i9 9900K und die Frage: Welcher Kühler?

Rafolta

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Servus Leute,

hoffe es geht euch gut :) Vielleicht kann mir hier jemand hier aus dem Forum ja mit Rat zur Hilfe stehen.

Ich bin am überlegen auf den neuen Intel 9900K umzusteigen (ja ich weiß teuer, das P/L stimmt nicht etc.) nur ich weiß nicht was für einen CPU Kühler ich für dieses Monster verwenden könnte? Finde dazu auch nicht wirklich irgendwelche Erfahrungswerte im Netz und das obwohl der 9900K ja sehr warm werden soll.

Hauptsächlich würde ich den CPU bzw. Rechner für die 4K Videobearbeitung benötigen und ggfs. etwas zum zocken. In meinem alten System habe ich ein Alpenföhn Matternhorn Black am laufen. Könnte man den übernehmen? Zur Info übertakten ist keine Option für mich!

Danke für die Hilfe und etwaige Tipps :)
 
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Von was steigst du um?
 
Als Luftkühler würde ich da auf einen NH-D15 oder Dark Rock Pro 4 etc. setzen, also schon das maximum was es gibt. Der 9900K ballert schon enorm durch.
 
Dein Kühler wird nicht reichen, wird sicherlich 90 grad und mehr kratzen bei Dauerbelastung.
du brauchst da schon eine 280 er AIO oder besser 360 er AIO mit guten Lüftern.
wenn man den I9 9900K innerhalb der TDP betreibt kann man den auch mit einem Noctua D15 kühlen.
wenn du aber vor hast den auf 4.7 ghz oder 5ghz zu übertakten, haben je nach güte der cpu und anliegenden Spannung sogar AIO Kühllösungen Probleme.
 
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Be Quiet Dark Rock Pro 4, Scythe Mugen 5 PCGH Edition - um mal 2 gute Luftkühler in den Raum zu werfen.
 
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Mit meinem 120 mm AiO Corsair H60 (wichtig: das neue 2018'er Modell) habe ich keine Probleme mit dem 9900k.
 
Persönlich würde ich auf einen Noctua NH-D15 setzen.

Ausgezeichnete Verarbeitung, sehr gute Kühlleistung, im Idle lautlos einstellbar (Lüfter aus, es gibt keine Pumpe) und bei Noctua kann man sich darauf verlassen dass auch bei Änderungen vom Layout bei zukünftigen Sockeln ein Montage-Kit verfügbar sein wird.
 
AIOs sind kein Wunderwerk, für eine Wakü eigentlich viel zu teuer wenn man die Performance mit richtigen Waküs vergleicht ist es eher ein Witz. AIO gehört mehr in die Kategorie etwas besserer Luftkühler, dafür Geräusche. Wahrscheinlich sind die auch nur besser, weil die Befestigung üblicherweise stabiler ist.

Nimm einen guten Luftkühler mit Liquid Metal statt Paste, z.B. von Grizzly. Das macht schon was um die 20°C aus. Außer du hast Geld, dann halt AIO mit LM. Achte nur darauf dass der Boden kein Alu hat, Nickel / Kupfer sind ok.

Ohne OC wirst du eh keine Überhitzung haben.
 
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AiO - Minimum 240er oder besser mit 360er!
 
Zuletzt bearbeitet:
ich kann nur den ekl alpenföhn olymp empfehlen der kann 320watt tdp kühlen also die beste wahl für einen 9900k
 
rob- schrieb:
Nimm einen guten Luftkühler mit Liquid Metal statt Paste, z.B. von Grizzly. Das macht schon was um die 20°C aus.

wo hast denn das mit den 20 °C her ???
 
Nizakh schrieb:
Wenn Videoediting das Fokusthema ist - warum kein Threadripper 1920X?
Der ist nicht schneller als der 9900k. Und preislich geben die sich nicht viel.

