Herr Pfeiffer und die Killerspiele ...

Ich möchte da auch mal was loswerden, ohne das wieder jemand hier "ausflippt"

Erstens bin ich begeistert, das Forumbase NUR Leute hat, die sich vorbildlich benehmen, das "Gerät" PC perfekt beherrschen. Hier ist natürlich kein CS Gamer, der auch mal ausflippt, und sich völlig danebenbenimmt. Kompliment Forumbase, für diese perfekten User.

Dann finde ich es immer toll, wenn EIN User sagt, bestimmte Dinge sollen nicht geändert werden, weil ER das ganze ja perfekt beherrscht (zumindest wird das oft geglaubt).
Es geht hier aber nicht um eine einzige Person, sondern um noch ein paar mehr.

Ich will keine Entscheidung treffen über das Thema Verbot. Aber einige sollten lernen, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Oh ja, da gibts noch viele viele anderen Menschen. Und vielleicht gehen die nicht so toll mit Games um, oder gar besser?
Es sollte diskutiert werden, was für die Allgemeinheit besser ist, nicht ein Einzelschicksal soll hier entscheiden.


P.S.: Falls sich jemand angesprochen fühlt und sich beschweren möchte, dann bitte gleich per PN. :)
 
ich weiss gar nicht so sehr wo das allgemeine problem in diesem thread ist. es hat sich hier meiner ansicht nach keiner für ein wirkliches verbot ausgesprochen sondern für steuernde maßnahmen in form von zb einschränkenden erlässen.
damit sind die boardies eigentlich schon auf der linie von herrn pfeiffer der an sich nichts anderes gesagt hat.
 
ich denke dass die diskussion nun in die richtung gehen sollte die grequaid angesprochen hat.
es herrscht im thread ein breiter konsens darüber dass verbote nichts bringen, also sollten wir versuchen die maßnahmen zu beleuchten die es gibt um verstärktes spielen einzudämmen.
das was herr pfeiffer mit den ganztagsschulen meinte ist auf jeden fall schon mal die halbe miete. nicht nur dass dann beide elternteile sich auch beruflich verwirklichen können und man endlich von dieser krassen rollenverteilung wegkommt...sondern es hat auch den positiven effekt dass kinder länger in einer lern-institution sind und ihr hirn ab 12:00 mittags nicht den ganzen tag im leerlauf ist vor dem fernseher oder computer (gesetz dem fall dass damit nur gespielt wird).
wenn sie nach hause kommen gegen 16:00 zb dann wird es auch nicht mehr sehr lange dauern bis auch beide elternteile ankommen und quasi die erziehung weiter übernehmen.
so ist das kind eingebettet in einem mix zwischen staatlicher- und elterlicher erziehung und es gibt kaum leerlauf.
 
BlackSavage schrieb:
Ich möchte da auch mal was loswerden, ohne das wieder jemand hier "ausflippt"

Erstens bin ich begeistert, das Forumbase NUR Leute hat, die sich vorbildlich benehmen, das "Gerät" PC perfekt beherrschen. Hier ist natürlich kein CS Gamer, der auch mal ausflippt, und sich völlig danebenbenimmt. Kompliment Forumbase, für diese perfekten User.

Danke für soviel Zuneigung:D

Ich finde, das die Aussagen des Herrn Pfeiffer Wasser auf die Mühlen der CDU/SPD Koalition sind, die ja ein Verbot von "Killerspielen" in Erwägung ziehen. Aber bitteschön, wie soll das funktionieren. Die Grenzen dicht machen, das Internet unter staatliche Kontrolle stellen, bei Verstoß Freiheitsstrafen verhängen, auch für Erwachsene? Ich bitte Euch, das kann man doch so nicht stehen lassen oder?!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (ein ? pro Satzende genügt)
@mosla
was die aussagen des herrn pfeiffer angeht über die spieler die extrem lange spielen, da stimme ich ihm in vollem unfang zu. jedoch lehnt er verbote eindeutig ab. ich weiss gar nicht warum du ihm die ganze zeit "in den mund" legst, er würde verbote befürworten oder diejenigen bestärken die verbote für gut heissen.
diejenigen die ohnehin verbote wollen brauchen doch gar keine munition von anderen mehr...haben sie selbst zu genüge.
 
