Hessen: Endlich sachlicher Umgang mit den Linken ?

müsste jeder kleine Angestellte persönlich dafür haften, wenn er Mist baut in seiner Firma
Nun genau das geschieht aber meines Wissens nach. Baust du mist, so kriegst du eine Kündigung. Je nach dem wie grob und fahrlässig dieser Mist zu stande gekommen ist, wird deine Versicherung dafür schon zahlen müssen! Falls du denn eine Rechtsschutz hast. Also wirst DU zahlen müssen.

Der durchschnittliche Manager unterliegt nur bedingt diesen Aspekten.

Nun, es gab Beispiele in denen der Chef einer Firma absichtlich Kapital aus der Firma gezogen hat, um sie wo anders unter anderem Namen zu gründen.
Solche Fälle gibt es (so weit man den Medien trauen darf) fast täglich.

Natürlich ist der Unterschied zwichen Chef und Manager durchaus klar, aber nicht jeder Manager ist Angesteller der Firma!

Zudem sind zahlreiche Manager selbst am Aktienmarkt aktiv, und tätigen massiv kurzfristige Aktionen, die kurzfristig zu einem Anstieg der Aktien führen, zugleich mittel und langfristig dem Unternehmen massiv schaden. Dumm nur, dass dieser Effekt erst dann stattfindet, nachdem dieser nicht mehr den Posten bekleidet, oder es ihm egal ist, ob er das doch noch tut.

Das demokratische Prinzip die Schuld dem Vorstand zu geben und somit der Mehrheit ist meiner Meinung nach an dieser Stelle fehl am Platz!
Erfolge werden einer Person angehaftet, dem Manager. Misserfolge sind eine Folge der schlechten Verwaltungspolitik des Vorstandes. Und das ist ein Problem.

Wenn dann in diesem Zusammehang eine stärkere Beteiligung des Managers an den Folgekosten seines Versagens gefordert wird, so sehe ich das noch nicht als böswillige Enteignung durch einer diktatorischen Partei!
Es ist soziale Verantwortung! Die auch von den Arbeitslosen verlangt wird
 
Helios co. schrieb:
Es ist doch schon ein Unterschied zu sagen, dass ein Manager der mit Absicht einen Konzern in den Sand setzt notfalls mit dem Mittel der Enteignung dafür geradestehen muss, oder wenn man die Enteignung eines unbescholtenen Milionärs fordert, was meines Wissens nach noch nicht gefordert wurde.
So ein Unsinn (sorry)! Handelt er vorsätzlich oder grob fahrlässig, muss er dafür gerade stehen. Wieso denn bitte enteignen? Er muss für den entstandenen Schaden Schadensersatz leisten und zwar im Rahmen der rechtlichen (BGB, auch Besonderheit mit Privatinsolvenz) und vertraglichen Rahmenbedigungen (Deckelung, Strafzahlungen usw.).

Der Manager im Allgemeinen ist Angestellter der Firma und wird rechtlich als solcher behandelt.

Ist es ein Selbstständiger oder eine eingekaufte Dienstleistung gelten entsprechend andere Gesetze.

Das Problem ist einfach nur, dass die vorhandenen Werkzeuge meistens nicht angewendet werden. Und dafür braucht es keine Linkspartei welche Firmen verstaatlicht oder eine Firmenüberwachungsbehörde gründet (Stasi?) sondern einfach Aufsichtsräte, die entsprechende Maßnahmen durchführen. Und da hat die Linke auch versagt (Lafontaine sitzt ja in der KfW).

Außerdem wäre es schön, wenn du die angeführten Beispiele belegst. Dann könnte man nämlich auch prüfen, ob entsprechende Presseberichte der Wahrheit entsprachen und ob hinterher nicht doch eine juristische Auseinandersetzung folgte.
 