Aio Wasserkühlung ist aber wirklich Unsinn. Einfach nur teuer und höchstens ein paar Grad besser. Das sind dann effektiv 100mhz mehr OC. Wenn du den Platz in Gehäuse hast: https://geizhals.de/thermalright-true-spirit-140-power-100700543-a1086466.html
Der ist etwa auf Niveau eines d15 mit einem Lüfter. Wenn du nicht den Platz im Gehäuse hast, den d15.
Ergänzung ()

rob- schrieb:
Nimm einen guten Luftkühler mit Liquid Metal statt Paste, z.B. von Grizzly.
Das ist auch Blödsinn, wenn man zum Vergleich eine gute, normale verwendet. Gelistet extreme oder so, da hat man höchstens Mal 2°C Unterschied.
 
rob- schrieb:
AIOs sind kein Wunderwerk, für eine Wakü eigentlich viel zu teuer wenn man die Performance mit richtigen Waküs vergleicht ist es eher ein Witz. AIO gehört mehr in die Kategorie etwas besserer Luftkühler, dafür Geräusche. Wahrscheinlich sind die auch nur besser, weil die Befestigung üblicherweise stabiler ist.

Nimm einen guten Luftkühler mit Liquid Metal statt Paste, z.B. von Grizzly. Das macht schon was um die 20°C aus. Außer du hast Geld, dann halt AIO mit LM. Achte nur darauf dass der Boden kein Alu hat, Nickel / Kupfer sind ok.

Ohne OC wirst du eh keine Überhitzung haben.

Du willst LM zwischen Heatspreader und Kupferplatte schmieren?

Die CPU wird komplett @ Stock mit einer 280er AiO welche von 2x Noctua NF-14 @ 1000 rp/m versorgt wird, ca. 62°C warm, wenn man spielt. Das liegt daran, dass das Board der CPU @ Stock einfach mal 1.28V Vcore gibt, was aber total unnötig ist. Meine CPU läuft mit 1.15V und 4.7Ghz Allcore Turbo. Dabei wird die CPU auch nach einer Stunde BF5 nicht wärmer als 50°C.

Wenn du OC betreiben willst, dann sollte die Obergrenze bei 1.31V liegen, wenn du die 5Ghz erreichen möchtest. Dabei gehen die Temperaturen bei gleicher Last schon auf 70°C hoch. Das ist natürlich noch immer komplett im Rahmen, zeigt aber auch, dass man sich gut überlegen muss, welchen Takt man wirklich benötigt.

Ich bin jetzt bei 4.9Ghz @ 1.26V unterwegs und liege damit bei ca. 65°C unter Last. Das ist für mich total ok.

Wenn man richtig Gas geben möchte, dann sind auch 5.1/2 Ghz möglich, allerdings bei 1.4V. Das ist beim 8700K noch kein Problem gewesen (geköpft). Beim 9900K sieht das aber total anders aus. Bei 1.4V MUSS die CPU geköpft sein und außerdem muss der Heatspreader plan geschliffen werden. Alles andere funktioniert nicht. Den DIE in der Höhe abzuschleifen ist einfach zu riskant.

Beim OC bitte nicht vergessen, dass auch die Cache Ratio und der RAM angepasst werden sollte. Nur dann hat man wirklich ein deutlich besseres Ergebnis.
 
Die Aussage, dass eine AiO nicht besser kühlt als ein großer Luftkühler kann nur von Leuten kommen, die nie selbst vergleichen konnten und das einfach so mal weitergeben.
Ich habe auf einem 8700K einen NH-D15 durch eine H150i Pro ersetzt. Der Unterschied zeigt sich bei Vollast aller Kerne und liegt bei 8-10K.
Hätte ich so auch nicht gedacht, so wie die AiOs immer schlechtgeredet werden. Ausserdem ist die AiO unter Last definitiv leiser als die zwei NF-A15 PWM bei vollen rpm. Pumpe läuft dauerhaft auf "Medium" und ist nicht wahrnehmbar.
Einen Vorteil dürfte der NH-D15 aber haben, und zwar belüftet der mittlere Lüfter dank seiner tiefen Einbaulage die VRMs, wohingegen bei einer AiO (ausser der teuren Ryujin 360 von Asus) die Luft um den Sockel herum steht.
gerade beim i9 9900K spricht das nicht unerheblich für den Noctua-Kühler.

Aber "von den Kernen weg" schaffen grössere AiOs einfach mehr Wärme als jeder Luftkühler, v.A. bei so einem Heizkraftwerk.

edit: Wie hier schon wieder von 5,1 bzw. 5,2 GHz OC geschrieben wird, völlig an der Frage des TE vorbei... :rolleyes:
Zitat aus dem UP:
Zur Info übertakten ist keine Option für mich!
 
