[html] Maßeinheit "em"?

Keita schrieb:
Point (pt) ist wie Pica (pc), Milli- und Zentimeter (mm, cm) sowie Zoll (in) ein absolutes Maß und ist für den Einsatz bei Screenmedien denkbar ungeeignet, da es immer Abhängig von der Auflösung ist.
äh. genau darum ist pt und em für schriften deutlich besser geeignet als px, weil px das ganze auf eine pixelbasis reduziert, die keiner haben will. also zumindest ich erwarte, dass wenn ich eine sinnvolle dpi einstellung habe, dass diese auch von der schrift beachtet wird und die da nicht irgendein murks mit schriftgrößen in pixelbasis erzeugt. vllt bin ich auch nur ein gebranntest kind von zu großen auflösungen, die wie gift auf px wirken aber pt und em völlig unbeeinträchtigt lassen.
ich habe irgendwie das gefühl, dass hier ein leichtes missverständnis über die relative bzw. absolute größe von px und pt besteht. px ist absolut gegenüber der auflösung und pt absolut gegenüber der realen größe. ersteres finde ich deutlich schlimmer als letzteres, da letzteres bei jeder schrift, die angezeigt wird, _immer_ der fall sein sollte, damit man sie sinnvoll lesen kann und nicht beim wechseln der auflösung die schriftgröße anpassen muss.
 
Daß Elemente mit Pixel-Angaben nicht vernünftig skalieren, liegt einzig und allein an der mangelnden Unterstützung durch visuelle User-Agents, die unabhängig von der Auflösung an der Referenzgröße festhalten, die von 96 dpi ausgeht.
Wenn man aus welchen Gründen auch immer pixelgenaue Maße benötigt, kommt man um Pixel als Einheit nicht umhin, für alle anderen Fälle sind die relativen Werte deutlich flexibler und benutzerfreundlicher, weil sie auf die Vorgaben des Users Rücksicht nehmen, die über die systemweite Einstellungen bzgl. der Auflösung hinaus gehen.

greetings, Keita
 
Keita schrieb:
Daß Elemente mit Pixel-Angaben nicht vernünftig skalieren, liegt einzig und allein an der mangelnden Unterstützung durch visuelle User-Agents, die unabhängig von der Auflösung an der Referenzgröße festhalten, die von 96 dpi ausgeht.
genau das ist nicht richtig. pixelangaben sind völlig unabhängig von den dpi. was du schreibst träfe zu, wenn du von typographischen punkte aka pt reden würdest.
wenn man pixel setzt, bekommst du pixel raus und die haben, nun mal eine absolute größe bzgl. der auflösung und skalieren entsprechend gar nicht, wenn man da nicht mit ein bisschen gewalt im browser diese schlicht ignoriert und sie zu de facto typographischen punkten macht.
 
Das ist nicht richtig, denn die Einheit Pixel hat mit dem physikalischen "Punkt" in erster Linie nur den Namen gemein, jedoch nicht seine absolute Ausdehnung. Träfe deine Annahme zu, hätten alle Fonts bei gleichem px-Maß die gleiche Versalhöhe oder das gleiche Mittelmaß.

Die Maßeinheit Pixel ist im CSS-Draft als eine relative Maßeinheit festgelegt, die von der Computer-Display-typischer Auflösung von 96 dpi ausgeht. Der Draft empfiehlt bei stark abweichender Auflösung die Maße der Reproduktion entsprechend anzupassen, was u.a. bei der Ausgabe auf Druckern problemlos funktioniert, auf Screen-Medien jedoch gar nicht.

greetings, Keita
 
jetzt verwechselst du gerade auf herrlichste ppi und dpi. wie px abgeleitet ist, weiß ich nicht, aber es ist ein absolutes pixelmaß und auf allen systemen gleich. dieses ist völlig unabhängig von der systemseitig eingestellt dpi zahl, die einzig und allein für die pt relevant sind, sonst wären per px eingestellt schriften auf mac (72 dpi) und windows (96dpi) nicht gleich groß...
was punkt und pixel angeht, hast du recht: punkte sind pt und damit typographische punkte, die sich die dpi interessieren und px sind pixel, die sich nicht dafür interessieren.
btw. außer windows nutzt keiner 96dpi.
 