einen grossen teil davon definitiv ja.
wer sich hinstellt und behauptet dass es keine korrelation gibt zwischen medienkonsum und schlechten leistungen in der schule, der kann gar nicht von dieser welt sein.
oder willst du mir erzählen, dass wenn man nach der schule 4 std zockt und dann 30min hausaufgaben macht, dass man dann in der schule die gleichen leistungen bringt wie wenn man 2std hausaufgaben machen würde und weniger zocken würde?...
 
Der Vorschlag von th3o in #84 ist gewiss der richtige Ansatz, um in diesem Thread weiterzukommen, zumal sich wirklich niemand (!) für ein Verbot ausgesprochen hat.

Chr. Pfeiffers Vorschlag, die Kinder und Jugendlichen durch einen längeren Aufenthalt in der Schule quasi aus „Zeitmangel“ vom PC-Spielen abzuhalten, klingt erst einmal einleuchtend und praktikabel. Was mir dabei fehlt, ist, dass diese Strategie nicht auf eine Bewusstseinsbildung ausgerichtet ist, wenn sie für sich allein steht.

Grequaid und ich haben bei # 53 – 57 schon einmal im Ansatz die Möglichkeiten einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit bestimmten Spielen durch die Schule erörtert. Wir haben diese Möglichkeiten jedoch nicht zu Ende diskutiert, weil auch sonst niemand weiter darauf eingegangen ist. Trotzdem halte ich das weiterhin für einen gangbaren Weg, der im Normalfall eine inhaltliche Diskussion auch in das Elternhaus und in die Freizeitclique transportieren könnte.
 
sicherlich gibt es da eine Verbindung aber das die so groß ist das Deutschland so schlecht ist im PISA Vergleich wohl kaum. Wie sonst erklärst du dir das Ergebnis von Japan und Korea?
Das liegt bei uns in erster Linie am Schulsystem und nicht weil die Kiddys zocken statt zu lernen.

In Japan gibt es Ganztagsunterricht von ca. 8-15:30 Uhr und danach noch ein sehr großes Angebot an Kursen die auch zahlrich genutzt werden. Und trotzdem haben die Kids noch Zeit PSP zu spielen usw.
In Korea lernen die Kinder sogar am PC, im Jahr 2000 waren da schon fast alle Schulen am Internet.

Und bei uns will man jetzt erst recht das jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. :/
Sicherlich liegt beim Medienkonsum eine gewisse Schuld aber ganz sicherlich nicht der größte Teil.

Ohne Reform unsere Schulsystem kommen wir auch nicht weiter. Ein Nachmittagsangebot fehlt bei uns ja fast gänzlich, hier könnte man z.B. auch "Spielkurse" anbieten. Der richtige Umgang mit dem PC und den spielen selber.
 
Zuletzt bearbeitet:
@10tacle
bei deinen beispielen von japan und korea musst du schon vorsichtig sein. die haben insgesamt eine komplett andere kultur und daraus ergebend auch eine komplett andere gesellschaftsstruktur. die disziplin und der fast schon seit der geburt an eingepflanzte ehrgeiz in ostasiatischen ländern ist unübertroffen. ich habe keine ahnung wie die das hinbekommen aber scheinbar sind diese beiden tugenden bei den menschen dort fast so oft gegeben wie hierzulande das amen in der kirche.
was den medienkonsum angeht (und ich beziehe mich hier explizit nur auf videospiele) herrscht vor allem in japan ein komplett anderer wind.
die leute hängen nicht ständig im dunklen zimmer oder in kellern und bröteln vor sich hin...es gibt komplette spaßmeilen wo sich teenager oder jugendliche an den wochenenden treffen und dann spielen sie zusammen die ganze zeit. das nennen sie dort "weggehen"...so wie man hier das weggehen im allgemeinen mit disco und alk-konsum in verbindung bringt.
 