Pzion schrieb:
Die Arbeitslosenzahlen der USA kann man nicht mit der hiesigen vergleichen da eine ganz andere Zählweise genutzt wird.In den USA kann man nicht einfach zum Amt gehen und sich Arbeitslos melden,dort muss man erst nachweisen das man sich 7 Tage aktiv um Arbeit bemüht hat.Wer Krank ist oder kurzfristig resigniert fällt aus der Statistik,selbst wer nur eine Stunde pro Woche Arbeitet gilt nicht als arbeitslos.Die meisten Arbeitslosen der USA werden von Angehörigen durchgefüttert und sind statistisch nicht erfasst.
Wie hoch die tatsächliche Arbeitslosenstatistik der USA ist wissen die selber nicht.

völlig korrekt!
die amis haben eher ein wunder an statistik denn an jobs.
aber dahin kommen wir auch noch. wenn 1,- jobber nicht als arbeitslos gezählt werden, oder andere unfreiwillig in irgendwelchen massnahmen steckenden, dann ist das in meinen augen ebenfalls verfälschung der tatsachen.
und viele, deren partner zuviel verdient, und die mehr als 1 jahr arbeitslos sind, sind ebenfalls nicht angemeldet, weil die eh keinen anspruch auf hartz iv hätten, da die lebensgemeinschaft durch den partner nicht bedürftig ist.
zudem schätzen soziologen die "stille reserve" (menschen, die sich aus scheu oder unwissenheit nicht arbeitslos melden) auf ca. 1 mio. menschen.
 
Handelt er vorsätzlich oder grob fahrlässig, muss er dafür gerade stehen
Gut, wie oft ist das in den letzten Jahren so geschehen?
Sprich wie oft wurde ein Manager oder ein einfacher Besitzer eines Betriebes zur Verantwortung gezogen? Entlassen wurden einige. Eine Strafe hat noch (meines Wissens nach) keiner bekommen. Ganz im Gegenteil. Es gab Abfindungen. DU wirst dich an die Debatten bestimmt erinnern.

Nur um ein Beisoiel zu nennen. Die privaten Job Vermittlungsagenturen werden momentan allesamt kontrolliert.
Warum: Weil sie in den letzten Jahren fast allesamt falsche Zahlen abgeliefert, und Gelder umgeleitet haben.
Bestraft wurde noch keiner, mal abgesehen davon dass einige schließen mussten.
Eine weitere Strafe wird es hierzu auch nicht geben!

Es wird auch keine Bestrafung der Personen geben, die fahrlässig die neu Wirtschaftskrise provoziert haben. Eine Liste der Personen hat erst kürlich die Times präsentiert.

Ich will deine Euphorie bezüglich Gerechtigkeit unabhängig vom Vermögen nicht zügeln, aber defacto gibt es diese nicht! Wie lächerlich du das jetzt finden magst. So sieht die Realität aus!
Daher ist in bestimmten Grenzen eine Form der Enteignung auf rechtlicher Grundlage (welche es im GG gibt!) legitim! (meine Meinung).

Eine Alternative wäre die Reformierung der Gesetze in diesem Bereich. Nur bezweifle ich dass es diese geben wird.


Die Aussage bezüglich der Enteignungen stammte meines Wissens nach von Lafontaine und wurde nur von einem sehr kleinen massiv linken Teil der LINKEN freundlich empfangen.
Die genau Aussage und somit der Kontext ist der folgende. Entnommen aus der Focus

Das Betriebsvermögen etwa bei Schaeffler hätten über Generationen hinweg vor allem die Arbeitnehmer aufgebaut, zugute kommen würde es aber allein der Eigentümerfamilie, kritisierte Lafontaine. Dies sei ein „grundgesetzwidriges Vorgehen“, da die Verfassung Enteignung – nach Lafontaines Auffassung hier die Enteignung der Arbeitnehmer – verbiete. Diese Enteignung solle rückgängig gemacht werden, sagte der Linken-Chef.

Wenn man diese Aussage umformt, so ergibt sich folgendes:
Die Familie Schaeffler ist ihrer im GG festgeschriebenen Verpflichtung zur Sozialen Verantwortung nicht gerecht geworden. Als Folge ist eine Wiedergutmachung notwendig. Eine Bestrafung.

Fallbeispiel:
Wenn jemand seine gesamte Belegschaft entlässt um dann eine Zeitarbeitsfirma zu gründen, die genau diese Personen wieder aufnimmt aber zu 30% geringeren Löhnen, so ist das für mich eine private Enteignung.
Eine ganz besondere Dimension bekommt dieser Tatbestand, wenn man bedenkt dass diese Firma schwarze Zahlen geschrieben hat.
Wenn nun Lafontaine in solchen und ähnlichen Fällen von Enteignung spricht, so sehe ich persönlich darin nur die Wahrung des Sozialen Marktwirtschaft und nicht die Etablierung einer gefährlichen linken Diktatur!