Rafolta schrieb:
Alpenföhn Matternhorn Black

Wenn keine Dauer-Rendering-Maschine geplant ist, bei der die letzte Sekunde Leistung geholt werden muss, dann kann man den angeblich doch immerhin für bis zu 210W TDP gedachten Kühler auch übernehmen. Sonst ist der hier schon mehrfach genanne Noctua NH-D15 eine gute Wahl.

Rafolta schrieb:
obwohl der 9900K ja sehr warm werden soll

Ob die CPU sehr warm wird, hängt davon ab, ob sich das Mainboard an die Vorgaben von Intel hält oder nicht. Inzwischen ist raus, dass aktuell kein einziges Mainboard die Vorgaben von Intel korrekt umsetzt, wenn man alle Einstellungen auf Auto belässt. Die offizielle Spec bekommt man nur bei ASUS durch Aktivieren von XMP II gefolgt von "No" auf die Frage nach MCE. Die Spec sieht vor, dass bei Turbo maximal 125% der TDP (also 119W) für maximal 100s anliegen und dann der Verbrauch auf 95W limitiert wird. Damit bleibt die CPU dann bei einem auch nur halbwegs brauchbaren Kühler unter 70°C, aber das kostet auch je nach Anwendung bis zu 15% Performance.

Meine Empfehlung ist daher inzwischen bei allen Topmodellen, die Einstellungen des Boards nicht einfach als gegeben zu akzeptieren, sondern selbst das Power Limit einzustellen. Die 119W/95W-Kombination kostet schon sehr deutlich Performance, aber eine Einstellung von zum Beispiel 150W/120W (Short Duration, Long Duration, Zeitlimit auf 100s setzen) dürfte schon viel näher an der maximalen Performance liegen und schont dazu die Stromrechnung gegenüber völlig unlimitiertem Betrieb.

Letztendlich ist das eine Sache für eigene Tests, weil die Publikationen zu wenig auf das Thema eingehen. Man guckt zum einen, wie hoch man gehen kann, ohne dass alles viel zu warm wird. Dann guckt man außerdem, welche Limits wie viel Performance kosten. Und dann setzt man Limits, die eine gute Balance erzielen.
 
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Rafolta schrieb:
Hauptsächlich würde ich den CPU bzw. Rechner für die 4K Videobearbeitung benötigen und ggfs. etwas zum zocken. In meinem alten System habe ich ein Alpenföhn Matternhorn Black am laufen. Könnte man den übernehmen? Zur Info übertakten ist keine Option für mich!

Jeder der High-End Doppelturmkühler (z.B. BeQuiet Dark Rock 4 Pro, EKL Olymp, Noctua NHD15...) ist meiner Meinung nach die beste Emfpehlung für diese Anforderung.

Spielen und Videoediting werden eher unkritisch sein, Videoencoding im Dauerbetrieb ist der kritische Betriebszustand. Wer wirklich viel Rechenleistung braucht, wird mit mehr Kernen und kleineren Taktfrequenzen weiter kommen, als mit dem hochgezüchteten 8-Kerner und extremen Kühllösungen.

Mit einem großen AIO wird man vielleicht noch einige Prozent zusätzliche Leistung aus dem System herausquetschen, um den Preis einer komplexeren, fehleranfälligeren Kühlung. Für die Urlaubsvideos ist das nicht nötig, für zeitkritische Videoproduktionen eines professionellen Youtuber-Influenzers nicht ausreichend.

Ich habe hier seit Tagen zwei 1st Gen Ryzen Systeme unter Dauerlast zur Lösung mathematisch-wissenschaftlicher Probleme laufen. Rund 3.8 GHz und gute Luftkühlung sind der Sweetspot mit 2x8 Kernen / 32 Threads und 3200 kumulierten Cinebench R15 Punkten. Die CPUs dümpeln bei run 60°C gemütlich vor sich hin, die letzten 5% Mehrleistung lassen Stromverbrauch und Betriebstemperatur dann durch die Decke gehen. Lohnt sich nicht.
 
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