Die Maßeinheit px hat eben nichts mit PPI zu tun. Das W3C empfiehlt, daß diese Maßeinheit in Abhängigkeit von der Auflösung und vom Betrachtungsabstand zu skalieren ist, wenn die Gegebenheit stark von den Parametern für den Referenzwert abweicht. Der Referenzwert für Computerbildschirme wird dabei bei einer Auflösung von 96 DPI und einem Betrachtungsabstand von einer Armlänge ermittelt Ändern sich Betrachtungsabstand und/oder Auflösung, sollte der User-Agent die Größe entsprechend anpassen, bei ersterem natürlich schwerlich ohne Interaktion möglich ist, letzteres wäre jedoch zumindest technisch machbar.

greetings, Keita
 
Also dpi, ppi, Auflösung oder nicht, ist das überhaupt relevant? Wir können doch nicht kontrollieren, welche Einstellungen die verschiedenen User haben, die auf unsere Seiten kommen. Ist es dann nicht logisch, die Schriftgrößen in Relation zu den Browsereinstellungen vorzunehmen?
 
Ist es, wobei es schnurz ist, ob man em, ex oder prozentuale Werte nimmt.

greetings, Keita
 
Jetzt habe ich das mit dem em kapiert, danke. :)

Ich kann ja im Browser selber bestimmen wie groß alles ist,
aber der em-Wert gibt dann ja Verhältnisse an. :)
 
Allerdings muss ich noch eine Einschränkung machen, Keita hatte es ja glaube ich schon angemerkt. Relative Größen sind toll, um den Usern skalierbare Webseiten zu bieten. Allerdings hört das Jubilieren schon im Gespräch mit den Auftraggebern oft auf. Die wollen nämlich meist haufenweise Bilder und andere Multimediaelemente, für deren Positionierung man oftmals keine relativen Werte gebrauchen kann. Deshalb kleben Webseiten auch gerne mal völlig undynamisch am linken Bildschirmrand, wie man bei Spiegel Online oder leider nun auch bei Filmstarts.de sehen kann. Frei nach dem (miesen) Motto "Function follows form".
 
hm... also ich finde das aber gar nicht mal so toll, alles dynamisch zu lassen..
einigen seiten gebe ich eine feste breite von ca. 800px, aus folgendem grund:

seiten wie cb füllen ohne probleme riesenbildschirme. aber kleinere seiten mit ein bisschen weniger texten, tja... gerade manche notebooks haben ja displays mit sehr breiten bildschirmen.. keine ahnung was das für auflösungen sind. das problem ist aber, wenn dann die ganze website über den tierisch breiten bildschirm gezogen wird, dann passt der text, der bei einer festen breite von 800px noch paar absätze gefüllt hat, plötzlich in 2-3 zeilen.. ja, und dann sieht die website wirklich unansehlich aus. breit wie nochwas, aber dann 3 zeilen...
und wenn man die website zentriert anstatt linksbündig, dann siehts gar nicht mal so schlecht aus. wie gesagt, für große seiten wie cb sicher sinnvoll. nur z.b. ein kleines unternehmen, welches nicht gerade 200 Din A4 seiten text auf ihrer webpräsenz hat, tja, bei denen tritt dann der von mir genannte effekt auf.

deswegen ist meine meinung: man kann nicht grundsätzlich sagen, dass eine fixe bodybreite total schlecht wäre. bei der ein oder anderen schon, allerdings gibts halt auch andere fällt, wos einfach (in meinen augen) sinnvoll ist, eine fixe breite einzuführen...
 
Zurück
Oben