Eigentum Verpflichtet. Das ist eine fundamentale Regel unserer Verfassung!
Wenn man ganz rabiat die Sache betrachten will, so handeln solche Firmen zugleich gegen die Menschenwürde.
Eine Bestrafung ist jedoch Fehlanzeige! Also was soll verwerflich daran sein, eine Konsequenz aus diesem Handeln zu ziehen?
Wie diese aussehen soll, sei mal dahin gestellt. Wenn der Staat aus bestimmten Gründen solche Lücken im System behalten möchte, so ist das ok. Es mag ja auch Fälle geben, in denen das zur Rettung des Betriebes dienen kann. Aber wenn es nur darum geht die Gewinne zu maximieren, damit die Rendite steigt und der Manager zugleich einen Zuschuss bekommt für seine glorreiche Leistung, dann muss da etwas getan werden!
 
Ach und nur weil Lafontaine das sagt ist das auch so? Zeig mir mal eine Firma, wo der Mehrwert NICHT durch die Angestellten hervorgebracht wird sondern vom Eigentümer. Das geht gar nicht, ist absoluter Bullshit. Auf Basis dieser Aussage ließe sich jede Firma verstaatlichen. Der Mehrwert wird IMMER von den angestellten generiert. Aber das sie dazu in der Lage sind, dass ermöglicht der Unternehmer, der das Risiko übernimmt und das Vermögen zu aufbau zur Verfügung stellt.

Das ist typisch Lafontainische Propaganda. Der Mann ist nicht dumm. Der weiss wie man etwas verpacken muss, damit es vordergründig und für die Masse glaubwürdig klingt. Bei näherer Betrachtung bleibt aber nicht viel Inhalt übrig.

Die Times hat also angeblich ne Namensliste veröffentlich, auf der die Leute aufgeführt sind, die zweifellos und 100% für die Krise verantwortlich sind? Aha und wo ist die und mit was haben die Leute die Megaliste nach Hause transportiert?

Und bitte Helios, was hat ne Rechtschutzversicherung damit zu tun, wenn ein Arbeitnehmer entlassen wird, weil er grobe Fehler beging (was übrigens erst bei mehrmaligen vorliegen und nach Vorlegung einer Abmahnung möglich ist)? Und wo wird dort auf das private Vermögen dieses Menschen zugegriffen wie du es bei Managern forderst? Das hier dann eine finanzielle Notlage womöglich zustande kommt hat absolut gar nichts mit Enteignung privater Mittel zu tun.

Das mit den Abfindungen ist so ne Sache. Aber auch hier gehören immer 2 dazu, die den Vertrag unterschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gut, wie oft ist das in den letzten Jahren so geschehen?
Sprich wie oft wurde ein Manager oder ein einfacher Besitzer eines Betriebes zur Verantwortung gezogen? Entlassen wurden einige. Eine Strafe hat noch (meines Wissens nach) keiner bekommen. Ganz im Gegenteil. Es gab Abfindungen. DU wirst dich an die Debatten bestimmt erinnern.
Es gibt ein Unterschied zwischen fehlerhaftem, fahrlässigen, grob fahrlässigem und vorsätzlichem Verhalten. Und wie ich bereits gesagt habe obliegt es in letzten beiden Fällen den Unternehmen (je nach Form Aufsichtsräten) entsprechende Verstöße zu Verfolgung. Bei strafrechtlich relevanten Fällen ist die Staatsanwaltschaft zuständig.
Die Familie Schaeffler ist ihrer im GG festgeschriebenen Verpflichtung zur Sozialen Verantwortung nicht gerecht geworden. Als Folge ist eine Wiedergutmachung notwendig. Eine Bestrafung.
Lafontaine live... verfasst er solche Sätze während er bei KfW die Überweisungen durchwinkt? Die Familie Schäffler trägt in dem Unternehmen des unternehmerische Risiko und profitiert daher auch überproportional vom unternehmerischen Erfolg (das ist prinzipiell so in Marktwirtschaften). Die Arbeitnehmer haben für Ihre Arbeitsleistung den vereinbarten Betrag erhalten. Wenn sie der Meinung waren das ist zu wenig war es in ihrer Verantwortung ihre Arbeitsleistung zu anderen Konditionen (mehr Gehalt, Tarifverhandlungen usw.) bzw. gar nicht anzubieten. Aus der Wertschöpfung, welche die Unternehmensführung durch die Leistung erzielte, einen generellen Anspruch auf Beteiligung abzuleiten, ist purer Populismus und sozialistisch. Würden die Arbeitnehmer (zb Fließbandarbeiter) denn auch mit ihrem Privatvermögen haften wenn das Unternehmen nicht erfolgreich ist? Hoffentlich nicht!

