind kein Click-Bait und Tests/Berichte auch ehrlich (z.B. die eher negative Kritik über ein Formel1-Spiel).
 
Zuletzt bearbeitet: (Links hinzugefügt)
Das läuft bei heise unter #saukontrovers. Eine Kontroverse ist eine Kontroverse und kein objektiver, wissenschaftlicher Artikel. Und wie es auch bei Wikipedia steht, jeder, der das hier nicht verstehen kann oder möchte, zeigt genau das Gegenteil der "intellektuellen Überlegenheit".
 
powerfx schrieb:
Eine Kontroverse ist eine Kontroverse und kein objektiver, wissenschaftlicher Artikel.

Eine Kontroverse ist ein länger anhaltender Streit oder eine Debatte. Dazu gehören aber Argumente und wer falsche Argumente vorbringt oder sie gleich ganz weglässt und pauschalisiert, der führt keine Debatte und der streitet auch nicht für oder gegen etwas, sondern der will einfach nur trollen.

Heise ist ein IT-Portal, der Kommentar läuft unter der Rubrik "Security" - Sicherheit. Da sollte es um Fakten und korrekte Recherchen gehen und nicht um Stimmungsmache.
 
Zuletzt bearbeitet:
OhneObst schrieb:
Z.B. Aperture, ein finde ich, sehr gutes Bildbearbeitungsprogramm, wurde einfach eingestampft. Ebenso iWorks.

iTunes, war anfänglich, als ich meinen ersten iPod hatte, total toll. Mittlerweile kaum mehr zu benutzen, wie ich finde.

Naja, die Apple-Preise sind halt auch gesalzen.

Android hat tolle Smartphones ( leider teilweise schlechte Update-Politik ).

Am iPhone kann man noch nichtmal irgendeinen Klingelton selber überspielen. Alles läuft über iTunes.

Ja, und da hast Du schon viele Gründe genannt, warum OSX oder Linux eben nicht Nummer 1 ist.

Mit Windows kann man vieles zu vernünftigen Preisen machen. Die Hard- und Softwareauswahl ist riesig.
Leider meckern viele Leute "Mein Spiel geht nicht...", "Mein Programm oder meine Hardware gehen nicht mehr".
Und leider mußte MS immer wieder diesen Kunden entgegen kommen.

Normalerweise hätte spätestens mit Windows 10 alles unter 64 Bit Software gestrichen werden müssen.

Und dann noch die "Ich habe keine Lust auf UAC" Typen.

Hätte Linux entsprechend handeln müssen oder zu so einer Masse an Hardware kompatibel sein müssen, und wären Nummer 1, dann hätten die jetzt wahrscheinlich genau die gleichen Sicherheitsprobleme.
 
Ja, was habe ich wohl beim E-Mail Eingang getan?
A: Wie wild das Dokument geöffnet oder
B: erstmal den Absender überprüft?

IMG_20160221_155021_edit.png

Zudem war die E-Mail mit Excel Anhang recht informationslos und selbst die Webseite des Anbieters nicht erreichbar.

Windows is so sicher wie der Nutzer vor der Tastatur.
Wie im normalen Leben sollte man sich auch auf der Interstraße bewusst bewegen und nicht jeder Leuchtstoffreklame folgen und dunkle Gasse betreten. Sich nicht von Dealern was verkaufen lassen.
 
@Garack :daumen:
 
Zu Windows XP Zeiten hätte ich dieses Bashing ja noch nachvollziehen können, aber mittlerweile muss man sich echt dämlich anstellen oder extremes Pech haben.

Das größte Risiko ist Drittanbietersoftware, namentlich Browser, Flash und Java.
Dort kann man sich auch ohne Eigenverschulden Schadsoftware einfangen, dieses Risiko lässt sich jedoch durch regelmäßige Updates sehr leicht auf fast 0 reduzieren.