Ich setz jetzt mal ganz anders an: Es gibt einen riesigen Medienmarkt auf der Welt. Dieser weckt nach dem Gesetz des Kapitals Bedürfnisse, die durch Konsum befriedigt werden. Die großen Konzerne sind natürlich bemüht noch mehr und intensiver diese Bedürfnisse bei uns, den Jugendlichen und Kindern zu wecken. Da interessiert es doch den Markt einen feuchten Dreck, ob da jemand verwahrlost oder nicht. Das Ziel ist einzig und allein Profit durch noch mehr Profit zu erzielen. Mag mal die Qualität oder der Inhalt des Produktes dahin gestellt sein. Wer versucht diesen Markt zu behindern oder gar abzuschaffen, legt sich im Grunde genommen mit den mächtigsten Herstellern der Welt an. Ein Verbot beinhaltet ja auch die Herstellung solcher Produkte mit dem Stempel Killerspiel. Nur wie soll das gehen? Nach Japan und USA reisen und den Hersteller bitten damit aufzuhören. Ich finde das Ganze diesbezüglich grotesk, armselig und altbacken. Verbote bringen unter diesen Gesichtspunkten rein gar nichts und zerplatzen auf dem globalen Markt wie eine Seifenblase. Ich möcht mal wissen wie die Herren Innenminister der Bundesländer sich vor EA, Capcom oder ID-Software hinstellen und denen den Marsch blasen wollen. Einfach nur lächerlich. Ja, und Herr Pfeiffer ist der sogenannte kompetente Lautsprecher der Politiker. Da ist nämlich auch der gesellschaftliche Zusammenhang zu sehen. Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind letztlich immer nur die konsumierende Zielgruppe, die es jeden Tag mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erreichen gilt. Und das bekommen wir ja jeden Tag im Fernsehen, Internet, Printmedien, Supermarkt und und und zu spüren. Und dafür wird es auch in Zukunft immer schwieriger, dem auszuweichen.
 
@mosla
du bist in diesem thread der einzige der auf verbote argumentiert obwohl wir alle und auch der herr pfeiffer gesagt haben dass wir verbote eh ablehnen. warum also noch damit argumentieren? :freak:
 
10tacle schrieb:
Ohne Reform unsere Schulsystem kommen wir auch nicht weiter. Ein Nachmittagsangebot fehlt bei uns ja fast gänzlich, hier könnte man z.B. auch "Spielkurse" anbieten. Der richtige Umgang mit dem PC und den spielen selber.

Durchaus ein richtiger Ansatz. Signet!

Ein weiterer wäre die Aufsicht der Eltern.

Findet die überhaupt statt, wenn beide berufstätig und außer Haus sind?

Aber selbst wenn, wie wollten sie wohl Aufsicht üben, wenn die Steppkes um einiges fitter im Umgang mit PCs sind?

Machen wir uns nichts vor, meine Generation ( bis auf Ausnahmen ), ist völlig überfordert um gezielt zu kontrollieren. Die meisten sind froh, wenn der Rechner ohne zu zicken hochfährt und keine Fehlermeldung aufpoppt.:D

Die Junxx können uns wer weiß was erzählen, ohne das wir es mangels Wissen überprüfen können.

Bliebe eine rigorose Zeitbeschränkung je nach Alter und Entwicklung, aber ob die durchzusetzen ist, da hab ich meine Zweifel.

Eine andere Möglichkeit wäre, eine offensive Auseinandersetzung mit dem Thema seitens der Eltern. Z.B. sich mit ihnen an den Knecht zu setzen, um an ihrem Wissen teilzuhaben.

Warum sollten nicht auch Eltern von ihren Kindern lernen, da bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone.