Falls eine Beteiligung am Unternehmenserfolg gewünscht ist können ja entsprechend Arbeitsverträge aufgesetzt werden. Meines Wissens wurden oder werden da gerade Empfehlungen (oder gar rechtliche Rahmenbedingungen) seitens der Regierung ausgesprochen/geschaffen.

Wenn ich dir eine Ähre für 10 EUR verkaufe und du mit dem Samen viel mehr erreichst (neue Saat, Ernte, neue Saat) kann ich hinterher auch nicht kommen jetzt will ich aber mehr...
 
Pzion schrieb:
Die Arbeitslosenzahlen der USA kann man nicht mit der hiesigen vergleichen da eine ganz andere Zählweise genutzt wird.

Ich bezog mich bei meinen Angaben auf die Arbeitslosenstatistik der ILO, und die wird in allen Ländern nach exakt dem gleichen Verfahren ermittelt. Und da stehen die USA selbst jetzt noch deutlich besser da als wir. Komisch dass an dieser Stelle auf einmal auch nur noch die amerikanische Zählweise kritisiert wird, sonst hört man doch in so einem Thread an jeder Ecke, dass wir hier in Deutschland ja in Wirklichkeit 8Mio Arbeitslose und mehr hätten.....

@Helios
Ja, selbst in Anbetracht deiner Randbedinungen finde ich 1,8Mio immernoch sehr wenig. Wir hatten am Höhepunkt des letzten Aufschwungs saisonbereinigt ~3,1Mio Arbeitslose, die USA haben auf unsere Bevölkerungszahl heruntergerechnet selbst in einer Situation, in der die Wirtschaftskrise bereits massiv auf dem Arbeitsmarkt angekommen ist, noch deutlich weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:
In den USA gibt es wohl weniger Arbeitslose aber man muss auch sehen zu welchem Preis das so ist.Was man hier noch prekäre Beschäftigungsverhältnisse nennt sind dort tolle Jobs.
Diejenigen die ein Einkommen von 130 Prozent unterhalb der Armutsgrenze beziehen haben Anspruch auf Lebensmittelmarken durch das SNAP Programm deren Anzahl sich im August 2008 auf 29,5 Millionen belief.Die Armutsgrenze lag 2008 bei 10.400$ Jahreseinkommen und für jede weitere Person im Haushalt dürfen 3.600 Dollar addiert werden.Aber wer jetzt glaubt damit am Boden der Armut in den USA zu sein der irrt denn es folgt noch die Klasse mit "Lebensmittelunsicherheit" zu der ich aber keine aktuellen Zahlen finden konnte,2006 waren es geschätzte 13 Millionen.

Arm trotz Arbeit ist in den USA mittlerweile normal und ich finde man sollte vorsichtig sein wenn man mit der Arbeitslosenstatistik der USA wirbt.
Aber wer weiß wie es hier in 10 Jahren aussieht,die Neoliberalen sind ja dabei abzuwirtschaften.
 
Pzion schrieb:
Diejenigen die ein Einkommen von 130 Prozent unterhalb der Armutsgrenze beziehen .....

Das ist mathematisch nicht möglich, dann hätte man ein negatives Einkommen.

Pzion schrieb:
Die Armutsgrenze lag 2008 bei 10.400$ Jahreseinkommen und für jede weitere Person im Haushalt dürfen 3.600 Dollar addiert werden.Aber wer jetzt glaubt damit am Boden der Armut in den USA zu sein der irrt denn es folgt noch die Klasse mit "Lebensmittelunsicherheit" zu der ich aber keine aktuellen Zahlen finden konnte,2006 waren es geschätzte 13 Millionen. Arm trotz Arbeit ist in den USA mittlerweile normal und ich finde man sollte vorsichtig sein wenn man mit der Arbeitslosenstatistik der USA wirbt.

Weder in den USA noch in einer anderen Industrienation der westlichen Welt gibt es absolute Armut, sondern nur statistische. Das sollte man streng untersscheiden.

Pzion schrieb:
Aber wer weiß wie es hier in 10 Jahren aussieht,die Neoliberalen sind ja dabei abzuwirtschaften.