Die Partei, die alles anklickt, herunterlädt, ausführt und noch als Admin bestätigt oder auf Social Engineering hereinfällt, ist schlichtweg selbst schuld.
Wenn man selbst alle Türen öffnet, hilft auch kein Sicherheitsschloss.
 
Den "Kommentar" kann ich auch nicht richtig ernst nehmen.

Aber das Beängstigende an der Lücke sind die 5000 befallenen Rechner pro Tag allein in Deutschland. Das macht 150.000 Rechner in einem Monat, danach dürfte die Rate sehr zurückgehen.

Das ist auch der Unterschied zu Android-Trojanern, die sich so gut wie gar nicht verbreiten (Quote 0,15 %).
 
Der verlinkte Kommentar von Garack ist wirklich lesenswert! Danke :)
 
Ich verstehe nicht warum alle so schlecht über den Artikel reden :).
Habe den Artikel zwar nur grob überflogen, aber das was ich gelesen habe stimmt und kann ich so unterstreichen.

Zumindest im ersten Teil ging es doch mehr um das Update verhalten bzw der Vergleich mit dem Wildwuchs unter windows und den schön strukturierten Paketmanagern unter Linux.

Das ist eine Funktion von der ich seit meinen ersten Linux Erfahrungen begeistert war (Ubuntu 5?).
Leider gibt es hier unter Winodws immer noch nichts vernünftiges.

Seien wir doch mal ehrlich, wer macht jeden Tag eine Java Update? Ich weiß gar nicht mehr wann ich mein letztes gemacht hab.
Weiter geht es doch dann mit so sachen Wie Adobe Acrobat und spätestens bei Office Updates wissen die meisten Anwender doch gar nicht das es überhaupt welche gibt. Von Treiber Updates will ich hier gar nicht erst anfangen.

Dann der Updatevorgang ansich:
Wie schön wäre es wenn ich (und sei in jeder Anwendung einzeln) einfach auf Update klicke und das ganze nimmt seinen Lauf.
Nein, oft genug wird man erst zur Hersteller Seite weitergeleitet, darf sich hier u.U noch die passende Version raussuchen, herunterladen.
Dann erst wird installiert.

Dieses Updateverhalten zu kritisieren ist vollkommen angebracht, dass sich bis heute immer noch nichts geändert hat ist lachhaft, dafür braucht man auch kein studierter Linux Wissenschaftler sein.
 
st0rax schrieb:
Habe den Artikel zwar nur grob überflogen, aber das was ich gelesen habe stimmt und kann ich so unterstreichen.

Dann bitte ganz lesen und im Anschluß den von Garack geposteten Kommentar hinterher. Evtl. wirst du deine Meinung anpassen ;)
 
Habe den "Fachkommentar" gelesen und verstanden, ändert aber immer noch nichts an meiner Aussage.

Das Updateverhalten unter Windows ist grausam und wird nicht besser, sondern eher schlimmer wenn man sich Windows 10 nun anschaut.

Wo ist das Problem die neusten Softwarepakete der Hersteller in ein Zentrales repository einzubinden und mit zu verteilen?
Vorallem bei essentiellen Programmen wie Java, Flash. Das man das nicht für jedes online verfügbare Programm so einrichten kann verstehe ich, aber das es IMMERNOCH und ich bin erst seit XP aktiv keine Paketverwaltung gibt ist der Wahnsinn.

Und ja toll Windows Appstore ist super, allerdings brauche ich überall Microsoft accounts, scheint ja auch anders zu gehen.
Ich kann nichtmal die Email app oder Notiz App benutzen ohne einen Account zu erstellen, wo ist hier der Sinn?

Und nein ich möchte auf keinen Fall Windows verteufeln bzw Linux verherrlichen, ich bin zufriedener Windows User, habe meine Erfahrungen mit Linux gemacht und bleibe bei Windows solange sich da nicht was in der Spieleindustrie tut.

Als Anmerkung sei noch gesagt, ich habe deutlich öfter meine Linux Installation zerschossen als meine Windows installation...
 

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