News Huawei Cloud X: PCs, Konsolen und AR/VR kommen mit 5G aus der Cloud

nlr

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#1
Huawei erwartet durch den flächendeckenden Rollout von 5G eine Welt voller Thin Clients, die ihre Rechenleistung aus der Cloud beziehen. Cloud X nennt Huawei dieses Konzept, wobei das „X“ für Anwendungsbeispiele wie den PC, Gaming oder AR und VR steht. 5G soll die dafür benötigte Geschwindigkeit und niedrige Latenz liefern.

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#2
Gestern war noch der 146W 5G Router in den News und heute gibt es gleich noch den klassischen Klaut BS. 200MBit mit Artefakten des Todes of Doom für 4K. In welchem Wunderland dann wohl jedem Gerät die Bandbreite und das Volumen zur Verfügung stehen wird. Ich tippe mal nicht auf Deutschland. Die Terrocom und der Bund werden das schon zu verhindern wissen.
 
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#3
Technisch super interessant und probiere ich daheim schon ein wenig aus. (Virtualisierungscluster zum Spielen).

Sonst aber stehe ich dem "Rental" Programm etwas skeptisch gegenüber. Klar hat es Vorteile, aber es wird immer mehr was wir nur noch mieten.
Auto (Leasing), Musik, Filme, Bücher (eBook), Spiele und bald auch Spiele Hardware.
Das mag alles gut sein solange alles läuft. Für den Fall daß man aber selbst Mal arbeitslos ist oder der soziale Abstieg Mal kommt dann ist sofort alles weg.
Von ein auf den anderen Tag kann man nichts mehr nutzen. Langsam begeben wir uns da in immer mehr Abhängigkeiten und Zwänge. Das gefällt mir daran halt nicht.
 
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#4
Hab ein Deja Vu. Den selben Töpfen haben’s uns schon bei 4G Einführung erzählt. Und ruck zuck waren die Sender überlastet und es kamen statt 100Mbit nur noch 1-2 an. Wird hier net viel anders werden.
 

m.Kobold

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#5
Cloud Gaming, das fünfte Rad am Auto... nein danke.

Wenn ich sowas schon lese bekomm ich das kotzen.:kotz:
 

xexex

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#6
Wird zwar mit Sicherheit noch 10-20 Jahre dauern, ist aber letztlich der letzte logische Schritt. Schneller Internetanschluss zuhause ist in der heutigen Welt nun mal nur eingeschränkt zu gebrauchen. Letztendlich verbingt man den grössten Teil seiner aktiven Zeit eben nicht dort.
 

C.J.

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#7
Nachdem seit Jahren über Game-Streaming via DSL spekuliert wird, wollen die den Kram auch noch über Mobilfunk bringen. Neben dem üblichen Problem der extrem hoher, stabiler und latenzarmen Leitung kommen jetzt noch massiv gesharete Mobilfunkverbindungen, begrenztes Volumen und ein horrender Stromverbrauch für das dafür nötige 5G-Signal dazu. Als Machbarkeitsstudie sicher ganz nett, aber auf breiter Basis wird die Infrastruktur vollkommen zusammenbrechen.

Ein ein paar Jahren sind die SoCs in den Smartphones wieder um ein Vielfaches schneller als heute und könnten sehr viel allein stemmen, ohne dass man alle 5 Häuser einen neuen 5G-Mast hinstellen muss, damit auch jeder versorgt ist. Datenübertragung kostet eben auch Energie. Wenn man mit der Entwicklung von Mikrochips (Rechenleistung) mithalten will, muss entweder der Energieverbrauch der Übertragung massiv steigen (geht nicht wegen Akku) oder man muss die Distanz im selben Maße verkürzen (5G-Masten an jeder Ecke).
 

xexex

Vice Admiral
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#8
Das mag alles gut sein solange alles läuft. Für den Fall daß man aber selbst Mal arbeitslos ist oder der soziale Abstieg Mal kommt dann ist sofort alles weg.
Von ein auf den anderen Tag kann man nichts mehr nutzen. Langsam begeben wir uns da in immer mehr Abhängigkeiten und Zwänge. Das gefällt mir daran halt nicht.
Wer keine Geldreserven aufbaut, während er gutes Geld verdient, "kauft" vermutlich auch alles mögliche auf Kredit. Wer kauft heutzutage ein Auto vom Geld aus seinem Geldbeutel?

Dein Beispiel kann man auch umkehren. Wer nur gemietete Dienstleistungen nutzt, kann im schwierigen Fall von heute auf morgen einfach keine mehr nutzen und gerät dadurch in keine Schieflage. Man hat dadurch keine langfrisitige Bindung und vieles davon ist schlichtweg Luxus.

Für meinen Teil ist es zum Beispiel Car2Go und DriveNow. Ich habe schon seit Jahren kein eigenes Auto, gebe aber schon mal 100-200€ im Monat für die Autonutzung aus. Hätte ich Geldprobleme, würde ich schlichtweg mehr mit den ÖV unterwegs sein. Andere haben dann kein Geld, eine dicke Karre und einen fetten Kredit, den sie nicht mehr abzahlen können.
 
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#9
Für 1440p, 90 Hz und 6DoF werden 100 bis 150 Mbit/s und 5 bis 10 ms gefordert. Zukünftige HMDs mit 6K-Auflösung und 120 Hz benötigen laut Huawei eine Gigabit-Anbindung mit weniger als 5 ms Latenz.
Joar das ist dann noch ganz schöne Zukunftsmusik.