Eine solche polemische Aussage hat in so einem Thread nichts zu suchen und zeugt auch nicht gerade vom Willen, auf sachlicher Ebene diskutieren zu wollen. Ich denke nach 11 Jahren hätten die "Neoliberalen" durchaus mal wieder eine Regierungsbeteiligung verdient, und wie aktuelle Umfragen zeigen, sehen das nicht gerade wenige so.
 
Ich finde nicht das das Polemik ist,ich bin halt davon ausgegangen das inzwischen jeder mitbekommen hat das die Einkommen der meisten Menschen in Deutschland real sinken.Das haben die jüngsten DIW zahlen belegt,auf den seiten der OECD findet man die auch.
Hier auch mal kommentiert und auf www.jjahnke.net findet man etliche Charts die belegen das die deutsche Bevölkerung nur ein Richtung erfahren hat,nämlich abwärts.Es ist auch nicht so das alle Nationen diesen Trend haben, in diesem Maße ist es ein deutscher Sonderweg und belegt das wir es mit einer völlig verfehlten Politik zu tun haben die mMn einer neoliberalen Ideologie folgt und noch einige Zeit braucht bis sie überwunden ist.




Bei dem was ich vorher geschrieben hatte ist mir wohl ein Fehler unterlaufen,"130% of the poverty income guidelines" bedeutet "130 % der Armut-Einkommen-Richtlinien".Es ist auch nicht so einfach sich durch die Seiten der SNAP zu kämpfen.
 
Wieso folgt unserer Politik denn bitte dem Neoliberalismus? Welche Parteien geben den bitte seit Jahrzehnten den Kurs vor? Die Sozis und die christdemokraten, beides keine großen VErfechter des Neoliberalismusses. Aber wenn mal wieder was schief läuft bei den großen, warens die pösen Neoliberalen. -.- Wo diese Mähr herkommt, möcht ich auchmal wissen.

Überhaupt, wie kann man den Vorwurf des angeblich starken Neoliberlismuses, der alles kaputt macht, in Zusammenhang mit dem größten Sozialstaat bringen? Das ist ein Widerspruch in sich... Solche Aktionen wie Holzmann oder ähnlichem wären bei Neoliberalen niemals passiert.
 
Also ich muss Mustis recht geben, in Deutschland hatten wir doch in den letzten Jahren alles andere als einen "neoliberalen" Kurs. Und ich würde sinkende Reallöhne auch nicht auf "verfehlte Politik" zurückführen, wir waren in den 90ern nun mal ein Hochlohnland und mussten daher im Zuge der Globalisierung diesen schmerzhaften Anpassungsprozess erfahren. Und es ist ja nicht so, dass die Lohnzurückhaltung nur schlechtes gebracht hätte, im Gegenteil: Die Arbeit wurde "billiger", wodurch der Arbeitsmarkt im letzten Aufschwung verhältnismäßig gut lief. Weiterhin konnte Deutschland durch die geringeren Personalkosten seine Wettberwerbsfähigkeit massiv verbessern, was den letzten, hauptsächlich exportgetriebenen Aufschwung überhaupt erst ermöglichte. Und jetzt komm mir bitte nicht damit, dass das alles zu Lasten der Binnennachfrage geschah, die Reallöhne sanken zwar, dafür stieg die Zahl der Einkommensbezieher, was die Kaufkraft insgesamt in etwa konstant hielt.

Wenn du die Politik der letzten Jahre schon für neoliberal hältst, dann will ich nicht wissen, was du machst, wenn wir nach der nächsten Bundestagswahl eine schwarz-gelbe Regierung mit ziemlich viel gelb bekommen. Danach siehts (bis jetzt) nämlich aus. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben....
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Times Artilkel habe ich leider nicht mehr auf die Schnelle gefunden.
Aber dafür einen Verweis auf ein Artikel im Guardien:
http://de.rian.ru/business/20090126/119793593.html

Zeig mir mal eine Firma, wo der Mehrwert NICHT durch die Angestellten hervorgebracht
Anscheinend willst du/ihr nicht verstehen. Es geht nicht darum, ob der Mehrwert durch die Angestellten erbracht wird, es geht darum, wie der Besitzer mit seiner sozialen Verantwortung umgeht. Es sagt keiner, dass ein Unternehmer erfolgreich sein darf und auch reich werden darf. Es geht aber durchaus darum, wie ein solcher Unternehmer aggiert, wenn er seinen Gewinn steigern will!
Daher auch mein Beispiel mit den Zeitfirmen! Bitte genauer lesen und nicht nur einen einzigen Punkt herausnehmen, bei dem es keinen Diskussionsansatz gibt!

