Host PC für Virtuelles Windows

dermarcot

Cadet 1st Year
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Guten Morgen!

Ich möchte einen PC zusammenstellen, der als Host für hauptsächlich eine aktiv laufende Virtuelle Maschine dient. Auf die Host soll nur Windows laufen und nicht weiter gearbeitet werden. Hauptsächlich möchte ich in der VM arbeiten (Windows 7). In der VM soll die Adobe CS flüssig laufen (InDesign, Photoshop)... ich möchte keine Performanceeinbußen durch die Virtualisierung.

Hintergrund ist, dass ich von dem System oft komplette Abbilder sichern möchte und auch im Notfall sehr schnell wiederherstellen möchte.

Was würdet ihr mir empfehlen?
Eine SSD für den Host, eine SSD auf der die VM läuft?
Die VM sollte auf 8 GB RAM zurückgreifen können, Host dann insgesamt 16?
Welche CPU kommt in Frage? i7 oder Xeon?
Die Grafikkarte wird bei meiner Arbeit bisher nicht sehr beansprucht, kann eine VM die Grafikkartenleistung überhaupt an die VM weitergeben?
VMWare Player oder Workstation?
Zusatzinfo... mein System hat zwei Monitore

Danke!
 
Das macht in meinen Augen gar keinen Sinn... Abbilder kann man auch von kompletten Systemen machen und schnell wiederherstellen... die Grafikleistung wird außerdem dein größtes Problem, da weder Workstation noch Player direkt auf die GPU-Leistung zugreifen können... da ist schon was größeres erforderlich um das abzudecken...
 
Ich weiss nicht so recht, wie zufrieden du mit einer VM sein wirst. Bei den Anwendungen würde ich ehrlichgesagt eher nativ arbeiten und einfach zb. mittels TrueImage Snaphots des Systems anlegen.

Graka Leistung durchreichen in die VM... vielleicht mit vt-d, aber, ka. Und zwei Monitore... auch da weiss ich nicht, wie toll das mit ner VM benutzbar ist.
 
Du würdest 2 Windows Lizenzen brauchen und die Desktop VM Software ist für was du vorhast schlecht geeignet.
Ich würde ein Linux mit kvm als Hostsystem nehmen.
Damit du keine Einbussen hast wirst du ZWINGEND VT-d aka IOMMU aka PCI Passthrough brauchen. Das geht mit Desktop VM Software wie eben VMWare oder Virtualbox NICHT. Damit kannst du SATA Controller und auch Videokarten virtualisieren, was beides notwendig für Software wie PS ist.
Du wirst natürlich immer Performanceeinbussen durch die Virtualisierung haben, aber mit VT-x und VT-d bewegt sich das im kleinen einstelligen Prozentbereich. Ohne allerdings wird deine I/O Leistung völlig einbrechehn.
 
OK, eine VM kann man echt schön schnell und einfach sichern, das stimmt wohl. Aber es geht recht viel Performance verloren in der VM.

Sinniger wäre echt den PC ganz normal zu nutzen und von der kompletten Platte ein Image zu erstellen.
 
Ich nutze Workstation und aus eigener Erfahrung ist das mehr als Schwachsinnig, Images gehen auch per Clonezilla, alleine die Probleme mit Maus (träge) stört mich, deshalb bei mir nur zu Software Testwecken.

Grafik sollte wohl mit nem Xeon mit vt-d und mindestens eine P4000 auf nem Serverchipsatz sein... Halt sehr teuer!
 
dermarcot schrieb:
Guten Morgen!
In der VM soll die Adobe CS flüssig laufen (InDesign, Photoshop)... ich möchte keine Performanceeinbußen durch die Virtualisierung.

Tut mir leid, aber diese Aussage beißt sich. Du wirst Abstriche machen müssen und wenn du diese Art von Arbeit erledigen möchtest, solltest du nativ arbeiten.
 
Ich sehe das genauso wie meine Vorposter. Aus diesem Grund gibt es in Unternehmen Thin Clients und Workstations. Sobald rechenintensive und vor allem grafikintensive Aufgaben durchgeführt werden müssen, dann führt einfach kein Weg an einer Workstation vorbei.
 