Ich habe ja den Luxus 400Mbits mit ~15ms Latenz zu deutschen Gameservern zuhause zu haben. Mir ist aber bewusst, dass dies hierzulande schon eine ordentliche Ausnahme ist.
Gerade von "weniger als 5 ms Latenz" für die breite Masse sind wir ganz weit weg, wenn wir denn überhaupt irgendwann an diesen Punkt kommen.
(Damit müsste neben einer breit ausgebauen Glasfaser bis ins Haus-Infrasturkur die entsprechenden Server engmaschig verteilt sein. 5ms sind schnell hops wenn die Datenpakete über zig Router oder/und mehrere hundert KM laufen müssen.)
 
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#10
Filme leihen (Netflix & Co)
-> für mich ok, da ich 99% eh nur ein/zwei mal gucke

Musik leihen (Spotify & Co)
> für mich ok, da ich seit Jahren kaum bewusst Musik höre.

Spiele leihen (Origin & Co)
-> für mich uninteressant, da ich meine drei Lieblingsspiele gerne ohne Abo haben möchte (außer natürlich WOWS). Zu oft nutze ich sie wochenlang kaum und dann sitzt man plötzlich mit Schienbeinfraktur zuhause...

Hardware leihen (Topic)
-> wenn wir in der Familie noch weniger zocken (definitive Tendenz) könnte es sich eines fernen Tages vlt rechnen. Kann ich mir momentan bei aktuell aufgerufenen Preisen aber noch nicht vorstellen.

Wird bei den technischen Anforderungen aber eh erst interessant, wenn meine Kids groß sind
:D
 
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#11
Mich würde neben dem ganzen Marketing blabla mal die reale Bandbreite einer 5G Zelle interessieren. Da wird wolkig was von bis zu 20GBit/s geschwurbelt. Bei den Bändern im GHz Bereich vermutlich nur wenige dutzend oder hundert Meter und nur auf Sicht. Wenn da am Ende pro Zelle 5GBit/s überbleiben wird das viel sein. Um die kloppen sich dann hunderte Teilnehmer...
 
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#12
Wie hat man es eigentlich geschafft den Menschen z erzählen das diese Cloudsch... so toll ist?
Die mit Abstand meisten dieser "Dienste" sind genau für einen Zweck gemacht, Nutzerdaten erheben und verwerten.
 
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#13
Der Punkt ist halt, wenn man alles in die Cloud verlagert gibt man darüber die Kontrolle ab. Aber das sieht man an allen Ecken und Enden: Der Mensch soll immer unmündiger werden.
 

bad_sign

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#14
Wie hat man es eigentlich geschafft den Menschen z erzählen das diese Cloudsch... so toll ist?
Die mit Abstand meisten dieser "Dienste" sind genau für einen Zweck gemacht, Nutzerdaten erheben und verwerten.
Ich finde Cloud toll, in der eigenen Wohnung :)
Mit 40Mbit Upload kann man dank VPN super mit dem eigenen Systemen arbeiten, speichern, synchronisieren uvm.
Man braucht dazu keine 3rd Party :)
 

Tiankay

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#16
Und durch all den Fortschritt kehren wir am Ende wieder zu "Dumb Terminals" zurück.

Ironisch...

Peace
TK
 
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#17
In China wird das bestimmt funktionieren (wie auch Diablo Immortal)
Aber in Deutschland? Aha, ähm, genau... :freak:
 
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#18
Nice. In AT/DE dann so um 2045 herum.
 
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#19
Alles aus der Cloud. Dem Herrn Nadella läuft bestimmt das Wasser im Mund zusammen, wenn er das hört. :D Er setzt ja mit MS voll auf die Cloud. In Deutschland werde ich nicht so zeitig mit der regen Nutzung von Cloud-Diensten rechnen, der Ausbau von 5G wird wahrscheinlich ein Desaster, ähnlich wie bei DSL, wo man mit Vectoring ein totes Pferd reitet, Hauptsache Kohle sparen.
 
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#20
Wie hat man es eigentlich geschafft den Menschen z erzählen das diese Cloudsch... so toll ist?
Die mit Abstand meisten dieser "Dienste" sind genau für einen Zweck gemacht, Nutzerdaten erheben und verwerten.
So wie alles auf der Welt.
Immer in kleinen Schritten, damit die Menschen sich langsam und am besten unbewusst daran gewöhnen.

Ich weiß nicht wie alt du bist, aber kennst du noch die Zeit, in der Fotos und Notizen so geheim waren, dass die niemand kannte, denen man es nicht gezeigt war?
Heute werden Fotos, Notizen, Kontakte, Bewegungsprofile, Kaufverhalten, Kontodaten, Interessen, Suchanfragen, Puls, Schlafrythmus, Nachrichten, E-Mails, Stromverbrauch, usw. an Google übertragen.
Die meisten Daten werden über Google geteilt, sobald man Google Services installiert hat (auf Android immer drauf und nicht deinstallierbar), Chrome oder Google zum Suchen nutzt. Selbst ohne Google Account!
Der Staat hat schon längst einen pauschalen Zugriff auf einen Teil der Daten und auf einen anderen Teil der Daten kann man im Handumdrehen Gründe für eine richterliche Verfügung erhalten. Auch das wird Schritt für Schritt immer einfacher und schneller gemacht.
 
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