Daher nochmals: Es geht nicht um eine Beteiligung am Kuchen sondern um das Verhalten des Unternehmers. Sprich: Seine soziale Verantwortung!
Und noch einmal: Diese ist im GG festgesetzt! Und diese wurde NICHT von Sozialisten dahin gebracht! Wenn Lafontaine nun diese einfordert, falls er dies mit seiner Aussage gemacht hat, woran ich nur bedingt zweifle, da Gysie dies so bei Hart aber Fair nochmals erläutert hat, so ist das noch lange nichts dikatorisches!

Und Polemik betreibt nun wirklich jeder Politiker, also bitte! Die Beurteilung derselbigen liegt dann lediglich beim Betrachter. Und somit beim Wähler. Wer wem was besser gefällt. Aber Politik ist Polemik!
Nebenbei: Für so intelligent halte ich Lafontaine nun wirklich nicht! Bei Gysie siehts da schon anders aus. Auch was seine Integrität anberifft.

Und wo wird dort auf das private Vermögen dieses Menschen zugegriffen wie du es bei Managern forderst?
Nun, privat werden die Ausgaben im Anstieg der Versicherungspremie.
Je nach dem wie gravierend der Schaden war, kann es durchaus dazu kommen, dass der Versicherte (falls die Schadensfreiheitssumme überschritten wird) auch mit seinem eigenem Vermögen haftbar gemacht wird! So hoch ist die Summe im Übrigen oftmals nicht. Meine liegt beispielsweise gerade einmal bei 1 Million. Fackle ich den Server im Betrieb ab, und auch die Sicherungskopie, so ist weitaus mehr als nur eine Million im Anus.

Auch gibt es Ausnahmen beim Kündigungsschutz, die von der mehrmaligen Verwarnung abweichen lassen, wenn das Vergehen grob genug war!
Das inkompetente abfackeln des Servers würde wohl dazugehören.

Dann gibt es noch die Manager, die zugleich Eigentümer sind. Diese machen ihre eigenen Arbeitsverträge und legen ihr eigenes Gehalt fest.
Jedoch ist das ein ganz anderes Thema und würde viel zu weit führen.

Daher und damit auch zum Schluss und hoffenlich besänftigend: Bitte im Folgenden um den Aspekt der sozialen Verantwortung reden und nicht um die bösartige Enteignung eines armen reichen unschuldigen Unternehmers.
Jeder andere Diskussionsansatz würde an dieser Stelle in eine Sackgasse führen, und letztlich wieder darin münden, dass wir diverse Forenregeln und gutes Benähmen über Bord werfen.
Was an dieser Stelle eigentlich zu schade ware, zumal ich ja noch nicht einmal behauptet habe, dass die unbegründete Enteignung eines Unternehmers eine anstrebsame Politik wäre! Daher stimme ich euren Aussagen in großen Teilen zu. Aber wie schaut es mit euch aus, bei den anderen Punkten.

Müssten denn schwarze Schafe bestraft werden und wenn ja dann wie? Mein Standpunkt diesbezüglich ist inzwischen klar (für die die es nicht wissen: Ja sie müssten und zwar mit ihrem Vermögen), wie sieht der eure aus?

schwarz-gelbe Regierung mit ziemlich viel gelb bekommen. Danach siehts (bis jetzt) nämlich aus. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben....
Davor graut es mir zutiefst. Hat doch gereicht dass diese Gruppe von Nullen es in 16 Jahren geschafft das wohl reichste Land der Welt zu ruinieren. Und das Schlimmste: Die neue Gruppe von Nullen ist noch Nulliger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Helios co. schrieb:
Davor graut es mir zutiefst. Hat doch gereicht dass diese Gruppe von Nullen es in 16 Jahren geschafft das wohl reichste Land der Welt zu ruinieren. Und das Schlimmste: Die neue Gruppe von Nullen ist noch Nulliger.

So gehen die Meinungen auseinander. Ich freu mich schon drauf.
 