Ein Verbot wäre nur Kontraproduktiv. Verbotenes reizt, wer weiß das nicht aus eigener Kindheit.

MfG
 
th3o schrieb:
@mosla
du bist in diesem thread der einzige der auf verbote argumentiert obwohl wir alle und auch der herr pfeiffer gesagt haben dass wir verbote eh ablehnen. warum also noch damit argumentieren? :freak:

Ich habe im Fernsehen schon Herrn Pfeiffer für ein Verbot argumentieren sehen, genau wie Beckstein oder Schönbohm. Deswegen!:rolleyes:
 
Das ist natürlich ganz wichtig, dass ein Politiker da seinen Senf abgibt. Die haben ja bei dem Thema auch die absolute Kompetenz.
Aber bei Politiker ist ja auch der einzihge Beruf bei dem man über Dinge entscheidne darf, von denen man keine Ahnung hat. :D

Vor allem der letzte Absatz war doch wieder billigstes propaganditsches Geschwätz:

"Der Leiter des KfN, Christian Pfeiffer, wies darauf hin, dass insbesondere Jungen viele Stunden mit den brutalen Killer-Spielen vor dem Computer verbrächten. Es gebe einen Zusammenhang zwischen diesem Konsum und nachlassenden Leistungen in der Schule: "Je brutaler die Spiele sind und je häufiger man sie spielt, desto schlechter sind die Noten", sagte Pfeiffer. Und: "Je mehr man Ego-Shooter spielt, desto höher ist die eigene Gewaltbereitschaft."

Das ist mit Abstand das dümmste, was ich jemals gehört habe. Als ob der Gewaltgrad die Noten beeinflussen würde. Wenn es um die Dauer geht, ist das ja noch glaubwürdig, aber nicht wenn ein Spiel gewalttätiger ist.
Wenn ich also jeden Tag 5 Stunden Tetris spiele habe ich bessere Noten wie wenn ich 5 Stunden HL, CS, Far Cry oder ähnliches spiele?:freak:
Der gute Mann sollte Märchenerzähler werden, da kann er sowas verzapfen...:freak:
 
Hier versucht die Politik wieder das eigene Versagen auf andere abzuwälzen. Wie so oft - es sind immer "die Anderen" schuld...

Mein Eindruck ist der das Kinder die einen PC besitzen bzw. Zugang zu einem haben (gilt auch für Konsolen) eher weniger bis gar nicht aggressiv sind, sondern eher ausgeglichen. Die Blagen hingegen,denen chronisch langweilig ist weil sie keiner mag (aus welchem Grund auch immer), versuchen krampfhaft auf irgendeine Art und Weise Aufmerksamkeit zu erzielen (bestes Beispiel -> Steinhäuser) .

Gut an Kindern zu erkennen die sich mit 12 Jahren an 8-jährigen vergreifen... und das dann noch toll finden wenn der Kleinere blutet... :freak:
 
George Bush schrieb:
Hier versucht die Politik wieder das eigene Versagen auf andere abzuwälzen. Wie so oft - es sind immer "die Anderen" schuld...
Sehe ich ähnlich.
Doch es gibt auch andere, die nicht ganz unschuldig an der ganzen Sache sind.

Wir sehen jetzt die Auswirkungen von jahrelanger schlechter Erziehung.
Werte, Respekt und Ordnung wurden zu lange vernachlässigt.
Tja, diese antiauthoritäre Erziehung ist wohl doch nicht das Wahre gewesen.

Kann mich aber auch irren.
 
Von schlechter Erziehung... bzw. gar keiner !

Antiautoritär ist nicht unbedingt schlecht - wenn man dem Kind aufzeigt was richtig ist und was nicht. Ego-Shooter spielen ist nicht schlecht -> auf Tiere oder echte Menschen schießen hingegen schon.

Zwischen Antiautoritärer Erziehung und absoluter Verwahrlosung gibt es sehr große Unterschiede.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben