Artikel-Update: HP IQ kommt auch für Android-Smartphones
Während einer Demo-Vorführung mit anschließender Fragerunde zu HP IQ konnte ComputerBase weitere Details zur geplanten Plattform in Erfahrung bringen. So soll HP IQ nicht auf Windows-PCs beschränkt bleiben: Eine Version für Android ist bereits in Entwicklung und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen. Ziel ist eine nahtlose Nutzung über Gerätegrenzen hinweg, insbesondere zwischen Smartphones und Notebooks. HP arbeitet dafür unter anderem mit Qualcomm zusammen, die entsprechende Funktionen tiefer in ihre SoCs integrieren wollen.
Strategisch scheint HP Apples nahtloses Ökosystem zwischen Mac-Computern und iPhones nachbilden zu wollen. Außerdem wolle HP die eigene Marke im Bereich Software präsenter machen – und nicht nur bloß Hardware für Microsoft-Software bereitstellen.
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Für diese geräteübergreifenden Funktionen ist jedoch zumindest teilweise eine Cloud-Anbindung notwendig. Während viele KI-Aufgaben lokal auf dem Gerät ausgeführt werden, dient die Cloud dazu, Zustände und Inhalte zwischen Geräten zu synchronisieren. Einen konkreten Zeitplan oder technische Details dazu nennt HP bislang nicht. Der Cloud-Anteil lasse sich grundsätzlich aber auch deaktivieren, falls die zusätzlichen Funktionen nicht gewünscht werden.
Lokales Open-Weight-Modell von OpenAI
Beim zugrunde liegenden KI-Modell setzt HP auf ein optimiertes Modell mit rund 20 Milliarden Parametern, das auf dem Open-Weight-Modell
gpt-oss-20b von OpenAI basiert. Dieses ist speziell für lokale Ausführung und geringe Latenz ausgelegt und kann auf moderner Hardware direkt auf dem Gerät betrieben werden. HP passt das Modell eigenen Angaben zufolge weiter an – unter anderem hinsichtlich des Speicher-Fußabdrucks. und nutzt es als Basis für die lokale Verarbeitung. Apropos: Mindestens sind vorerst 24 GB RAM nötig, damit ein Notebook HP IQ unterstützt. HP sei aber bemüht, diese Hürde zu senken.
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Als Zielgruppe nennt HP vor allem „
Knowledge Worker“, also klassische Büroanwender mit hohem Anteil an Informationsarbeit. Der Hersteller betont dabei insbesondere den Fokus auf lokale Verarbeitung, geringere laufende Kosten ohne tokenbasierte Abrechnung sowie eine stärkere Kontextintegration im Vergleich zu klassischen Cloud-Assistenten, die IQ im Vergleich zu herkömmlichen LLM-Lösungen aus der Cloud zum Vorteil gereichen sollen. Gemeinhin konstatierte der Hersteller, dass lokale Modelle wie gpt-oss-20b bei der Leistung in Benchmarks. über den Verlauf der vergangenen Jahren meist etwa sechs Monate hinter den Flaggschiff-LLMs abgeschnitten hätten. HP nimmt an, dass sich dieser Trend fortsetzen werde.
Details zur Update-Strategie der Modelle oder zu möglichen Kosten für Cloud-Funktionen nennt HP derzeit allerdings noch nicht. Ebenso bleibt offen, wann und in welchem Umfang HP IQ über den Unternehmensbereich hinaus auch für Endkunden verfügbar sein wird.