Helios erklär mir doch mal bitte kurz, wo es zu einem Versicherungsfall kommt, wenn jemand gekündigt wird und wo (außer bei Kraftfahrzeugversicherungen, wo aber auch nur ein Rabatt flöten geht und nicht die Prämie an sich steigt) dann auch noch die Prämie angeblich steigt....

Den rest den du da von dir gibts ist so auch ziemlich falsch... es gibt nämlich auch noch gesetzliche Deckelungen usw. Mich beschleicht das Gefühl, dass du in dem Bereich kaum Ahnung hast oder aber grade etwas ziemlich durcheinander haust.
 
Was Neoliberal ist,ist natürlich eine Frage der Definition und Oscar Lafontaine hat das wie ich finde sehr gut konkretisiert. http://www.linksfraktion.de/rede.php?artikel=1321283878

Und wenn dann gesagt wird das Deutschland ein Hochlohnland war,wir also über unsere Verhältnisse gelebt haben,dann muss man sich doch zumindest die Frage stellen wieso die Einkommen der meisten Menschen in Deutschland gesunken sind während die Einkommen der obersten Schicht überproportional zulegte.Es ist eben nicht der Fall das das Volkseinkommen gesunken ist und deswegen waren die Reformen der letzten Jahre die zu einer Verschlechterung für die meisten Menschen geführt haben ohne Not.

Wegen der massiven Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands muss man sich doch letztendlich die Frage stellen "Was hat es gebracht?" und da verweise ich nochmal auf diese Seite http://www.weissgarnix.de/?p=1267
Gebracht hat und diese ach so tolle Wettbewerbsfähigkeit nämlich absolut garnichts.
 
@pzion

Naja, Oskar nach einer Definition von Neoliberalismus zu fragen macht in etwa so viel Sinn, wie die Meinung einer Veganerin zu Eisbein.

Dann doch lieber Wikipedia, (fast) ohne ideologische Einfärbung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

MFG
 
Pzion schrieb:
Wegen der massiven Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands muss man sich doch letztendlich die Frage stellen "Was hat es gebracht?" und da verweise ich nochmal auf diese Seite http://www.weissgarnix.de/?p=1267 Gebracht hat und diese ach so tolle Wettbewerbsfähigkeit nämlich absolut garnichts.

Was sie uns gebracht hat habe ich in Post #352 hinreichend erläutert. An dieser Stelle zu behaupten, dass sie uns nichts gebracht hätte ist einfach nur falsch. Da könnte ich auch mit einem Pferd auf englisch diskutieren....

Übrigens hat mal irgendjemand gesagt (weiß nicht mehr wer es war), dass eine Neoliberaler jemand sei, dem die Freiheit wichtiger ist als die Gleichheit. Diesen Satz finde ich sehr treffend. Wenn man ihn als Grundlage nimmt, ordne ich mich auch den "Neoliberalen" zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
@melvin: Sehe ich auch so, dazu gibts auch noch ein schönes Zitat von Abraham Lincoln:
You cannot help the poor by destroying the rich.
You cannot strengthen the weak by weakening the strong.
You cannot bring about prosperity by discouraging thrift.
You cannot lift the wage earner up by pulling the wage payer down.
You cannot further the brotherhood of man by inciting class hatred.
You cannot build character and courage by taking away men's
initiative and independence.
You cannot help men permanently by doing for them what they could,
and should, do for themselves.
Lafointaine dreht bei sowas vermutlich durch ;)
 
Das was du da in post #352 schreibst ist schlicht Humbug.Wenn die Reallöhne sinken kann die Kaufkraft nicht steigen es sei denn es wurden massiv Steuern gesenkt,kann sein das du statt Kaufkraft den privaten Konsum meinst aber der ist schon seit etlichen Jahren auf einem lächerlichen Niveau und selbst eine Million weniger Arbeitslose konnten nicht viel daran ändern,vor allem weil die neuen Jobs hauptsächlich im Niedriglohnsektor entstanden und man kann auch erwarten das es vorerst so bleibt da der Einzelhandel mit einem stabilen Faktor durch das Existenzminimum rechnen kann.Das sähe vielleicht anders aus, wenn die Gewinne der Exportwirtschaft auch bei der arbeitenden Bevölkerung angekommen wären aber langfristig wird man bei der Schräglage der Einkommensentwicklung mit sinkendem Konsum rechnen müssen und in der aktuellen Krise wird sich das noch verheerender auswirken als das ohnehin schon der Fall ist.
 
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