Alternativ kannst du dir eine größere Windows-Lizenz kaufen und VHD-Boot nutzen, dadurch hast du ca 3 % Einbußen bei der Performance (haupsächlich i/o) und brauchst aber nur eine vhd sichern, durch das ersetzen dieser machst du dann quasi ein zurücksetzen!

EDIT: Hier wird das beschrieben, wie es funktioniert...
 
@dermarcot
Das macht absolut keinen Sinn. Um das komplette System zu sichern gibt es Software wie Acronis TrueImage. Damit kann man die Images auch inkrementell erzeugen und das geht dann sehr schnell. Das ganze läuft im Hintergrund und kann auch zeitgesteuert ausgeführt werden.
 
mit linux als host habe ich vergleichbarres schon öfters gesehen speziel für gaming unter linux aber schau selber hier ein link

bei den cpu's und mainboards aufpassen. wenn du sicher gehen willst existirende systeme nachbauen. (amd's grafikkarten scheinen besser zu funktionieren genau wie amd cpu's intel's "k" varianten haben kein vt-d z.b.)

hier noch einen link zu einem vid wo ein fx 8120 die basis für ein host system ist.

mir scheinen die negativen kommentare hier zu skeptisch. immerhin wird hardware direkt durchgereicht....

ich finde die grundidee durchaus interessant vorallem wenn ich an die vielen probleme denke die ich bisher schon mit backubs hatte erscheint mir der ansatz einer vm besser zu sein....
 
Mit was hast du die Backups erstellt? Ich hatte mit TrueImage noch keine Probleme.

Windows 7 kann ja sogar selber ein Image erstellen, das funktioniert auch problemlos. Nur wird auf Netzlaufwerken kein inkrementelles Backup gemacht, sondern immer ein Vollbackup. Deshalb nehme ich TrueImage.
 
Danke für eure Antworten. Habe sowas schon erwartet :)

Wenn Acronis True Image wirklich gut funktioniert, wäre das eine gute Lösung. Kann mir aber nicht vorstellen, dass die Backups während dem Betrieb durchgeführt und dann im Notfall auch wieder zuverlässig eingespielt werden können... auch wenn sich durch einen Defekt mal die Hardware ändert (andere SSD). Gibts da Erfahrungen?

Ich habe neben den erwähnten Adobe Programmen viel anderes Zeug laufen. Viel Zeugs mit vielen Einstellungen die sich auch ab und an mal ändern. Die Backups sollten regelmäßig und zuverlässig laufen und sich auch zur Not auf anderen Systemen wieder aufspielen lassen.
 
Die Backups laufen problemlos während des laufenden Betriebs, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst ;) Dafür gibt es z.B. die Schattenkopien oder es werden spezielle Treiber installiert.

Eine andere SSD ist doch keine wirkliche Hardwareänderung. Selbst ein anderes Mainboard ist normalerweise problemlos möglich. Wirkliche Probleme gibt es nur bei grundlegenden Sachen wie AHCI oder UEFI<->Bios.
 
@rille

Mit was hast du die Backups erstellt?
mein problem war das ich mehrere festplatten im system habe und auf unterschiedlichen unterschiedliche betriebssysteme installiert hatte.

ein image backup war, warum auch immer unvollständig, ich konnte es nicht auf eine neue festplatte das image draufkopieren und ohne probleme zum laufen bringen.

auch probleme mit dem mbr kamen schon mal vor darum finde ich den gedanken eine VM zu benutzen und nur 'einzulegen' interessant ausprobieren werde ich das in jedem fall wenn ich hardware habe die das erlaubt ma schauen...
 
Der TE benötigt aber nur ein Betriebssystem und vermutlich auch nur SSD + Festplatte. Das ist problemlos. Von der Systemplatte kann man ein Image machen, die anderen Daten werden normal gesichert.

Mehrere Betriebssysteme auf mehreren Platten ist zwar auch machbar, der Aufwand ist aber natürlich höher bzw. kann man da auch schnell mal durcheinander kommen. Wobei es bei einem Image der kompletten Platte an sich auch kein Problem ist.
 
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